Monthly Archives of: Januar 2007

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Änderungen beim aktuellen Call des EU-Förderprogramms Kultur

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Der englische Cultural Contact Point Euclid weist heute in seinem Email-Newsletter darauf hin, dass Kroatien und die Türkei beim laufenden Call (Ende der Einreichfrist: 28.02.2007) defintiv nicht als „Mitorganisatoren“ in Frage kommen. Einrichtungen aus diesen beiden Ländern können sich zwar an Projekten beteiligen, zählen jedoch nicht zu den benötigten Partnern (mindestens 3 beziehungsweise 6 bei den beiden Aktionslinien).

Weitere Änderungen und Ergänzungen finden sich auf der Website der Exekutivagentur, unter anderem gibt es ein weiteres Budgetblatt.

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Wissensdossier zum Thema „erfolgreiche PR & Medienarbeit“

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Noch bis zum 18. Februar läuft ein Blog-Carnival zum Thema „erfolgreiche PR & Medienarbeit“. Blog-Carnivals lassen sich am ehesten als Magazine beschreiben. Dabei fordert der Initiator andere Blogger auf, Beiträge zu einem bestimmten Thema zu schreiben. Diese werden dann im Blog des Organisators gesammelt und der Community zur Verfügung gestellt. Interessant dabei: Je mehr Blogger Textbeiträge liefern und auf das Projekt hinweisen, desto umfassender ist die Palette der Beiträge und umso mehr Menschen erfahren davon.

In den USA gibt es die Tradition des Blog-Carnivals schon länger (ein Beispiel hier), im deutschsprachigen Raum ist man noch nicht ganz so weit. Nachdem Elke Fleing im Herbst des letzten Jahres BloggerInnen dazu aufgerufen hatte, Beiträge zum Thema „Akquise und Kundenbindung“ zu schreiben, geht es nun auf den Seiten des Projekts Erfolg & PR um das komplexe Thema PR und Medienarbeit.

Die ersten Beiträge sind schon vor dem offiziellen Startschuss eingetroffen, wir können uns also auf jede Menge Tipps und Informationen freuen.

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Ordnung in die eigene Arbeit bringen

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Die letzten zwei Stunden habe ich dazu genutzt, die Stapel auf dem Schreibtisch abzubauen, die Zahl der Emails in der Mailbox zu reduzieren und die ungelesenen Blogbeiträge in den abonnierten Blogs zu lesen. Um es vorweg zu nehmen: die zwei Stunden haben noch nicht ausgereicht, aber ich bin im work.innovation Blog über einen Beitrag zum Thema „Wie ich Daten und Informationen organisiere“ gestoßen. Passend zum Thema also. Sehr interessant und hilfreich. Noch ergiebiger war dann aber ein Link in diesem Beitrag, der mich auf die Seiten der „Wissensagentur Alexandra Graßler“ geführt hat. Hier und hier beschreibt sie, wie sie ihre Arbeit geregelt bekommt.

Zum Thema Archivierung fällt mir noch etwas ganz praktisches ein: Da ich (fast) alle Emails (eingehend und ausgehend) abspeichere, hat meine Outlook-Datei mittlerweile eine stattliche Größe erreicht. Daher archiviere ich die Mails in regelmäßigen Abständen, um sie aus der Outlook-Datei rauszubekommen. Dafür verwende ich mail2disk, ein kleines, aber recht praktisches Programm, das in der Professional-Version 25 Euro (Einzellizenz) kostet.

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Kunst sponsert Wirtschaft

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Diese auf den ersten Blick provokante These vertritt Miha Pogacnik, Violinist, Unternehmensberater und begnadeter Redner in einer Person. Wer es heute morgen um 8 Uhr schaffte, ins ONE Smart SPACE über den Dächern Wiens zum Business Circle Breakfast zu kommen, konnte sich von seinen Fähigkeiten überzeugen. Und das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Wer die Gelegenheit bekommt, Miha Pogacnik zu erleben, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen.

KünstlerInnen bekommen ja nicht erst seit gestern zu hören, dass sie sich professionalisieren müssen. Marketing, Management oder Entrepreneurship sind Schlagworte, die darauf hindeuten, dass KünstlerInnen sich in Richtung Unternehmertum entwickeln müssen, wollen sie auch in Zukunft Erfolg haben. Pogacnik hingegen ist der Meinung, dass es die Kunst ist, die der Wirtschaft Impulse verleiht.

Mit der Violine in der Hand stand er vor uns und begann zu spielen. Wer es schafft, um 8 Uhr einen ganzen Saal zum Mitsummen (zum Singen hat es dann doch nicht ganz gereicht) zu bringen, muss schon über außerordentliche Fähigkeiten verfügen. Oder hat wer schon mal ähnliches erlebt? Ich jedenfalls durfte das erste Mal zusammen mit 150 Zuhörern den Background für sein Violinspiel abgeben.

Der Slowene „dekonstruierte“ eine Bach-Fuge und erläuterte auf diese Weise sein Verständnis von Management. In beiden Fällen ist zum Beispiel das Zuhören wichtig. Und so wie in der Fuge das anfängliche Thema variiert wird und dann auf einer anderen „höheren“ Ebene wieder auftaucht, muss auch das Management, wenn es erfolgreich sein will, „Umwege“ gehen. Die Herausforderung besteht darin, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um die eingeschlagenen Pfade zu verlassen. So wie sich der Komponist bzw. der Musiker in die Variation „verliebt“, so muss sich auch der Manager in das Neue verlieben. Hier kommt wie auch in der Musik die Emotion ins Spiel.

Für Pogacnik ist das der Moment, wo man nicht mehr „normal“ ist. Es brennt ein Feuer, an dem man auch verbrennen kann. In diesem Feuer verbrennt seiner Meinung nach alles unnötige, zurück bleibt nur die „Essenz“, aus der heraus neue Fragen und neue Prozesse entstehen.

Während man, wenn man sich auf Musik oder Management einlassen möchte, anfangs loslassen muss, ist es nun wichtig, dass man den Dingen ihren Lauf lässt, sie „kommen lässt“. Das ist der Punkt, an dem nach Pogacnik kein Benchmarking mehr nötig ist. Das Resulat ist der „periphere Führungsstil“, wie er es nennt. Wer diesen Führungsstil anwendet, sagt nicht mehr, was er will, sondern bringt sein Umfeld dazu, dass zu tun, was richtig ist.

Das „richtige“ Tun findet in einem dynamischen Umfeld statt. Die einzige Sicherheit, die wir haben, ist die Gewissheit, dass wir nichts wissen. Und erst mit dieser „Fähigkeit“ gelingt es uns, Geld zu verdienen, so Pogacnik.

All das erklärt er mit der Violine in der Hand. Er zerlegt die Fuge in das Thema, die Variation, die Fragen; und erst ganz am Ende spielt er die Fuge einmal ohne Unterbrechung. Und plötzlich hört man ganz anders zu. Aber wie wichtig das Zuhören ist, das hat Pogacnik ja ganz am Anfang schon gesagt und so schließt sich nach einer Stunde der Kreis. Sein „Vortrag“ hat viele Anregungen gebracht und ich denke, sein Ansatz zeigt, dass sich die Kunst und die Künstlerinnen und Künstler vor niemandem verstecken brauchen.

Ich habe noch etwas über Miha Pogacnik im Internet recherchiert. Aus dem Jahr 2003 stammt ein Interview, das er brand eins gegeben hat. Aufnahmen von seinem Violinspiel gibt es keine, „die Leute sollen ins Konzert kommen, wenn sie mich hören wollen“, ist seine Meinung dazu. Im Frühjahr kommt er übrigens nach Wien. Ich werde die genauen Daten bekannt geben, wenn ich sie habe.

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Die eierlegende Wollmilchsau

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Stefan Hagen macht sich heute in einem Beitrag seines Projektmanagement-Blogs auf die Suche nach der idealen ProjektmanagerIn. Ergebnis: die eierlegende Wollmilchsau. Und selbst alle diese Fähigkeiten garantieren noch nicht den Projekterfolg.

Stefan Hagen weist richtigerweise darauf hin, dass eine gute FachexpertIn nicht unbedingt eine gute ProjektmanagerIn sein muss:

„Je größer und komplexer ein Projekt, umso unwichtiger ist die Fachkompetenz des Projektleiters oder der Projektleiterin“

Dazu fällt mir der Beitrag „Projektmanager als Katalysatoren von Changeprozessen“ von Robert Bautzmann, Wolfgang Fürnkranz und Torsten Jung in: „Veränderung – systemisch“ (Hrsg. Frank Boos/Barbara Heitger, Beratergruppe Neuwaldegg) ein. Die Autoren sprechen dort von Veränderungen erster, zweiter und dritter Ordnung.

Als Beispiel führen sie die Lösung eines Qualitätsproblems in der Automobilfertigung an. Kommt es etwa beim Lackieren der Autos zur Bläschenbildung, besteht die Veränderung erster Ordnung darin, die Bläschenbildung zu verhindern, also einen Missstand zu verhindern.

Eine Veränderung zweiter Ordnung wäre es, wenn das Unternehmen das ganze Fertigungsverfahren ändert, damit die Bläschenbildung generell nicht mehr vorkommen kann.

Eine Veränderung dritter Ordnung könnte so aussehen, dass das Unternehmen die Teile lackiert einkauft und diese Tätigkeit nach außen verlagert.

Während die ProjektmanagerIn bei einer Veränderung erster Ordnung durchaus über Fachkenntnisse im Lackieren von Autos verfügen muss, ist das bei einer Veränderung dritter Ordnung nicht mehr unbedingt nötig.

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Infoveranstaltung eContentplus am 1./2. Februar in Wien

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Das EU-Förderprogramm eContentplus unterstützt die Erleichterung des Zugangs zu digitalen Inhalten sowie ihrer Nutzung und Verwertung in der Gemeinschaft. Dafür stehen in den Jahren 2005 bis 2008 insgesamt 149 Mio. Euro zur Verfügung.

Im Rahmen des Programms werden auch kulturelle Inhalte bzw. der Zugang zu ihnen gefördert. Informationen dazu gibt es am 1. und 2. Februar 2007 in Wien. In der österr. Nationalbibliothek (Josefsplatz 1, 1010 Wien) findet eine Veranstaltung unter dem Titel „Digital Libraries – Cultural Content“ statt.

Informationen zu dieser Veranstaltung, das genaue Programm und Anmeldemöglichkeiten gibt es auf der Website der Initiative „Preparing for eContentplus„.

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Die Website des DIZK informiert über Fördermöglichkeiten

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Wer auf der Suche nach Fördermitteln für sein Projekt ist, weiß wie schwer es ist, potenzielle Geldgeber zu finden. Und wer hat sich nicht schon darüber geärgert, wenn er im Nachhinein noch einen Geldtopf entdeckt hat.

Das DIZK (Deutsches InformationsZentrum Kulturförderung) hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf seiner Website über Fördermöglichkeiten in Deutschland und in Europa zu informieren. Das Angebot richtet sich nicht nur an Kulturschaffende beziehungsweise Kultureinrichtungen, sondern fordert Förderstellen dazu auf, Ihre Angebote und Ausschreibungen über die Datenbank zu veröffentlichen. Da die Förderstellen die Pflege ihrer Daten selbst übernehmen, sollte die Aktualität der Daten gewährleistet sein.

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Wie finde ich Partner für EU-Projekte? Kooperationen managen

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Bei den Aktionsprogrammen wie zum Beispiel dem Förderprogramm Kultur, verlangt die Europäische Union die Zusammenarbeit von Organisationen aus verschiedenen Ländern. Kooperationen müssen konzipiert, entwickelt und aufgebaut werden, um dann das Projekt gemeinsam zum Erfolg zu führen. Häufig wird die Partnersuche unterschätzt. Wer bei der Auswahl seiner Partner Fehler begeht, gefährdet das Projekt und riskiert bei der Realisierung des Vorhabens Auseinandersetzungen oder sogar den Abbruch, wenn die Kooperation aufgelöst wird.

Was zeichnet Kooperationen, wie sie bei EU-Projekten verlangt werden, eigentlich aus?

  • sie bestehen aus mindestens zwei Partnern (die EU verlangt meist 3 oder mehr Partner)
  • sie stellen einen freiwilligen Zusammenschluss dar
  • die Partner sind rechtlich selbständig und agieren autonom
  • die Partner verfolgen ein gemeinsames Ziel und arbeiten dabei über einen bestimmten Zeitraum auf vertraglicher Basis zusammen
  • die Partner setzen ihre Ressourcen und ihr Know-how ein, um das (gemeinsame) Ziel zu erreichen.

Die Auswahl der Partner erfolgt häufig völlig willkürlich. Die Partnersuche wird anfangs unterschätzt und wenn dann die Zeit knapp wird, nimmt man halt den Partner, den man kriegt. Eine strukturierte Herangehensweise kann dazu beitragen, Fehler zu vermeiden und eine arbeitsfähige Kooperation zu etablieren.

Eine erfolgreiche Kooperation basiert auf:

  • gemeinsamen Zielen,
  • Abstimmung in Planung und Umsetzung des Projektvorhabens,
  • gegenseitigem Vertrauen und einer
  • funktionierenden Kommunikation.

Aufbau und Betrieb einer Kooperation werden meist in einem Phasenmodell beschrieben, wobei die Anzahl der Phasen je nach AutorIn variiert. Mein Modell besteht, wenn es um EU-Projekte geht, aus 6 Phasen, die sich stichwortartig so beschreiben lassen:

1.) Analyse und Zielformulierung

  • Ziele, Strategien und Kernkompetenzen meiner Einrichtung müssen erarbeitet werden bzw. bekannt sein
  • das Projektziel muss klar sein
  • die Bereitschaft zur Kooperation muss vorhanden sein
  • mögliche Synergieffekte müssen herausgearbeitet werden

2.) Partnersuche

  • potenzielle Partner müssen gesucht werden
  • Kontaktaufnahme
  • Prüfen auf Übereinstimmung auf verschiedenen Ebenen:
    • strategisch: sind die Ziele der Kooperationspartner kompatibel?
    • operativ: passen die Partner in ihrer Arbeitsweise zusammen (gleiche Prozesse)?
    • kulturell: stimmen die Werte und Normen der Kooperationspartner überein?
  • gemeinsame Vertrauensbasis aufbauen

3.) Verhandlungsphase

  • Entscheidung über die Form der Zusammenarbeit (wer übernimmt welche Aufgaben?)
  • Ausmaß der Zusammenarbeit (Verschränkung in der Zusammenarbeit)
  • Letter of Intent (Zwischenstand, um auch auf offene Punkte zu kommen)
  • Kooperationsvertrag (meist ist es hilfreich, wenn dieser Vertrag über die gemeinsamen Erklärungen der EU-Antragsformulare hinaus abgeschlossen wird): Er enthält alle wesentlichen Punkte, was die Ziele und Inhalte der Zusammenarbeit angeht, beschreibt die Aufgaben der einzelnen Partner, den Aufwand, den zeitlichen Rahmen und enthält Regeln, wie im Konfliktfall miteinander umgegangen werden soll.

4.) Einrichten der Kooperation

  • Definition und Aufbau von Arbeitsstrukturen
  • Informationsaustausch (Einrichten von Kommunikations- und Koordinationsschnittstellen)
  • Entwicklung einer Arbeitsbeziehung

5.) Umsetzungsphase

  • Leistungserstellung
  • Entwicklung von Routinen
  • Reflexion (eine Kooperation ist ein lebendes System)
  • Konfliktmanagement

6.) Ende der Kooperation (da EU-Projekte zeitlich begrenzt sind)

  • Evaluierung der Zusammenarbeit (wichtig für eventuelle zukünftige Zusammenarbeit)
  • Abschlussbericht
  • Endabrechnung
  • Brainstorming für neue gemeinsame Projekte, so die Kooperation die Erwartungen erfüllt hat

Die Suche nach Kooperationspartnern ist also gar nicht so einfach. Daher sollte mit dem Aufbau von Beziehungen zu potenziellen Partnern lieber heute als morgen begonnen werden.