Monthly Archives of: Februar 2007

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Projekte auf ihre Machbarkeit überprüfen

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Viele Kunst- und Kultureinrichtungen sind einem starken Veränderungsdruck unterworfen. Häufig ist es vor allem der finanzielle Druck, sprich, das fehlende Geld, der zu Veränderungen zwingt. Neue Geldquellen müssen erschlossen werden und oft bedeutet das auch, dass EU-Förderungen oder einfach nur die Internationalisierung der eigenen Arbeit ein Thema werden.

Bevor man sich darauf einlässt, sollte man prüfen, ob sich die gewünschten Ziele auf diesem Weg überhaupt erreichen lassen. Vorausgesetzt diese Ziele gibt es bereits; aber der Wunsch, die eigene Einrichtung finanziell abzusichern, ist ja bereits ein sehr konkretes, wenn auch nicht inhaltlich getriebenes Ziel.

Abhilfe schafft hier die Machbarkeitsstudie. Ursprünglich kommt der Begriff aus dem Projektmanagement, wo man nach DIN 69905 von einer Projektstudie spricht. Diese wird in der Anfangsphase eines Projektes erstellt und dient dazu, das Projekt auf seine „Machbarkeit“ hin zu überprüfen. Das bedeutet, es geht vor allem darum, ob sich die anvisierten Ziele realistischerweise erreichen lassen und welche Risiken mit der Durchführung des Projekts verbunden sind.

Ist eine Machbarkeitsstudie erstellt worden, weiß ich, ob ich das Projekt wie geplant in Angriff nehmen kann oder ob die Ziele adaptiert werden müssen oder vielleicht sogar das ganze Vorhaben gestoppt werden muss.

Zeitlich gesehen wird die Machbarkeitsstudie natürlich möglichst früh im Projektverlauf erstellt. Konkret, bevor mit der genauen Konzeption und Planung begonnen wird, also unmittelbar nach der Initialisierungsphase. Ansonsten besteht die Gefahr, dass ich etliche Kilometer umsonst zurücklegen muss.

Die Fragen, die ich mir in einer Machbarkeitsstudie stellen und dann auch beantworten muss, hängen stark vom jeweiligen Projekt ab. Einige grundsätzliche Fragen gehören aber auf jeden Fall beanwortet, zum Beispiel:

  • Was sind die Ausgangsbedingungen zur Durchführung des geplanten Projekts (Ist-Zustand)?
  • Verfüge ich über das notwendige inhaltliche und organisatorische Know-how und die finanziellen Möglichkeiten, um das Projektvorhaben realisieren zu können?
  • Sind meine Projektziele eindeutig formuliert (darüber habe ich hier schon mal geschrieben) und lassen sie sich mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen auch erreichen?
  • Wo liegen die Risiken bei der Durchführung des Projektes?
  • Unter welchen äußeren Rahmenbedingungen wird das Projekt realisiert?
  • Gibt es Alternativen, um mein Ziel auch auf anderem Weg zu erreichen?

Es geht also, verkürzt gesagt, darum, sich mit den Stärken und Schwächen der eigenen Organisation zu beschäftigen und sich über die Chancen und Risiken klar zu werden.

Sehr wichtig erscheint mir in diesem Zusammenhang, dass man sich auch Gedanken über die finanzielle Situation macht. Eine hohe Förderung zum Beispiel durch die EU nützt mir nichts, wenn ich bis dahin nicht durchhalte und die Voraussetzungen nicht gegeben sind, um das Geld auch wirklich zu bekommen. Bin ich, um beim Thema EU zu bleiben, in der Lage, größere Summen vorzufinanzieren? Es geht also auch um das Thema Liquidität.

Um hier Vorhersagen treffen zu können, muss ich bereits in dieser frühen Phase erste Berechnungen anstellen, wann welche Ausgaben anfallen und wie sie finanziert werden können.

Bei der Durchführung der Machbarkeitsstudie werde ich also verschiedene Analyseverfahren einsetzen (zum Beispiel die Risikoanalyse) und am Ende den Machbarkeitsbericht erstellen. Er enthält alle wichtigen Informationen und Ergebnisse und bildet dann die Grundlage für die Entscheidung, ob das Projekt durchgeführt wird und wenn ja, wie.

Der Machbarkeitsbericht kann in Anlehnung an einen Beitrag von Patrick S. Föhl im Handbuch KulturManagement (Raabe-Verlag; Beitrag B 4.14: Die Machbarkeitsstudie) folgende Form haben:

  • Einleitung/Zusammenfassung
  • Ausgangslage/Hintergrundinformationen
  • Zielsetzung/Problemstellung
  • Methode (Begründung für die Auswahl der Analyseinstrumente)
  • Durchführung (Analyse mit Hilfe der Analyseinstrumente, zum Beispiel SWOT)
  • Ergebnis
  • Schlussfolgerung

Das sieht nach jeder Menge Arbeit aus und das ist es auch. Aber wer jemals ein Projekt begonnen hat und es dann mittendrin abbrechen musste, weil nichts mehr gepasst hat, wird diesen Aufwand gerne auf sich nehmen.

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Suchbegriff Arbeitszeit

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Ich kann ja auf meiner Statistikseite sehen, über welche Suchbegriffe dieses Weblog hier gesucht beziehungsweise gefunden wird. In den letzten Tagen geht es da vor allem um den Begriff der Arbeitszeit in mehr oder weniger überraschenden Kombinationen. Mir ist jetzt nicht ganz klar, warum das so ist. Ich habe diesem Thema im Zusammenhang mit Kulturmanagement bisher keine so große Bedeutung beigemessen. Liege ich da falsch?

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Kunst und Kultur als Wirtschaftsfaktor

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Zu dem Thema kann man stehen wie man möchte. Aber in meinen Augen ergeben sich aus solchen Untersuchungen schon immer wieder ganz interessante Erkenntnisse. Es muss ja nicht so ausarten wie in den Zeiten, in denen Ausgaben für Kunst und Kultur mit der Umwegrentabilität argumentiert wurden.

Im November des letzten Jahres ist eine Studie veröffentlicht worden, die sich damit beschäftigt, welchen Beitrag die Kultur zur wirtschaftlichen Entwicklung in Europa leistet. In Auftrag gegeben wurde sie von der europäischen Kommission, veröffentlicht worden ist sie in englischer Sprache. Es gibt allerdings eine deutschsprachige Kurzzusammenfassung (Update: Link entfernt).

Wichtig in meinen Augen ist, dass die Studie  zumindest ansatzweise zwischen dem kulturellen und dem kreativen Sektor unterscheidet. Während dem kulturellen Sektor die „klassischen“ nichtkommerziellen Bereiche wie Theater, Oper, Bildende Kunst etc. und die kommerziellen wie beispielsweise Film und Musik (teilweise) zugeordnet werden, wird der kreative Sektor als der Bereich definiert, in dem „die Kultur zu einem kreativen Produktionsmittel zur Herstellung nicht kultureller waren“ wird.

Bei den Zahlen wird dann allerdings leider wieder alles zusammengeworfen, die Zahlen halte ich daher nur für begrenzt aussagekräftig. Vorenthalten will ich sie aber trotzdem niemandem.

  • Der Jahresumsatz betrug in beiden (also dem kulturellen und kreativen) Sektoren im Jahr 2003 zusammen mehr als 654 Mrd. Euro (in den 27 EU-Staaten plus den 3 EFTA-Ländern Island, Liechtenstein, Norwegen)
  • Der Anteil am BIP war mit 2,6% höher als zum Beispiel der Anteil der Imobilienbranche (2003)
  • Die beiden Sektoren wuchsen um 12,3% mehr als die Wirtschaft insgesamt (2003)
  • 5,8 Mio.Menschen waren 2004 in diesem Bereich beschäftigt
  • Interessant: 46,8% hatten mindestens einen Hochschulabschluss (gegenüber 25,7% insgesamt)
  • Und mindestens ebenso interessant: Mit 28,8% lag die Zahl der Selbständigen mehr als doppelt so hoch wie in der gesamten Wirtschaft (14,1%)

Die Autoren kommen unter anderem zu dem Schluss, dass Kultur und Innovation eine entscheidende Rolle spielen, wenn es um die Standortqualität und damit auch um Investitionen geht. Und Kultur ist eine wichtige Triebkraft für den Tourismus.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf argumentiert es sich unter Umständen leichter, wenn es darum geht, für ein Projekt die benötigten Geldmittel aufzustellen. Die Zusammenfassung umfasst 12 Seiten, das ist durchaus machbar.

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Abmahnungen: Und wieder muss ein Blog aufgeben

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Diesmal hat es das Socialmanagement-Blog (update: Blog deaktiviert) von Reiner Adler erwischt. Die Firma ProBono (schöner Name) ist der Meinung, dass Adler nicht aus ihrem auf http://www.fundrasingpraxis.de erscheinenden Newsletter zitieren darf. Dafür bekommt er nun eine Abmahnung verbunden mit einer Zahlungsaufforderung in Höhe von über 1.100 Euro.

Adler führt in seinem heutigen Beitrag (update: Blog deaktiviert) aus, warum diese Abmahnung seiner Meinung nach völlig ungerechtfertigt ist. Seine Konsequenz aber: Er stellt das Blog ein, vorerst zumindest.

Ich finde es schade, dass wieder ein Blog den Betrieb einstellen muss, dessen Inhalte ich sehr geschätzt habe und auf das ich in der Vergangenheit gerne hingewiesen habe. In Deutschland scheint es zum Sport zu werden, Blogbetreiber wegen angeblicher „Vergehen“ abzumahnen und wenn ich mich nicht täusche, verdienen Anwälte ganz gut damit.

Auf der Strecke bleibt die Freiheit des Internets und die Chance, interessante Themen und Informationen unter die Leute zu bringen., denn Vorteile hat Adler ja nun nicht gehabt. Ganz im Gegenteil.

Dass sich hier ein Unternehmen hervortut, dass im Bereich Fundraising tätig ist, gibt dem Ganzen eine besonders pikante Note. Und das alles „zum Wohle der Öffentlichkeit“.

Wer sich an die Damen und Herren wenden will, findet am Ende von Adlers Beitrag die Kontaktdaten. Meine Unterstützung hat Reiner Adler auf alle Fälle und wenn es auch nur dieser Beitrag ist, der ihn aus Österreich erreicht. Ach nein, eine Mail werde ich schon schreiben.

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Förderung soziokultureller Projekte

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Projekte an der Schnittstelle von Kunst und Gesellschaft fördert der Fonds Sozialkultur. Damit möchte der Verein mit Sitz in Bonn einen „Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der kulturellen Chancengleichheit und der demokratischen Kultur in der Bundesrepublik Deutschland“ leisten.

„Ziele sind die Entwicklung der kulturellen Bildung der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen durch Vermittlung und Aneignung kultureller und künstlerischer Ausdrucksformen und Ermutigung und Befähigung zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben“,

heißt es auf der Website.  Gefördert werden zeitlich befristete Projekte, die Modellcharakter besitzen und ohne die Unterstützung durch den Fonds finanziell nicht realisierbar wären. Wichtig: Freie Träger haben Vorrang vor öffentlichen Antragstellern.

Die wichtigsten Punkte:

  •  Förderanträge können zweimal jährlich eingereicht werden, nämlich am 1. Mai und am 1. November eines Jahres.
  • Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet das Kuratorium.
  • Der Fonds verfügt über Haushaltsmittel von rund 1 Mio. Euro. Projekte haben bis Förderungen zwischen 3.000 und 26.000 Euro erhalten.
  • Förderungen können nur mit dem vollständig ausgefüllten Antragsformular beantragt werden (Download hier).

Wer wissen möchte, welche Projekte in der letzten Zeit vom Fonds Soziokultur eine Förderung erhalten haben, findet hier eine sehr gute Auflistung inkl. Links.

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Arbeitszeit erfassen

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Via Zuckerwatte’s Net habe ich mite gefunden, ein kleines praktisches Onlinetool, um die eigene Arbeitszeit zu erfassen.

Wieviel Zeit kalkuliere ich für die Öffentlichkeitsarbeit in einem Projekt? Was bringe ich alles in einem Arbeitstag unter? Solche Fragen beschäftigen wahrscheinlich nicht nur mich. Ich habe bis jetzt mit Excel-Listen gearbeitet, um einen Überblick zu bekommen, welche Aufgaben welchen zeitlichen Aufwand benötigen. Diese Listen dienen mir dann als Grundlage für zukünftige Planungen, egal, ob es sich dabei um meine nächsten Arbeitstage oder Projekte handelt. Bis jetzt habe ich noch keine wirkliche Alternative zu Excel gefunden, dieses kleine Programm könnte es aber nun sein.

mite ist aus einer Diplomarbeit hervorgegangen und kann kostenlos genutzt werden. Ich habe mich gleich angemeldet und probiere es gerade aus. Der erste Eindruck ist auf alle Fälle sehr positiv.

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Kulturangebote für Menschen mit Behinderungen?

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Michaela Braunreiter beschäftigt sich in ihrem MAIN-blog mit dem Thema Barrierefreiheit. In ihrem gestern verfassten Beitrag „PR-Strategien, die noch fehlen“ stellt sie nicht nur fest, dass PR-Strategien für barrierefreie Kulturangebote fehlen, sondern auch die Angebote selbst Mangelware sind:

„Kulturangebote und maßgeschneiderte Infos für mich als Vertreterin der so genannten ,Zielgruppe‘ der Menschen mit Behinderungen sind keineswegs die Regel, sondern wenn es diese gibt leider noch eine freudige Überraschung.“

Als eine der Aufgaben von KulturmanagerInnen wird immer wieder das „Managen von Schnittstellen“ genannt. Diese Schnittstelle aber wird häufig vergessen.

Barrierefreiheit ist eines unserer wichtigsten Zukunftsthemen. Knapp 40 Millionen Menschen mit verschiedensten Behinderungen gibt es in Europa. Der Anteil alter Menschen an der Gesamtbevölkerung nimmt ständig zu, mehr als 20 Prozent sind bereits über 60 Jahre alt, Tendenz steigend.

Der barrierefreie Zugang zum Internet wird immer häufiger thematisiert. Für den Zugang zu Kunst und Kultur gilt das noch nicht. Zwar gibt es mittlerweile Projekte, die sich an die Zielgruppe der SeniorInnen wenden, zum Beispiel „Kultur auf Rädern„, ein Projekt von KulturKontakt Austria. Von Barrierefreiheit ist dort aber nicht die Rede. Und daher gibt es auch keine barrierefreie Kommunikation.

Hier sind KulturmanagerInnen gefordert, schließlich sind ältere Menschen für viele Kunst- und Kultureinrichtungen eine wichtige Zielgruppe.

Wie integrative und barrierefreie Medienarbeit aussehen kann, erfährt man übrigens auf der Website des Vereins MAIN_Medienarbeit Integrativ. Er betreibt auch das oben zitierte MAIN_blog. Und mit LINK_pr bietet der Verein auch einen berufsbegleitenden Lehrgang an.

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Komplizenschaft als Form der Zusammenarbeit

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Auf der Website des Instituts für Theorie der Gestaltung und Kunst (ith) bin ich auf das Projekt „Komplizenschaft – Arbeit in Zukunft“ gestoßen.

„Komplizenschaft ist nicht nur eine zeitgemäße, sondern auch eine äußerst produktive Form temporärer Zusammenschlüsse, die sowohl im künstlerischen als auch wirtschaftlichen Bereich rege angewendet wird.“

Das ist die Ausgangsthese des Forschungsprojektes, dessen Resultate im Laufe des Jahres 2007 durch einen Film, drei kurze Nächte der Komplizen, zwei Workshops und eine Dokumentation kommuniziert werden.

Hinter dem Projekt steckt die Erkenntnis, dass wir in der heutigen Zeit keine Chance mehr haben, als Einzelne alles zu wissen bzw. alles zu können. Konstruktion statt Konkurrenz muss das Motto lauten, heißt es auf der Website. Die Forschungspartner haben sich vorgenommen, den Begriff der Komplizenschaft, den wir ja vor allem aus Krimis kennen, zu „entkriminalisieren“. Komplizen sind „Menschen, die gemeinsam, eng miteinander verflochten zur Tat schreiten“. In der Projektbeschreibung heißt es unter anderem:

Komplizen agieren in der Kunst, der Wirtschaft und Politik, im Privaten und Öffentlichen, über Sprachräume und soziale Schichten hinweg, wenn es nur der gemeinsamen Aktion dient. Sie initiieren Kriege und soziale Netzwerke, agieren als Wirtschaftskriminelle und Mörder, arbeiten als erfolgreiche Künstlerpaare, gründen wirtschaftliche Netzwerke, sind virtuell und real tätig, tauchen plötzlich aus dem Untergrund auf und sind selbstverständlich in tagtäglichen Arbeits- und Lebenswelten sichtbar. Ein Blick, eine Geste, ein Code: Wir alle agieren – mehr oder weniger bewusst – als Komplizen.“

Und wenn Sie wissen wollen, ob Sie bereits Komplize oder Komplizin sind, dann können Sie das mit der Hilfe der 18 Regeln der Komplizenschaft nachprüfen. Ein spannendes Projekt, schade, dass Zürich so weit weg ist.

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LabforCulture unterstützt die kulturelle Zusammenarbeit in Europa

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Nachdem ich vor kurzem vertikult vorgestellt habe, ist heute LabforCulture dran. „LabforCulture.org ist eine Online Informations- und Wissensplattform zur Förderung der kulturellen Zusammenarbeit im erweiterten Europa, ergänzt durch ein breites Offline-Dienstleistungsangebot und Veranstaltungen“, heißt es auf der Website.

Die Ziele sind, so ist dort weiter zu lesen:

  • „Förderung kultureller Zusammenarbeit durch kommentierte Links zu relevanten Kulturwebsites und die Veröffentlichung aktueller Studien.
  • Vernetzung von europäischen Kulturschaffenden durch interaktive Networking-Angebote und über die Bereitstellung einer Plattform für Online-Diskussionen.
  • Förderung von Diskussionen und grenzüberschreitenden Kulturprojekten.“

Auch bei LabforCulture muss man sich registrieren, um auf die verschiedenen Angebote zugreifen zu können. Aufgefallen ist mir, dass ich sogar die Möglichkeit angeboten bekomme, ein eigenes Blog aufzumachen. Ich habe zwar schon eines, aber die Idee gefällt mir natürlich. Angenommen wird das Angebot aber noch nicht so recht, die Zahl der Beiträge ist überschaubar.

Wichtig zu wissen: die Website ist fünfsprachig (de, en, es, fr, pl) und in verschiedene Bereiche eingeteilt. ich will jetzt hier nicht alle aufzählen, sondern eher das herausstreichen, was mir aufgefallen ist. Zum Beispiel die Möglichkeit, Newsletter aus verschiedenen Ländern zu verschiedenen Themen zu abonnieren. Wichtig sind, denke ich, die Bereiche Förderungen und Ressourcen. Von den Inhalten war ich aber etwas enttäuscht. Vor allem beim Thema Förderungen sind die Informationen zu wenig konkret. Hier warte ich immer noch auf die eine Datenbank, aus der ich dann alle „Fördermöglichkeiten“ herausziehen kann. Bis jetzt leider noch Zukunftsmusik.

Fein ist der Community-Gedanke, die Möglichkeit, sich auszutauschen und miteinander in Kontakt zu treten. Ich kann mir Infos über die Mitglieder holen, darüber hinaus einem Forum beitreten und, wie schon erwähnt, mit dem Bloggen beginnen. So ganz greift das aber noch nicht, denn die kritische Masse an Mitgliedern ist noch nicht erreicht. So finden sich beispielsweise in den aktuell 3 Foren erst ganze 31 Beiträge inkl. der Antworten.

Nachdem LabforCulture als Initiative der European Cultural Foundation finanziell noch bis 2008 abgesichert ist, besteht noch Zeit, mehr Leben in die Foren zu bekommen und damit die Kommunikation zwischen den Kulturschaffenden in den europäischen Ländern in Gang zu bringen.

Fazit: Anschauen, ausprobieren…