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So überschreibt Julie Aldridge, Geschäftsführerin der Arts Marketing Association (AMA), ihren Beitrag in der aktuellen Ausgabe des „International Arts Manager“ Magazins (IAM), in dem sie der Frage nachgeht, wie sich die Besucherzahlen im Bereich der Performing Arts steigern lassen.

Dabei stellt sie fest, dass wir Marketing-Botschaften, die uns über die klassischen Kanäle wie TV, Radio, aber auch Email erreichen, mehr und mehr ignorieren. Dafür verlassen wir uns aber immer häufiger auf Menschen, denen wir vertrauen, so Aldridge. Ausschlaggebend ist also nicht mehr der Flyer oder die Presseaussendung, sondern die Arbeitskollegin oder der Nachbar, die mir von ihren Konzert- oder Theatererlebnissen berichten.

Dahinter stecken Ideen wie das Empfehlungsmarketing oder affiliate marketing. Liest man sich in diese Themen ein, kommt man sehr schnell zu all den Entwicklungen, die sich hinter dem Begriff Web2.0 verbergen. Es geht um Geschichten, um Authentizität und Emotionen. Sind das nicht die Stärken von Kunst und Kultur? Geschichten werden in Büchern, im Kino oder im Theater erzählt. Und wo kommen Emotionen besser zum Ausdruck als in der Musik?

Immer mehr Branchen nutzen das Internet und seine Möglichkeiten und die Worte, die Hannes Treichl in seinem Blog ANDERS denken im Beitrag „Mundpropaganda im Tourismusbereich an denselbigen richtet, haben auch für den Kunst- und Kulturbereich ihre Richtigkeit:

„Innovationen und Ideen sichern Euer Überleben, das ist schon richtig… aber darüber zu reden und Gespräche zu initiieren mindestens genauso! „

In der Xing-Gruppe Kulturmanagement habe ich Informationen gesucht über Kultureinrichtungen, die in diese Richtung arbeiten. Ergebnis negativ (Zumindest bis heute). Das ist auf der einen Seite sehr schade, auf der anderen Seite ist das aber auch ein Hinweis darauf, dass hier noch ein enormes Potenzial für kreative und schnell agierende Kultureinrichtungen besteht.

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