Post Format

Partizipation im Kunst- und Kulturbereich: Brauchen wir dazu das Web?

2 comments

Eine interessante Publikation mit dem Titel „Loggin on – culture, participation and the web“ habe ich gestern via ProjectsETC entdeckt. Herausgebracht hat sie Demos, ein Unternehmen, das sich als „Think Tank for everyday Democracy“ bezeichnet und seinen Sitz in London hat.

Autor John Holden beobachtet die Annäherung dreier Trends, die die Grundlage seines Reports darstellen:

  • „technological change
  • the way that people engage with culture
  • the policy aim of increasing democratic participation in culture, with particular regard to audiences described as ‚hard to reach‘.“

Holden sagt dazu:

„What these trends have in common is a movement from passivity to engagement, from uni-directional flows to interactivity, and from the few to the many.“

Während mit dem Aufkommen des Internets vor allem die Digitalisierung der Inhalte und die Verbreitung von Informationen im Vordergrund standen, geht es heute für Kunst- und Kultureinrichtungen mehr und mehr um die Frage, wie sie mit ihrem Publikum interagieren können. Holden sieht den Kunst- und Kulturbereich als Innovationstreiber und fordert daher von ihm nicht nur neue Organisationsformen, sondern auch neue Ausdrucksformen, was die künstlerischen Inhalte angeht.

Wer Holdens Report lesen möchte, kann ihn sich hier kostenlos als PDF downloaden. Empfehlenswert ist neben seinen Aussagen auch der Anhang 2, der jede Menge innovativer Projekte in Kurzform und mit Links vorstellt.

Und um die Frage, die ich in der Überschrift gestellt habe, noch zu beantworten: Holden ist davon überzeugt, dass wir das Web und damit einhergehende technologische Innovationen dafür dringend benötigen.