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Wenn die (hohen) Erwartungen nicht (ganz) erfüllt werden

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Stellen Sie sich vor, Sie sind auf der Suche nach einer Software. Nachdem Sie etliche Stunden vor dem Computer verbracht haben, haben Sie auch wirklich das Ihrer Meinung nach geeignetste Produkt gefunden. Sie gehen auf die Website des Anbieters und wollen als technologieaffiner Mensch das Programm online erwerben.

Was finden Sie auf der Website? Den Verweis auf ein Formular, das Sie entweder per Email oder per Post an die Firma schicken müssendürfen. Der Vorschlag, Software per Post und nicht direkt über die Website zu bestellen, wird bei Ihnen unter Umständen leichtes Stirnrunzeln verursachen. Beim Bäcker um die Ecke würde ich das verstehen, aber bei einem Softwareunternehmen?

Aber es gibt ja noch die Möglichkeit, die Software per Email zu bestellen. Sie klicken also auf das PDF und machen brav die geforderten Angaben. Um das Formular per Email zu verschicken, sollten Sie es nun abspeichern können. Das geht leider nicht, denn die eingegebenen Daten lassen sich nicht speichern. Nur ausdrucken. Aber dann wird es mit der Email etwas schwierig. Sie könnten natürlich den Ausdruck einscannen und den Scan dann an Ihre Bestellmail anhängen. Spätestens an dieser Stelle würde ich mir allerdings die Frage stellen, ob ich wirklich eine Software dieser Firma kaufen möchte.

Aber das war nur ein Beispiel. Ich spreche gar nicht von einer Softwarefirma. Es geht um das Trainee-Programm „Digitale Medien & Kulturmanagement„, das die ISNM International School of New Media an der Universität Lübeck in Kooperation mit der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung Berlin/Lübeck anbietet. Auf der Website heißt es:

„Digitale Medien gewinnen als Werkzeuge des Kulturmanagements zunehmend an Bedeutung.“

Das sehe ich auch so. Aber wenn es hier schon um das Thema Digitale Medien geht, sollte man dann nicht auch an dieser Stelle, wo potenzielle InteressentInnen den ersten direkten Kontakt mit dem Anbieter haben, seine Kompetenz unter Beweis stellen? Mit diesem Anmeldeprozedere kann die International School of New Media zumindest mich nicht überzeugen.

PS: Und etwas ausführlichere Informationen zu dem Programm würde ich mir auch noch wünschen.

PPS: Die Anzeige habe ich in der aktuellen Ausgabe von KM, dem Monatsmagazin des Kulturmanagement Network gefunden. Sie sehen also: Werbung wirkt!

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