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Die neue Währung heißt Aufmerksamkeit

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Auf New Music Strategies weist Andrew Dubber auf ein Buch hin, das sich mit der Frage beschäftigt, auf welche Weise sich digitaler Content vertreiben lässt und wie sich daraus Einnahmen erzielen lassen. Es trägt den schon sehr programmatisch klingenden Titel „The End of Control“ und wurde von Gerd Leonhard verfasst.

Worum es geht, zitiert Dubber aus der Presseaussendung:

„who controls what, why, when, and where, and how can digital content still generate revenues when most of the traditional ways of controlling its flow (i.e., distribution) are no longer available. In the book I will argue that in the future, controlling distribution is replaced with earning, receiving, and maintaining attention; that in media’s future friction is fiction; and that the “people formerly known as consumers” now literally run the show.“

Und das er an die klassischen Vertriebswege nicht mehr unbedingt glaubt, dokumentiert er auch mit der Art und Weise, wie er sein Werk unter die Leute bringt. Zwar wird man es später auch als Buch kaufen können. Erst einmal hat er aber damit begonnen, es kapitelweise online zu stellen.

Derzeit kann man das erste Kapitel „Attention is the New Currency – Forget the idea of ‚controlling distribution‘“ entweder online lesen oder auch als Podcast anhören.

Kurz gesagt stellt Leonhard in seinem ersten Kapitel fest, dass die Zeiten, in denen die großen Label den Musikmarkt kontrollierten, vorbei sind. Und diese Kontrolle werden sie nicht wiedererlangen können. Wie schreibt er so schön:

„Ask anyone under 25 years old and they will only snicker at the thought of buying a CD!“

Die Konsequenz für Leonhard:

„…we must create media ecosystems that will simply give the “people formerly known as consumers” (i.e. those that no longer just consume but also interact and create, themselves) the official green light to do what they would do anyway — serve themselves from this wealth of content whenever they want, wherever they are, and in whatever manner suits them.“

Eine mögliche Lösung, um die digitalen Inhalte zu monetarisieren, stellt für ihn eine Art Music Flat Rate dar. Leonhard spricht in diesem Zusammenhang von “feels-like-free” music services, die den Content-ProduzentInnen die Möglichkeit bieten, Einnahmen zu generieren.

Soweit das erste Kapitel. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Update: Gerd Leonhard hat gerade das zweite Kapitel „Copyright in the Age of Uncontrolled Distribution“ veröffentlicht.

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