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Alles umsonst?

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Immer häufiger können wir von KünstlerInnen lesen, die ihre Werke kostenlos im Internet zur Verfügung stellen. Katie Haegele beschäftigt sich in ihrem Beitrag „Why creative people are putting their work free on the Net“ mit eben diesem Thema und bringt neben dem schon bekannten Beispiel Radiohead auch noch ein paar andere Beispiele. Nicht nur im Musikbereich erleben wir immer häufiger, dass ganze Alben gratis angeboten werden, auch Bücher werden mittlerweile online zur Verfügung gestellt. Haegele führt als Beispiel James Bridle an, der sein Kochbuch ins Internet gestellt hat. Warum er das tut? Sein Konzept beschreibt er gegenüber Haegele so:
„Putting it online for free means people who wouldn’t have seen it any other way have a better chance of finding it via Google and other search engines. It also means they can try out the recipes, and will hopefully be pretty well-disposed towards it, and end up buying it for themselves or others. In short, it’s great publicity.“
Er versteht das Internet also als Marketing-Tool, über das sein Buch bekannt wird. Die große Zahl derer, die sein Kochbuch im Netz entdecken, soll dann, so sein Gedanke, zu höheren Verkaufszahlen führen als der konventionelle Weg. Das heißt, Bridle nimmt es in Kauf, dass viele sein Buch online lesen und nutzen, weil es am Ende öfter verkauft wird als über den traditionellen Buchhandel. Leisten kann er sich das nur, wenn er es schafft, dass man auf ihn und sein Buch im Internet aufmerksam wird. Ansonsten geht der Schuss nach hinten los. Ungeklärt ist also die Frage, für wen diese Strategie die richtige ist? Vereinfacht gesagt für bekannte KünstlerInnen. Aber auch die, siehe Radiohead, werden nicht unbedingt reich damit. Sie erzielen zwar unter Umständen damit höhere Einnahmen als auf dem klassischen Vertriebsweg, aber so groß kann der Unterschied nicht sein. Sonst würde es schon sehr viel mehr Nachahmer geben, um an diesem Kuchen mitzunaschen. Fazit: Wir befinden uns erst am Anfang einer Entwicklung, bei der wir noch nicht wirklich abschätzen können, wohin die Reise gehen wird. Bis jetzt sind das alles noch Experimente. Spannend sind sie aber allemal.

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