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Projektmanagement und die Frage nach dem „Wozu“

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Am letzten Wochenende habe ich im Standard einen Beitrag von Thomas Albrecht gefunden, in dem er drei Thesen für wirksames Projektmanagement formuliert:

„Solange Projektziele für die Mitarbeiter keinen Sinn ergeben, solange vermissen wir Interesse und Motivation.“

„Die Frage ‚Wozu‘ führt zum richtigen Projektplan.“

„Projektziele sollen immer Kompetenzziele für die Mitarbeiter sein.“

    Meine Aufmerksamkeit hat vor allem seine zweite These erregt. Eine wichtige Frage in der Planungsphase ist das „Warum“. Wo liegt da der Unterschied zur Frage nach dem „Wozu“?

    Auf seiner Website schreibt Albrecht, dass die Frage nach dem „Wozu“ in Vergessenheit geraten sei. Stattdessen werde seiner Meinung nach zu oft nach dem „Warum“ gefragt

    „Es wird fortlaufend versucht, ausschließlich Kausalketten zu erklären, und zu hinterfragen, wie Dinge zustande gekommen sind und zustande kommen sollen.“

    Im Unterschied dazu fragt das „Wozu“ nach dem Zweck, der „zukünftigen Verwendung“ und den „Absichten“.

    Angesichts der Tatsache, dass viele Projekte scheitern, weil die Ziele nicht klar definiert bzw. formuliert worden sind, scheint die Frage nach dem „Wozu“ eine wertvolle Hilfe zu sein, um schon in der Planungsphase zu erkennen, ob hier Defizite vorhanden sind. Womit wir dann bei seiner ersten These wären.

    3 Comments Join the Conversation

    1. Ich finde die Frage nach dem „Wozu“ spontan gesagt eine wirklich wichtige Frage. Vielleicht wäre es in einem Projektplan sinnvoll, die Projektziele um eine Wirkungsanalyse zu erweitern. Wie Christian sicherlich bestätigen kann, ist dieses Vorgehen bei EU-Förderanträgen inzwischen Standard.

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