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Rotes Kreuz: ein schönes Beispiel für den Einsatz von Social Media

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Bei Rex Hammock habe ich ein schönes Beispiel gefunden, wie sich all die Tools, die das Internet uns unter dem Stichwort Web2.0 anbietet, nutzen lassen. Leider ist es kein Kulturbetrieb, aber ich will nicht wählerisch sein. Das Rote Kreuz in den USA engagiert sich derzeit in einigen amerikanischen Bundesstaaten, die von Hochwasser betroffen sind. Um die Öffentlichkeit und die Betroffenen (so das möglich ist) über die Maßnahmen des Roten Kreuz zu informieren, kommen derzeit verschiedene Social Media Tools zum Einsatz. Der Anlass könnte ein angenehmerer sein, aber anhand dieses Beispiels wird deren Zusammenspiel sehr deutlich. Schauen wir uns die einzelnen Tools einmal an:
  1. Weblog: Zentrale Anlaufstelle ist ein Weblog, das auf WordPress.com aufgesetzt worden ist, also der webbasierten Blogplattform. Der Vorteil: ein Weblog ist sehr schnell inkl. Domain eingerichtet, man muss sich nicht um die Software kümmern und kann innerhalb kürzester Zeit loslegen. Konzipiert ist das Weblog in diesem Fall als Online-Newsroom, das heißt, hier laufen alle Informationen zusammen.
  2. Fotoplattform: Das amerikanische Rote Kreuz nutzt die Fotoplattform Flickr, um dort Fotos und Videos von der Katastrophe zur Verfügung zu stellen. Fotos und Videos dokumentieren das ganze Geschehen, sprechen die Menschen an und lassen sich leicht in das Weblog einbinden. Wertvoll erscheint mir Rex Hammocks Hinweis, von der Fotoplattform auf das Weblog zu verweisen bzw. zu verlinken. Statt Flickr kann man bei uns unter anderem auch Sevenload nutzen.
  3. Google Maps: Mit Hilfe von Google Maps wird gezeigt, wo überall das Rote Kreuz aktuell im Einsatz ist. Die Karten lassen sich natürlich auch wieder in verschiedene Websites einbinden.
  4. RSS: Für jeden Bundesstaat wurde ein eigener RSS-Feed eingerichtet, so dass ich nur die Informationen erhalte, die für meinen Bundesstaat relevant sind. Abonnieren lassen sie sich über das Weblog.
  5. Slideshows: In Ergänzung zu den Fotos auf Flickr stellt das Rote Kreuz auch Slideshows zusammen, in diesem Fall wird die Plattform slide.com genutzt. Die aus Fotos bestehende Präsentation liefert eindrückliche Bilder und kann in Websites eingebunden werden.
  6. Videoplattform: Zum Einsatz kommt YouTube, die wohl bekannteste Videoplattform. Der Vorteil: einerseits lassen sich die Videos leicht in das WordPress-Blog einbinden. Zweitens stellt YouTube auch eine Möglichkeit dar, Menschen über den Einsatz des Roten Keuz zu informieren und auf das Weblog hinzuweisen.
  7. Podcast: Mit Hilfe von Utterz lassen sich Podcasts direkt in das Weblog, aber natürlich auch in andere Websites einbinden. Eingabegerät ist das Handy, womit die Möglichkeit gegeben ist, dass die Einsatzkräfte direkt vor Ort kurze Statements abgeben können. Authentischer geht es nicht mehr.
  8. Twitter: Die Kurzinformationen werden über einen eigenen Twitterkanal verteilt, den die InteressentInnen abonnieren können. Maximal 140 Zeichen sind möglich.
Zwei Punkte kritisiert Rex Hammock: der Spendenbutton ist nicht an prominenter Stelle angebracht und auch die Banner, die man in die eigene Website einbinden kann, um auf die Arbeit des Roten Kreuz zu verweisen und zu verlinken, sind nicht so leicht auffindbar. Ansonsten ist das ein Musterbeispiel für das Zusammenspiel der verschiedenen Tools. Gerade für Kampagnen eröffnen sich da viele Möglichkeiten und die gibt es ja im Kunst- und Kulturbereich auch. Denken Sie nur an den Beginn der neuen Saison oder die nächste Premiere, das nächste Konzert oder die nächste Ausstellung. Probieren Sie es doch mal aus!

6 Comments Join the Conversation

  1. Wow, wirklich ein interessantes Beispiel. Danke für das „Aufspüren“ und die Interpretation.

    Das ist nämlich ein typisches Beispiel, wie sich diese Kombinationen ergänzen und über kurz oder lang in unser Leben ganz selbstverständlich integriert sein werden.

    Ein Zeichen dafür, dass es nicht mehr um einen vermeintlichen Hype geht und sich die Menschen in 15 Jahren fragen werden, wie wir früher nur ohne diese Tools auskommen konnten.

    Reply

  2. Ja, so ähnlich sehe ich das auch. Leider gibt es noch nicht so viele Beispiele, aber das hier ist super, weil fast alle Tools, die zur Verfügung stehen, eingesetzt werden. Wirklich beeindruckend. Gefunden habe ich den Hinweis auf dieses Beispiel übrigens auf Twitter. ;-)

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  3. Pingback: Web 2.0: Beispiel für sinnvoll vernetzte Verwendung « Streifzüge

  4. Pingback: Das Rote Kreuz in den USA setzt Social Media Dienste in den Hochwassergebieten ein | TQUWiki

  5. Pingback: Web 2.0 und die USA - Redcross Webmaster's Blog

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