Monthly Archives of: August 2008

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Second Life und die Kunst: ein Blogpost beschreibt den Status Quo

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Erinnern Sie sich noch an Second Life (SL)? Vor knapp zehn Jahren hatten wir erstmals die Möglichkeit den von der Firma Linden Lab entwickelten dreidimensionalen Raum zu bestaunen. Es ist noch nicht so lange her, da sahen viele in SL das nächste große Ding. Mittlerweile aber ist es ruhig geworden um die 3D-Welt, aber das muss kein Schaden sein, denn nach so einem Hype muss die Frage beantwortet werden, was man denn wirklich mit so einer 3D-Welt machen kann? Worin liegt ihr Nutzen, wozu können wir sie einsetzen?

Nun gibt es zwar noch keinen großartigen Durchbruch zu vermelden, aber Michael Wald hat mich auf ein Blogpost aufmerksam gemacht, das zeigt, was in künstlerischer Hinsicht dort aktuell passiert. Stephanie Posselt alias Pia Piaggio nimmt uns im SL Talk Blog mit auf eine Tour durch die Kunstwelt in SL und liefert nicht nur jede Menge Bilder, sondern auch viele Informationen und Links. Zum Beispiel den hier über „The Art World Market of Second Life„.

Ich muss gestehen, meien Aktivitäten in SL haben sich bis jetzt in Grenzen gehalten, aber Pia Piaggio’s „Kunstrausch“ hat mein Interesse geweckt. Vielleicht mache ich mich demnächst auch mal auf die Reise. Ob es da wohl Führungen gibt?

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Ein Förderprogramm an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft

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Das könnte interessant sein, was da vor zwei Tagen der österreichischen Öffentlichkeit präsentiert wurde: ein Förderprogramm zur Entwicklung und Erschließung der Künste. Gut, vieles ist noch unklar, aber die Intention ist lobenswert:

„Das Programm richtet sich an Personen die künstlerisch respektive künstlerisch-wissenschaftlich in universitären und außeruniversitären Einrichtungen tätig sind und künstlerische Grundlagenforschung betreiben,“

heißt es in der Pressemeldung. Kunst und Forschung, wer bis jetzt versucht hat, diese beiden Bereiche zu verbinden, sah sich in der Regel alleine gelassen. Mit dem neuen Förderprogramm möchte man an dieser Stelle ansetzen.

Für die erste Ausschreibung im Frühjahr 2009 stehen 1,5 Mio. Euro zur Verfügung, ist der Bedarf größer, könnte die Summe für die nachfolgenden Ausschreibungen noch erhöht werden. Gerald Bast, Rektor der Wiener Universität für Angewandte Kunst, kann sich vorstellen, dass es in fünf Jahren 15 Mio. Euro sein werden.

Zur Einreichung aufgefordert werden Einzelpersonen, die an Kunstunis, Museen oder ähnlichen Kultureinrichtungen tätig sind. Die Laufzeit der Projekte beträgt maximal drei Jahre. Die Entscheidung darüber, wer in den Genuss der Fördergelder gelangt, wird in Händen eines noch zu gründenden Programmbeirats liegen.

Die Grundidee ist gut, jetzt heißt es abwarten, bis die Details bekannt gegeben werden.

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Oper live im Kino erleben

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In den USA werden Opernübertragungen in ausgewählten Kinos schon seit einiger Zeit vom Publikum angenommen. Mittlerweile scheint das Geschäft auch in Europa anzulaufen. Im Dezember des letzten Jahres hieß es in einer Pressetext-Meldung, dass die Kinos damit zwar keine großen Gewinne erwirtschaften würden, aber damit ihr Image aufpolieren könnten.

Ob es da aber wirklich nur um das Image geht, kann ich nicht nachprüfen, aber zumindest für die Metropolitan Opera, die hier sehr früh die Initiative egriffen hat, scheint sich das Geschäft bereits zu lohnen. Auf der Website von Variety habe ich einen Bericht entdeckt, der erstmals Zahlen nennt.

In 440 amerikanische Kinos (inkl. sonstiger Aufführungsorte) werden in der kommenden Spielzeit 11 Opern live übertragen. Dazu kommt jeweils noch ein Wiederholungstermin. Die Met und Partner National CIneMedia, die das Produkt „Live in HD“ gemeinsam anbieten, schätzen, dass sie in der letzten Spielzeit weltweit ca. 920.000 Menschen für ihre Opernübertragungen begeistern konnten. Mit den acht Opernübertragungen der letzten Spielzeit spielten sie weltweit 18,8 Mio. USD ein, der Löwenanteil entfiel dabei mit 13,3 Mio. auf den nordamerikanischen Markt.

Die Met informiert auf ihrer Webpräsenz recht ausführlich über das Angebot, Tickets können online erworben werden. Außer in den USA werden Liveübertragungen aktuell in 18 weiteren Ländern angeboten, darunter auch Deutschland und Österreich.

In Österreich werden die Liveübertragungen in acht Städten, bzw. Orten angeboten. Sieben dieser Angebote stammen von der Cineplexx-Kette. Was zahlen Sie dafür, um sich eine der Inszenierungen der Met (neben einigen anderen Angeboten) im Kino anschauen zu können? 30 Euro für die Einzelvorstellung, 140 Euro für ein Paket, das aus sieben Übertragungen besteht, wenn ich das richtig verstanden habe.

In Deutschland werden die Übertragungen etwas günstiger angeboten. In Nürnberg ist man etwa schon mit 21,50 Euro dabei. Dafür gibt es allerdings auch keinen Vorverkauf.

Was mir besonders gut gefällt: Die Metropolitan Opera bietet diese Liveübertragungen nicht nur weltweit in Kinos an, sondern geht damit auch in (amerikanische) Schulen, um ihre zukünftige BesucherInnen bereits in jungen Jahren zu erreichen. Etwa 2.000 SchülerInnen konnten im letzten Dezember kostenlos die Aufführung von „Roméo et Juliette“ mit Anna Netrebko live verfolgen. Zum Jahreswechsel gab es dann die Möglichkeit, per Satellitenschaltung hinter die Kulissen von „Hänsel und Gretel“ zu blicken.

Für mich ist es beeindruckend zu sehen, wie die Met die verschiedenen Medien und Technologien dazu nützt, sich neue Zielgruppen zu erschließen. Aber ihre Innovationskraft ist wahrscheinlich auch mit ein Grund für den Erfolg dieses Opernhauses.

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Sich selbst in einem Kurzinterview präsentieren

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© Ruben Gläser; Pixelio

Wie viele Newsletter erhalten Sie so pro Woche? 5? 10? 20? Oder noch mehr? Wahrscheinlich wissen Sie es genau so wenig wie. Mit steigender Zahl weiß man dann ja auch gar nicht, wie man dazu gekommen ist und ob man ihn jemals abonniert hat? Oder ob es sich um so etwas wie Zwangsbeglückung handelt.

Der Newsletter von Ann Daly, den ich heute bekommen habe, ist eine der rühmlichen Ausnahmen. Die Beraterin in Sachen Kunst und Kultur gibt darin einen recht guten Tipp, wie man sich selbst besser darstellen kann, zum Beispiel gegenüber den Medien.

Sie schlägt nämlich vor, die Presseunterlagen durch ein Kurzinterview zu ergänzen, das nicht länger als eine Seite ist. Vor allem KünstlerInnen empfiehlt sie, auf diese Weise über sich zu informieren. Welches Ziel steckt dahinter?

„The goal is to provide an understanding of what makes you different from other artists and what makes you appealing to your audience“,

schreibt Daly in ihrem Newsletter. Ihr schwebt dabei eine Art Bühne vor, auf der die KünstlerIn von sich erzählt, und zwar möglichst konkret, denn:

„Amidst all the kits that a presenter or journalist go through, yours will stand out because you’re a real person, not just another act.“

Und wie erstellen Sie so ein Interview? Daly schlägt vor, sich von einer Person mündlich interviewen zu lassen, die Ihrer künstlerischen Arbeit positiv gegenüber steht, aber nicht zu viel von Ihnen weiß. So, wie eben zum Beispiel JournalistInnen, die neugierig auf Ihre Geschichten sind.

Das Interview bzw. Gespräch kann durchaus chaotisch und unstrukturiert sein, gerade dadurch würde „moments of poetry“ entstehen, schreibt Daly. Danach geht es dann darum, das Interview zu transkribieren und zu verdichten, damit am Ende die wichtigsten Passagen mit den wesentlichen Aussagen übrig bleiben.

Ihre fünf abschließenden Tipps:

  1. „Include at least one story. People love stories. And when you tell a story, more of your personality comes through.
  2. Make sure to address questions that you commonly hear from presenters.
  3. Drill down, deeper and deeper. What really makes you different from the competition?
  4. No cliches!
  5. Consider the audience, because the presenter is. Can you give a sense of what the audience will experience?“

Die Idee gefällt mir gut. Das werde ich auch ausprobieren und damit meine „about me“-Seiten ergänzen.

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Wie komme ich zu meinem Stundensatz?

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Ich finde es immer wieder interessant, die Suchbegriffe zu durchstöbern, über die man auf mein Weblog gelangt. Unter anderem ist jemand über die Suche nach „Kalkulation Stundensatz“ auf meine Website gelangt. Ja, wie kalkuliere ich eigentlich meinen Stundensatz? Eine ganz wichtige Frage, denn irgendwann steht jeder, der sich nicht in einem Angestelltenverhältnis befindet, vor der Frage, was er an Honorar verlangen soll?

Und es ist ungünstig, wenn Sie einem potenziellen Auftraggeber nicht sofort eine klare Antwort geben können, was Sie denn eigentlich für einen Stundensatz haben. Aber gehen wir die Sache doch mal systematisch an.

Was brauchen wir zum Leben ?

Damit meine ich die Kosten, die anfallen, um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das ist die Miete, Frühstück, Mittag- und Abendessen, der Urlaub, das Auto, also alles, was in die Kategorie Privates gehört. Gehen Sie doch mal Ihre monatlichen Kosten durch, damit Sie wissen, um welche Summe es sich eigentlich handelt. Meistens liegen wir mit unseren Schätzungen unter dem Betrag, der dann wirklich anfällt. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Damit haben wir also die privaten Kosten und wissen, was wir pro Monat für unseren Lebensunterhalt benötigen.

Die betrieblichen Ausgaben

Das ist nun aber leider noch nicht alles, denn natürlich fallen im Rahmen unserer beruflichen Tätigkeit auch Kosten an: Bürokosten, Computer, Reisekosten und noch einiges mehr. Außerdem noch der Bereich der Sozialversicherung und die Steuer. Wenn Sie schon länger selbständig bzw. auf Honorarbasis arbeiten, dann verfügen Sie, nehme ich mal an, über Erfahrungswerte, wie hoch Ihre betrieblichen Kosten so ungefähr sind. Es sind wirklich Erfahrungswerte, denn niemand wird Ihnen sagen können, wie hoch die monatlichen Telefonkosten anzusetzen sind. Sie telefonieren, nicht „man“.

Starten Sie gerade erst, fehlen Ihnen diese Informationen, d.h. Sie müssen das nächste Jahr planen und werden erst danach wissen, ob Sie mit Ihren Annahmen richtig lagen oder nicht. Konkret heißt das: Sie machen sich eine Liste und listen darin die Ausgaben der nächsten 12 Monate auf.

Die Kosten auf die einzelne Arbeitsstunde umlegen

Nun haben Sie einen (ungefähren) Überblick über die Ausgaben der nächsten 12 Monate, sowohl privat als auch beruflich. Die daraus resultierende Summe sollten Sie einnehmen, um Ihr Leben finanzieren zu können. Vielleicht erinnern Sie sich noch an meinen Beitrag „Welchen Stundensatz muss ich kalkulieren?„, in dem ich Sie auf ein sehr hilfreiches Tool zur Berechnung ihres Mindestumsatzes hingewiesen habe.

In diesem Tool taucht ein ganz interessanter Punkt auf, nämlich der der „verkaufbaren“ Stunden. Wieviele Arbeitsstunden stehen uns pro Jahr überhaupt zur Verfügung? 1.600 ist eine ganz sinnvolle Annahme (wie ich darauf komme, können Sie hier nachlesen), dass es dann mehr werden, wissen wir eh alle. Aber man muss sich ja nicht schon bei der Planung übernehmen.

Wenn Sie es schaffen, alle 1.600 Arbeitsstunden zu produktivieren, das heißt, jemanden zu finden, der Ihnen dafür ein Honorar zahlt, dann müssten Sie nun einfach die Summe der privaten und betrieblichen Ausgaben durch 1.600 teilen und wüssten, welche Summe Sie pro Arbeitsstunde verdienen müssen, um den von Ihnen angepeilten Betrag zu verdienen. Das ist z.B. dann der Fall, wenn Sie die Leitung eines zweijährigen Projektes übernehmen und auf Honorarbasis fulltime tätig sind. Es kann aber auch sein, dass Sie in zwei Projekten mit jeweils 50% Ihrer Arbeitszeit tätig sind.

Schwierig wird es, wenn Sie noch nicht absehen können, wie viele Ihrer Arbeitsstunden Sie einer AuftraggeberIn in Rechnung stellen können. Da heißt es auch wieder, die Zukunft möglichst sorgfältig zu planen und auf diese Weise zu realistischen Annahmen zu kommen. Das ist schwer, gar keine Frage, nur kann Ihnen da leider niemand helfen. Auch hier ist Erfahrungswissen gefragt, über das Sie zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht verfügen. Aber Sie haben hoffentlich schon ein paar Projekte bzw. Aufträge in der Tasche. Dementsprechend müssen Sie Ihre Jahresausgaben auf die von Ihnen geplante Stundenzahl verteilen.

Ab einem gewissen Zeitpunkt und wenn Sie sich die Mühe machen, Ihre Kosten sinnvoll zu dokumentieren, werden Sie wissen, wie hoch beispielsweise der Anteil Ihrer Telekommunikationskosten am Honorar einer einzelnen Arbeitsstunde ist.

Das Ergebnis: ein völlig unrealistischer Stundensatz

Ist die Zahl der „verkaufbaren“ Stunden zu gering, werden Sie, um den notwendigen Umatz zu erreichen, astronomische Stundensätze verlangen müssen. Die wird Ihnen wahrscheinlich niemand bezahlen. Vereinfacht gesagt haben Sie an diesem Punkt drei Alternativen:

  • Das „Geschäft“ lohnt sich nicht und Sie suchen sich eine andere Arbeit
  • Sie können derzeit noch nicht von dieser Arbeit leben und benötigen einen Zusatzjob
  • Sie versuchen, mehr Aufträge zu aquirieren, um doch noch auf einen realistischen Stundensatz zu kommen.

Es gibt natürlich noch Zwischenlösungen, z.B. wenn Sie nicht alleine für das Haushaltseinkommen verantwortlich sind. Dann könnten Sie es sich leisten, entweder wenig gutbezahlte Stunden zu arbeiten oder einen geringen Honorarsatz zu verlangen, um wettbewerbsfähig zu werden bzw. zu bleiben.

Reputation ist wichtig

Damit sind wir bei einem weiteren Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt, wenn wir uns Gedanken über unseren Honorarsatz machen. Angenommen, Sie haben einen Überblick über die Ausgaben des nächsten Jahres gewonnen und sind auf einen Honorarsatz gekommen, mit dem Sie gut über die Runden kommen könnten. Nun stellen Sie aber fest: Ihre KollegInnen arbeiten alle für viel weniger Geld.

Eine schwierige Situation, der Sie nur schwer entgehen können. Vor allem, wenn Sie am Beginn Ihrer Karriere stehen. Ohne Referenzprojekte werden Sie kaum jemanden davon überzeugen können, Ihnen den Job zu geben, den andere für weniger Geld machen.

Ihr Ziel muss in dieser Situation sein, sich möglichst schnell einen guten Ruf aufzubauen. Ihre möglichen AuftraggeberInnen müssen wissen, dass Sie zwar teurer sind als die anderen, aber dafür auch qualitativ hochwertige Arbeit leisten. Nur müssen Sie sich diesen Ruf aber erst aufbauen. Das schaffen Sie unter Umständen im Rahmen von Referenzprojekten. Bei solchen Projekten bekommen Sie ein „niedriges“ Honorar (monetärer Wert), können sich aber einen Namen machen (nichtmonetärer Wert). Wichtig ist dabei, das Potenzial solcher Projekte im Vorfeld genau zu analysieren. Welche Tätigkeiten üben Sie dort aus und haben Sie die Möglichkeit, sich gut zu „verkaufen“? Bringt Ihnen das Projekt wirklich etwas?

Erst wenn Sie sich sicher sind, dass ein solches Projekt Ihnen in Sachen Reputation nützt, sagen Sie zu. Aber Vorsicht: wenn Sie das zehnte Referenzprojekt in Angriff nehmen, dann läuft was falsch. Spätestens jetzt sollten Sie sich überlegen, ob Sie wirklich in diesem Bereich gut aufgehoben sind.

Eine Schlussbemerkung

Natürlich kann man mir jetzt vorwerfen, dass ich das alles viel zu sehr von der monetären Seite aus gesehen habe. Stimmt, auf die Gründe, warum mancher auch künstlerisch tätig ist, ohne sich um Einnahmen zu kümmern, bin ich hier nicht eingegangen. Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass manche beim Thema Geld den Kopf in den Sand stecken. Wichtig ist, dass wir unsere jeweilige Situation präzise analysieren. Die Schlussfolgerungen daraus muss jede/r selbst ziehen.

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Die EU unterstützt den Kunst- und Kulturbereich in den AKP-Staaten

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Wer an Kooperationen mit Kunst- und Kultureinrichtungen in den AKP-Staaten (Afrika, Karibik, Pazifik) interessiert ist, hat die Chance, für solche Partnerschaftsprojekte EU-Fördermittel zu bekommen.

Möglich macht das „The EU-ACP Support Programme To Cultural Industries In ACP“. Welche Ziele verfolgt das Programm? Auf der Website heißt es dazu:

„The general objective of the Programme is to contribute to poverty reduction and sustainable development through the promotion of an enabling environment for creativity, cooperation and exchanges, independence and viability of the cultural sector in the ACP States, as well as the safeguarding of cultural diversity and fundamental cultural values.“

Derzeit läuft gerade eine Ausschreibung, die Einreichfrist endet am 28. November 2008.

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Website und im Leitfaden.

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Download von YouTube Videos

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Ich muss gestehen, ich weiß noch nicht, ob ich dieses Tool verwenden werde, denn ähnlich wie bei Musik muss ich Videos nicht unbedingt auf meinem Desktop haben. Mir reicht es, wenn ich sie online abrufen kann.

Trotzdem ist diese kleine Firefox-Erweiterung Fast Video Download ziemlich genial. Sehen Sie sich gerade ein Video auf YouTube an, das Ihnen gefällt, reicht ein Mausklick und es wird auf Ihrer Festplatte abgespeichert.

Um das Video dann auch anschauen zu können, habe ich mir den Applian FLV Player runtergeladen (2,12MB). Klappt alles ohne Probleme, danke an Stephan List für den Tipp.

Da kann ich theoretisch mein derzeitiges YouTube Lieblingsvideo aufnehmen, das ich einem Blogkommentar zu verdanken habe.

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scorecard: Lesestoff für Führungskräfte

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scorecard ist ein „Themenmagazin für Führungskräfte“. Die Schweizer Abonnenten der NZZ bekommen das Heft wohl mit ihrer Zeitung ausgeliefert, als internationaler Abonnent muss man darauf verzichten, wie es scheint, denn ich habe es bis jetzt noch nicht bekommen.

Zum Glück steht es aber auch online als PDF zur Verfügung, denn die Themen klingen spannend. Im aktuellen Heft geht es um Prozesse, die nächste Ausgabe widmet sich dem Thema Innovation. Und auch der Besuch des Archivs macht Freude, denn da ging es bis jetzt unter anderem um Strategie und Leadership.

Danke an Stefan Hagen vom Projektmanagement Blog für diesen Hinweis.

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Gespräche im Internet führen

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© Thomas Max Müller; Pixelio

Vor einigen Jahren hieß es, wir müssten eine eigene Homepage haben, auf der wir unsere Mitmenschen darüber informieren, was wir tun und wie unsere Angebote für sie aussehen. Das hat sich mittlerweile ein klein wenig geändert. Informationen sind zwar nach wie vor wichtig, aber damit nicht genug. Verlangt wird der Dialog mit unseren Stakeholdern, um es ganz allgemein auszudrücken.

Dabei ist das Internet nur der Kommunikationskanal, denn egal ob Marketing, PR, Produktentwicklung, etc., überall sollen sie eingebunden werden, unsere Stakeholder. Nun sagt sich das natürlich sehr leicht: tritt mal mit Deinen Kunden in den Dialog!“

Wie aber tun? Und dann noch im Internet? Die meisten versuchen es über die Netzwerke wie Xing, Facebook, etc. und/oder starten ein Weblog. Wirft man dann mal einen Blick in die Netzwerke oder recherchiert Blogs, dann stößt man auf jede Menge Karteileichen in den Netzwerken und auf Blogs, die öde und verwaist wirken.

Woran liegt es? Oftmals erfolgt der Start sehr überstürzt und die ersten Schritte gehen ins Leere. Nina Simon hat auf ihrem Blog Museum2.0 die Situation sehr schön beschrieben. Während es früher darum ging, sich möglichst lautstark bemerkbar zu machen, werden von uns heute Gespräche verlangt.

Für Simon gibt es verschiedene Ebenen, auf denen man im Internet Gespräche führen kann:

„The simplest way is to be a commenter—to follow blogs and sites related to your institution and share your own observations and helpful tips. The next level is to produce your own talk, via profiles on social networking sites, a twitter feed, flickr group, blogs, podcasts, or online video. And the most involved level is to produce a place for talk—to manage an online community in which you are in constant conversation with your visitors.“

Das heißt, wir haben drei Ebenen:

  • das Kommentieren
  • Dialoge über eigene Inhalte anstoßen
  • eigene Dialogräume kreieren

Die meisten Museen – und das gilt, denke ich, auch für andere Bereiche – steigen gleich auf der zweiten Ebene ein, so Simon. Aus zwei Gründen sei das problematisch, meint sie:

„If you start by creating your own blog and don’t comment on others, you may still be shouting, just in a new medium.“

Das heißt, die Presseaussendung z.B. wird einfach über einen zusätzlichen Kanal veröffentlicht. Dialog ist das noch keiner. Und der zweite Aspekt:

„The other problem with starting in the middle is that it takes more time and effort to create and manage your own content than to comment on others.“

Auch da hat sie wahrscheinlich nicht Unrecht, denke ich. Die Zahl der Weblogs aus dem Kunst- und Kulturbereich hat in den letzten Monaten stetig zugenommen, in meinem Blogreader habe ich mittlerweile sehr viele Blogs abonniert. Ein Blick in diese Blogs zeigt, dass die Beiträge häufig Ankündigungscharakter haben, also einer Presseaussendung nicht unähnlich sind. Oder dass nach einem starken Auftakt mit vielen Beiträgen die Frequenz schwächer wird und irgendwann der Betrieb ganz eingestellt wird.

Da finde ich den Ansatz von Nina Simon sehr klug, sich erst mal daran zu gewöhnen, wie Gespräche an einem für uns neuen Ort funktionieren. Wenn wir in ein neues Umfeld kommen, warten wir ja auch erst einmal ab und versuchen uns zu orientieren. Auf das Internet bezogen heißt das, erst einmal an „fremden“ Orten, also in den Netzwerken, Communities oder Blogs zu kommentieren und dann sein eigenes Ding zu starten.

Das hat auch einen zweiten Vorteil, der häufig nicht beachtet wird. Diejenigen, die selbst ein Blog betreiben, werden bestätigen können, dass es oftmals gar nicht so leicht ist, Themen zu finden. Vor allem wenn die Zeit knapp ist. Wer andere Blogs liest, hat das Problem nicht, denn die Themen ergeben sich automatisch. Man wird darauf gestoßen, wie ich z.b. durch den Beitrag von Nina Simon.

Bevor Sie jetzt also auf der zweiten Ebene einsteigen, versuchen Sie sich doch erst einmal auf der ersten. Schauen Sie sich die diversen Gruppen in den Netzwerken an, lesen Sie Blogs und beteiligen Sie sich an Gesprächen. Und haben Sie keine Angst, etwas Falsches zu schreiben! Es geht fast nie um richtig oder falsch, sondern ganz häufig um Erfahrungen, um das Teilen von Wissen.

Und wenn Ihnen gar nichts einfällt, dann gibt es immer noch eine Möglichkeit, sich einzubringen, nämlich Fragen zu stellen. Das ist ein alter „Trick“, um mit jemandem ins Gespräch zu kommen, der nicht nur im Internet funktioniert, sondern natürlich auch in der offline-Welt. ;-) Aber da erzähle ich Ihnen nichts Neues.

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Musik im Internet: 100 kostenlose und legale (Download)-Links

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© sprisi; Pixelio

Eines muss man der Musikindustrie lassen: sie hat es geschafft, eine Welt zu kreieren, in der es nur Schwarz oder Weiß gibt, die Bösen und die Guten. Auf der einen Seite sind da diejenigen, die brav ihre CDs kaufen oder die entsprechenden Online-Marktplätze benutzen. Ihnen gegenüber stehen diejenigen, die kostenlos Musik aus dem Internet downloaden. Das ist verboten und wird bestraft, bekommen wir wieder und wieder zu hören.

Was dabei ein klein wenig unter den Tisch fällt: es gibt zahllose Angebote, auf denen man legal und kostenlos Musik  downloaden kann. Jamendo ist nur ein Beispiel unter vielen. Wenn Sie sich mal so richtig austoben wollen, werfen Sie einen Blick auf diese Liste. Sie enthält genau 100 Links, von denen einige, ich muss es zugeben, sehr „speziell“ sind. Da gibt es zum Beispiel eine Website, wo nur Weihnachtslieder zu finden sind. Ok, da werden Sie jetzt wohl noch keinen Bedarf haben, aber wie wäre es z.B. mit GarageBand.com?

Update: Bitte Vorsicht bei der Linkliste, denn man kann schon mit dem zweiten Mausklick bei einem illegalen Angebot landen, wie ich gerade festgestellt habe.