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Social Media strategisch planen

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Beth Kanter hat auf Ihrem Blog eine Anleitung veröffentlicht, wie NPO zu ihrer Social Media Strategie kommen. Folgende Fragen gilt es, so schreibt sie in ihrem Beitrag „Creating Your Organization’s Social Media Strategy Map„, im Hinblick auf die Ziele zu beantworten:

  • „What do you want to accomplish with social media?
  • Now, restate your objective so it is “SMART” – specific, measurable, attainable, realistic, and time-based?
  • Describe how your social media objective supports or links to a goal your organization’s communications plan?“

Am allerwichtigsten erscheint mir im Hinblick auf das Erarbeiten einer Strategie ihr Hinweis, dass es beim Einsatz von Social Media nicht darum gehe, die Masse zu erreichen, sondern so Kanther:

„it is more about reaching the influencers, developing relationships, having a conversation, and getting insights“.

Wahrscheinlich ist das der Irrglaube, dem viele erliegen. Es geht nicht darum, einfach nur Kontakt herzustellen, ohne zu wissen, wie es dann weitergeht, sondern es gilt, eine Botschaft zu haben, die dann über Multiplikatoren weiter verbreitet werden kann.

Immer wieder wichtig sind die einzelnen Aspekte, auf die man beim Einsatz von Social Media achten sollte:

  • „Listening and Learning
  • Build Relationships and Issues Awareness
  • Improve Reputation
  • Content Generation and Issues Awareness
  • Increased Relevant Visitor Traffic and Page Rankings
  • Taking Action or Fundraising“

Oft fehlt in den Konzepten der letzte Punkt, der die UserInnen dazu auffordert etwas zu tun. Ob das jetzt das Weiterleiten einer Nachricht ist, die Geldspende oder die Beteiligung an einem Projekt oder einer Aktion spielt keine Rolle. Hauptsache, es ist ein Angebot vorhanden.

8 Comments Join the Conversation

  1. Interessant!
    Ich habe mich heute mit exakt diesen Gedanken aus Sicht „unserer“ Diskussion bezüglich der Kunst- und Kulturvermarktung befasst. Social Networking und SEO sind gut und schön, wenn keine Handlungsperspektiven eröffnet werden.

    Sehr gut finde ich die Arbeitsschritte in der Betrachtung des Social Media. Hieraus erwächst ein Fahrplan … nicht nur für NPO´s.
    Unklar bleibt für mich jedoch, wie die Linie Botschaft Kontakt Multiplikatoren Aktivitäten auf virtuellem Weg zu einer geschlossenen Kette werden kann. Im Grunde bedeutet es, daß aus einer Unverbindlichkeit eine Verbindlichkeit gemacht werden muß.
    Es steht uns nicht an, über die Beweggründe der einzelnen Aktiven zu urteilen. Alleine die Tatsache der Aktivität zählt. Und hier kommen wir an die Wurzel aller Dinge: (a) Aktivitäten müssen leistbar sein, (b) Leistungsspenden gehen Geldspenden voraus, (c) der Nutzen muß für alle Beteiligten ersichtlich sein, (d) Dinglichkeit wird über das Internet nur angekündigt und muß im realen Leben bewiesen werden.

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  2. ups, Nachtrag!
    Ich wollte schreiben: Social Networking und SEO sind gut und schön ABER SINNLOS, wenn keine Handlungsperspektiven eröffnet werden.

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  3. Ja stimmt, wenn es nicht gelingt, die Impulse aus dem virtuellen Raum real auf den Boden zu bringen, dann ist das nur eine nette Spielerei.

    Aber es geht auch anders, wie dieses Beispiel von Ole Seidenberg zeigt. Wir brauchen genau solche Projekte, damit sichtbar wird, dass das Internet nicht nur Spielwiese ist.

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  4. Beeindruckend frisch und unverbraucht.
    Journalistisch ein gefundenes Fressen für die Wärme im Herzen. Und siehe da, es scheint zu funktionieren, weil das Beschützer-Schema greift und der Gut-Mensch mal wieder raus darf.
    Sorry, ich kommentiere gerade ein wenig bissig, weil sich all zu viele NPO´s dieses Schemas bedienen und sogar formatfreie Fernsehsendungen mit dieser Methode für Einschaltquoten sorgen.

    Konkretes Andersbeispiel, bzw. ein Gedanke, der mir gerade so durch den Kopf geht.
    Ich saß gestern bei einem Unternehmer, der rund 40 Jahre erfolgreich seinen „Laden“ geführt hat. Vor etwas über einem Jahr kam dann eine Geschäftsfelderweiterung in die Gastronomie, über einen hinzugenommenen Geschäftspartner. Zu dumm, der Partner war ein Mißgriff, verschwand bei Nacht und Nebel, ließ dem Unternehmer sogar seinen Hund samt unbezahlter Rechnungen zurück und was nun?
    Noch hängt der Unternehmer nicht am Fliegenfänger, noch kann alles gut werden. Aber wenn, dann ist schnelles Handeln angesagt.

    Wir haben uns zur Belebung seiner Gastronomie über Kunst unterhalten. Ja, wir wollen eine Ort für Kunst schaffen … Kunst etwas weiter entfernt vom Mainstream. Schnelligkeit = Web 2.0; direkte Aktivität = Fundraising; nicht NPO sondern Erfolgsbeteiligung.

    Was nun, wie nun? Anpacken? Ja, aber mit Konzept. Ich sitze gerade da dran und bin guter Hoffnung. Im Grunde müßte man eine Aktivität „erschaffen“, die ein Lokal zum Kunstmittelpunkt macht. Ich grübele noch, weil hier bestimmt nicht das Beschützer-Schema greifen wird und Gut-Menschen angesichts der noch nicht prekären Lage noch keinen Handlungsbedarf sehen.

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  5. Michael, auf solche Projekte lasse ich nichts kommen. Diese Art von Engagement ist mir zehnmal lieber als die Apathie vieler Zeitgenossen. Nachdem wir wohl mittlerweile im Medienzeitalter leben und die Sendeformate nur der Spiegel dessen sind, was wir sehen wollen, weiß ich nicht, warum ich da zynisch, bissig, etc. sein sollte?

    Zu Deinem Konzept: stimmt, Beschützerinstinkte weckst Du damit nicht. Versuch es doch mal mit Crowdfunding al la Sellaband . 10 Euro-Anteile verkaufen und die Investoren am Gewinn beteiligen. Dazu dann ein Konzept, mit dem sich Einnahmen erwirtschaften lassen, so wie es z.B. Radialsystem V in Berlin versucht.

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  6. Christian, ich wollte auch keineswegs die genannte Aktion niedermachen, sondern nur auf die Mechanismen hinweisen, die lobenswert und gleichzeitig auf immer gleichen Wegen verlaufen. Es ist nicht die Schulde der Engagierten, daß der Gut-Mensch heute mit einem schrägen Blick bedacht wird. Schuld tragen etliche Medien, die sich in der Ausschlachtung solcher Aktivitäten einen Namen manche.

    Dein Hinweis bezgl. Crowdfunding ist sehr interessant! Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Eigentlich seltsam, weil ich im Crowdsourcing schon erfolgreich unterwegs bin. Aua, Haufenweise praxiserprobte Fremdworte. Sind wir in unserem Sprachraum wirklich so rückständig, daß wir Dinge erst dann übernehmen, wenn sie anderenorts erfolgreich laufen?
    Aber das ist ein anderer Gedanke.

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  7. Pingback: NPO-Blogparade: integrierte Kommunikationsstrategien für jugendliche Zielgruppen? « Das Kulturmanagement Blog

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