Monthly Archives of: November 2009

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Social Media: „das ist mir alles zu viel“

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Letzte Woche kam ich bei einer Veranstaltung  mit einem Unternehmer ins Gespräch und landeten irgendwann einmal beim Thema Web 2.0. Er kannte sich gar nicht so schlecht aus, wusste von Facebook und Twitter und hatte mitbekommen, dass Authentizität wichtig ist und Kontrolle (fast) unmöglich. Nutzen würde er das alles aber nicht, meinte er, denn das sei ihm alles zu viel.

Ich denke, hier liegt ein Missverständnis vor. Das Social Web zu nutzen heißt nicht, durch sämtliche Kanäle 24 Stunden am Tag irgendwelche Botschaften oder Nachrichten zu jagen. Das mag dann funktionieren, wenn ich ein fünfköpfiges Team zur Verfügung habe, das nichts anderes zu tun hat. Aber ansonsten steht nirgends geschrieben, dass im Web 2.0 ein entweder – oder gilt.

Mir kann es passieren, dass ich tagelang Twitter, Facebook oder Xing links liegen lasse, weil ich nicht die Zeit dazu habe oder mit anderen Dingen beschäftigt bin. Oder nicht in meinen RSS-Reader hineinschaue. Wenn ich dabei ein schlechtes Gefühl habe und meine, etwas zu verpassen, dann mache ich etwas falsch. Das Internet bietet mir mittlerweile so viele Informationen an, dass der Anspruch auf Vollständigkeit völlig unsinnig ist. Im Netz finde ich eine Vielzahl von Angeboten und ich habe die Möglichkeit, sie zu nutzen. Wenn ich will.

Gleiches gilt auch, wenn ich andere Menschen über das Internet mit Informationen versorgen oder mit ihnen kommunizieren möchte. Kein Mensch wird mich oder meine Organisation vergessen, wenn ich einen Tag mal nicht online bin. Oder tagsüber nur zeitweise zu erreichen bin.

Es gab eine Zeit, da war es wichtig, dass man per Handy erreichbar war, egal aus welchen Gründen. Mittlerweile ist es eigentlich eher wichtiger, auch mal nicht erreichbar zu sein. Ist es, was das Internet angeht, nicht ähnlich? Müssen wir wirklich auf Emails oder DMs sofort reagieren? Ich glaube nicht. Wenn es Stress wird, macht es auch keinen Spaß mehr, oder?

Wie viele Auszeiten nehmen Sie sich pro Tag oder pro Woche? Und auf welche Social Media-Kanäle verzichten Sie ganz bewusst? Drehen wir das ganze doch einmal um und überlegen, welche Kanäle wir nicht brauchen. Das kann ganz interessant werden. Der Unternehmer, von dem ich eingangs erzählt habe, fand übrigens die Idee, Weblogs für Projekte zu verwenden ganz interessant. Das ist zwar nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was im Web 2.0 möglich ist. Aber für ihn reicht das. Derzeit. ;-)

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Das Mediennutzungsverhalten ändert sich dramatisch

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Wie wichtig soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ sind, zeigt eine repräsentative Untersuchung der Agentur Fink & Fuchs Public Relations unter 500 Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Altersgruppe 16-24 Jahre) in Deutschland.

„Nur noch zwei Drittel der jungen Erwachsenen liest mehrfach in der Woche eine Tageszeitung und weniger als die Hälfte eine Zeitschrift. Der Fernseher liegt bei den regelmäßig genutzten Medienangeboten mit über 80 Prozent an der Spitze, gefolgt von Online-Medien wie Spiegel.de oder Bild.de, die mit 64 Prozent schon knapp vor Print-Medien rangieren. Parallel werden Online-Portale wie web.de oder msn von mehr als 80 Prozent mehrfach pro Woche besucht und für fast 90 Prozent gehören Social-Networks wie Facebook, StudiVZ & Co zum Alltag“,

heißt es in der Aussendung. Kultureinrichtungen müssen sich also überlegen, auf welchem Weg sie vor allem junge Zielgruppen überhaupt noch erreichen können?

via Thomas Pleil

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Happy Birthday Tina Turner

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Erst im Frühjahr fand ihre letzte Abschiedstournee statt, aber ob es wirklich die letzte gewesen ist, darf bezweifelt werden. Vor zwei Tagen ist sie siebzig Jahre alt geworden, herzlichen Glückwunsch, Tina Turner! Falls sie noch einmal auf Tour gehen sollte, wird sie sicherlich auch wieder diesen Song spielen:

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Kostenloses Softwarepaket für UnternehmensgründerInnen

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Vor mehr als einem Jahr habe ich das letzte Mal auf das Softwarepaket für UnternehmensgründerInnen hingewiesen, das vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Mittlerweile ist eine neue Version erschienen und die Angebotspalette ist noch einmal erweitert worden. Sie können mit Hilfe dieses Programms nicht nur Ihre Unternehmensgründung vorbereiten, sondern auch einen Businessplan erstellen und ihr dann gegründetes Unternehmen führen. Das heißt, eigentlich offeriert das Programm viel mehr als die Unterstützung für UnternehmensgründerInnen.

In meinen Augen bietet dieses Programm die bestmögliche Unterstützung für diejenigen, die ein Unternehmen planen oder es bereits gegründet haben. Zwar ist das Programm für Deutschland konzipiert, trotzdem lässt es sich aber auch wunderbar hier in Österreich verwenden. Beim Thema Geldüberweisungen und Steuern schaue ich halt weg. ;-)

Informationen zum Programm und zum Thema Unternehmensgründung finden Sie auf einer extra eingerichteten Seite, zum Download geht es hier.

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Über Netzwerke den Verkauf ankurbeln?

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Vor ein paar Tagen habe ich auf dem Ideenbörse-Blog unter der Überschrift „Kleine Kultureinrichtungen bewerben ihr Angebot gemeinsam“ die Website „London Shh…“ vorgestellt. Einige kleine Museen haben sich dort zusammen getan und bewerben gemeinsam ihr Angebot.

In eine ähnliche Richtung geht das Blogpost „Autorennetzwerke„, das Petra van Cronenburg auf ihrem Blog „cronenburg“ verfasst hat. So wie die kleinen Museen mit vereinten Kräften versuchen, auf sich aufmerksam zu machen, sollten das auch die vielen AutorInnen, die nicht bis in die Auslagen der Buchhandlungen gelangen, tun, denn

„(d)ie Marktkonzentration im Buchhandel und ein nach althergebrachten Mechanismen funktionierendes Feuilleton sorgen dafür, dass immer mehr wunderbare, lesenswerte Bücher einfach nicht mehr sichtbar sind – ergo trotz aller Arbeit, Liebe und Sorgfalt kaum gelesen werden“,

schreibt sie in ihrem Beitrag. Ein möglicher Ausweg könnten Autorennetzwerke sein, die über die verschiedenen Social Media-Kanäle Informationen verbreiten und so für neue LeserInnen sorgen. Sie bezieht sich dabei auf den Beitrag „An Indie Call To Action“ von April Hamilton, in dem diese acht Tipps für den Aufbau von Autorennetzwerken gibt. Van Cronenburg ist skeptisch und liefert ein Vielzahl von interessanten (Verbesserungs)-Vorschlägen. Die von Hamilton formulierte Idee einer Buchpatenschaft findet sie zwar grundsätzlich gut, glaubt aber nicht an deren Erfolg.

Ich sehe das ähnlich. Die fehlende Sichtbarkeit ist ein Problem und Kooperationen können ein Weg sein, um über die verschiedenen Kanäle verschiedene Zielgruppen zu erreichen. Aber Petra van Cronenburg verweist zu recht darauf, dass in so einem Fall nicht nur AutorInnen mit AutorInnen kooperieren müssen. Ich würde mir deshalb als Autor die Frage stellen, ob es nicht noch andere Formen der Kooperation gibt? Immer mit dem Ziel, Sichtbarkeit zu erlangen.

Aber etwas anderes gilt es darüber hinaus zu beachten. Auf den Seiten der Frankfurter Buchmesse findet sich eine sehr interessante Darstellung der europäischen Buchmärkte, die erkennen lässt, dass es zwar einerseits sicher das Problem der „unsichtbaren“ AutorInnen gibt, die einfach nicht wahrgenommen und deshalb auch nicht gelesen werden. Auf der anderen Seite steigt die Zahl der neu veröffentlichten Bücher von Jahr zu Jahr, während auf der anderen Seite die Zahl der LeserInnen nicht im selben Umfang zunimmt. Ganz im Gegenteil, TV und Computer sorgen dafür, dass wir eher weniger als mehr lesen.

Daher ist die Idee von Netzwerken, die bestimmte AutorInnen pushen, eine gute, wenn es darum geht, deren Werke zu verkaufen. So wie die Londoner Museen zusammen arbeiten, sollten das auch die AutorInnen tun. Auf der anderen Seite sehe ich das Problem, dass die Relation Leser – Buch abnimmt, wenn wir den boomenden Markt der Ratgeber mal außen vor lassen.  Das heißt, ich muss grundsätzlich (wieder) mehr Begeisterung für Bücher wecken. Möglich ist das meiner Meinung nach durch den Aufbau von Communitys. Paulo Coelho zeigt exemplarisch, wie man sich eine solche aufbaut und am Leben erhält. Immer wieder schafft er es, mit seinen Fans nicht nur in den Dialog zu treten (auch das muss man erst einmal schaffen), sondern Aktivitäten ihrerseits einzufordern (z.B. Buchtrailer produzieren).

Lynda Kelly hat in ihrem Blog Audience Research die Rolle der MuseumsbesucherInnen so beschrieben:

„This is what will make museums relevant in my view – a move from visitor as participant to visitor as partner, being able to have their own say and share their own stories, both at physical sites and online (which will eventually converge).“

Solche Communitys gibt es bereits im Literaturbereich, schreibt Petra van Cronenburg. Aber vielleicht müssen diese Communities noch mehr auf Partizipation setzen und könnten so das Interesse wecken an Literatur einerseits und an bestimmten AutorInnen, die sich in diesen Communitys engagieren, andererseits?

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Transparenz im Museum: ein Dashboard zeigt die Erfolgsindikatoren an

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Wann ist eigentlich ein Museum erfolgreich? Den meisten von uns werden wahrscheinlich die Besucherzahlen einfallen. Und sonst? Vielleicht die finanzielle Gebarung. Sehr spannend ist der Ansatz, den das Indianapolis Museum of Art (IMA) gewählt hat. Im ersten Schritt wurden die Erfolgskriterien und ihre Indikatoren bestimmt, im zweiten Schritt wurden diese in ein Dashboard eingebaut.

Nicht nur die Zusammenstellung der Indikatoren ist hochinteressant, auch die Tatsache, dass sie öffentlich zugänglich sind und der Link zum Dashboard auf der Startseite des Webauftritts zu finden ist, ist beachtlich.

Michael Rushton, auf dessen Blog Arts Admin ich auf das IMA aufmerksam geworden bin, schreibt auch richtigerweise:

„This is more than just data for internal use; rather, the point is to make the organization transparent to all stakeholders.“

Natürlich lässt sich jetzt darüber streiten, ob das überhaupt die richtigen Kriterien sind oder ob andere sinnvoller wären? Mag sein, dass andere Museen andere Kriterien und Indikatoren finden, aber grundsätzlich scheinen mir die hier aufgelisteten Punkte plausibel zu sein. Nur die Zahl der Pflanzen ist wohl sehr speziell, ist aber im Fall des IMA verständlich.

Aber nicht nur das Dashboard lässt einen Einblicke in das Museum gewinnen, auch das Weblog liefert jede Menge Informationen und erlaubt den oft gewünschten Blick hinter die Kulissen. Wie wichtig dem Museum diese Transparenz ist, betont Rob Stein, Chief Information Officer, zum Auftakt einer vierteiligen Blogserie zu diesem Thema:

„One of the things I’ve been proud of during my time here at the IMA is the museum’s commitment to institutional transparency.  It’s always just made sense to me to concentrate on doing the right thing first, and then sharing as much as possible with others.“

Für das Museum war diese Form der Transparenz anfangs auch nicht selbstverständlich. Als vor zwei Jahren das Dashboard entwickelt wurde, mussten im Vorfeld jede Menge Vorbehalte aus dem Weg geräumt werden. Alleine schon der Versuch, Transparenz zu definieren, war, so schreibt Stein, nicht so einfach. Am Ende kam dann eine Definition heraus, in der die Begriffe Authentizität, Integrität und Exzellenz vorkommen:

„Transparency then, is the ongoing discipline of practicing radical authenticity and demonstrating to the public whatever degree of integrity and operational excellence our museum possesses at the time.“

Und wie ist es um die Transparenz in unseren Museen bestellt? Ob Albertina, Kunsthistorisches Museum Wien oder Pinakothek der Moderne in München, keines dieser Häuser stellt auf seinem Internetauftritt Informationen zur Verfügung wie das IMA. Einige der Informationen finden sich in verschiedenen Statistiken, die in Deutschland auf der Website des Instituts für Museumsforschung und in Österreich auf der des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur zu entdecken sind. Aber ganz ehrlich: die Suche gestaltet sich höchst mühsam.

Michael Rushton hat von den Stakeholdern gesprochen. Als solcher würde ich mich auch bezeichnen, wenn es um unsere Museen geht.

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Kachingle: ein interessanter Crowdfunding-Ansatz

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Die Frage der Bezahlung digitaler Güter, also zum Beispiel von Texten, beschäftigt ja nicht nur die deutschen Verleger. Deren Idee, ihre Inhalte hinter einer sinnbildlichen Mauer zu verstecken und Eintritt zu verlangen, halte ich für wenig zukunftsträchtig. Aber sollen sie tun, dann haben sie es schwarz auf weiß und wir könnten dieses Thema endlich ad acta legen.

Was aber sind die Alternativen? Grundsätzlich gibt es, wenn wir vom Thema Bezahlung sprechen, zwei Herangehensweisen: entweder gibt es auf Seiten der UserInnen eine Zahlungsbereitschaft, die bis jetzt kaum vorhanden ist. Oder die Produzenten der Inhalte entwickeln Modelle, die auf so viel Akzeptanz stoßen, dass sich ausreichende Einnahmen generieren lassen.

Public Enemy scheinen in dieser Hinsicht sehr erfolgreich zu sein. Unter dem Stichwort Crowdfunding versuchen sie derzeit, auf SellaBand 250.000 USD für ihre nächste CD-Produktion einzusammeln. Knapp ein Drittel dieser Summe haben sie bereits geschafft. Die Initiative geht in diesem Fall vom Produzenten aus. Er bestimmt die Höhe der Beträge und legt gleichzeitig die Gegenleistung fest.

Vielleicht sind Sie auch schon mal an dem Punkt gewesen, wo Sie überlegt haben, ob Sie in ein solches Produkt investieren sollen? Yves Huin, der beim gestrigen Webmontag das Unternehmen Kachingle vorstellte, sprach von sogenannten „mental transaction costs“, also einer Hürde, die in uns liegt und uns häufig davon abhält, für etwas zu zahlen, was für uns einen gewissen Wert darstellt. Und das jedes Mal, wenn wir auf ein für uns digitales Produkt stoßen.

Einen möglichen Ausweg bietet das gerade erwähnte Start-up Kachingle. Das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien hat eine Lösung entwickelt, die ich zwischen der freiwilligen Spende und dem oben beschriebenen Crowdfunding-Ansatz ansiedeln würde. Gedacht ist sie vor allem für online zur Verfügung gestellte Texte, egal ob Blogbeitrag oder Newstext.

Ich als UserIn zahle freiwillig pro Monat 5 USD. Vier dieser fünf Dollar werden nun auf die Webseiten verteilt (ein Dollar geht an Kachingle und PayPal), die ich in diesem Monat besuche. Je häufiger ich die Seite anklicke, desto höher der Anteil an den vier Dollar. Voraussetzung dafür ist die Kooperation des Content-Produzenten mit Kachingle. Habe ich als Content-Produzent den Kachingle-Button auf meiner Website, kann sich jede UserIn, die bei Kachingle mitmacht, durch den Klick auf diesen Button entscheiden, ob ich auch von ihren 4 Dollar profitiere oder nicht.

Interessant ist auch die Einbindung in die diversen Social Networks. Ich kann als UserIn in meine Netzwerke kommunizieren, welche Seiten ich mit Hilfe von Kachingle unterstütze. Das könnte eine Sogwirkung erzeugen, die die Akzeptanz dieses Ansatzes erhöht.

Natürlich ist Kachingle generell für alle, die digitale Inhalte produzieren, interessant. Potenzial im Kunst- und Kulturbereich sehe ich vor allem im Hinblick auf das digitale Feuilleton. Das sind die Seiten im Netz, die über Kunst und Kultur berichten und so mehr und mehr die Aufgaben der Kulturredaktionen in den Printmedien übernehmen. Mittlerweile gibt es jede Menge solcher Seiten, die hochwertige Inhalte anbieten, aber dafür nicht bezahlt werden.

Aber wahrscheinlich gibt es noch viele andere Bereiche, in denen Kachingle einsetzbar ist. Wie das Modell genau funktioniert, zeigen die folgenden  Folien, die Yves Huin gestern beim Webmontag gezeigt hat (alternativ können Sie sich die Aufzeichnung des gestrigen Webmontags ansehen, dort haben Sie dann neben den Folien auch noch seine Erklärungen):

Ausprobieren lässt sich Kachingle derzeit leider noch nicht, lange soll es aber nicht mehr dauern, so Yves Huin, der als Europa-Chef von Kachingle gestern live aus Paris zugeschaltet war.

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Gantter: ein kostenloses PM-Tool

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Online-Tools für den Bereich Projektmanagement gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Und abhängig von den eigenen Erwartungen und Ansprüchen sind sie mal mehr, mal weniger für die eigene Arbeit geeignet.

Gantter gehört zu den Angeboten, die vor allem für den Einstieg geeignet sind. Das Tool ist leicht zu bedienen und man findet sich rasch zurecht. Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht erforderlich. Wenn Sie auf die Startseite gehen, können Sie dort sofort mit der Planung beginnen.

Am Ende können Sie sich Ihren Projektplan abspeichern oder auch als PDF runterladen.Eine Online-Zusammenarbeit ist allerdings nicht möglich, was in meinen Augen ein Nachteil ist. Aber um ohne großen Aufwand schnell einen Projektplan zu erstellen (inkl. Zeit- und Ressourcenplan), ist dieses kostenlose Tool bestens geeignet.

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Drei Jahre Kulturmanagement Blog: es gibt noch viel zu tun

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Vor genau drei Jahren habe ich hier meinen ersten Beitrag veröffentlicht. Wobei veröffentlichen vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck ist, denn er wurde bis heute nur 12 Mal angeklickt. Das ist nicht wirklich tragisch, denn er enthält nur eine kurze Begrüßung und die Feststellung, dass es zum Thema Kulturmanagement im Web nur wenig Informationen gibt.

Während mittlerweile wahrscheinlich jeder Kulturmanagement-Studiengang mit einer eigenen Website vertreten ist und manche auch ein eigenes Blog (siehe dazu diese beiden Beispiele) betreiben, sieht es inhaltlich noch nicht ganz so gut aus. Auf der Rückseite des aktuellen Jahrbuchs für Kulturmanagement heißt es:

„Das Jahrbuch für Kulturmanagement initiiert und fördert einen übergreifenden Diskurs im Kulturmanagement im Hinblick auf eine methodologische und theoretische Fundierung des Faches.“

Warum findet dieser Diskurs unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und nicht hier im Netz? Er würde dem Fach sicher gut tun, wäre es doch dann ein Diskurs, an dem viele beteiligt sind. So ist es nur ein kleiner Zirkel.

Wenn ich mir was wünsche  darf für das nächste Blogjahr, dann ist das die Möglichkeit, häufiger auf Blogs verlinken zu können, bei denen Kulturmanagement ein Thema ist. Solche Links sind zwar heute schon möglich, aber sie führen meist in Richtung USA.

Ansonsten: danke an alle, die hier mitlesen, mitkommentieren oder mittlerweile im einen oder anderen Projekt mit mir zusammenarbeiten. ;-)

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Die Paradoxie des Planens

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© S. Hofschlaeger; Pixelio

Sie alle kennen das: Sie haben eine Idee und irgendwann heißt es, „wir brauchen einen Plan“. Aber wir alle wissen auch, die Realität wird anders aussehen und sich nicht an diesen Plan halten. Warum also ein Projekt überhaupt planen?

Adam Thurman hat darauf eine sehr hilfreiche Antwort gefunden:

„The beauty of planning . . . is thinking about the plan“,

heißt es auf seinem The Mission Paradox Blog. Es gehe gar nicht so sehr um richtig und falsch, sondern um die Beschäftigung mit dem eigenen Vorhaben. Läuft etwas nicht so, wie man sich das vorgestellt hat, kann man es ändern.

„But the arts organization that struggle don’t struggle just because they have the wrong answers . . . they struggle because they never think about how they got to the answers.“

Das heißt, es geht um das Nachdenken an sich und gar nicht so sehr um das Ergebnis des Nachdenkprozesses.