Monthly Archives of: August 2010

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Eine kleine Spielerei im HTML5-Format

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Gestern habe ich eine nette Spielerei entdeckt, einen interaktiven Film im HTML5-Format. „The Wilderness Downtown“ ist ein sogenanntes „Chrome Experiment“, was nichts anderes bedeutet, als dass man sich den Film nur mit dem Google Chrome Browser ansehen kann.

Der Film begleitet einen Läufer durch eine Stadt. Welche Stadt das ist, kann man anfangs selbst aussuchen, wobei hier die zweite Einschränkung kommt. Da in verschiedenen Frames Aufnahmen der jeweiligen Stadt kommen, die auf Googles Street View basieren, sollte man nur Städte auswählen, von denen es Google Street View bereits gibt (welche das sind, finden Sie hier heraus). Mit Städten in Deutschland oder Österreich schaut man da also alt aus. Zürich existiert aber zum Beispiel. Oder Paris, New York, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Viel Spaß beim Anschauen und Anhören (die Musik dazu ist auch nicht schlecht).

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„Wie lautet Deine Lösung?“

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© Alipictures; Pixelio

Vor einem Monat lud mich Tobias Würtz zu einem Blog Carnival ein, mit dem er den Start seines Blogs Herbst-Cloud „feiert“. „Wie lautet Deine Lösung“ fragt er in seinem Einleitungsbeitrag und hofft nun darauf, dass wie auch bei einer Blogparade viele schlaue BloggerInnen ihre Lösungen verraten. Am ersten September ist Schluss und daher befinde ich mich unter Zugzwang: eine Lösung muss her! ;-)

Ich muss gestehen, mir fällt es schwer, darauf zu antworten, denn eine Lösung kann nur dort gesucht bzw. gefunden werden, wo es Probleme gibt. Nicht dass es falsch ist, Lösungen von Problemen zu suchen, nein, mein „Problem“ ist ein anderes: um etwas zu tun, bedarf es einer entsprechenden Motivation, die bei uns Menschen auf unterschiedliche Art und Weise hervorgerufen werden kann. Wir tun etwas, um etwa ein Problem zu lösen oder um ein Ziel zu erreichen, womit die ganze Bandbreite dessen, was uns motiviert, schon abgesteckt ist.

Oder anders gesagt: unser Tun wird dadurch motiviert, ein Problem zu lösen, uns von diesem weg zu bewegen oder ein Ziel zu erreichen, uns auf es zu zu bewegen. Motiviert bin ich persönlich vor allem dann, wenn es darum geht, ein Ziel zu erreichen, allerdings muss ich zugeben: diese Motivation in „Reinform“ ist äußerst selten, meist wird unser Tun angetrieben von dem Wunsch, einerseits ein Problem zu lösen und andererseits ein Ziel zu erreichen. Wir haben es also mit Mischformen zu tun, die sich dann in ihren Ausprägungen unterscheiden.

Dieses Wissen darum, ob jemand eher Probleme lösen oder Ziele erreichen möchte, ist dann hilfreich, wenn es darum geht, entweder andere oder vor allem sich selbst zu motivieren und die entsprechenden Anreize zu setzen. Nehmen wir das Beispiel Jobwechsel. Viele Menschen wechseln den Job, weil ihnen ihr alter Arbeitsplatz nicht mehr gefällt. Andere hingegen werden angetrieben von dem Wunsch, einen Arbeitsplatz zu finden, in dem sie mehr Verantwortung übernehmen dürfen, mehr Geld erhalten und was es sonst noch so an Wünschen in dieser Hinsicht gibt.

Angenommen ich möchte Sie dazu bewegen, mein Jobangebot anzunehmen, dann würde mir das Wissen darüber, wie Sie zu motivieren sind, weiterhelfen. Ich könnte Ihnen versprechen, dass Sie nicht mehr so viele Überstunden machen müssen (weg vom Problem), ich könnte Ihnen aber auch mehr Geld in Aussicht stellen (hin zum Ziel).

Ich verwende dieses Wissen allerdings vor allem für mich selbst, um etwa zu verstehen, warum etwas funktioniert oder nicht funktioniert und wie ich es in letzterem Fall ändern kann. Konkret auf die Frage von Tobias Würtz bezogen weiß ich jetzt, warum ich mit dieser Frage ein Problem habe. Hätte er mich nicht gefragt, wie ich aus der Baugrube herauskomme, sondern vielleicht, wie ich auf einen Berg komme, wäre mir die Antwort leichter gefallen. Deshalb lasse ich die Frage jetzt unbeantwortet, zumindest teilweise. ;-)

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Social Media: strategische Ansätze im Museumsbereich – ein Ausblick auf die stARTconference

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In gut einer Woche, am 8. September, findet im Vorfeld der stART10, mit der Pre-Konferenz stARTmuseum10 eine Veranstaltung statt, die sich auf den Social Media-Einsatz im Museumsbereich konzentriert. Nach der Präsentation von Gerd Leonhard werde ich mich in meinem Vortrag mit der Frage beschäftigen, wie Museen Social Media erfolgreich für sich nutzen können.

Am Wochenenende habe ich die Struktur für diesen Vortrag erarbeitet, im nächsten Schritt geht es um die Details, die Praxisbeispiele und am Ende natürlich auch um die Gestaltung der Folien. Für diejenigen, die am Mittwoch nächster Woche dabei sein werden, gibt es hier schon einmal die wichtigsten Punkte vorweg, damit sie wissen, was sie erwartet. Für alle anderen ist es vielleicht ein Anreiz, sich kurzfristig noch zu einem Besuch der stARTconference zu entschließen. ;-)

  • Warum Social Media: häufig genannt wird die Suche nach neuen Zielgruppen, die Aussicht auf einen billigen Marketingkanal und die Tatsache, dass es alle tun. In der Praxis erfolgt die Einführung oft subversiv, d.h. „privat“ durch MitarbeiterInnen.
  • Social Media: Pro & Contra: vor allem dieser subversive Einstieg führt oftmals zu der Frage, wie sich denn jetzt der Chef am besten überzeugen lässt, was in die Suche nach dem Für und Wider mündet.
  • Die Funktionen der Social Media-Tools: Der Bereich der Social Software besteht nicht nur aus Facebook und Twitter, sondern aus einer Vielzahl von Applikationen, die sich verschiedenen Kategorien zuordnen lassen.
  • Der Nutzen der Social Media-Tools: eigentlich kann ich erst dann wirklich über das Für und Wider von Social Media diskutieren, wenn ich deren Nutzen kenne.
  • Social Media ≠Marketing: kennt man Funktion und Nutzen der verschiedenen Tools, wird einem schnell klar, dass die Gleichung Social Media = Marketing so nicht stimmt, Social Media kann noch einiges mehr (Stichworte: Projekt- und Wissensmanagement, Update: Kulturvermittlung).
  • Online-Marketing und Social Marketing: ob Online oder Social Marketing, es sollte immer ein Gesamtkonzept geben, das die Online- und Offline-Aktivitäten integriert.
  • Zielgruppenanalyse: meist sollen sich die Social Media-Aktivitäten an jüngere Zielgruppen richten, aber wer macht eigentlich was im Social Web?
  • Die Ziele der Social Media-Aktivitäten: Marketing ist nicht gleich Marketing, auch auf Facebook lassen sich ganz unterschiedliche oder auch mehrere Ziele verfolgen, Stichworte sind u.a.: Kundenzufriedenheit, Communitybuilding oder Partizipation.
  • Auf welchem Weg (Strategie) und mit welchen Hilfsmitteln (Tools) erreiche ich mein Ziel? Die Frage nach der richtigen Strategie und den dazu passenden Tools hängt von den jeweiligen Rahmenbedingungen ab. Einflussfaktoren sind u.a.: Zeit, Geld, aber auch Spaß und Experimentierfreude.
  • Wichtige Voraussetzungen: die wohl wichtigsten Voraussetzungen sind das Commitment der Führungsetage und die Erstellung von Social Media Guidelines, damit auch klar ist, wer was via Twitter oder Facebook kommunizieren darf.
  • Evaluierung: woran messe ich denn jetzt den Erfolg? Hier wird oft vom „Return of Investment“ gesprochen, einem Begriff, der sonst im Kunst- und Kulturbereich meist verpönt ist.

Mehr passt bei mir nicht rein in ca. 60 Minuten. Anmerkungen, Ergänzungen?

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Haben die Managementmethoden des 20. Jahrhunderts ausgedient?

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Wer gelegentlich in mein Blog hineinschaut, weiß, dass die Entwicklung, die wir im Internet unter dem Schlagwort Web 2.0 erleben, in meinen Augen kein isoliert zu betrachtendes Phänomen ist, sondern Ausdruck einer Entwicklung, dessen Auswirkungen wir in ganz unterschiedlichen Bereichen zu spüren bekommen. Unter anderem und nicht überraschend auch im Unternehmensbereich, das Stichwort dazu lautet Enterprise 2.0.

Um das Potenzial des Web 2.0 ausschöpfen zu können, bedarf es, so meine Behauptung, der entsprechenden Unternehmenskultur, da es sonst sehr schnell zu Wertekonflikten kommen kann. Das heißt aber nun nicht, dass erst eine neue Unternehmenskultur her muss, damit man die Tools des Web 2.0 nutzen darf, genauso wie man auch nicht behaupten wird können, dass der Einsatz von Social Media zu einer neuen Unternehmenskultur führt. Es ist vermutlich ein Wechselspiel, Fakt ist aber, dass wir uns gerade in einer Zeit befinden, in der Veränderungen stattfinden, von denen wir noch nicht so genau wissen, wohin sie führen werden. Immer häufiger zeigt sich, dass die bewährten Rezepte der Vergangenheit nicht mehr funktionieren, wir dafür aber noch keinen Ersatz gefunden haben.

The End of Management“ ist ein von Alan Murray letztes Wochenende im Wall Street Journal veröffentlichter Artikel überschrieben, der darin feststellt, dass Management, die nach Ansicht Peter Druckers Ansicht wichtigste Innovation des 20. Jahrhunderts, die richtige Antwort auf die Herausforderungen des industriellen Zeitalters gewesen sei. In den letzten Jahren aber, so schreibt Murray weiter, habe es sich bei den Erfolgsgeschichten nicht um Triumphe der Unternehmungen, sondern um Triumphe über die Unternehmungen gehandelt. So sei Jack Welch, den er als „the last of the great corporate builders“ bezeichnet, vor allem durch seinen Kampf gegen die Bürokratie berühmt geworden. Murrays Schlussfolgerung:

„The best corporate managers have become, in a sense, enemies of the corporation.“

Dies vor allem deshalb, weil Unternehmen und ihre Manager sich gegen Veränderungen wehren würden und damit die „schöpferischen Zerstörungen“, die Joseph Schumpeter zufolge der Motor für Innovation und damit die wirtschaftliche Weiterentwicklung von Unternehmen sind, nicht mehr möglich machen. Wozu diese Trägheit führt, hat Clayton Christensen in seinem Klassiker-  der nach Jahren im Oktober nun endlich auch in einer deutschen Übersetzung vorliegen wird – The Innovator’s Dilemma anhand vieler Beispiele gezeigt.

Aber nicht nur fehlender Veränderungswille setzt den Unternehmen zu, die zunehmende Geschwindigkeit, in denen Veränderung geschieht und der Kostendruck erlauben es den Unternehmen nicht mehr, ihre großen und teuren Strukturen aufrecht zu erhalten. Die fehlende Flexibilität nimmt ihnen die Chance, sich am Markt zu behaupten, so Murray, der die Unternehmen vor die Herausforderung gestellt sieht, neue Modelle zu entwickeln:

„The new model will have to be more like the marketplace, and less like corporations of the past. It will need to be flexible, agile, able to quickly adjust to market developments (…).“

Darüber hinaus gelte es aber auch Strukturen zu entwickeln, in denen es wieder gelinge, die MitarbeiterInnen zu inspirieren und zu motivieren:

„Traditional bureaucratic structures will have to be replaced with something more like ad-hoc teams of peers, who come together to tackle individual projects, and then disband,“

so Murray weiter, dem dabei eine Entwicklung vorschwebt, in der am Ende die Unternehmen von der oft zitierten kollektiven Intelligenz profitieren können. Diese kollektive Intelligenz moderieren zu können, ist eine der Fähigkeiten, die Peter Kruse,  Geschäftsführer der nextpractice GmbH, im folgenden Video vom Manager der Zukunft verlangt. Kruse macht darin aber auch deutlich, dass es zukünftig nicht nur darum geht, Veränderungen zu „managen“. Es gelte vielmehr, die Balance zu finden zwischen dem Management von Instabilität (in der Phase der Veränderung) und von Stabilität, denn nur in der Phase der Stabilität verdiene ein Unternehmen, so Kruse, Geld. So ganz ausgedient haben die Methoden, in denen es um Optimierung geht, also doch noch nicht.

Und noch ein letzter Punkt scheint mir wichtig und deshalb teile ich Murrays Ansicht nicht, dass sich ein Manager zukünftig wie ein Venture Capitalist verhalten müsse. Letzterer verfolgt vor allem das Ziel, mit seinem finanziellen Einsatz einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen, ein in meinen Augen hauptsächlich egoistisches (aber deshalb nicht unbedingt verwerfliches) Ziel. Kruse verlangt vom Manager der Zukunft etwas ganz anderes, nämlich die Fähigkeit, Sinn stiften zu können. Das entspricht eher den Werten, die ich mit dem Social Web verbinde, als den Werten eines Venture Capitalist.

Vielleicht stellen Sie sich jetzt die Frage, warum ich das alles in einem Blog schreibe, in dem es um Kulturmanagement geht? Viele Kultureinrichtungen funktionieren noch in Strukturen, die sich dem 20. Jahrhundert zuordnen lassen. Irgendwann werden auch sie im 21. Jahrhundert ankommen (müssen).

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Zwei Veranstaltungshinweise

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Nicht nur die stARTconference beschäftigt sich mit dem Thema Web 2.0 und der Frage, was diese Entwicklung, die wir seit einiger Zeit erleben dürfen, für Auswirkungen für den Kunst- und Kulturbereich hat. „The Audience is the Message“ ist der Titel einer Tagung, die am 24. September in Zürich stattfinden wird.

Das Programm klingt spannend, vor allem Klaus Siebenhaar, den Leiter des Zentrums für Audience Development an der Freien Universität Berlin würde ich gerne hören (Thema: „Die digitale Bewusstseins-Industrie und der Kulturbetrieb. Chancen und Risiken einer nicht immer spannungsfreien Beziehung.“). Wer sich für das von der Hochschule Luzern und der stARTconference durchgeführte Projekt Audience+ interessiert, kommt ebenso auf seine Kosten wie all diejenigen, die wissen wollen, wie sich partizipative Ansätze mit Hilfe von Social Media umsetzen lassen (Vortrag Christian Holst).

Außerdem informiert Helge Kaul über den aktuellen Stand seines an der zhaw durchgeführten Forschungsprojektes, das der Frage nachgeht, welche strategische Bedeutung Social Media für die Marketing-Praxis einer „user-gererated culture“ hat?

„Arts. Culture. Business“ in Leipzig

Nichts mit dem Thema Social Media zu tun hat das 70. Meeting von Trans Europe Halles, das vom 9. bis 12. September in Leipzig stattfindet. Trans Europe Halles, das ist das europäische Netzwerk der unabhängigen Kulturzentren, das schon 27 Jahre existiert und knapp 50 Mitglieder hat.

Knapp 120 Kulturmacher aus 26 europäischen Ländern treffen sich, um unter der Überschrift „Arts. Culture. Business“ zu diskutieren. Angeboten werden fünf Workshops, in denen es um die Organisation und Finanzierung von Kulturprojekten geht. Das vollständige Programm gibt es hier. Die Workshops sind Teil des europäischen Pilotprojektes Changing Room, das aus einer „Knowledge Base“, einem „Matchmaker“-Tool und einer europäischen Jobbörse für „Kultur-Mitarbeiter“besteht. Besonders spannend ist das Matchmaker-Tool, das als Facebook-Applikation funktioniert, allerdings nur dann etwas bringt, wenn man in einer der TEH-Partnerorganisationen beschäftigt ist.

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Enterprise 2.0 meets HR

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Mal wieder Neues von Professor Peter Kruse.

Thomas Sattelberger, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom AG und Prof. Dr. Peter Kruse, Geschäftsführer der nextpractice GmbH haben sich im July zu einem mehrstündigen Gespräch zum Thema “Enterprise 2.0 meets HR” getroffen,“

schreibt das Blog Lotus Germany. Das knapp achtminütige Video versucht, dieses Gespräch zusammen zufassen beziehungsweise ein paar Highlights heraus zu arbeiten.

Was mich interessieren würde:  werden solche Themen eigentlich auch in Kulturbetrieben diskutiert?

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Die Orchester zieht es in die Kinos

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Für die Metropolitan Opera haben sich die Liveübertragungen von Opernaufführungen in verschiedene Kinosäle als Geschäft erwiesen (siehe dazu mein Blogpost: Oper außerhalb der Oper scheint zu boomen). Mit den Berliner Philharmonikern und dem Philadelphia Orchestra setzen nun zwei Orchester auf das gleiche Geschäftsmodell und gehen mit einigen ihrer Konzerte ins Kino.

Neunzehn Euro kosten die Tickets bei den Berliner Philharmonikern, das ebenfalls angebotene Public Viewing verspricht einen kostenlosen Hörgenuss. Letzteres ist beim Philadelphia Orchestra nicht vorgesehen. Hier werden die Konzerte in nordamerikanische Kinos übertragen, wie es in einem Artikel auf Philly.com heißt.

Außerdem kann man sich die Konzerte via SpectiCast ins eigene Heim holen, ein Angebot, dass die Berliner Philharmoniker mit ihrer Digital Concert Hall schon seit längerer Zeit zur Verfügung stellen. Während man bei den Berliner Philharmonikern recht leicht erfährt, was es kostet, ein Konzert online zu verfolgen, muss man bei SpectiCast entweder eine Telefonnummer anwählen oder sich erst einmal registrieren. Zwar richtet sich, so heißt es auf der Website, das Angebot vor allem an UserInnen in den USA, bei denen man dann wohl davon ausgeht, dass sie zum Telefonhörer greifen. Für alle anderen ist das wahrscheinlich eine Hürde, die viele nicht zu überwinden bereit sein werden. Warum sollte ich mich erst registrieren, um dann erst zu erfahren, ob mir das Angebot überhaupt zusagt?

Aber interessant sind diese Ansätze natürlich allemal, stellen sie doch den Versuch dar, neue Vermarktungsansätze auszutesten und auszuloten, ob sich auf diesem Weg nennenswerte Einnahmen erzielen lassen. Wir dürfen gespannt sein, ob sich die Kinoübertragungen bei Orchestern dieser Qualität lohnen und ob andere Orchester bzw. Kultureinrichtungen diesem Beispiel folgen werden. Die Frage ist nämlich, wie hoch die Reputation sein muss, damit sich das Kinomodell rechnet? Gleiches gilt natürlich für die Online-Übertragungen auf den eigenen PC-Bildschirm.

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Social Media Night

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Viele Fans und Follower zu haben ist eine feine Sache. Wenn sie aber nur Fans und Follower bleiben, hat eine Kultureinrichtung wenig davon, denn schlußendlich geht es darum, aus den virtuellen Kontakte reale werden zu lassen, die mein Konzert besuchen oder meine CD kaufen. Wie schafft man das? Man kann Anreize schaffen, wie das ein Baseball-Team in den USA  gemacht hat:

Kennt jemand ähnliche Beispiele aus dem Kunst- und Kulturbereich?

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Die Aufzeichnung des heutigen Treffpunkt KulturManagement zum Thema Crowdfunding

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Wer den heutigen Treffpunkt KulturManagement und die Präsentation der Crowdfunding-Plattform Startnext verpasst hat, kann sich die Aufzeichnung unter folgendem Link anschauen. Der Vortrag von Denis Bartelt und die anschließende Diskussion haben gezeigt, dass Crowdfunding für den Kunst- und Kulturbereich ein hochaktuelles Thema ist. Angesichts schrumpfender öffentlicher Haushalte kein Wunder. :-( Der offizielle Launch der Plattform erfolgt am 10. September im Rahmen der stARTconference.

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In den nächsten Jahren fördert die EU Kulturprojekte mit Partnern aus Mexiko (2011) und Südafrika (2012)

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Zwei neue Flecken auf der Landkarte hat man sich in Brüssel für den Aktionsbereich 1.3.5 herausgesucht, in dessen Rahmen Projekte mit Partnern aus Drittländern gefördert werden, berichtet der deutsche Cultural Contact Point in seinem Newsletter. Während 2011 Projekte mit Mexiko gefragt sind, steht ein Jahr später Südafrika im Fokus.

„Die Maßnahme muss eine Dimension konkreter internationaler Zusammenarbeit beinhalten. Die Kooperationsprojekte beinhalten die Beteiligung von mindestens drei Kulturakteuren aus mindestens drei förderfähigen Ländern sowie eine kulturelle Zusammenarbeit mit mindestens einer Organisation aus dem ausgewählten Drittland und/oder kulturelle Aktivitäten, die im ausgewählten Drittland durchgeführt werden,“

heißt es auf der Seite der Exekutivagentur. Die Fördersumme liegt zwischen 50.000 und 200.000 Euro und darf 50 Prozent der Projektkosten nicht übersteigen. Das Geld gibt es für maximal zwei Jahre, bis dahin muss das Vorhaben beendet sein. Detaillierte Informationen finden Sie im Programmhandbuch, die nächste Einreichfrist endet am 3. Mai 2011. Genug Zeit also, um Partner zu finden und eine Idee zu finden.