Monthly Archives of: Februar 2013

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Facebook: Warum ich auf eine Unternehmensseite verzichte

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Brauche ich denn wirklich eine Unternehmensseite? Oder reicht nicht auch ein Profil? Was für ein Unternehmen oder eine Organisation spätestens dann peinlich wird, wenn ihr „Geburtstag“ in der Timeline der „Freunde“ auftaucht und außerdem laut den Geschäftsbedingungen von Facebook verboten ist, lässt sich für EinzelunternehmerInnen nicht so einfach beantworten. „Profil oder Seite – oder beides?„, mit dieser Frage startete Annette Schwindt vor knapp zwei Wochen eine „Blogparade für Einzelkämpfer“, wie sie es genannt hat. Nachdem ich in diese Kategorie gehöre, nutze ich die Gelegenheit, mich mit dieser Frage zu beschäftigen.

Annettes Frage kann ich recht einfach beantworten: Ich nutze für mich und mein Unternehmen nur das persönliche Profil. Zwar habe ich vor einiger Zeit mal eine Seite eingerichtet (siehe Screenshot), bin damit aber nie online gegangen und heute recht froh über diese Entscheidung.

Als ich im Juli 2007 bei Facebook ein Profil angelegt habe, war für mich klar, dieses Netzwerk nicht für private Zwecke zu nutzen. Insofern stand ich auch nie vor der Herausforderung, Inhalte vor anderen UserInnen verbergen zu müssen. Warum ich dieses Netzwerk nie privat genutzt habe, kann ich so gar nicht beantworten, es war aber auf alle Fälle zu Beginn keine strategische Entscheidung. Aber als es zum Thema wurde, war ich froh, auf den Status Quo aufbauen zu können.

Das Thema Unternehmensseite kam natürlich immer wieder auf, mit der stARTconference sind wir ja dann auch diesen Weg gegangen und haben recht schnell gemerkt, dass diese Mischung aus persönlichem Profil und Unternehmensseite viele Vorteile hat. Zumal wir alle unsere eigenen Chefs waren und niemandem Rechenschaft schuldig waren. Allerdings war und ist die stARTconference auch nur ein Teil von mir und so sehe ich keine Gefahr, dass es zu großen Überschneidungen kommt.

Natürlich vermisse ich manchmal die Statistiken auf meinem Profil, aber auf der anderen Seite kann ich an mir selbst beobachten, dass ich die Zahlen, die mir auf einer Unternehmensseite zur Verfügung gestellt werden, auch nicht besonders exzessiv nutze. Das hat aber vermutlich damit zu tun, dass Facebook für mich nur ein Teil des Social Media-Mix ist und daher nicht so eine große Rolle spielt. Dass die Netzwerkbetreiber in den letzten Monaten die Sichtbarkeit der Postings von Unternehmensseiten reduziert haben, bestärkt mich in meiner Ansicht, war aber nicht der ausschlaggebende Grund. Hellseher bin ich nämlich keiner. ;-)

Ich habe auch immer wieder gerne mit Facebookseiten experimentiert, um herauszufinden, was sich damit machen lässt. So habe ich vor knapp zwei Jahren mit der Plattform Kulturfinanzierung begonnen, weil ich herausfinden wollte, ob eine themenorientierte Seite nicht viel sinnvoller ist als eine reine Unternehmensseite.  Nun reicht mir leider die Zeit nicht dafür, dort tagtäglich neue Inhalte zu posten. Aber so langsam wächst die Seite und ich muss gestehen, es macht mir Spaß, diese Seite zu betreiben. Es gibt auch einen klaren inhaltlichen Fokus, wodurch ich eigentlich nie Gefahr laufe, Inhalte sowohl dort als auch auf meinem Profil zu posten. Und wenn, geschieht es so selten, dass es auch nicht wirklich schlimm ist.

Insofern kann ich diese Variante durchaus empfehlen. Die Seite ist dann aber eher Beiwerk, kann aber im Laufe der Zeit durchaus an Dynamik gewinnen. Ich hatte mir auch mal überlegt, für mein Blog eine eigene Seite einzurichten. Davon bin ich allerdings wieder abgekommen, denn ich hätte damit die gleiche fehlende Perspektive wie mit meiner Unternehmensseite, die nun schon seit Juni 2009 ein trauriges Offline-Dasein führt. Insofern werde ich wohl in der nächsten Zeit nichts an diesem mittlerweile bewährten Konzept ändern. Aber bei Facebook weiß man ja nie, vielleicht sieht die (Facebook)-Welt morgen schon wieder ganz anders aus. ;-)

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Das neue EU-Kulturförderprogramm „Creative Europe“ verspricht mehr Geld für Kunst und Kultur

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© Gerd Altmann ; Pixelio

Noch in diesem ersten Halbjahr und damit unter der irischen Ratspräsidentschaft soll das neue EU-Förderprogramm „Kreatives Europa“ endgültig fixiert werden. Als die Europäische Kommission am 23. November 2011 ihre Pläne präsentierte, war klar, dass sich das neue vom alten Programm erheblich unterscheiden wird. In ihrer Presseaussendung machte die Kommission klar, dass es ihr fortan nicht mehr nur um Kunst und Kultur, sondern um den gesamten Kreativbereich gehen wird (siehe dazu auch mein Blogpost „EU: das neue Förderprogramm ‚Kreatives Europa‘„). Zwar wird das Programm weiterhin die kulturelle und sprachliche Vielfalt bewahren und fördern, wie es darin heißt. Zugleich stellt die Kultur- und Kreativbranche aber auch einen wichtiger Treiber für Wachstum und Beschäftigung dar, ökonomische Aspekte spielen also eine gewichtige Rolle und vermutlich sind sie es, die dazu geführt haben, dass das neue Rahmenprogramm für den Kultur- und Kreativsektor für die Jahre 2014 bis 2020 mit insgesamt 1,8 Mrd. Euro wesentlich üppiger dotiert ist als seine Vorgängerprogramme.

Es wird dabei nicht nur die Förderprogramme Kultur, Media und Media Mundus zusammenführen, sondern darüber hinaus einen eigenen Garantiefonds auflegen, über den kleine und mittlere Unternehmen aus dem Bereich der Kreativwirtschaft an rückzahlbare Darlehen kommen können. Das klingt beim ersten Hinhören so gar nicht nach einem Förderinstrument für kleine Theater oder Kammerorchester, aber wenn dadurch Zwischenfinanzierungen ermöglicht werden, wäre das schon mal recht hilfreich, schließlich stehen nicht jeder Kultureinrichtung fünf- oder sechsstellige Beträge aus dem Cash-Flow zur Verfügung.

Um die beiden Ziele „Förderung der kulturellen Vielfalt“ und „Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Kreativsektors“ erreichen zu können, setzt die Kommission verschiedene Prioritäten. Im Rahmen von kreatives Europa geht es ihr um:

  • die Föderung der transnationalen Mobilität von AkteurInnen und Werken,
  • die Entwicklung von Kompetenzen für transnationale Zusammenarbeit,
  • die Erschließung neuer Publikumsschichten,
  • die Stärkung der Finanzkraft des Kultur- und Kreativsektors sowie
  • die Entwicklung einer transnationalen politischen Zusammenarbeit in diesen Bereichen.

Das Programm „Kreatives Europa“ gliedert sich in drei Aktionsbereiche

Aber schauen wir uns das Programm mal etwas genauer an. 30 Prozent des Gesamtbudgets sind für den Aktionsbereich Kultur bestimmt, das sind knapp 500 Mio. Euro, immerhin eine Steigerung gegenüber dem jetzt laufenden Kulturförderprogramm von gut 20 Prozent. Investiert wird diese Summe in grenzüberschreitende Kooperationen, den Aufbau europäischer Netzwerke, literarische Übersetzungsprojekte, den Aufbau einer Plattform, die die Mobilität von KünstlerInnen und Werken fördern soll sowie in Großprojekte wie die Kulturhauptstadt und – neu – ein Kulturerbe-Siegel.

Wer sich ein klein wenig mit der Materie auskennt, stellt fest, dass sich in diesem Bereich wohl nicht sehr viel ändern wird. Die Frage ist, ob hier irgendwelche Grenzen zur Kreativwirtschaft gezogen werden? Was ist zum Beispiel mit der Architektur, bei der es natürlich Überschneidungen mit dem künstlerischen Bereich gibt. Je offener man sich hier gibt, desto mehr wird die doch immerhin gut zwanzigprozentige Erhöhung des Budgets verwässert.

Den Löwenanteil, nämlich 55 Prozent oder 950 Mio. Euro erhält der Aktionsbereich Media. Wie auch schon in der Vergangenheit geht es hier um die Fördermaßnahmen in den Bereichen

  • Training und Vernetzung,
  • europäische Koproduktionen,
  • Internationalisierung,
  • Verleih- und Vertriebsförderung sowie
  • Vermarktung.

Hinzu kommt noch der Wunsch, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle unterstützen zu wollen. Gerade im Medienbereich passiert da recht viel, denke wir nur an den Hype rund um das Thema Crowdfunding.

Bleibt noch der neu geschaffene „sektorenübergreifende“ Bereich, in dem es einerseits um die Einrichtung eines Garantiefonds für KMU geht und andererseits um die transnationale politische Zusammenarbeit. Knapp 300 Mio. Euro oder 15 Prozent des Budgets sind dafür vorgesehen, mit etwas mehr als 200 Mio. Euro wird der Löwenanteil in den Garantiefonds fließen. Abgewickelt wird das Geschäft über die Banken, der European Investment Fund trägt im Falle des Scheiterns 70 Prozent des Risikos, die restlichen 30 Prozent übernehmen die Banken.

Im Rahmen der transnationalen Zusammenarbeit werden Austausch und Vernetzung der Kulturakteure inklusive der Politikverantwortlichen angestrebt. Außerdem ist unter anderem die Einrichtung einer Informationsstelle in Straßburg geplant.

Von der Theorie in die Praxis

Zwar gibt es noch keine Unterschriften unter dem neuen Förderprogramm, aber der Rahmen ist abgesteckt. Und da es bereits im Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit die nächste Ausschreibung geben wird, macht es Sinn, sich schon jetzt mit dem neuen Programm zu beschäftigen. Der deutsche Cultural Contact Point (CCP) bietet hierzu Ende März mehrere eintägige Seminare in Bonn, Berlin und Filderstadt an, in denen Sie auf die kommenden Ausschreibungen vorbereitet werden. Neben den formalen Kriterien, die es zu beachten gilt, erfahren Sie im Rahmen dieser Veranstaltungen auch, wie Sie an so eine Antragstellung herangehen. Falls Sie Interesse daran haben, hier finden Sie alle Informationen zum Seminarangebot des CCP Germany. In Österreich wird es solche Veranstaltungen vermutlich so wie in den letzten Jahren auch geben. Über die Termine werde ich Sie dann hier informieren.

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Treffpunkt KulturManagement: Vom Dorf 0.1 zum Dorf 2.0 oder Neue Pläne braucht das Land.

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Wo Wege länger werden, wo eine ausgedünnte Infrastruktur zu einer Behinderung des Daseins wird, müssen vordringlich zwei Aufgaben bewältigt werden: Die Sicherstellung der umfassenden Versorgung der Menschen im ländlichen Bereichen und die Reintegration der „verwaltungstechnisch-verlorenen” Bürger in eine Gesamtsozietät.

Das zart wachsende Pflänzchen im Kulturbereich – die Beschäftigung mit dem demographischen Wandel – wird in den nächsten beiden Jahrzehnten neue Umsetzungs- und Anwendungsfelder vor allem im ländlichen Bereich erschließen (müssen). Während städtische oder stadtnahe Bereiche aufgrund der Urbanisierung wachsen, leidet der ländliche Bereich unter Abwanderung insbesondere junger Menschen mit erheblichen Folgen für das Wirtschaftsleben und das Gemeinwesen. Für die Kulturarbeit bietet sich die Chance zur Entwicklung neuer Modelle für unternehmerische, finanzielle, arbeitsplatzrelevante sowie sozialintegrative Aspekte, um den Ansätzen, Entwicklungen und Herausforderungen des derzeitigen Denkens und Lebens zu begegnen.

Eine funktionierende Infrastruktur öffnet den Menschen vor Ort den Fächer an Angeboten, um Lebens- und Handlungswelten im ländlichen Raum durch Dienstleistungen und durch technische wie auch persönliche Assistenz attraktiv zu gestalten. Damit wird die Voraussetzung geschaffen, personalisierte und gemeinschaftliche Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben in ländlichen Räumen wieder zu ermöglichen, zu verbessern und zu etablieren.

Ein offenes, mitbestimmendes und selbstbestimmtes Zusammenleben ist eine wesentliche Voraussetzung für die Veränderung allgemein. Das gilt verstärkt für die Entwicklung und gelebte Umsetzung in der Community des „Dorf 2.0“, in der die Daseinsvorsorge sozial, wirtschaftlich und technisch unterstützt werden soll. Zusätzlich müssen Synergien gestärkt und genutzt werden, um das Gemeinwesen weiter zu fördern und neue Anreize zu setzen.

Die Entwicklung eines praxisbezogenen und übertragbaren innovativen Sets verschiedener Instrumente und Modelle zur Bewältigung des demographischen Wandels im Bereich der kulturellen Daseinsvorsorge im ländlichen Bereich erfordert neue Modelle in der Bereitstellung individueller und situativer Assistenzen. Am Beispiel eines momentan laufenden Projektes in einer ländlichen Modellregion werden Ideen, Ansprüche und bestehende Bedingungen vorgestellt und mögliche Entwicklungen  einer situativen Assistenz aufgezeigt.

Im 32. Treffpunkt Kulturmanagement spricht Ernst Karosser (Nittendorf bei Regensburg) über die Aspekte kultureller Teilhabe, mögliche Modelle für die Kulturentwicklung im ländlichen Raum und die Herausforderungen in der Umsetzung.

Über den Treffpunkt KulturManagement

Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist kostenlos, die Installation einer Software nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch, den 20. Februar, um 16 Uhr (!) einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein.

Wenn Sie sich über die bisherigen Veranstaltungen informieren wollen, können Sie das in unserem Treffpunkt KulturManagement-Wiki tun, dort finden Sie die Aufzeichnungen der bisherigen Online-Veranstaltungen. Der Treffpunkt KulturManagement ist darüber hinaus auch auf Facebook vertreten und wenn Sie schon vorab wissen wollen, wer alles am 20. Februar dabei sein wird, dann können Sie im bereits angelegten Event nachsehen und sich auch gleich selbst dort anmelden.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos:

Treffpunkt KulturManagement
Termin: 20.02.2013 von 16:00 bis 17:00 (Achtung, geänderte Uhrzeit!)
Thema: Vom Dorf 0.1 zum Dorf 2.0 oder Neue Pläne braucht das Land.
Gast: Ernst Karosser

Zugang: http://proj.emea.acrobat.com/treffpunktkulturmanagement

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Informationsmanagement mit RSS und Social Bookmarking (Teil IV)

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Im letzten, dem dritten Teil dieser kleinen Serie über die Arbeit mit RSS und Social Bookmarks habe ich Ihnen verschiedene Social Bookmarking-Tools vorgestellt, um Ihnen zu zeigen, dass das Spektrum hier recht weit ist und Sie sich vor einer Entscheidung die verschiedenen Angebote einfach mal anschauen sollten. Auch ich lerne auf diese Weise immer wieder dazu. Als ich in einem Posting auf der Facebookseite der stARTconference nach solchen Tools fragte, taucht dort der Name „Evernote“ einige Male auf.

Ich habe dieses Angebot bis jetzt eher sporadisch genutzt und es daher gleich ausprobiert. Evernote funktioniert wunderbar und hat sogar den Vorteil, dass sich die einzelnen Seiten lokal abspeichern lassen und damit auch offline zur Verfügung stehen. Das kann Diigo zwar auch, allerdings nur in der kostenpflichtigen Premiumvariante.

Für die habe ich mich vor längerer Zeit entschieden, weil ich Diigo in meinen Workflow eingebaut habe und mir das Tool hilft, wertvolle Zeit zu sparen. Wie gehe ich dabei vor? Finde ich einen interessanten Artikel, erfasse ich ihn mit Hilfe von Diigo, wobei ich in allen Browsern die jeweiligen Erweiterungen verwende. Jeden abgespeicherten Beitrag versehe ich mit möglichst vielen Schlagworten, denn nur mit deren Hilfe habe ich eine Chance, ihn jemals wiederzufinden. Anfangs erinnert man sich noch an einzelne Beiträge, aber bei mehr als 1.000 gespeicherten Beiträgen funktioniert das später nicht mehr.

Außerdem vergebe ich immer noch ein Schlagwort für das Format der jeweiligen Seite. Um nicht den Überblick zu verlieren, stelle ich dafür immer ein =-Zeichen voran. =video ist also der Hinweis, dass es sich dabei um ein Video handelt, =studie kennzeichnet eine Studie und =artikel einen Artikel. Die Schlagworte lassen sich aber auch noch für andere Zwecke einsetzen, etwa um gleich die nächsten Arbeitsschritte aufzulisten. Einige Tipps dazu finden Sie in meinem Blogpost „Social Bookmarking: mehr als nur einfach Websites abspeichern„.

Fünf Schlagworte pro gespeicherter Website

Mein Ziel ist es, jede so erfasste Seite mit fünf Schlagworten zu versehen. Manchmal fallen mir dazu mehr Schlagworte ein, gelegentlich sind es weniger. Nicht erlaubt ist es aber, gar kein Schlagwort zu vergeben, denn die Seiten werden auf der Social Bookmarking-Plattformen chronologisch aufgelistet und ich habe so keine Chance, diese Seite jemals wieder aufzuspüren. So gesehen kann ich mir das Abspeichern dann auch gleich ganz sparen.

Bei der späteren Suche versuche ich mich nicht an einzelne Seiten zu erinnern, sondern ich arbeite mit den Schlagworten. Auf allen Social Bookmarking-Plattformen lassen sich beliebig viele Schlagworte kombinieren, das heißt, wenn mein erstes Schlagwort „Projektmanagement“ lautet und ich 547 Seiten aufgelistet bekomme, dann hilft mir das noch nicht wirklich weiter. Kombiniere ich es aber mit „Software“, zeigt mir Diigo nur noch 45 Treffer an und wenn ich noch mehr ins Detail gehen möchte, könnte ich die beiden Schlagworte vielleicht noch mit „opensource“ oder „agil“ ergänzen und hätte dann nur noch eine Handvoll Suchergebnisse. Findet sich bei einer der Seiten noch das Schlagwort =artikel, dann erkenne ich sofort, dass es sich um einen Bericht über diese Software handelt.

Wer so arbeitet, kann dafür fast alle Social Bookmarking-Angebote nutzen. Für Diigo habe ich mich aus einem anderen Grund entschieden: Ich kann dort nämlich gleich auf der Website Textstellen markieren und, so gewünscht, mit Notizen versehen. Das alles entweder privat oder öffentlich, je nachdem, ob ich mich alleine mit einem Thema beschäftige oder mit anderen gemeinsam.

Ich nutze diese Funktion meist für mich alleine und gewinne dadurch enorm viel Zeit. Gleich beim ersten Mal markiere ich die wichtigsten Stellen und erfasse beim zweiten Besuch der Website sofort, worum es geht und welches die wichtigen Passagen sind. Dieses Feature möchte ich, da ich viel mit Texten arbeite, nicht mehr missen und bin daher ein vehementer Befürworter von Social Bookmarking. Ich bin mir sicher, es gibt auch andere Möglichkeiten, mit Texten zu arbeiten, deshalb würde ich Sie bitten, Ihre „Rezepte“ in einem Kommentar zu verraten. Nur so können wir voneinander lernen und uns dabei unterstützen, sorgsam mit unserer wertvollen Zeit umzugehen.

Ich würde mir wünschen, dass RSS und Social Bookmarking wesentlich häufiger genutzt werden. Unabhängig von der Frage, ob jemand im Social Web aktiv ist oder nicht: Der professionelle Umgang mit dynamischen und statischen Lesezeichen hilft uns, Zeit zu sparen und von den vielen Informationen und dem Wissen, das wir im Internet antreffen, profitieren zu können.

Mehr zu diesem Thema:

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Toursupport für freie Theatergruppen [Kulturförderung]

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© Rainer Sturm / Pixelio

Das österreichische Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk) unterstützt in diesem Jahr zum ersten Mal „Gastspiele professioneller freier Theatergruppen“, die über kein eigenes Haus verfügen. Das Ziel dieser Maßnahme ist, so heißt es in der Ankündigung,

„die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die künstlerische Tätigkeit von AutorInnen, KomponistInnen, ChoreographInnen und Theaterschaffender in Österreich“.

Wie viel Geld in diesem Fördertopf liegt und um welche Beträge eine freie Theatergruppe ansuchen kann, steht leider nicht in der Ankündigung. Dort heißt es lediglich, dass sich „die Höhe der Förderung (..) nach dem Produktionsumfang und der Anzahl der Aufführungen (richtet)“, auch das Antragsformular hilft da nicht weiter.

Eben dieses Antragsformular muss man bis zum 8. März ausgefüllt und per Post an das bm:ukk (Abteilung V/2, Minoritenplatz 5, 1014 Wien) schicken und dann darauf hoffen, dass es eine Zusage gibt. Neben dem Formular werden noch

  • eine Projektbeschreibung (plus Angaben zu früheren Theaterproduktionen),
  • eine DVD der Produktion (so vorhanden) beziehungsweise der Link zur Website,
  • Kalkulation und Finanzplan,
  • die geplanten Termine sowie
  • die Absichtserklärungen der Veranstalter

verlangt. Wichtig ist: Die AntragstellerInnen müssen seit mindestens drei Jahren ihre künstlerische Tätigkeit professionell in Österreich ausüben und die Produktion muss nach der Premiere noch in mindestens zwei weiteren Bundesländern jeweils zweimal aufgeführt werden.

Alle weiteren Infos, die Förderbedingungen sowie das Antragsformular finden Sie hier.

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Google und seine neue Bildersuche: Keine Links mehr auf die Bildquelle? Martin Mißfeldt im Interview

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© Gerd Altmann ; Pixelio

Wenn Sie Bilder online stellen, kann Google die finden. Je weiter oben sie in der Google-Suche stehen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass UserInnen darauf aufmerksam werden und das Bild anklicken. Wer das Bild anklickt, landet auf Ihrer Seite und Sie freuen sich über steigende Zugriffszahlen, vielleicht auch über mehr Links oder neue Aufträge.

Mit der neuen Bildersuche könnte sich das ändern und zwar nicht zum Vorteil der FotografInnen. Google möchte vereinfacht gesagt den UserInnen einen besseren Service anbieten, indem es ihnen die Möglichkeit bietet, sich schneller von Bild zu Bild zu bewegen. Der Klick auf die Seiten der UrheberInnen bleibt dadurch aber aus, fürchten diese.

Einer von ihnen ist Martin Mißfeldt, der als Künstler eine Vielzahl von Bildern online gestellt hat und nun die Befürchtung hegt, dass seine Bilder nicht mehr angeklickt werden. Mit „Verteidige Dein Bild“ hat er eine Protestseite eingerichtet und zu einer Unterschriftenaktion aufgerufen. Was verbirgt sich hinter den Änderungen, welche Konsequenzen bringt der Relaunch mit sich und wie können sich KünstlerInnen dagegen wehren? Martin Mißfeldt, der zugleich als SEO-Experte das tagSeoBlog betreibt, beantwortet meine Fragen:

Kulturmanagement Blog: Google plant ein Redesign seiner Bildersuche und verspricht den UserInnen Erleichterungen bei der Suche nach Bildern. Was genau plant Google?

Martin Mißfeldt: Man kann nicht mehr sagen, dass Google es plant, denn es ist bereits fast in allen Ländern weltweit eingeführt. Lediglich in Deutschland und Frankreich ist die neue Bildersuche noch nicht zu sehen. Der Unterschied zur vorherigen Version ist einfach: wenn man eines der Thumbnails in der Google Ergebnisliste anklickt, öffnet sich nun ein Layer auf der Google-Seite, in dem das Bild in großer Auflösung zu sehen ist. Die Seite, von der das Bild stammt, wird nicht mehr geladen.

Ob es nun die maximale Größe oder eine „Zwischengröße“ ist, spielt keine Rolle. Fakt ist, dass es sich nicht mehr um eine Thumbnail- oder Preview-Version des Bildes handelt. Es ist im Grunde das Bild, dass der Benutzer erwartet.  Damit zeigt Google in seiner Anwendung Bilder an, ohne dass die entsprechenden Nutzungsrechte hierfür vorliegen. Für den User ist es in vielen Fällen nicht mehr erforderlich, auf die Seite des Bildinhabers zu wechseln.

Diese neue Version der Google Bildersuche ist auch im Deutsch-sprachigen Raum bereits online: denn man kann auch mit der Spracheinstellung „deutsch“ bei Google.com suchen.

Entgegen der Google Vorankündigung, dass der Website-Betreiber dadurch eine „höhere Klickrate“ bekämen, zeigt sich bei vielen Webmastern bereits jetzt ein dramatischer Rückgangs der Besucherzahlen und Seitenaufrufe. Google klaut durch die neue Suche den Traffic, der bisher auf die Webseiten von Künstlern oder Bloggern führte. Googles Ziel ist natürlich, mehr Besuchern für längere Zeit auf der eigenen Seite zu halten.

Kulturmanagement Blog: Welche Konsequenzen hat das für Dich und Deine Bilder, die Du online gestellt hast?

Martin Mißfeldt: Ich warte erst einmal ab, um zu schauen, wie sich die Zahlen tatsächlich entwickeln. Und natürlich schaue ich, ob oder wann die neue Bildersuche in Deutschland eingeführt wird. Es scheint mir zur Zeit etwas aussichtslos, gegen google.com zu Felde zu ziehen. Ich bin kein Jurist, und kann das im Einzelnen nicht abschätzen. Für mich sieht es allerdings so aus, als würde Google bei Google.com bereits jetzt Millionenfach Urheberrechtsverletzungen begehen.

In jedem Fall bin ich von Google’s Vorgehen sehr enttäuscht, und ich werde mich, solange es geht, dagegen wehren.

Kulturmanagement Blog: Du hast mit „Verteidige Dein Bild“ eine Protestaktion gestartet. Welche Ziele verfolgst Du damit?

Martin Mißfeldt: Es gibt mehrere Aktionen. Ich habe seinerzeit sehr Zeitnah einen „Protestartikel im tagSeoBlog“ geschrieben. Und auf der Basis eine Protestseite auf der Domain „Bildersuche.org“ ins Leben gerufen (http://www.bildersuche.org/verteidige-deine-bilder.php). Da Google derzeit versucht, mit einer ähnlichen Kampagne gegen das Leistungsschutzrecht Massen zu mobilisieren, habe ich das Design und Wording an der Google-Kampagne „Verteidige Dein Netz“ angelehnt. Diese Seite besteht nur aus drei Social-Media-Buttons, die zeigen sollen, dass man sich einmischen möchte.

Mich haben dann einige Leute angesprochen, ob man nicht eine eigene Domain inkl. Unterschriften-Aktion daraus machen kann. Ich fand die Idee sehr gut, wollte aber nicht mit meinem Namen dahinter stehen.

Kulturmanagement-Blog: Warum nicht?

Martin Mißfeldt: Ich habe einfach befürchtet, dass die Seite durch die Nähe zu meiner Person angreifbar würde. Ich bin zwar in erster Linie Künstler und Kreativer, aber in der Online-Welt nehmen mich doch viele als „Seo“ wahr, da ich mich mit dem Thema „Optimieren von Bildern für Suchmaschinen“ beschäftige.

Daher hat der Düsseldorfer Fotograf Michael Schilling die Seite „verteidige-dein-bild.de“ in Leben gerufen. Vielen Dank an ihn für das Engagement. Über die Unterschriften dort ist es nun natürlich viel  leichter, Kontakt zu Gleichgesinnten herzustellen. Sollte es zu einer (oder mehreren) Klagen kommen, wird es sicherlich ein guter Weg sein, das finanzielle Risiko über Micro-Spenden auf vielen Schultern zu verteilen.

In erster Linie sehe ich jedoch bei allen Aktionen und kritischen Beiträgen vor allem ein Ziel: Schau her, Google, wir sehen genau hin, was da passiert. Und wir sind bereit, für unsere Interessen bzw. Bilder zu kämpfen.

Kulturmanagement Blog: Ist der Protest gegen die neue Bildersuche mit dem gegen das Leistungsschutzrecht vergleichbar?

Martin Mißfeldt: Nein. Beim Leistungsschutzrecht fordern die Verlage, dass sie für das Anzeigen von Snippets bezahlt werden. So ein Snippet ist ein kleiner Ausschnitt aus einem Artikel, es wäre am ehesten noch mit einem Thumbnail vergleichbar. Wir fordern jedoch nicht Geld dafür, dass Google ein Thumbnail anzeigt. Wir fordern, dass Google nicht das gesamte Bild in Vollgröße anzeigt. Das wäre etwas so, als wenn Google einen kompletten Artikel in der Ergebnisseite einbettet. Der Protest gegen die neue Bildersuche bedeutet nicht, dass man damit automatisch das Leistungsschutzrecht unterstützt.

Kulturmanagement Blog: Gibt es eine Möglichkeit, sich gegen die neue Bildersuche zu wehren?

Martin Mißfeldt: Google (und einige Schlaumeier) sagen, man könne die eigenen Bilder doch einfach via robots.txt aus der Googlesuche herausnehmen. Das stimmt, aber: Da Google ein Monopol bei der Suche im Internet hat, bedeutet das für viele Künstler-Homepages ein faktisches Versinken in der Bedeutungslosigkeit. Es ist ein echter Wettbewerbsnachteil, wenn man bei Google nicht gelistet ist. Abgesehen davon kann es doch nicht sein, dass Google von heute auf morgen plötzlich das System ändert, und alle sich überlegen müssen, ob sie nun mitmachen wollen oder nicht. Wenn Google seine Bildersuche komplett neu gestartet hätte, quasi mit einem leeren Bilderindex, dann wäre es OK gewesen, jeden vor die Wahl zu stellen. Aber es galten ja bislang komplett andere Spielregeln.

Zur Zeit sind eine Menge Leute dabei, Wege herauszutüfteln, wie man die neue Bildersuche austricksen kann. Ich sehe einige vielversprechende Ansätze. Zur Zeit teste ich einen, will aber erst mal ein paar Tage abwarten, bevor ich das in meinem tagSeoBlog vorstelle.

Auf jeden Fall ist das Thema noch nicht durch.

Kulturmanagement Blog: Danke für Deine Antworten.

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„Katachi“, ein sehenswertes Stop Motion-Video

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In meinen RSS-Feeds habe ich gerade den Hinweis auf ein toll gemachtes Musikvideo entdeckt. Es ist mit Hilfe der Stop Motion-Technik entstanden, „bei der eine Illusion von Bewegung erzeugt wird, indem einzelne Bilder von unbewegten Motiven aufgenommen werden“, wie Wikipedia das Verfahren erklärt.

Für das Video des japanischen Songwriters Shugo Tokumaru kam dieses sehr aufwendige Verfahren zur Anwendung.

„The talented Polish animation team of Katarzyna Kijek and Przemyslaw Adamski utilized approximately 2,000 silhouettes extracted from PVCC plates using a computer-controlled cutter,“

schreibt Stacey Kole in ihrem Blogbeitrag über das Video. Anschauen und genießen…

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Informationsmanagement mit RSS und Social Bookmarking (Teil III)

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Wie Sie mit Hilfe von RSS-Feeds schnell erkennen, ob auf einer Website neue Beiträge dazugekommen sind, habe ich Ihnen in den ersten beiden Teilen dieser Serie gezeigt. Auf den von Ihnen abonnierten Seiten werden Sie vermutlich immer wieder auf Beiträge stoßen, die Sie interessieren und später wiederfinden möchten. Dafür bieten Ihnen die Browser die Möglichkeit, die Seite in einen Ordner zu geben und abzuspeichern. Falls Sie nur mit diesem einen Computer arbeiten und nicht allzu viele Seiten abspeichern, ist dieses Angebot vermutlich ausreichend.

Aber nehmen wir an, Sie möchten von einem anderen Computer auf Ihre Lesezeichen zugreifen. Oder Sie können sich nicht entscheiden, in welchem Ordner Sie eine Seite abspeichern. So etwas hemmt den Arbeitsfluss, wenn Sie zwar wissen, dass Sie auf einem anderen PC eine ganz wichtige Seite abgespeichert haben. Nur leider können Sie darauf im Moment nicht zugreifen. Zeit wird es auch kosten, wenn Sie erst verschiedene Ordner durchsuchen müssen, weil Sie nicht mehr wissen, wo sich die Seite versteckt. Und noch etwas kann Ihnen passieren: Sie benötigen Informationen zu einem Thema und haben aber bis jetzt noch keine passende Website gefunden. Wie hilfreich wäre es nun, auf das Wissen anderer UserInnen zugreifen zu können.

Mit Hilfe von Social Bookmarking-Plattformen können Sie alle diese Probleme lösen. Sie speichern die Seiten online ab und sind nicht an Browser oder Computer gebunden. Sie müssen sich nicht mehr auf einen Ordner festlegen, sondern können beliebig viele Schlagworte vergeben. Und Sie können auch auf abgespeicherte Seiten anderer UserInnen zugreifen. Die folgende Grafik macht noch einmal die Unterschiede deutlich:

Die meisten von Ihnen werden von Social Bookmarking-Plattformen profitieren, zumal Sie dort auch die Möglichkeit haben, Ihre Seiten privat abzuspeichern. Schließlich müssen nicht alle wissen, welche Reiseziele und Hotels Sie sich für den nächsten Urlaub herausgesucht haben.

Welche Social Bookmarking-Plattform ist die beste?

Wir alle nutzen das Internet vermutlich sehr unterschiedlich und haben daher auch ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Für die einen ist das einfach ein Arbeitsinstrument, um Seiten abzuspeichern und nach bestimmten Kriterien wiederfinden zu können. Das genügt mir, während andere ihre gefundenen Seiten gerne noch weiterempfehlen.

Dafür ist dann zum Beispiel StumbleUpon geeignet, eine vor allem im angelsächsischen Raum beliebte Plattform. Wenn Sie sich das folgende kurze Video anschauen, werden Sie sehen, hier steht vor allem das Finden, das Entdecken von Inhalten im Vordergrund.

Digg hingegen ist eher eine Bewertungsplattform für Inhalte im Netz. Hier spielt es eine wichtige Rolle, wie andere meine Fundstücke bewerten. Es gibt natürlich jede Menge an Angeboten, mit deren Hilfe sich Inhalte aus dem Netz sammeln lassen. Etwa mit Evernote oder Clipboard oder wie die Tools alle heißen. Aber letzten Endes muss ich das Tool finden, das meinen Arbeitsfluss optimal unterstützt und mir eine wirkliche Hilfe ist. Für mich sind das Delicious und Diigo. Delicious ist die vermutlich älteste Plattform, die aber in den letzten Jahren ziemlich geschwächelt hat. Erst seitdem die Seite nicht mehr Yahoo gehört und sich wieder auf das reine Social Bookmarking beschränkt, ist sie wieder uneingeschränkt zu empfehlen.

Mein persönlicher Favorit ist Diigo. Die Betreiber dieses Social Bookmarking-Dienstes haben das Tool in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und bieten Features an, für die ich sogar bereit bin, Geld auszugeben. Welche das sind und wie ich Diigo nutze, erfahren Sie dann im nächsten und letzten Teil dieser Serie.

Ein Wort möchte ich noch zu Mister Wong verlieren. Ich nutze diese deutschsprachige Plattform schon sehr lange und habe das Angebot immer sehr gerne in Anspruch genommen. Seit einiger Zeit hat sich die Usability in meinen Augen aber stark verschlechtert. Leider kann ich nur noch sehr eingeschränkt auf die Links der anderen UserInnen zugreifen. Auf eine Anfrage via Twitter erhielt ich keine Antwort. Der Grund könnte sein, dass die Besitzer Mister Wong nicht mehr kostenlos anbieten wollen. Auf der .com-Seite findet sich bereits eine Preisliste, nach der ich erst mit einem Plus-Account Zugriff auf die Bookmarks aller UserInnen habe. Gut möglich, dass es Mister Wong auch bei uns schon bald nicht mehr kostenlos gibt. Ich kritisiere das grundsätzlich nicht, schließlich bin ich bei Diigo zahlender Kunde. Aber im Moment bin ich mit der Leistung einfach unzufrieden, würde mir aber wünschen, dass uns die Plattform weiter erhalten bleibt. Dann wäre da noch Oneview. Die deutschsprachige Plattform ging bereits 1998 online und gehört somit zu den Pionieren in Sachen Social Bookmarking. Leider ist die Seite aber offline und auch auf den Twitter- und Facebookprofilen gab es 2013 noch keine Aktivitäten. Selbst wenn es sich nur um eine vorübergehende Pause handelt, ist mir das für meine Bookmarks doch zu gefährlich. Ich weiß, warum ich nicht nur bei einem Anbieter bin. ;-)

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Mit „STEP Beyond Travel Grant“ unterstützt die European Cultural Foundation die Mobilität im Kunst- und Kulturbereich

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Mit Sitz in Amsterdam unterstützt die European Cultural Foundation seit 1954 Projekte im Kunst- und Kulturbereich, die eine europäische Ausrichtung haben und im wahrsten Sinne des Wortes grenzüberschreitend sind. Neben dem Förderbereich Collaboration Grants und dem Balkan Incentive Fund for Culture gibt es noch einen dritten Fördertopf, der für einzelne KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen interessant ist:

STEP Beyond Travel Grants are awarded to up-and-coming artists and cultural workers (priority is given to individuals up to 35 years and/or in the first 10 years of their career) travelling between EU and countries directly bordering the EU,“

ist auf der Website der Stiftung zu lesen. Seit 2003 wurden 261 Förderanträge positiv beschieden, die AntragstellerInnen erhielten jeweils zwischen 250 und 700 Euro. Das mag nicht nach großem Geld klingen, aber in meinen Augen ist das eine wichtige Förderschiene vor allem für einzelne KünstlerInnen, die keine Chance haben, an die großen Summen aus dem EU-Kulturförderprogramm zu kommen oder eben nur einen kleinen Betrag benötigen.

Einen Zuschuss zu den Reisekosten erhält, wer

  • zum ersten Mal ein Networking-Treffen, ein Festival oder eine Konferenz besucht, um das eigene Netzwerk zu erweitern,
  • den Wunsch hat, neue Projektpartnerschaften aufzubauen,
  • die eigenen Aktivitäten von der lokalen auf die internationale Ebene heben möchte oder
  • in Ausnahmefällen an einer Weiterbildung oder einem Training

teilzunehmen beabsichtigt. Eine Unterstützung gibt es höchstens einmal pro Jahr und maximal zweimal innerhalb von fünf Jahren. Alle weiteren Informationen zu diesem Programm sind in den Leitlinien zu finden, der Antrag kann online gestellt werden.