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Amiando: Ticketing über die eigene Facebookseite

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Vielleicht ist Ihnen das auch schon mal passiert: Sie werden via Facebook oder irgendein anderes Netzwerk auf eine Veranstaltung aufmerksam und würden sich gerne gleich ein Ticket besorgen. Ich selbst habe diesen Vorsatz schon mehr als einmal abgebrochen, weil sich der Erwerb des Tickets als, sagen wir mal, hürdenreich erwiesen hat.

Lange Wege, komplizierte Vorgänge, da könnte Amiando mit seinem Facebook-Tickeshop Abhilfe schaffen, denn dank des mittlerweile von Xing gekauften Unternehmens lässt sich nun der Ticketshop direkt auf der eigenen Facebook-Seite einrichten. Das Beispiel der „Le Web“-Konferenz zeigt, dass die UserIn auch auf Facebook die bekannte Benutzeroberfläche erwartet.

Während ich von der Integration Amiandos in Xing nicht so angetan war, was vor allem daran lag, dass mich die zahllosen Eventeinladungen eher nerven als interessieren, ist das auf Facebook, wie ich finde, wesentlich besser gelöst. Ein eigener Reiter sorgt dafür, dass der Ticketshop gut sichtbar ist, wie man anhand des Amiando-Demo-Tickeshops sehen kann. Wer kein Ticket kaufen möchte, klickt die entsprechende Seite einfach nicht an. Ich bin gespannt, wie das Tool angenommen wird.

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Ein Report zeigt: so nutzt die Eventbranche soziale Netzwerke

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Für viele Kunst- und Kultureinrichtungen ist die Bewerbung der eigenen Veranstaltungen ein wichtiger Grund, um im Social Web aktiv zu sein bzw. zu werden. Was aber heißt „aktiv werden“? Welche Netzwerke eignen sich am besten, welche Ziele lassen sich überhaupt erreichen und wie aktiv muss man dort sein? Auf diese und weitere Fragen versucht der „Social Media & Events Report 2011“ (kostenlose Bestellmöglichkeit) einzugehen. Die  von der Ticketing-Plattform Amiando veröffentlichte Untersuchung liefert zwar weniger überraschende Ergebnisse als der im letzten Herbst veröffentlichte „Twitter-Report“ (siehe dazu mein Blogpost „Eine Studie untersucht den Einsatz von Twitter rund um Events„), ist aber trotzdem sehr hilfreich, um den Rahmen für die eigenen Aktivitäten abzustecken.

Klar ist, die Eventbranche hat den Wert von Social Media erkannt, für 42% der befragten Personen (von insgesamt knapp 1.000 Teilnehmern an der Befragung) sind die Aktivitäten im Social Web für das eigene Marketing sehr wichtig, 38% gaben an, dass Social Media für sie wichtig sei.  Interessant ist dabei die Tatsache, dass die englisch sprechenden Befragten die Bedeutung höher einschätzen (sehr wichtig: 56%) als die deutsch sprechenden Kollegen (sehr wichtig: 33%).

Keine Überraschung bergen die Antworten auf die Frage, welche Kanäle die Eventbranche nutzt? 84 Prozent nannten hier Facebook an erster Stelle, gefolgt von Twitter (61%), Xing (47%) und YouTube (44%). Auf den weiteren Plätzen LinkedIn und Blogs mit jeweils 35%. Nur 7% der Befragten nannten hier MySpace, ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die beste Zeit dieser Plattform wohl vorbei ist.

Während es mit MySpace eher abwärts geht, geht es mit den Social-Media-Aktivitäten der befragten Personen aufwärts. 82% wollen zukünftig aktiver sein, 17% sind mit dem derzeitigen Level zufrieden und lediglich ein Prozent plant, die zukünftigen Aktivitäten zu reduzieren. Erhöhen oder reduzieren, was bedeutet das genau? Eine Antwort lässt sich aus der nächsten Frage ableiten, in der gefragt wurde, wie viele Inhalte wöchentlich für Social-Media-Plattformen produziert werden?

„Jeweils 11% der Umfrageteilnehmer produzieren ‚bis zu 25‘ und ‚mehr als 25‘ Inhalte für soziale Netzwerke und Blogs“,

heißt es in dem von Lisa Koch, Sandro Spiess und Dennis von Ferenczy verfassten Report. Was soll damit erreicht werden? In erster Linie darum, den Bekanntheitsgrad zu steigern, immerhin 77% der Befragten nannten dieses Ziel. 60% sehen in den sozialen Netzwerken ein neues Informationsmedium und 59% verfolgen mit ihren Aktivitäten das Ziel, neue Kunden zu generieren. Nur 28% nannten als Ziel, die Ticketverkäufe steigern zu wollen.

Dieser Wert mag etwas überraschend sein, fragt man aber danach, ob die angestrebten Ziele denn erreicht wurden, zeigt sich, dass die Wahrscheinlichkeit, auf diesem Weg mehr Tickets zu verkaufen, wirklich nicht sehr hoch ist. Nur 17% der Befragten gaben an, durch ihre Social-Media-Aktivitäten mehr Tickets verkauft zu haben. Auch sonst zeigt sich: die anvisierten Ziele sind durchaus realistisch. Auf die Frage, welche Ziele realisiert werden konnten, nannten 66% die Steigerung des Bekanntheitsgrads und 45% eine verstärkte Kundenbindung.

Es gibt also jede Menge guter Gründe für Eventveranstalter, im Social Web aktiv zu sein oder zu werden. Und trotzdem halten sich viele eben doch noch zurück. Gefragt nach den Ursachen gaben 54% die fehlende Zeit als Grund an. Genannt wurden außerdem die schlechte Messbarkeit (36%), mangelndes Personal (34%) und fehlendes Know-How (33%).

Es ist zwar nicht so ganz einfach, die eigenen Aktivitäten zu messen, aber ob das der Grund ist, dass 63% der befragten Personen überhaupt keine Monitoring-Tools verwenden, darf bezweifelt werden. Von den 37%, die Monitoring betreiben, nutzen 78% kostenlose Monitoring-Tools, während 12% auf gekaufte Software und 10% auf externe Dienstleister setzen. Hier zeigt sich wohl am ehesten, wie weit die Branche im Umgang mit Social Media ist. Zwar sind die meisten dort bereits aktiv und sehen auch trotz aller Probleme das Potenzial. Aber so richtig angekommen ist das Thema bei ihnen noch nicht, was aber unter Umständen auch damit zu tun hat, dass die kostenpflichtigen Monitoringangebote für die häufig in den Kinderschuhen steckenden Social-Media-Aktivitäten einfach zu teuer sind.

Fazit: die meisten VertreterInnen der Eventbranche setzen auf Facebook, Twitter und Xing und sehen dort auch für die Zukunft die größten Potenziale. Der Markteintritt von Google+ zeigt aber, dass solche Prognosen mit Vorsicht zu genießen sind. Unter Umständen muss die Eventbranche und mit ihr auch der Kunst- und Kulturbereich in ein paar Jahren mit ganz anderen Playern zu Rande kommen. Bis es so weit ist, werden wohl Facebook, Twitter und Xing weiter die wichtigsten Plattformen bleiben, um im Social Web Sichtbarkeit zu erlangen.

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Eine Studie untersucht den Einsatz von Twitter rund um Events

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Immer häufiger wird über Konferenzen und das, was dort geschieht getwittert. Auf diese Weise bekommen auch die etwas von der Veranstaltung mit, die gar nicht vor Ort sind. Für die Veranstalter ist das eine ganz interessante Sache, denn daraus resultiert eine Aufmerksamkeit, die sie so vielleicht nie schaffen würden. Wie ist denn aber das Twitter-Verhalten rund um eine solche Konferenz? Das Münchner Unternehmen Amiando, das uns auch dieses Jahr wieder als Partner beim Online-Ticketverkauf für die stARTconference unterstützt hat, ist dieser Frage nachgegangen und hat die Ergebnisse in der Studie „Twitter für Events: Wie Sie mit Hilfe von Social Media Ihrem Event zum Erfolg verhelfen“ veröffentlicht.

Darin ging es um die Frage, wie viele Konferenzbesucher twittern, wann sie das tun und in welchem Ausmaß? Analysiert wurden insgesamt zehn Konferenzen, die sich inhaltlich mit den Themen Internet, Social Media oder Internet-Technologien beschäftigten.

Im Beobachtungszeitraum wurden während der zehn Events insgesamt 31.442 Tweets von 9.736 Usern registriert, was einen Schnitt von 3,2 Tweets pro Person ergibt. In der Analyse zeigt sich, dass die Größe der Veranstaltung keine Rückschlüsse darüber zulässt, wie viele User über die Veranstaltung twittern. Die Bandbreite reicht in der Studie von 10 bis 800 Prozent, d.h. in letzterem Fall übertraf die Zahl der Twitteruser die der Besucher um das Achtfache, was damit zu tun hat, dass die Konferenz live im Internet übertragen wurde. Hier wird schon deutlich, dass es durchaus üblich ist, über eine Konferenz zu twittern, obwohl man selbst gar nicht vor Ort ist

Gerade das Beispiel der live übertragenen Konferenz zeigt nach Ansicht der AutorInnen Dennis von Ferenczy, Sandro Spiess und Anja Staudt, dass nicht die Größe des Events dafür verantwortlich ist, wie viele User darüber twittern, sondern  eher die Inhalte.

„Wenn Sie wollen, dass die Teilnehmer über die Veranstaltung twittern, dann müssen Sie ihnen Gelegenheiten liefern, d.h. Materialien, die sie weiter verbreiten können und wollen.“ (S.9)

Von Bedeutung ist das vor allem dann, wenn das Event im Vergleich zur Größe der Interessensgruppe eher klein ist und die Gefahr besteht, dass die Zielgruppe von dem Event gar nichts mitbekommt.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es es natürlich wichtig, dass über die Veranstaltung schon vor Beginn getwittert wird. Interessant in diesem Zusammenhang: 18% der Tweets werden vor Veranstaltungsbeginn veröffentlicht, 60% während des Events und 22%  danach.

Twitteruser üben anscheinend nur selten Kritik, zeigt die Studie. 91,2% der Tweets wurden von den StudienautorInnen als neutral bewertet, 8,45% hatten ihrer Ansicht nach einen positiven Grundton und nur 0,35% waren negativ.

Worum ging es in den Tweets? Die Analyse führt zu folgenden Ergebnissen:

1. Vor dem Event:

  • „Wer nimmt teil?
  • Organisation von Fahrgemeinschaften
  • Werbung der Organisatoren oder Hotels
  • welche Präsentation sollte besucht werden?
  • Vorstellung der Redner
  • Programminformation“

2. Während des Events:

  • „Teilen von Informationen
  • Zitate der Redner
  • Kurzfristige Werbungen der Organisatoren, Redner oder Aussteller
  • Private Konversationen
  • Kommentare zur Konferenz und dazugehörigen Geschehnissen“

3. nach dem Event:

  • „(positives) Feedback
  • Takeaways vom Event
  • Themenbezogene Dinge
  • Links zu Eventmaterialien“ (S.12)

Das bedeutet, Twitter wird hauptsächlich als Informationskanal verwendet und nur selten als Feedbackkanal. Handelt es sich um Feedback, ist die Rückmeldung meist eine positive, zeigt die Studie.

Für die Veranstalter ist es daher wichtig, vor allem während des Events die Twitter-Timeline im Auge zu behalten, um zu erfahren, was die Twitter-User bewegt und was besonders gut (oder schlecht) ankommt. Nach der Veranstaltung macht es Sinn, rasch Materialien zur Verfügung zu stellen, damit das Aktivitätslevel auf Twitter nicht sofort auf Null zurückgeht. Wer hier immer wieder Input liefert, schafft es, dass die Konferenz noch einige Zeit über das Event hinaus auf Twitter präsent ist.

Für diese Präsenz sorgen vor allem die sogenannten Power-User. Der Spitzenreiter der 9.736 User veröffentlichte 399 Tweets, sein „Verfolger“ immerhin noch 219. Im Unterschied dazu verfassten 6.347 User nur einen einzigen Tweet, 1.235 User verschickten zwei Nachrichten. Das heißt, so die Studie: 35% der User sind für 80% der Nachrichten verantwortlich.

Wer möchte, dass über sein Event getwittert wird, muss sich also einerseits besonders um die Power-User kümmern, andererseits gilt es aber, die Gelegenheitsuser zu motivieren, z.B. durch direkte Ansprache und Dialoge.

Fazit: ob ein Event Aufmerksamkeit auf Twitter erregt oder nicht, hängt zu einem nicht unerheblichen Teil von den Veranstaltern ab. Informationen müssen bereits im Vorfeld zur Verfügung gestellt und so aufbereitet werden, dass sie von den Twitter-Usern verwendet werden können. Auch während der Veranstaltung besteht die Herausforderung darin, die Informationen im richtigen Format zu liefern. Ob das gelingt, hängt unter anderem auch von den Sprechern ab. Wer schon mal einen Vortrag von Gerd Leonhard erlebt und seine Folien gesehen hat, wird sein Erfolgserlebnis bereits kennen: fast jede seiner Folien enthält eine kurze und prägnante Zuammenfassung des Gesagten, die sich sofort twittern lässt.  Sprecher, die ihre Inhalte so aufbereiten, fördern das Aktivitätslevel auf Twitter, da es sehr leicht ist, über sie zu berichten.

Wenn Sie also wollen, dass über Ihren Vortrag oder Ihr Event ausgiebig getwittert wird, sorgen Sie dafür, dass Sie die Inhalte entsprechend aufbereitet zur Verfügung stellen. Wenn man erst darüber nachdenken muss, wie man Ihre komplizierten Sätze in 140 Zeichen packen kann, wird die Reaktion auf Twitter nur verhalten ausfallen.

Falls Sie sich für die Studie interessieren, hier können Sie sie kostenlos als PDF anfordern.