All Posts Tagged ‘call for papers

Post

Call For Papers: „Dispositive der Kulturfinanzierung“

Leave a reply

The Money Value of Time (3)
© Gerd Altmann ; Pixelio

Um Kulturfinanzierung geht es bei der 8. Jahrestagung des Fachverbandes Kulturmanagement, die vom 16. bis 18. Januar 2014 in der Fachhochschule im österreichischen Kufstein stattfinden wird. Unter der Überschrift „Dispositive der Kulturfinanzierung“ werden sich die TeilnehmerInnen mit den „Strukturen der Kulturfinanzierung und ihren Konsequenzen für Kulturproduktion und -rezeption“ beschäftigen.

Ein Beispiel dafür, dass die Finanzierung Auswirkungen auf die Produktionsbedingungen, aber auch auf die Rezeption des Kunstproduktes hat, ist sicher das Crowdfunding. Wer sich dazu berufen fühlt, zu diesem Thema etwas beizusteuern, sollte sich den Call For Papers anschauen, der vor kurzem veröffentlicht worden ist und noch bis zum 3. Juni läuft.

„(K)ünstlerische Praxis und Kulturarbeit passieren nicht einfach, sie verweisen vielmehr in ihren Ergebnissen und Wirkungen auf Entstehungsbedingungen. Mit welchen theoriegestützten Zugängen trägt Kulturmanagement zur Debatte einer Kulturfinanzierung bei, die Authentizität, Innovation und Vielfalt im Kulturbetrieb gleichermaßen ermöglicht?“

heißt es einleitend. Ob das Kulturmanagement Einflussmöglichkeiten auf die Gestaltung von Förderkriterien und -strukturen hat, wage ich zu bezweifeln und wenn, dann stellt sich die Frage, ob das gut ist, denn würde das nicht bedeuten, dass derjenige, der die Förderungen erhält, zugleich für die Bedingungen zuständig ist, unter denen er sie dann bekommt?

Da gefällt mir diese Frage doch sehr viel besser:

„Welche anderen Finanzierungsmodelle zu den bereits bestehenden ließen sich denken, um alternative Formen der Kulturproduktion zu stärken?“

Allerdings gilt es auch erst einmal zu klären, was genau sich hinter dem Begriff Finanzierungsmodell verbirgt. Reden wir von neuen Geschäftsmodellen oder von Erlösmodellen? Aber vielleicht ist das gleich mal ein Thema für einen Vortrag. Alle Infos zum Call For Papers finden Sie auf der Seite des Fachverbandes Kulturmanagement.

Post

Wie sieht das Kulturangebot der Zukunft aus?

4 comments


© Gerd Altmann ; Pixelio

Nicht nur in diesem Blog geht es immer wieder um die Frage, wie sich Kunst und Kultur zukünftig finanzieren lassen. Auch auf der letzten stARTconference war das ein Thema, schon im Vorfeld erschien das gemeinsam mit Kulturmanagement Network produzierte eBook „Geschäftsmodelle im Web2.0“ und auch auf der Konferenz selbst drehten sich viele Vorträge um dieses Thema.

Wie aber sieht die Kunst der Zukunft eigentlich aus? Die Duisburger Philharmoniker interessiert diese Frage natürlich vor allem im Hinblick auf den Konzertbereich und so haben sie Mitte Juni eine Blogparade gestartet, die nach dem „Konzert der Zukunft“ fragt:

„Niemand hätte vor 2008 gedacht, dass es einmal eine Zeit geben würde, in der man Konzerte online gestreamt am Recher anschauen können würde. Was heute selbstverständlich erscheint, war damals noch Zukunftsmusik: Always on, permanenter Zugriff auf das Internet mit dem Smartphone. Innerhalb kurzer Zeit hat sich viel verändert im klassischen Bereich. Deswegen möchten wir mit der Blogparade “Das Konzert der Zukunft” wissen, wie sich unsere Webfreunde einen Konzertbesuch in 5 Jahren vorstellen,“

schreibt Christian Spließ auf dem Dacapo-Blog. Bis Ende Juli besteht noch die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen daran zu beteiligen. Gemessen an der Zahl der Beiträge ist es um die Vorstellungskraft schlecht bestellt. Oder es sind alle mit dem jetzigen Status Quo zufrieden und möchten, dass er erhalten bleibt. ;-)

Einem ähnlichen Thema wird sich die 6. Jahrestagung des Fachverbands für Kulturmanagement widmen. Unter der Überschrift „Zukunft Publikum: Neue Beteiligungsformen und interaktive Kulturwahrnehmung“ geht es vom 12. bis 14. Januar 2012 in Lüneburg um die Erforschung kultureller Beteiligungsstrategien. Auch hier wird im Rahmen des Call for Papers danach gefragt, wie die Kulturangebote der Zukunft aussehen könnten und darauf hingewiesen, dass das Publikum eine aktivere Rolle spielen könnte als heute. So geht es unter anderem bei dieser Tagung um die Entwicklung neuer Strategien kultureller Beteiligung:

„Neue Anforderungen des Kulturpublikums und Transformationsprozesse im Kultursektor verlangen nach neuen Konzepten für die Beziehung zwischen KulturproduzentInnen und Publikum. Denn häufig wird dem Publikum eine interaktive Rolle zugeschrieben. Welche Zielgedanken verbergen sich dahinter? Wie bilden sich daraus Marketingstrategien und wie wird das kulturelle Angebot davon beeinflusst? Wie nehmen Kulturschaffende diese Prozesse wahr und wie reagieren sie darauf? Welche neuen Akteure entwickeln sich auf dem Kulturmarkt mit welchen Angeboten?“

lauten die Fragen, auf die in Lüneburg Antworten gefunden werden sollen. Ich bin gespannt auf die Antworten beziehungsweise Konzepte. Als wir im Vorfeld der stART09 gemeinsam mit der Karlshochschule nach der Vision Kulturmanagement 2020 fragten, konnte der erste Preis in Form eines Vollstipendiums für den Studiengang in Karlsruhe nicht vergeben werden. Mangels Visionen. Es muss also nicht unbedingt das fehlende Geld sein, das zum Niedergang von Kunst und Kultur führt. Auch fehlende Visionen können die Ursache dafür sein. Die Blogparade und die Jahrestagung sind zwei Möglichkeiten, zumindest dieser Gefahr entgegen zu wirken.

Post

stART.10: der Call for Papers hat begonnen

Leave a reply

Für die stART.10, die vom 8. bis 10. September in der Duisburger Mercatorhalle stattfindet, hat heute der Call for Papers begonnen. Besonders interessieren uns Vorträge, Workshops und Bestpractice-Beispiele aus dem Themenbereich mobiles Web sowie die Auseinandersetzung mit neuen Geschäftsmodellen bzw. die Frage nach Erfolgskriterien für den Social Media-Einsatz. Kann es so etwas wie den Return of Investment überhaupt geben oder müssen, so man Social Media bewerten will, ganz andere Maßstäbe angelegt werden?

Falls Sie andere interessante Themenvorschläge haben, freuen wir uns über die natürlich genauso. Um Ihnen (und uns) die Sache zu erleichtern, haben wir seit heute auf der Website der stARTconference ein Online-Formular bereitgestellt, in das Sie Ihr Abstract (max. 1.500 Zeichen) eingeben können. Außerdem benötigen wir von Ihnen einen 500 Zeichen langenkurzen Lebenslauf und ein Foto, mit dem wir dann Sie und Ihren Vortrag auf dem Blog vorstellen dürfen.

Bis zum 12. März haben Sie Zeit, Ihren Vorschlag bei uns zu deponieren und wir haben dann bis Anfang April Zeit, uns zu entscheiden. Alle Informationen und den Link zum Online-Formular finden Sie auf unserer Website, die übrigens in den letzten Tagen einen Relaunch erleben durfte. Falls Sie Fragen zur Konferenz bzw. zum Call for Paper haben sollten, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Wir, das Team der stARTconference freuen uns auf Ihre Ideen und Vorschläge.