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Ein Blog beschäftigt sich mit Communities

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Von Communities ist ja recht häufig die Rede, nicht zuletzt auch hier. Woher kommt der Begriff aber überhaupt und was verstehen wir darunter? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Kai-Uwe Hellmann auf seinem Blog Commercial Communities. Ausgangspunkt ist ein Forschungsprojekt am Institut für Soziologie der TU Berlin, bei dem es um eben diese Commercial Communities geht. Beispiele dafür sind, so Hellmann
  • „Virtual Communities
  • Communities of Practice
  • Brand Communities
  • Media Communities“
Einer der „Urväter“ der Communities ist Ferdinand Tönnies mit seinem Buch „Gemeinschaft und Gesellschaft“. Hellmann beschreibt Tönnies‘ Ansatz in seinem Beitrag „The Next Generation of Communities“ und erklärt aber auch, warum sich
„Terminologie und Konzeption von ‚Gemeinschaft und Gesellschaft‘ nicht mehr ohne weiteres anwenden (lassen)“.
Ein möglicher Ausweg sei die Aufhebung des begrifflichen Gegensatzes von „Gemeinschaft“ und „Gesellschaft“ durch die Einführung des Begriffs „Nicht-Gemeinschaft“, so Hellmann weiter. Mindestens ebenso faszinierend ist sein Beitrag über die 1981 erschienene Studie „Rückkehr in die Gemeinschaft. Kleine Netze: Berichte über Wohnsiedlungen“ von Dieter Korczak. Hellmanns Fazit:
„Betrachtet man nun im Nachhinein nochmals, was Korczak über kleine Netze ausgesagt hat, dürfte offenkundig werden, in welchem Maße sich alle diese Aspekte, die er anführt, auch auf neue Formen von “Online Communities” beziehen lassen, soweit es ihre (Selbst-)Propagierung betrifft, obgleich Korczak damals nur solche Wohnsiedlungen im Auge hatte.“
Wer sich mit Communities beschäftigt, für den sollte dieses Blog zur Pflichtlektüre gehören. Communities bzw. Social Networks haben bis jetzt den Reiz des Neuen gehabt und deshalb eine enorme Anziehungskraft besessen. Nun aber scheint der Zeitpunkt gekommen, wo wir uns die Frage stellen, was uns diese Netzwerke eigentlich bringen? „Social Networks in Trouble?“ hat Matthias Schwenk in einem Blogbeitrag gefragt. Man könnte meinen, Kai-Uwe Hellmann hat seinen Beitrag „Wofür sollen Online Communities etwas taugen?“ als Antwort darauf geschrieben.
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Wie gewinne ich „Influencers“ für mich?

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Wie wichtig „Influencers“ für eine Kunst- und Kultureinreichtung sein können, das habe ich vor einigen Monaten im Beitrag „Das Museum als ‚community space‘“ beschrieben. Wie man sie für die eigene Community oder das Unternehmen gewinnt, damit hat sich nun Connie Bensen auf ihrem Blog beschäftigt. In ihrem Beitrag „Enabling your Influencers“ verrät sie die wichtigsten Schritte.
  • Identify your influencers„: Connie Bensen beschreibt sie als diejenigen, die das Produkt lieben und aktive Überzeugungsarbeit leisten.
  • Make contact„: Dazu bedarf es Taktgefühl, wie Bensen schreibt. Ihrer Meinung nach muss man sie dort ansprechen, wo sie sich aufhalten (virtuell und real). Voraussetzung dafür ist eine Strategie, die nicht verheimlicht, sondern offen und ehrlich kommuniziert wird.
  • Engage and enable them„: Die „Influencers“ sollten, so Bensen, die Möglichkeit haben, die Strategie altiv mitzugestalten und auszubauen. Auch dafür sollten sie die entsprechende Unterstützung und wenn notwendig, auch Ressourcen zur Verfügung gestellt bekommen. Denn:
„the more they are involved, the more they will internalize the process & strive to make it succeed“,
meint Bensen. Interessant auch ihr Rat, den „Influencers“ die Möglichkeit zu geben, sich untereinander zu vernetzen. Es geht also nicht um bilaterale Kontakte, sondern um ein multilaterales Netzwerk. So ein Netzwerk baut man natürlich nicht von heute auf morgen auf, nein, es wächst im Laufe der Zeit. Dementsprechend wächst der Aufwand. Dieses Muster lässt sich in vielen Bereichen nutzen, denke ich, also auch im Kunst- und Kulturbereich. Im virtuellen Raum habe ich das schon erfolgreich angewendet. In der „realen“ Welt allerdings noch nicht. Hat da schon wer Erfahrungen mit gemacht?