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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte oder: woher kommen eigentlich die Fotos für dieses Blog?

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Dass zu einem (guten) Blogpost auch ein (gutes) Bild gehört, ist eine Binsenwahrheit. Wer sich diese Weisheit zu Herzen nehmen will, steht allerdings relativ schnell vor der Frage, wo man diese Bilder denn findet und – was noch wichtiger ist- wie es einem gelingt, diese Fotos dann auch für das eigene Blog zu nutzen?

Die einfache Copy&Paste-Variante spielt sich natürlich nicht, also muss es andere Wege geben. Vereinfacht gesagt gibt es drei Möglichkeiten: erstens, man fotografiert selbst, was bezüglich der Rechte am einfachsten ist. Oder man kauft bei Fotografen die Rechte für die Nutzung einzelner Bilder, was dank Plattformen wie iStockphoto finanziell durchaus machbar ist.

Bleibt noch eine dritte Möglichkeit, nämlich die Suche auf Plattformen, auf denen FotografInnen ihre Fotos kostenlos zur Verfügung stellen. Auf Pixelio, photoopia oder anderen Plattformen stehen unzählige Bilder zur Verfügung.

Warum bietet jemand seine Fotos kostenlos an? Ist das eine Form der Werbung oder sind das nur Hobbyfotografen, denen es gar nicht ums Geld geht? Fragen wir doch einfach jemanden, der auf solchen Plattformen seine Fotos zur Verfügung stellt.

Gerd Altmann

Gerd Altmann gehört zu den Fotografen, deren Bilder ich immer wieder für mein Weblog verwendet habe, auch das Titelbild ist natürlich von ihm. Ich führe keine eigene Statistik darüber, vermute aber, dass er, was die Zahl der Fotos hier im Blog angeht, die Nummer eins ist. Bevor ich hier meine Fragen loswerde, möchte ich aber die Gelegenheit nutzen und mich zuerst einmal für die Bilder bedanken, die er in großer Zahl online zur Verfügung stellt. Für mich ist das nicht selbstverständlich, schließlich ist Fotografieren mehr als mal schnell auf den Auslöser zu drücken.

Die folgenden Fragen habe ich ihm schriftlich gestellt.

Kulturmanagement Blog: Herr Altmann, ich habe eingangs ja schon geschrieben, dass Sie Ihre Fotos online zur Verfügung stellen und ich als User sie kostenlos für – in diesem Fall – mein Weblog nutzen darf. Warum machen Sie das? Was erwarten Sie sich davon?

Gerd Altmann: Anerkennung, Wertschätzung, Bewunderung, Achtung und Bestätigung sind Auszeichnungen, die mir Lebenskraft und Ausdauer verleihen. In meinem Beruf als Altenpfleger fehlt es leider oft an dem Applaus, den ich jedenfalls für meine tägliche Ego-Stabilität brauche. Meine Altenpflege-Tätigkeit stellt für mich die Basis dar, die finanzielle Einnahmequelle für meinen Lebensunterhalt. Die Wertschätzung und Bewunderung erhalte ich aber eben über meine künstlerische Arbeit, nicht nur als Fotograf/Bildbearbeiter, auch als Autor, Filmemacher und Kabarettist.

Kulturmanagement Blog: Mit diesem Angebot gehören Sie mit zu denen, die ihren Content kostenlos über das Internet anbieten. Fürchten Sie nicht, dass diese Gratismentalität immer mehr um sich greift und die Kreativen dadurch immer weniger Chancen haben, von ihrer Arbeit zu leben?

Gerd Altmann: Warum sollte ich mich davor fürchten? Ich begreife mich selbst als Kreativer, der hier durchaus keine Gratisgaben verteilt. Als Gegenleistung für meine Arbeit will ich konkret die Form der Entlohnung, die ich oben beschrieben habe: Anerkennung, Wertschätzung, Bewunderung, Achtung und Bestätigung. Bleibt diese Vergütung aus, suche ich mir neue Kunden, die bereit sind, diesen Preis zu zahlen.

Außerdem muss ich sagen, wer als professioneller Bildgestalter, Photograf oder Grafiker durch meine bescheidenen Arbeiten Aufträge verliert, der sollte sich doch mal fragen, ob er den richtigen Beruf gewählt hat. Meine Bilder sind hobbymäßig und unprofessionell erzeugte Arbeiten, mehr aus einen Lust- und Launegefühl mal eben schnell gemacht. Es steckt kein wirkliches Können dahinter. Vor dieser naiven Art des Bildermachens braucht sich kein Profi zu fürchten. Und ich denke, das wissen diese Fachleute auch.

Natürlich würde ich auch Geld mit meinen Bildern verdienen wollen, aber leider habe ich nie gelernt, wie man das macht. Ich besitze einfach diese Fähigkeit nicht, aus meinen Talenten Kapital zu schlagen. Kaufmännische Eigenschaften fehlen mir gänzlich, ebenso die Gabe, andere von meiner eigenen Richtigkeit zu überzeugen und für diese überzeugte Richtigkeit zu kassieren.

Kulturmanagement Blog: Zu Ihnen selbst. Wie sind Sie zum Fotografieren gekommen und was fotografieren Sie am liebsten?

Gerd Altmann: Auf der Suche nach leerstehenden Fabrikhallen entdeckte ich die Lust am Fotografieren. Ursprünglich wollte ich in meiner Heimatstadt Büdingen all das bildlich festhalten, was so zu Beginn der 70er Jahre abgerissen wurde: Wellblechhütten, Fabrikhallen, altes Bahnhofsklo, zerbombte Ruinen … eben den ganzen „Flair der alten Zeit“. Damit fing alles an. Leider sind die ganzen schwarzweiß Aufnahmen durch fehlerhafte Selbstentwicklung längst verblasst und unbrauchbar geworden.

Menschen, Gesichter sind meine Lieblingsmotive. Aber leider bin ich meistens zu bequem, zu faul, zu getrieben oder auch zu ängstlich, um meine Mitmenschen nach der Erlaubnis für eine Veröffentlichung zu fragen. Und die meisten meiner Freunde und Bekannten scheuen das objektive Auge einer Kamera. Leider. Weitere Motive sind die, welche Sie als Downloader gebrauchen könnten. Wenn Sie Wünsche bezüglich eines bestimmten Motivs oder einer speziellen Bildaussage haben, dann schreiben Sie mir bitte. Wenn in meinem Fundus etwas vorhanden ist, das in etwa Ihren Vorstellungen entspricht, werde ich diese Bilder bei photoopia einstellen. Aus Zeitgründen kann ich jedoch keine individuellen Sonderanfertigungen machen.

Kulturmanagement Blog: Sie haben vor kurzem die Fotoplattform gewechselt. Gibt es da Kriterien, auf die ich achten muss, wenn ich als Fotograf meine Bilder anbieten möchte?

Gerd Altmann: Ich kann nur für mich sprechen: dort, wo ich mich zuhause fühle, lasse ich mich nieder. Geht dieses Gefühl verloren, ziehe ich weiter.

Kulturmanagement Blog: Ich weiß ja, wo ich Ihre Fotos finden kann, aber vielleicht interessiert sich ja die eine oder andere LeserIn (oder BlogbetreiberIn) auch für Ihre Fotos. Wo findet man Ihre Fotos denn und wofür darf man sie verwenden?

Gerd Altmann: Meine Fotos dürfen lizenzfrei und kostenlos genutzt werden. Sie können nach Herzenslust sowohl kommerziell als auch redaktionell verwendet werden und sie können nach den Bedürfnissen der jeweiligen Downloader verändert werden. Sie können mit diesen Bildern all das machen, was sie schon immer mit Photos, Bilder und Grafiken machen wollten.

Nur eines dürfen Sie nicht: sie dürfen nicht behaupten, dass Sie diese Bilder gemacht haben. Sie können meine Bilder uneingeschränkt nutzen, wenn Sie diese mit dem/den Fotografennamen und der Bezeichnung photoopia kennzeichnen.
Sie finden mich auf pixabay unter dem Nick geralt.

Kulturmanagement Blog: Danke für Ihre Antworten, Herr Altmann und danke auch noch mal für die Fotos, die Sie zur Verfügung stellen.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
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Wie kommt man an kostenlose Fotos?

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© Kellermeister; Pixelio
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, heißt es oft. Und weil wir das beherzigen wollen, stehen wir immer wieder vor dem Problem: woher ein Foto nehmen?

Leider bin ich kein großer Fotograph und daher auf die Künst anderer angewiesen. Z.B. wenn es darum geht, die Blogbeiträge hier mit einem Foto „aufzupeppen“.

Aber es müssen ja nicht nur Blogbeiträge sein. Auch eine Presseaussendung macht sich gleich viel besser, wenn sie ein gutes Foto enthält. Und für meine Seminarunterlagen versuche ich Fotos zu finden. Ich finde, dadurch schauen sie einfach besser und professioneller aus.

Meistens werde ich bei Pixelio fündig, aber es gibt natürlich auch andere Quellen. Und gar nicht so wenige. Malte Landwehr hat sich auf seinem Blog Landwehr Online Reputation Management die Mühe gemacht, sie alle aufzulisten. Tolle Arbeit, vielen Dank dafür!

Aber Vorsicht: Nicht alle Fotos dürfen für kommerzielle Zwecke verwendet werden. Und wenn ich mir nicht klar bin, ob mein Zweck ein kommerzieller ist, im Zweifelsfall lieber darauf verzichten. Es kann sonst teuer werden.