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Gestern wäre Heiner Müller 80 geworden

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Gestern hätte der 1995 gestorbene Heiner Müller seinen 80. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass zeigt 3SAT heute Abend den Film „Ich will nicht wissen, wer ich bin“ von Christoph Rüter.

Das hier ist meine Hommage an Heiner Müller, den ich selbst noch hier in Wien mit seiner Inszenierung der Hamletmaschine erleben durfte.

Außerdem möchte ich Ihnen eine Website empfehlen, auf der Sie mehrere auf Video festgehaltene Gespräche zwischen Heiner Müller und Alexander Kluge finden. Besonders interessant ist dieser Gesprächsausschnitt über postheroisches Management.

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Kultureinrichtungen sollten sich als Unternehmen verstehen

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Diesen Standpunkt vertritt die Kulturmanagerin Julia von Weymarn in einem Gespräch, das Prof. Faltin im Rahmen des Labor für Entrepreneurship mit ihr geführt hat. Sie hat sich, nachdem sie davor in verschiedenen Kultureinrichtungen gearbeitet hat, selbständig gemacht und zusammen mit ihrer Kollegin Angela Meyenburg das Beratungsunternehmen Personallotsen gegründet.

In dem knapp 30-minütigen Gespräch liefert sie ganz interessante Einblicke in die Struktur von Kulturbetrieben. Bemerkenswert ist ihre Feststellung, dass in Kultureinrichtungen die Innovation meistens von den MitarbeiterInnen ausgehe. Viele dieser Ideen würden, so meint sie, aber gar nicht oben ankommen, weil sich die Führungsetage oft vor dem dann unter Umständen größer werdenden Einfluss der MitarbeiterInnen fürchte.

Das Konzept von cultural entrepreneurship sieht sie erst ganz am Anfang. Ob und wenn ja wie sie cultural entrepreneurship von social entrepreneurship unterscheidet, hat sie in diesem Gespräch leider nicht erklärt.

Spannend fand ich den Hinweis von Prof. Faltin, im Hinblick auf die Innovationstätigkeit sei die Renaissance eine der erfolgreichsten Epochen gewesen. Dabei bezog er sich auf das Buch „The Medici Effect: What You Can Learn from Elephants and Epidemics“ von Frans Johansson. Der Autor zeigt darin, dass Heterogenität Kreativität und Innovation begünstigt bzw. fördert. Warum Medici-Effekt?

„Der Name ‚Medici Effekt‘ leitet sich im Übrigen von der Familie der Medici ab, welche damals in Florenz für eben dieses Zusammentreffen von ‚Experten‘ aus verschiedenen Bereichen der Kunst und Wissenschaft gesorgt haben“,

heißt es auf „Trends der Zukunft„, einem Blog, dem ich auch den Hinweis zu verdanken habe, dass das oben genannte Buch als kostenloses eBook zur Verfügung steht.

Aber bevor ich jetzt das ganze Gespräch wiedergebe, schauen Sie es sich doch selbst an.