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Wie „Tribes“ entstehen

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„Tribes“ ist ein Begriff, der sich wörtlich mit „Stamm“ übersetzen lässt. Seth Godin lehnt sich daran an und  versteht darunter

„any group of people, large or small, who are connected to one another, a leader, and an idea“,

wie man in der Kurzbeschreibung zu seinem Buch Tribes: We Need You to Lead Us auf Amazon lesen kann. Auf Seth Godin’s Blog habe ich ein Video gefunden, das sehr anschaulich zeigt, wie solche Tribes entstehen können.

Am Anfang sieht man in dem Video zwei Personen, die zur Musik tanzen. Durch die dritte Person wird daraus, wie Seth Godin schreibt, mehr als ein Nebeneinander tanzen:

„… it’s guy #3 who made it a movement.“

Zwar sei es auch wichtig, dass jemand den Anfang mache, also in diesem Fall Person #1, aber entscheidend sei Person #3, so Godin. Für ihn ist das der Moment, wo aus einer Ansammlung von Menschen eine Gruppe wird.

Diese im Video gezeigte Situation belegt aber auch, wie wenig planbar solche Entwicklungen sind. Wenn wir solche Tribes schaffen wollen, können wir im Endeffekt nur für die Rahmenbedingungen sorgen. Ob daraus etwas wird, liegt  eigentlich nicht in unserer Hand.

Beiträge zum gleichen Thema:

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The Tribes we lead

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Kultureinrichtungen orientieren sich, wenn es um das Fundraising bzw. das Sammeln von Spenden geht, häufig an karitativen Einrichtungen. Wir versuchen, von deren Kampagnen zu lernen, um dann am Ende aber festzustellen, dass ein Theaterprojekt, das noch dringend Geld benötigt, eben kein Waisenhaus ist.

Für Adam Thurman ist deshalb klar:

„Arts organizations make horrible charities. We can’t compete with hospitals, humanitarian efforts, etc. Hell, we shouldn’t even try to compete with them.“

Seine Schlussfolgerung aus dieser Erkenntnis formuliert er in einem Beitrag auf The Mission Paradox Blog:

„For your organization to be strong, you don’t need philanthropy.“

Stattdessen sollten wir auf das setzen, was Seth Godin als Tribes bezeichnet (siehe dazu auch sein Blog) . Wer das Buch nicht lesen möchte, der kann in diesem Video erfahren, was er darunter versteht:

„It’s about leading and connecting people and ideas.“

Die Definition dessen, was er als Tribes bezeichnet, gefällt mir recht gut (die Eigenschaften von Tribal leadership habe ich im Beitrag „“Marketing management is now Tribal leadership” zusammengefasst). Ein solcher Ansatz führt zu einem ganz anderen Verständnis von Kunst. Auch wenn es um deren Finanzierung geht. Wir sammeln nicht für einen guten Zweck Geld ein, sondern Kunst ist dazu da, Menschen und Ideen zu verbinden, um neue Perspektiven zu entwickeln. Das ist etwas völlig anderes. Deshalb ist der Überschrift von Adam Thurmans Blogpost im Hinblick auf die Kunst eigentlich nichts hinzuzufügen: No Charity