Technologieeinsatz im Kulturbereich

Das aktuelle Monatsmagazin (PDF; 2,9MB) des Kulturmanagement Network widmet seinen Schwerpunkt dem Thema Technologie. Ich habe mich in diesem Rahmen mit dem Thema Weblogs beschäftigt und da vor allem mit den Vor- und Nachteilen, die ein Blog mit sich bringt. Wer also vor der Frage steht, einen Versuch zu starten, findet hier unter Umständen ein paar Argumente, um dann die richtige Entscheidung zu treffen.

Ein wichtiges Kriterium ist sicher die Frage nach der Zeit, die man für ein Weblog aufwenden musssoll. Natürlich hängt das davon ab, wofür ich das Weblog einsetzen möchte, also welche Ziele ich damit verfolge. Aber was helfen mir die tollsten Ziele, wenn niemand da ist, der über die entsprechenden Zeitressourcen verfügt?

Um ein ganz konkretes Beispiel zu liefern: Ich selbst wende für dieses Weblog zwischen ein und zwei Stunden täglich auf. Das klingt nach einem großen Zeitaufwand, was auch sicher stimmt. Aber ich möchte das gleich wieder etwas relativieren, denn im Laufe der letzten Wochen und Monate habe ich festgestellt, dass das Betreiben eines Weblogs auch jede Menge Synergieffekte bringt, was zu Zeiteinsparungen an anderer Stelle führt.

So liefert mir mein Weblog immer wieder Bausteine für Artikel oder Seminare. Es ist gleichzeitig auch eine Art Wissensspeicher, denn wenn ich einen interessanten Text finde, dann habe ich den früher immer überflogen und ihn dann irgendwo abgespeichert. Brauchte ich ihn später, musste ich mir in der Regel diesen Text erneut durchlesen, weil ich das meiste nicht mehr im Kopf hatte. Seitdem ich über solche Texte gleich einen Beitrag hier im Blog verfasse, kann ich auf diese “Zusammenfassung” zurückgreifen, was natürlich eine enorme Zeitersparnis bedeutet.

Oder ich werde etwas zu einem bestimmten Thema gefragt. Früher musste ich das relevante Material zusammensuchen und dann per Mail verschicken. Heute kann ich auf mein Weblog verweisen.

Auf diese Weise gewinne ich an anderer Stelle Zeit, die aber – zumindest derzeit – noch nicht an den Aufwand zum Führen des Weblogs heranreicht.

Wer sich eingehender mit dem Thema Weblogs beschäftigen möchte oder gerade vor der Frage steht, ob ein Versuch gewagt werden soll, dem stelle ich meine Erfahrungen und men Wissen gerne in Form einer Beratung zur Verfügung. Ein 4-stündiges Seminar gibt es übrigens auch zu diesem Thema.

Update: Christian Holst hat sich in seinem Blog mit meinem Beitrag im KM-Magazin beschäftigt. Nachdem solche Diskussionen ja eigentlich das Salz in der Suppe sind, weise ich hier explizit auf seinen Beitrag hin. Vielleicht  möchte sich ja wer an der Diskussion beteiligen.


Beitrag veröffentlicht

in

,

von

Schlagwörter:

Kommentare

Eine Antwort zu „Technologieeinsatz im Kulturbereich“

  1. […] Christian Henner-Fehrs hat in dem Letter einen Artikel über Weblogs geschrieben und ein paar Pros und Contras aufgezählt. Ich finde die Pros zum Teil etwas halbherzig, denn einen Blog zu führen, um in den Suchmaschinen besser abzuschneiden oder um sich ein innovatives Image zu verpassen, ist in meinen Augen ein völlig unverhältnismäßiger Aufwand. Meines Erachtens gibt es nur einen einzigen Grund, der den Aufwand rechtfertigt, einen Blog zu führen und das ist das echt gemeinte Bedürfnis, auf gleicher Augenhöhe mit seinen Besuchern und Fans zu kommunizieren. (Im Artikel wird das unter dem Punkt »persönliche Beziehung« angerissen.) Mir ist nicht bekannt, dass das bei Theatern oder Museen bisher irgendwo gelänge. In der Regel ist es auch nicht gewollt und man verfolgt eher den Anspruch, sein Publikum »zu erziehen« und beklagt sich dann beim notwendigen Misslingen dieses Vorhabens über die Ignoranz. Tja, man sieht den Splitter im Auge des anderen, aber nicht den Balken im eigenen. Speichern bei: […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.