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CultureLoad: Beispiel für eine von der EU geförderte Plattform

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Viele Projekte aus dem Kunst- und Kulturbereich werden von der EU im Rahmen des EU-Kulturförderprogramms unterstützt. Auf der Seite der Exekutivagentur kann man nachlesen, welche das sind. Sehr viel schwieriger ist es, Projekte zu finden, die im Kunst- und Kulturbereich angesiedelt sind und Geld aus anderen EU-Fördertöpfen erhalten. Via MoMB bin ich auf die Plattform CultureLoad gestoßen.
„CultureLoad is your online marketplace for all kinds of digital works: MP3 music songs, audiobooks, movies, photos, texts, that are generated and provided by talents between us for everyone. CultureLoad is your culture community too. You can communicate with CultureLoad artists and members“,
heißt es auf der Website. Interessanterweise wird diese Plattform vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Vom Ansatz her dürfte CultureLoad profitorientiert sein, deshalb gibt es die Förderung auch vom Wirtschafts- und Technologieministerium und nicht von einer Kulturbehörde. Im Blog erfährt man, dass die Plattform im Rahmen des „Exist-Gründerstipendiums“ gefördert wird. Dieses Gründerstipendium wird, wenn ich das richtig verstanden habe, aus Bundesmitteln und eben aus ESF-Geldern finanziert (mehr Infos zum ESF gibt es hier). Den beiden Gründern Sao-Weng Cheng und Dominik Heyer bleibt ein relativ kleiner Teil der Umsätze, nämlich zwei Prozent. Der Rest teilt sich so auf: 75% erhalten die KünstlerInnen, 2% betragen die Transaktionskosten und 19% sind für den Fiskus. Sind die Umsätze hoch, können zwei Prozent eine ganz stolze Summe ergeben. Um die zu erzielen, müssen die beiden ihre Plattform aber ordentlich promoten, sonst wird das nichts. Bis jetzt gibt es ein Weblog, aber die Verlinkung nach draußen und die Resonanz hält sich noch in Grenzen. Aber das kann ja noch werden. Das Stipendium läuft laut Infos auf der Website ein Jahr. Da bleibt mir nur, den beiden viel Erfolg zu wünschen.

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