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livekritik: eine Plattform bietet Platz für die Besprechung von Kunst- und Kulturveranstaltungen

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Bereits seit fünf Jahren gibt es mit nachtkritik ein Onlineportal, auf dem ausgewählte AutorInnen Theaterinszenierungen besprechen. Nicht nur die Zugriffszahlen beweisen, dass das Interesse daran groß ist, auch die Zahl der Kommentare kann beachtlich sein, etwa in der Diskussion um das Buch „Kulturinfarkt“. livekritik geht nun einen Schritt weiter, denn, so heißt es in der Presseaussendung, „(d)as neuartige Kommunikationsportal livekritik.de bündelt Besucherrezensionen über kulturelle Veranstaltungen in ganz Deutschland.“ Das heißt, erstens geht es auf livekritik um alle Kunstsparten und zweitens sind es hier die UserInnen, die mit ihren Besprechungen die Plattform mit Leben füllen (sollen). „Wir wollen mit unserer Seite das Forum dafür schaffen, dass zeitgemäß und wertig über Kultur kommuniziert wird und die Kulturbesucher selbst zu Wort kommen“, formuliert Gründer Rod Schmid seinen eigenen Anspruch und hofft nun auf möglichst viele Rezensionen. Natürlich gibt es schon heute jede Menge Empfehlungen im Kunst- und Kulturbereich, sie sind halt nur über das ganze Social Web verstreut. Wir verlassen uns mittlerweile sehr häufig auf solche Empfehlungen und insofern ist die Gründung dieser Plattform ein logischer Schritt. Nun gilt es, möglichst schnell Leben in die Plattform zu bekommen, sprich, rasch möglichst viele Rezensionen anbieten zu können. Das gelingt nur, wenn man die UserInnen dazu bringt, über ihre Erlebnisse in Museum, Theater, Oper oder Konzert zu berichten. Klappt das, wird der Wunsch von Rod Schmid wohl in Erfüllung gehen: „livekritik.de soll die erste Adresse für Kulturinteressierte werden, die detailliert, individuell und kostenlos über Kulturveranstaltungen informiert werden möchten.“
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Treffpunkt KulturManagement am 27. Juni: Musikplattformen im Internet

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Früher war ich ein leidenschaftlicher Sammler von Musik. Ob Schallplatte, Tonband, Kassette oder CD, ich nutzte alle Möglichkeiten, um in den Besitz der Musik zu kommen, die mir gefiel. Und wenn mir etwas gefiel, dann begann die Jagd danach, denn früher gab es kein Internet, wo man jeden Titel dieser Welt über die Eingabemaske der Suchmaschinen in Sekundenschnelle finden kann. Damals musste man, wenn man sich die LP nicht leisten konnte, darauf warten, dass ein Song im Radio gespielt wurde. Ich weiß noch, wie ärgerlich es war, wenn die ModeratorInnen das Lied nicht ausspielten, sondern hineinquatschten. Thomas Gottschalk fürchtete ich in dieser Hinsicht am meisten, kein Song war vor ihm sicher. ;-) Heute habe ich nur noch ein paar Schallplatten und ein Pinterest Board mit Musikvideos, die mir gefallen. Ansonsten setze ich auf Musikplattformen wie 8Tracks, Mixcloud oder Jamendo. Ich muss Musik nicht mehr besitzen, denn sie ist jederzeit verfügbar. Aber welche Musikplattformen gibt es eigentlich und was zeichnet sie jeweils aus? Um diese Frage geht es beim nächsten Treffpunkt KulturManagement, der am 27. Juni von 9:00 bis 10:00 stattfindet, wie immer natürlich online. Das Impulsreferat hält Martin Lücke, Professor für Musikmanagement an der Macromedia Fachhochschule in München. Zusammen mit seinen Studierenden wird er aus einem Seminar heraus verschiedene Plattformen präsentieren, deren Vor- und Nachteile vorstellen und der Frage nachgehen, welche Vor- und Nachteile die KünstlerInnen von dieser neuen Vielfalt im Netz eigentlich haben? Das heißt, es geht um Themen wie Urheberrecht und Bezahlung, aber natürlich auch um das Thema Distribution, eröffnen doch solche Plattformen ganz neue Chancen für den Vertrieb.

Über den Treffpunkt KulturManagement

Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist kostenlos, die Installation einer Software nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch, den 27. Mai, einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein. Wenn Sie sich über die bisherigen Veranstaltungen informieren wollen, können Sie das in unserem Treffpunkt KulturManagement-Wiki tun, dort finden Sie die Aufzeichnungen der bisherigen Online-Veranstaltungen. Der Treffpunkt KulturManagement ist darüber hinaus auch auf Facebook vertreten und wenn Sie schon vorab wissen wollen, wer alles dabei sein wird, dann können Sie im bereits angelegten Event nachsehen und sich auch gleich selbst dort registrieren. Hier noch einmal die wichtigsten Infos: Treffpunkt KulturManagement Termin: 27.06.2012 von 09:00 bis 10:00 Thema: Musikplattformen: die Vielfalt des Musikvertriebs Gast: Prof. Martin Lücke und sein Studententeam Zugang: http://proj.emea.acrobat.com/treffpunktkulturmanagement
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Crowdfunding: sollten die Plattformbetreiber keine Gebühren verlangen?

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© Klaus-Uwe Gerhardt ; Pixelio Über die Crowdfunding-Gruppe auf Facebook bin ich auf ein Blogpost von Dorothée Hahne gestoßen, in dem sie sich mit dem derzeit herrschenden Crowdfunding-Boom beschäftigt.
„Die Idee des Crowdfunding ist, daß gute Ideen freiwillige Unterstützer finden und sich so marktunabhängig und ohne öffentliche Kulturtöpfe finanzieren lassen,“
schreibt Hahne und sieht vor allem für die „vor sich hin darbende freie Kulturszene aus Genies und Wahnsinnigen“ eine Möglichkeit, die eigenen Vorhaben zu finanzieren. Dass das Crowdfunding gerade jetzt bei uns in Mode kommt, erstaunt nicht, schließlich sind die öffentlichen Kassen leer und wirkliche Alternativen fehlen, vor allem für die freie Szene. Aber nicht nur der Kunst- und Kulturbereich springt auf diesen Zug auf, auch die Anbieter von Crowdfunding-Plattformen haben sich in der letzten Zeit vermehrt. Wer auf solchen Plattformen sein Projekt vorfinanzieren möchte, geht eigentlich kein finanzielles Risiko ein, denn erst wenn es gelingt, die angestrebte Summe zusammen zu bekommen, wird eine Provision fällig. Wie hoch die jeweils ist, hat Dorothée Hahne recherchiert und die Ergebnisse dankenswerterweise in ihrem Blogpost zusammengefasst. Diese Provisionen stören sie allerdings und so schließt sie ihren Beitrag mit folgendem Statement:
„Die Ware Kultur ist nicht die wahre Kultur und wo mit Kultur Geld gemacht wird, sollte genau hingesehen werden, wer wie mit wessen Geld umgeht. Ein gesundes Kulturfördersystem wird sich auch finanziell ins Gleichgewicht bringen, aber Kultur die primär als Wirtschaftsfaktor und Geschäftsidee behandelt wird, wird unserer Gesellschaft genau das nehmen, was sie am nötigsten braucht: unabhängige freie Kultur und Bildung als Basis einer freien und mündigen Gesellschaft!“
Ich kann das eigentlich alles unterschreiben, nur würde ich die auf den Plattformen im Erfolgsfall fälligen Provisionen nicht unbedingt als Geschäftemacherei bezeichnen negativ sehen. Bis jetzt macht da niemand wirklich mit der Ware Kunst Geld, warum sonst ist Sellaband vor einiger Zeit nur knapp der Pleite entgangen? Aber abgesehen von der Tatsache, dass man mit so einer Plattform nicht reich wird: ich halte es für durchaus legitim, dass die Plattformen eine Provision erhalten, schließlich geht es einerseits darum, die entsprechende Infrastruktur zu schaffen, damit die Plattform technisch funktioniert und z.B. auch der Geldtransfer problemlos möglich ist. Andererseits müssen sie aber auch dafür sorgen, dass die Plattform entsprechend bekannt wird, da ich sonst mit meinem Projekt alleine auf der Plattform sitze und vergeblich auf Unterstützung warten werde. Hahne kritisiert in ihrem Blogpost die TAZ, die in einem Artikel über Crowdfunding die einzige Plattform ohne Provisionsgebühren unerwähnt gelassen hat. Aber auch sie muss sich natürlich finanzieren und erbittet deshalb Spenden und profitiert von einer Art Quersubventionierung, in dem die Einnahmen aus Beratungsleistungen in den Erhalt der Plattform fließen. Auch diesen Ansatz kann man theoretisch kritisieren und als reine Marketingmaßnahme abtun. Ich persönlich habe mit keinem der beiden Ansätze ein Problem, sondern betrachte solche Plattformen als ein interessantes Finanzierungsinstrument für Projekte im Kunst- und Kulturbereich. Allerdings weiß ich nicht, ob ich dort die Spendenschiene fahren würde. Die in dem TAZ-Artikel angesprochene Musikgruppe Marillion hat ja keine Spenden eingesammelt, sondern sich das Album vorab finanzieren lassen, d.h. die KäuferInnen haben die Kosten für LP/CD noch vor der Produktion gezahlt und nicht erst an der Ladentheke. Und genau so würde ich es auch sehen. Crowdfunding heißt, die InteressentInnen schon sehr frühzeitig zu identifizieren, um Planungssicherheit und die notwendigen finanziellen Mittel zu erhalten. Crowdfunding ist kein einfacher Ersatz für fehlende öffentliche Mittel, sondern ein Erlösmodell, das völlig anders funktioniert und ganz andere Anforderungen an die KünstlerInnen stellt. Vereinfacht gesagt geht es in diesem Fall nicht mehr darum, Förderformulare auszufüllen, sondern sich mit seinen (potenziellen) Zielgruppen zu beschäftigen und sie von der eigenen Arbeit zu überzeugen. Wer glaubt, dass das viel einfacher ist, der irrt. Die Herausforderungen sind vermutlich viel größer, denn die öffentlichen Stellen befassen sich nur selten mit der Qualität der künstlerischen Arbeit. Fans wollen überzeugt werden, bevor sie Geld locker machen.
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Eine Online-Plattform bietet Projektmanagement-Tools zum kostenlosen Download an

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Die meisten Informationen finde ich zwar online, aber manchmal werde ich auch in Zeitungen und Zeitschriften fündig, so in der Wochenendausgabe des Standard. Darin wird auf die von Patrick Fritz und Petra Geist entwickelte Plattform www.hochleistungsorganisation.com verwiesen, auf der jede Menge kostenlose Projekt- und Prozessmanagement-Vorlagen zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen. Solche Mustervorlagen sind vor allem dann besonders hilfreich, wenn man auf die Schnelle einen Plan erstellen muss und jetzt mit dem „Basteln“ beginnen müsste. Ob Projektstruktur-, Meilenstein- oder Kommunikationsplan, ich bin mir sicher, Sie werden auf der Seite fündig. Toller Service, danke an Petra Geist und Patrick Fritz.
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Inhalte auf fremden Plattformen und die Angst vor dem Datenverlust

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In ihrem gestrigen Blogpost „Dein Twitter gehört dir nicht!“ weist Kerstin Hoffmann darauf hin, wie unsicher unsere Präsenz auf den diversen Social Media-Plattformen ist. Ob Twitter, Facebook oder Xing, wer sich nicht an die Regeln hält, ob wissentlich oder unwissentlich, dem kann es passieren, dass sein Profil plötzlich verschwunden ist und mit ihm alle Kontakte und Inhalte, denn, wie Kerstin Hoffmann richtig feststellt: „Dein Twitter gehört Dir nicht!“ Abgesehen davon: wer sich irgendwo ein Profil einrichtet, sollte sich die Regeln zu Gemüte führen, ansonsten handelt er fahrlässig. Bis dahin stimme ich dem, was Kerstin Hoffmann schreibt zu. Dass es deshalb sinnvoller sei, seine Webaktivitäten, z.B. das eigene Blog, über einen eigenen Server laufen zu lassen, sehe ich etwas anders. Zugegeben, wenn eine Firma einen eigenen Webauftritt hat und nun ein Weblog einrichten möchte, wäre es unsinnig, das Blog auf einer webbasierten Plattform wie zum Beispiel WordPress.com aufzusetzen. Wer das firmeneigene Layout auch für das Blog verwenden und seine IT-Aktivitäten bündeln möchte, wird um eine serverbasierte Lösung (z.B. WordPress.org) nicht herumkommen. Aber abgesehen davon sollte man die Sache doch mal ganz nüchtern betrachten.

Webbasiertes versus serverbasiertes Blog

Kerstin Hoffmann führt „suchmaschinentechnische Erwägungen“ als Argument für das „eigene“ (auf dem eigenen Server liegende) Blog an. Mir ist nicht ganz klar, was darunter zu verstehen ist, aber wenn ich mich nicht ganz täusche, dann geht es erstens um Links und zweitens um die entsprechenden „Keywords“, mit denen man von den Suchmaschinen nicht nur gefunden, sondern auch möglichst hoch gerankt wird. Das geht mit einem webbasierten Blog ziemlich gut, wie mein eigenes Pagerank beweist. Imagegründe? Gut, wenn ein Unternehmen eine Website hat und dann irgendwo auf einer „fremden“ Plattform ein Blog aufsetzt, sieht das etwas komisch aus, zugegeben. Auf der anderen Seite ist die Frage, wie man seine eigene CI auf all den Plattformen erhalten kann, eine, die immer mehr an Bedeutung gewinnt, denn unsere Präsenz auf social networks nimmt tagtäglich zu. Wie baue ich z.B. meine CI in einen RSS-Feed ein? Geistiges Eigentum: auch auf WordPress.com sind die Beiträge mein geistiges Eigentum. Auf Plattformen wie Facebook sieht das etwas anders aus, hier sollte man sich überlegen, welchen Content man dort online zur Verfügung stellt. Kerstin Hoffmann stellt in diesem Zusammenhang die Frage, ob man auf „offenen Plattformen größere Mengen eigener Inhalte (.) veröffentliche (soll)“? Ihre Antwort darauf:
„Ich halte es für viel sinnvoller, das ins eigene Blog oder auf die eigene Website zu schreiben und dann über einen Feed in andere Angebote zu ziehen. (Das bringt übrigens auch mehr Verlinkung und hat somit Auswirkungen etwa auf den Google-Rank.) Statt längere Gedankengänge etwa in Google Buzz oder auf der eigenen Facebook-Page direkt auszubreiten – wozu diese Angebot ja regelrecht einladen -, kann man sie ins Blog schreiben und dann  dorthin verlinken.“
Ich mag es eher nicht, wenn ich auf mehreren Kanälen immer wieder den gleichen Hinweis auf ein Blogpost erhalte. Für mich stellt sich dann die Frage, warum ich jemandem auf mehreren Kanälen folgen soll, wenn es eigentlich reicht, beispielsweise das Blog zu lesen? Für mich liegt darin übrigens der Unterschied zwischen der linearen Kommunikation und Cloud Communication (siehe dazu mein gestriges Blogpost).

Backup: online oder offline?

Sicher der interessanteste Punkt ist der Sicherheitsaspekt, der auch in den Kommentaren zu Kerstin Hoffmanns Beitrag eine wichtige Rolle spielt. Die Ansicht, auf dem eigenen Server sei der eigene Inhalt am sichersten, halte ich für eine Mär. In einer Zeit, wo das Cloud Computing immer mehr Verbreitung findet, und das auf Unternehmensebene, wo Sicherheit großgeschrieben wird, bezweifele ich es, dass der eigene Server sicherer ist als der anderer (seriöser) Anbieter. Ich finde es bemerkenswert, dass viele UserInnen der Überzeugung sind, ihren Online-Content zu sichern, indem er auf der eigenen Festplatte abgespeichert wird. Ist nicht vielmehr der eigene PC die Schwachstelle im ganzen System? Als ich vor Jahren damit begann, Backups von meinen Inhalten zu erstellen, legte ich mir dafür eine externe Festplatte zu. Als die kaputt ging (die Daten konnte ich retten), kaufte ich mir zwei, um doppelt gesichert zu sein. Als die erste der beiden Festplatten ihren Geist aufgab, hatte ich endgültig von dieser Form der Datensicherung genug und begann, meine Daten online zu sichern. Derzeit nutze ich Wuala und behaupte, dass meine Daten dort wesentlich sicherer sind als auf mindestens 95% der sogenannten „eigenen“ Server. Was sichere ich? In erster Linie meine Blogbeiträge, ansonsten jede Menge Links. Die finden sich einerseits auf verschiedenen Social Bookmarking-Diensten, andererseits auf Twitter. Die Sorge, dass die dort verwendeten Shortlinks irgendwann mal verschwinden könnten, halte ich für nicht ganz unberechtigt. Ich habe deshalb meinen Twitter-Account mit Mister Wong verknüpft und lasse den Social Bookmarking-Dienst alle per Twitter verschickten Links im Originalzustand sammeln, automatisch. Auf diese Weise muss ich dann nicht meine Tweets sammeln und z.B. in einem Worddokument archivieren. Aber zugegeben: für mich sind auf Twitter nur die Links relevant. Was ich sonst so von mir gebe, gehört für mich in die Kategorie Gespräch und muss nicht unbedingt abgespeichert werden. Für mich bedeutet das: Datensicherheit sehe ich eigentlich eher online als offline gewährleistet. Dabei darf nicht vergessen werden, ich betone das noch einmal, dass die Geschäftsbedingungen mancher Netzwerke nicht besonders nutzerfreundlich sind. Aber es gibt mittlerweile Plattformen und Anbieter, denen ich mehr vertraue als meiner eigenen Festplatte oder dem eigenen Server. Angst vor dem Datenverlust habe ich von daher eher bei den Daten, die auf meinem PC (oder dem Server) liegen. Dies vor allem deshalb, weil dort noch eine weitere Schwachstelle anzutreffen ist: ich selbst. ;-)
Thermometer Sommer
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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte oder: woher kommen eigentlich die Fotos für dieses Blog?

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Dass zu einem (guten) Blogpost auch ein (gutes) Bild gehört, ist eine Binsenwahrheit. Wer sich diese Weisheit zu Herzen nehmen will, steht allerdings relativ schnell vor der Frage, wo man diese Bilder denn findet und – was noch wichtiger ist- wie es einem gelingt, diese Fotos dann auch für das eigene Blog zu nutzen?

Die einfache Copy&Paste-Variante spielt sich natürlich nicht, also muss es andere Wege geben. Vereinfacht gesagt gibt es drei Möglichkeiten: erstens, man fotografiert selbst, was bezüglich der Rechte am einfachsten ist. Oder man kauft bei Fotografen die Rechte für die Nutzung einzelner Bilder, was dank Plattformen wie iStockphoto finanziell durchaus machbar ist.

Bleibt noch eine dritte Möglichkeit, nämlich die Suche auf Plattformen, auf denen FotografInnen ihre Fotos kostenlos zur Verfügung stellen. Auf Pixelio, photoopia oder anderen Plattformen stehen unzählige Bilder zur Verfügung.

Warum bietet jemand seine Fotos kostenlos an? Ist das eine Form der Werbung oder sind das nur Hobbyfotografen, denen es gar nicht ums Geld geht? Fragen wir doch einfach jemanden, der auf solchen Plattformen seine Fotos zur Verfügung stellt.

Gerd Altmann

Gerd Altmann gehört zu den Fotografen, deren Bilder ich immer wieder für mein Weblog verwendet habe, auch das Titelbild ist natürlich von ihm. Ich führe keine eigene Statistik darüber, vermute aber, dass er, was die Zahl der Fotos hier im Blog angeht, die Nummer eins ist. Bevor ich hier meine Fragen loswerde, möchte ich aber die Gelegenheit nutzen und mich zuerst einmal für die Bilder bedanken, die er in großer Zahl online zur Verfügung stellt. Für mich ist das nicht selbstverständlich, schließlich ist Fotografieren mehr als mal schnell auf den Auslöser zu drücken.

Die folgenden Fragen habe ich ihm schriftlich gestellt.

Kulturmanagement Blog: Herr Altmann, ich habe eingangs ja schon geschrieben, dass Sie Ihre Fotos online zur Verfügung stellen und ich als User sie kostenlos für – in diesem Fall – mein Weblog nutzen darf. Warum machen Sie das? Was erwarten Sie sich davon?

Gerd Altmann: Anerkennung, Wertschätzung, Bewunderung, Achtung und Bestätigung sind Auszeichnungen, die mir Lebenskraft und Ausdauer verleihen. In meinem Beruf als Altenpfleger fehlt es leider oft an dem Applaus, den ich jedenfalls für meine tägliche Ego-Stabilität brauche. Meine Altenpflege-Tätigkeit stellt für mich die Basis dar, die finanzielle Einnahmequelle für meinen Lebensunterhalt. Die Wertschätzung und Bewunderung erhalte ich aber eben über meine künstlerische Arbeit, nicht nur als Fotograf/Bildbearbeiter, auch als Autor, Filmemacher und Kabarettist.

Kulturmanagement Blog: Mit diesem Angebot gehören Sie mit zu denen, die ihren Content kostenlos über das Internet anbieten. Fürchten Sie nicht, dass diese Gratismentalität immer mehr um sich greift und die Kreativen dadurch immer weniger Chancen haben, von ihrer Arbeit zu leben?

Gerd Altmann: Warum sollte ich mich davor fürchten? Ich begreife mich selbst als Kreativer, der hier durchaus keine Gratisgaben verteilt. Als Gegenleistung für meine Arbeit will ich konkret die Form der Entlohnung, die ich oben beschrieben habe: Anerkennung, Wertschätzung, Bewunderung, Achtung und Bestätigung. Bleibt diese Vergütung aus, suche ich mir neue Kunden, die bereit sind, diesen Preis zu zahlen.

Außerdem muss ich sagen, wer als professioneller Bildgestalter, Photograf oder Grafiker durch meine bescheidenen Arbeiten Aufträge verliert, der sollte sich doch mal fragen, ob er den richtigen Beruf gewählt hat. Meine Bilder sind hobbymäßig und unprofessionell erzeugte Arbeiten, mehr aus einen Lust- und Launegefühl mal eben schnell gemacht. Es steckt kein wirkliches Können dahinter. Vor dieser naiven Art des Bildermachens braucht sich kein Profi zu fürchten. Und ich denke, das wissen diese Fachleute auch.

Natürlich würde ich auch Geld mit meinen Bildern verdienen wollen, aber leider habe ich nie gelernt, wie man das macht. Ich besitze einfach diese Fähigkeit nicht, aus meinen Talenten Kapital zu schlagen. Kaufmännische Eigenschaften fehlen mir gänzlich, ebenso die Gabe, andere von meiner eigenen Richtigkeit zu überzeugen und für diese überzeugte Richtigkeit zu kassieren.

Kulturmanagement Blog: Zu Ihnen selbst. Wie sind Sie zum Fotografieren gekommen und was fotografieren Sie am liebsten?

Gerd Altmann: Auf der Suche nach leerstehenden Fabrikhallen entdeckte ich die Lust am Fotografieren. Ursprünglich wollte ich in meiner Heimatstadt Büdingen all das bildlich festhalten, was so zu Beginn der 70er Jahre abgerissen wurde: Wellblechhütten, Fabrikhallen, altes Bahnhofsklo, zerbombte Ruinen … eben den ganzen „Flair der alten Zeit“. Damit fing alles an. Leider sind die ganzen schwarzweiß Aufnahmen durch fehlerhafte Selbstentwicklung längst verblasst und unbrauchbar geworden.

Menschen, Gesichter sind meine Lieblingsmotive. Aber leider bin ich meistens zu bequem, zu faul, zu getrieben oder auch zu ängstlich, um meine Mitmenschen nach der Erlaubnis für eine Veröffentlichung zu fragen. Und die meisten meiner Freunde und Bekannten scheuen das objektive Auge einer Kamera. Leider. Weitere Motive sind die, welche Sie als Downloader gebrauchen könnten. Wenn Sie Wünsche bezüglich eines bestimmten Motivs oder einer speziellen Bildaussage haben, dann schreiben Sie mir bitte. Wenn in meinem Fundus etwas vorhanden ist, das in etwa Ihren Vorstellungen entspricht, werde ich diese Bilder bei photoopia einstellen. Aus Zeitgründen kann ich jedoch keine individuellen Sonderanfertigungen machen.

Kulturmanagement Blog: Sie haben vor kurzem die Fotoplattform gewechselt. Gibt es da Kriterien, auf die ich achten muss, wenn ich als Fotograf meine Bilder anbieten möchte?

Gerd Altmann: Ich kann nur für mich sprechen: dort, wo ich mich zuhause fühle, lasse ich mich nieder. Geht dieses Gefühl verloren, ziehe ich weiter.

Kulturmanagement Blog: Ich weiß ja, wo ich Ihre Fotos finden kann, aber vielleicht interessiert sich ja die eine oder andere LeserIn (oder BlogbetreiberIn) auch für Ihre Fotos. Wo findet man Ihre Fotos denn und wofür darf man sie verwenden?

Gerd Altmann: Meine Fotos dürfen lizenzfrei und kostenlos genutzt werden. Sie können nach Herzenslust sowohl kommerziell als auch redaktionell verwendet werden und sie können nach den Bedürfnissen der jeweiligen Downloader verändert werden. Sie können mit diesen Bildern all das machen, was sie schon immer mit Photos, Bilder und Grafiken machen wollten.

Nur eines dürfen Sie nicht: sie dürfen nicht behaupten, dass Sie diese Bilder gemacht haben. Sie können meine Bilder uneingeschränkt nutzen, wenn Sie diese mit dem/den Fotografennamen und der Bezeichnung photoopia kennzeichnen.
Sie finden mich auf pixabay unter dem Nick geralt.

Kulturmanagement Blog: Danke für Ihre Antworten, Herr Altmann und danke auch noch mal für die Fotos, die Sie zur Verfügung stellen.

Boot am Titisee
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
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Selbstvermarktung für KünstlerInnen: nochmal Kickstarter

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Ein auf Pressetext erschienener Artikel über Kickstarter zeigt noch mal, wie solche Plattformen im Kunst- und Kulturbereich eingesetzt werden können. Ich habe Kickstarter ja erst vor ein paar Wochen in einem eigenen Blogpost vorgestellt, bin damals aber eher auf das Prozedere eingegangen. Besonders gut gefällt mir in dem Artikel das Beispiel des Schriftstellers Robin Sloan, der auf der Plattform versucht, Geld für den Druck seiner neuen Detektivstory aufzutreiben. Je mehr Leute das Buch schon vorbestellen, desto besser wird die Druckqualität werden, schreibt er. Das heißt: ich bestelle ein Buch, das noch gar nicht erschienen ist. Angesichts der geringe Chancen, als Schriftsteller eine öffentliche Förderung für den Druck des eigenen Werkes zu erhalten, habe ich hier die Möglichkeit, selbst die Initiative zu ergreifen. Dabei ist aber nicht nur die Qualität meines Buches entscheidend, sondern es kommen noch zwei Dinge hinzu: einerseits muss ich es schaffen, Vertrauen zu meinen potenziellen LeserInnen aufzubauen. Viele SchriftstellerInnen sind davon überzeugt, dass ihr Buch toll ist. Die Herausforderung besteht nun aber darin, andere davon zu überzeugen und sie dazu zu bringen, das Buch zu bestellen. Zweitens geht es darum, die Möglichkeiten des Social Web zu nutzen, damit möglichst viele Menschen von meinem Buch erfahren. Twitter, Facebook oder ein eigenes Blog sind Wege, um auf mich aufmerksam zu machen. So toll solche Ansätze auch sein mögen. Berücksichtigen sollten wir aber, dass erstens nicht jede SchriftstellerIn auch eine gute VerkäuferIn ihrer Werke ist. Das heißt, gute AutorInnen verkaufen nicht automatisch viele Bücher. Und zweitens besteht die Gefahr, dass sich vor allem Mainstream-Werke durchsetzen werden, denn je kleiner die Nische, desto schwieriger wird es sein, die eigene Zielgruppe zu  finden und zu überzeugen. Fakt ist aber: wer Bücher produzieren will, sollte wissen, dass es neben der öffentlichen Förderung auch andere Wege der Finanzierung gibt. Nicht nur im Bereich der Literatur. Update: Auch die New York Times schreibt über Kickstarter: „A Few Dollars at a Time, Patrons Support Artists on the Web
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SoundCloud: Musik im Blog einbinden

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SoundCloud ist eine Musikplattform, deren Ansatz mir sehr gut gefällt und die ich, wenn ich Musik hören möchte, häufig nutze. Die Plattform versteht sich vor allem als Angebot an MusikerInnen, die hier die Möglichkeit haben, zu testen, wie ihre Musik ankommt bzw. ihre Tracks zu promoten.
„SoundCloud is a new online audio platform that lets music professionals receive, send & distribute their music. Primarily SoundCloud provides a efficient and simple way for music professionals to exchange music they are working on in private settings allowing for easy collaboration and communication prior to a public release“,
steht auf der Website. Ok, neu ist sie mittlerweile nicht mehr, aber sie kommt immer besser in die Gänge. Anfangs war es so, dass ich zum Anhören der Tracks immer auf die Plattform gehen musste. Gefiel mir ein Stück, konnte ich es in meine Favoritenliste aufnehmen, aber das war es dann schon. Die Anbindung nach außen fehlte. Seit einigen Monaten kann ich Tracks, die mir gefallen, nicht nur über Twitter teilen, sondern ich habe außerdem die Möglichkeit, sie mit Hilfe einer Applikation in Facebook einzubetten, wo sie von meinen Kontakten direkt in Facebook angehört werden können. Nun hat SoundCloud einen weiteren, wie ich denke, wichtigen Schritt getan. Seit wenigen Tagen lassen sich die Tracks in WordPress-Blogs einbauen. Und zwar in die webbasierte ( so wie dieses hier) als auch in die serverbasierte Version.
Aber ich denke, das ist nicht nur für SoundCloud ein Gewinn, sondern auch für WordPress. Bis jetzt gab es nämlich nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, einen Audioplayer in das Blogsystem einzubauen. Weswegen ich dann häufig einfachheitshalber auf YouTube ausgewichen bin. Nun habe ich eine Alternative dazu, die ich nicht schlecht finde. Mit diesem Track hier haben Sie übrigens die nächsten zwei Stunden ein musikalisches Rahmenprogramm. Gefallen muss es Ihnen halt. ;-)
Spannend finde ich, welche Möglichkeiten der Audioplayer anbietet. Ganz rechts sehen Sie die verschiedenen Optionen. Sie erhalten Infos (wichtig: auch Infos hinsichtlich der weiteren Nutzung, Stichwort Urheber- und Nutzungsrecht), Sie können die Tracks (teilweise) downloaden, Sie haben die Möglichkeit, die Tracks weiter zu empfehlen (via Twitter, Facebook, etc.) und Sie können die Tracks kommentieren. Dazu müssen Sie sich dann allerdings auf SoundCloud angemeldet haben und werden jeweils dorthin geleitet.
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Kickstarter oder: Crowdfunding ist gar nicht so einfach

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Die Idee, die Finanzierung eines Vorhabens nicht von einem einzigen Geldgeber abhängig zu machen ist nicht neu. Mit Hilfe von Crowdfunding-Ansätzen lassen sich Filme, Musikproduktionen oder auch journalistische Beiträge finanzieren. Die Grundidee: viele kleine Beiträge sind leichter zu bekommen als ein einzelner großer. Die Anreize sind dabei ganz unterschiedlich. Manchmal ist man als „Investor“ einfach nur dabei, manchmal partizipiert man an den in Aussicht gestellten finanziellen Erfolgen. Kickstarter Kickstarter gehört auch zu den Plattformen, die diesen Ansatz verfolgen. Wer eine Idee hat und dafür Geld benötigt, stellt sein Vorhaben auf der Plattform vor und gibt an, welchen Betrag er für dessen Realisierung benötigt. Klar ist aber in diesem Fall, die Unterstützer kaufen sich bei den Projekten nicht ein und sind somit keine Investoren im klassischen Sinn. In welcher Form profitieren die Unterstützer aber dann von ihrem „Investment“? Auf der Website heißt es dazu:
„Project creators can offer products, services or other benefits („rewards“) to inspire people to support their project: A hot-air balloon ride to the first person to pledge $300, an invitation to the BBQ for anyone who pledges more than $5, exclusive daily video updates for anyone who pledges more than $1. It’s up to each project creator to sculpt their own offers and there’s lots of cool ways to do it. (Want to see a great example? Google „Josh Freese“).“
Der Hinweis auf Josh Freese hat mich natürlich neugierig gemacht. Google musste ich in diesem Fall aber gar nicht bemühen, ich bin bereits im Kickstarter-Blog fündig geworden. Welche ausgefallenen Gegenleistungen er seinen Unterstützern anbietet, kann man dort in einem Blogpost nachlesen. Gut gelöst ist in meinen Augen der Transaktionsprozess. Die Geldbeträge werden per Kreditkarte überwiesen, wobei man sich Amazon als Partner ins Boot geholt hat. Wirklich abgebucht wird das Geld aber nur dann, wenn im vorgegebenen Zeitraum das finanzielle Ziel erreicht werden konnte. Das heißt, es geht um alles oder nichts. Schaffe ich es, für mein Projekt innerhalb eines klar definierten Zeitraums den benötigten Betrag einzusammeln, erhalte ich das Geld. Gelingt mir das nicht, bekomme ich gar nichts. Die Begründung dafür:
„It’s less risk for everyone this way. If you need $5,000, it can suck to have $2,000 and a bunch of people who expect you to be able to complete a $5,000 project. It allows people to test concepts (or conditionally sell stuff) without risk. If you don’t receive the support you want, you’re not compelled to follow through. It motivates. If you want to see a project come to life, it helps to spread the word.“
Im Unterschied zu anderen Plattformen kommt hier der Zeitfaktor hinzu. Mir gefällt dieser Ansatz, denn dadurch kommt, denke ich, mehr Zug in die Sache. Entweder die Idee kommt an oder sie kommt nicht an. Ende aus! Schaut man sich die Projekte an, dann findet man ein buntes Sammelsurium teilweise schräger Ideen. Auch die Bereiche, in denen die Vorhaben angesiedelt sind, sind höchst unterschiedlich, schließlich wendet sich Kickstarter an „artists, designers, filmmakers, musicians, journalists, inventors, explorers…“. Derzeit kann man sich auf der Plattform nur auf Einladung hin registrieren, ab Ende August steht Kickstarter dann aber allen offen. Ein großer Nachteil: die Transaktionen werden wie gesagt von Amazon abgewickelt und deren Geschäftspolitik schreibt vor, dass derzeit nur Projekte von Personen oder Organisationen gestartet werden können, die Sitz und Bankkonto in den USA haben. Interessant ist, wer die Gründer von Kickstarter sind. Einer von ihnen, Andy Baio, ist Mitgründer von Upcoming.org, einer Seite, die Events auflistet und später an Yahoo verkauft wurde. Marshall Kirkpatrick hat auf ReadWriteWeb einen ganz interessanten Artikel über ihn geschrieben, in dem er die „Three Principles of Social Software Creation From Andy Baio“ beschreibt. Baio betrachtet Plattformen wie Kickstarter nicht einfach nur als eine Seite, auf der man sein Projekt einstellt und dann auf das Geld wartet:
„you can’t just post a request for funds or an events listing up on the web and expect strangers to stumble upon it and give it support. In both cases, these sites provided infrastructure that allowed users to reach out through their own established networks and say ‚here’s where we’re processing your show of support'“,
beschreibt Kirkpatrick den „Mechanismus“ solcher Crowdfunding-Plattformen. Und weiter:
„It’s like social middle-ware, these kinds of services are neither inherently viral nor really destination sites where people come to browse. They add value in ways that people can’t easily produce themselves – RSVP lists, maps, etc in the case of Upcoming or time-delayed money processing in the case of Kickstarter – and thus give users an incentive to reach out and ask friends to visit their pages on the sites.“
Wer jemals auf diese Weise sein Projekt zu finanzieren beabsichtigt, sollte diesen Punkt beachten. In der Regel werden Vorhaben auf eine Plattform gestellt und dann wartet man, dass jemand die Idee toll findet und Geld überweist. Nur ganz so einfach ist das nicht, der Beitrag von Marshall Kirkpatrick zeigt das. Via MoMB
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Forschungsplattform Kulturvermittlung

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Kulturvermittlung-online.de Das Thema Kulturmanagement im weitesten Sinne ist im Internet noch sehr schwach vertreten. Ich kann mich zwar über die diversen Studienangebote informieren, aber eine inhaltliche Auseinandersetzung ist online kaum möglich, weil die meisten Texte nicht online zur Verfügung stehen. So allmählich scheint sich das aber zu ändern. Nachdem in den letzten Wochen und Monaten immer wieder neue Blogs aufgetaucht sind, gibt es seit letzter Woche eine Online-Plattform, die sich dem Thema Kulturvermittlung verschrieben hat.
„Ziel der Website ist die Förderung und Vernetzung von Forschungsaktivitäten im interdisziplinären Feld der Kulturvermittlung. Kulturvermittlung umfasst dabei sowohl Vermittlung der Künste, Kulturelle Bildung wie auch kulturmanageriale und kulturpolitische Strategien, die sich mit dem Wechselverhältnis zwischen Kunst- und Kulturproduktion und –rezeption befassen“,
schreiben die beiden Initiatorinnen der Plattform Prof. Birgit Mandel und Vera Timmerberg vom Institut für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim. Erreicht werden soll dieses Ziel durch die Erfassung von Studien, die auf der Plattform auch online abgerufen werden können. Konkret geht es um die Themenbereiche kulturelle Bildung, Kunstvermittlung, Audience Development, Kulturnutzung und PR/Kulturmarketing. Einige interessante Dokumente sind dort schon zu entdecken, aber ich bin mir sicher, es gibt noch jede Menge Diplomarbeiten, Studien, etc., die irgendwo einsam auf einem Computer vor sich hinschlummern und ganz gut auf diese Plattform passen würden. Deshalb heißt es auf der Website auch: Weitere Beiträge sind willkommen! Mir gefällt die Idee, denn während es im angelsächischen Raum Studien ohne Ende gibt, ähnelt die Suche nach interessanten Arbeiten bei uns eher der nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Und dann geht es noch darum, diese Seite bekannt zu machen. Aber mit Hilfe von Social Bookmarking, Twitter, etc. sollte das kein Problem sein. ;-)