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Sich selbst in einem Kurzinterview präsentieren

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© Ruben Gläser; Pixelio Wie viele Newsletter erhalten Sie so pro Woche? 5? 10? 20? Oder noch mehr? Wahrscheinlich wissen Sie es genau so wenig wie. Mit steigender Zahl weiß man dann ja auch gar nicht, wie man dazu gekommen ist und ob man ihn jemals abonniert hat? Oder ob es sich um so etwas wie Zwangsbeglückung handelt. Der Newsletter von Ann Daly, den ich heute bekommen habe, ist eine der rühmlichen Ausnahmen. Die Beraterin in Sachen Kunst und Kultur gibt darin einen recht guten Tipp, wie man sich selbst besser darstellen kann, zum Beispiel gegenüber den Medien. Sie schlägt nämlich vor, die Presseunterlagen durch ein Kurzinterview zu ergänzen, das nicht länger als eine Seite ist. Vor allem KünstlerInnen empfiehlt sie, auf diese Weise über sich zu informieren. Welches Ziel steckt dahinter?
„The goal is to provide an understanding of what makes you different from other artists and what makes you appealing to your audience“,
schreibt Daly in ihrem Newsletter. Ihr schwebt dabei eine Art Bühne vor, auf der die KünstlerIn von sich erzählt, und zwar möglichst konkret, denn:
„Amidst all the kits that a presenter or journalist go through, yours will stand out because you’re a real person, not just another act.“
Und wie erstellen Sie so ein Interview? Daly schlägt vor, sich von einer Person mündlich interviewen zu lassen, die Ihrer künstlerischen Arbeit positiv gegenüber steht, aber nicht zu viel von Ihnen weiß. So, wie eben zum Beispiel JournalistInnen, die neugierig auf Ihre Geschichten sind. Das Interview bzw. Gespräch kann durchaus chaotisch und unstrukturiert sein, gerade dadurch würde „moments of poetry“ entstehen, schreibt Daly. Danach geht es dann darum, das Interview zu transkribieren und zu verdichten, damit am Ende die wichtigsten Passagen mit den wesentlichen Aussagen übrig bleiben. Ihre fünf abschließenden Tipps:
  1. „Include at least one story. People love stories. And when you tell a story, more of your personality comes through.
  2. Make sure to address questions that you commonly hear from presenters.
  3. Drill down, deeper and deeper. What really makes you different from the competition?
  4. No cliches!
  5. Consider the audience, because the presenter is. Can you give a sense of what the audience will experience?“
Die Idee gefällt mir gut. Das werde ich auch ausprobieren und damit meine „about me“-Seiten ergänzen.

2 Comments Join the Conversation

  1. Schöner Beitrag. – Ich mache das übrigens schon lange so: Fast alle meine Kunden haben in ihrer Pressemappe auch so ein Interview. Auf der Website macht es sich ebenfalls gut. Wenn man die Fragen richtig formuliert, ersetzt es auf viel lesbarere und unterhaltsamere Weise ein FAQ (Frequently Asked Questions – Häufig Gestellte Fragen).

    Übrigens weiß ich aus sicherer Quelle, dass du demnächst in einem anderen Blog sowieso interviewt wirst. ;-) Ich bin überzeugt, das kannst du dann auch für dein „About me“ nehmen.

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  2. Dankeschön :-) So ein Interview hat in der Tat etwas, schließlich liest es sich viel angenehmer wie ein trockener Text.

    Ich habe gerade probehalber mal die Websites einiger Kulturbetriebe angeschaut. Pressebereich: ja; Kurzinterview: nein. Und dann gibt es noch die Kultureinrichtungen, die haben noch nicht mal einen Pressebereich… :-(

    Sichere Quelle: als Journalist muss man dann immer von den „gut informierten Kreisen“ sprechen. :-)

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