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Finanzkrise? Ist doch kein Problem!

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Vor ein paar Tagen habe ich in der ZEIT gelesen, der Kulturbetrieb müsse die Finanzkrise nicht fürchten, denn er sei schon verstaatlicht. Die kulturelle Grundversorgung sei garantiert, also alles bestens. Heute lese ich in der Zeitung „Der Standard“ die Beträge, die der Bund in Österreich im letzten Jahr, also 2007, für die Kunst ausgegeben hat. 226,67 Mio. Euro sind es gewesen, die die Kunst (inkl. Bundestheater) erhalten haben. Ein Jahr zuvor waren es noch 227,02 Mio. Euro. Wenn ich diese Zahlen richtig interpretiere, dann haben wir es hier mit einem Rückgang zu tun, oder? Vor allem die kleinen Kultureinrichtungen hatten nichts zu lachen, denn zwei Drittel des Förderbudgets (etwa 58 Mio. Euro) gingen an die 50 größen Subventionsempfänger, von denen 20 wiederum aus Wien kommen. Angesichts dieser Zahlen stellt Thomas Trenkler sehr treffend fest:
„Das Wort ‚Stagnation‘ ist angesichts der Inflation ein Euphemismus.“
Da kann sie also kommen die Finanzkrise. Sorgen muss man sich keine machen, denn im Kunst- und Kulturbereich ist jedes Jahr Finanzkrise. Und das schon seit vielen Jahren. Kulturbetriebe sind krisenresistent und verfügen über jede Menge Erfahrungswissen. Vielleicht interessiert sich ja jemand dafür? Beratungskosten würden halt anfallen. ;-)

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