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Die Sache mit der Creative Commons-Lizenz

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Ich freue mich, wenn anderen meine Blogbeiträge so gut gefallen, dass sie sie gleich übernehmen wollen. Um es ihnen so leicht wie möglich zu machen, habe ich mein Blog mit einer Creative Commons-Lizenz versehen, unter der jede/r die Blogposts kostenlos nutzen darf, auch zu kommerziellen Zwecken. Ich muss also noch nicht mal gefragt werden, auch wenn der Text bearbeitet und damit verändert wird.

Allerdings gibt es da zwei Einschränkungen, bei denen ich mich schon fast nicht traue, von Einschränkungen zu sprechen. Denn eigentlich ist es ja selbstverständlich, dass man den Namen des Autors erwähnt. Aber ehrlich gesagt, halten sich da auch die meisten daran.

Sehr viel schwieriger ist der zweite Punkt. Die Creative Commons-Lizenz, die ich ausgewählt habe – CC BY-SA 3.0 – verlangt nämlich nicht nur, den Namen zu nennen, sondern das Werk unter den gleichen Bedingungen weiter zu geben. Konkret heißt das: Sie müssen den Text dann auch mit einer CC-Lizenz versehen.

Ich habe gerade wieder mal einen Text von mir auf einem fremden Blog entdeckt. Der Name passt, aber im Impressum heißt es dann:

„Alle Rechte vorbe­hal­ten. Ins­be­sonde­re dürfen Nachdru­ck, Aufn­a­h­me in Online-Die­n­ste und In­te­r­net und Ver­vie­lfält­igung auf Da­ten­träger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorhe­riger schrift­lic­her Zu­st­immu­ng der Rechtei­nha­ber erfo­lgen.“

Sorry, das hat mit der Creative Commons-Lizenz relativ wenig zu tun. Es geht mich nichts an, welches Recht auf anderen Blogs gilt. Aber die von mir übernommenen oder bearbeiteten Beiträge fallen nun mal nicht unter das „normale“ Urheberrecht und müssen deshalb entsprechend gekennzeichnet sein. Im Idealfall sieht das dann so aus:

Autor: Christian Henner-Fehr ǀ Kulturmanagement Blog (CC-Lizenz BY-SA 3.0)

Eigentlich ist das ganz einfach, aber um es Ihnen noch einfacher zu machen, habe ich gerade eine eigene Seite eingerichtet, auf der ich noch mal genau erkläre, was Sie beachten müssen. Und was Sie damit tun dürfen. Direkt unter Kulturmanagement Blog finden Sie meine Seiten aufgelistet, z.B. Über mich, Impressum, etc.. Eine dieser Seiten ist mit „Meine Beiträge nutzen“ überschrieben. Sie finden sie also leicht wieder.

Wenn Ihnen die verschiedenen Kürzel, z.B. BY, wenig bzw. nichts sagen, dann empfehle ich Ihnen außerdem den Beitrag „Creative Commons: Wer kennt die Icons und Abkürzungen [Infografik]?„. Er enthält eine von Martin Mißfeldt erstellte Grafik, in der alle Abkürzungen und Icons erklärt werden.

Falls Sie dazu Fragen haben, freue ich mich über Ihren Kommentar oder eine Mail.

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Creative Commons: Wer kennt die Icons und Abkürzungen [Infografik]?

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Dieses Icon finden Sie ganz unten in der rechten Spalte dieses Blogs. Dass es was mit Creative Commons zu tun hat, werden die meisten wissen. Aber was bedeuten diese einzelnen Symbole jetzt konkret? Was dürfen Sie mit den Inhalten dieses Blogs machen und unter welchen Voraussetzungen dürfen Sie mit den Inhalten etwas machen?

Da es gar nicht so einfach ist, sich die verschiedenen Symbole zu merken, lässt man es dann unter Umständen lieber bleiben und verwendet das Bild oder den Text nicht. Das ist schade, denn wer seine Inhalte mit einer Creative Commons-Lizenz ausstattet, lädt ja ganz bewusst dazu ein, den Content zu nutzen. Aber eben unter bestimmten Bedingungen. Wie die bei den verschiedenen Möglichkeiten einer CC-Lizenz aussehen, hat Martin Mißfeldt in einer Infografik zusammengefasst.

Infografik: Martin Mißfeldt / Bildersuche.org (cc by-sa)

Im dazugehörigen Blogbeitrag „Was ist Creative Commons – und was bedeuten die Kürzel und Icons?“ geht Martin Mißfeldt noch genauer auf das Thema Creative Commons ein, es macht also wenig Sinn, dass ich hier wiederhole, was er bereits dankenswerterweise an Informationen zusammengetragen hat. Seine Infografik beantwortet aber eigentlich die wichtigsten Fragen und zeigt anschaulich, welche Bedingungen mit den einzelnen Lizenzen verbunden sind.

Die Frage, was sich hinter dem Icon oberhalb dieses Beitrags verbirgt, möchte ich aber noch beantworten. Damit erlaube ich Ihnen,

  • „das Werk bzw. den Inhalt zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich zugänglich zu machen,
  • Abwandlungen und Bearbeitungen des Werkes bzw. Inhaltes anzufertigen,
  • das Werk kommerziell zu nutzen.“

Und das unter zwei Bedingungen:

  1. Sie müssen meinen Namen nennen.
  2. Sie dürfen das Werk nur unter gleichen Bedingungen nutzen bzw. weitergeben.

Wenn Sie rechts unten (so Sie den Beitrag im Blog und nicht im RSS-Reader lesen) das Icon anklicken, gelangen Sie auf die Zusammenfassung all dieser Bedingungen. Den Namen zu nennen ist dabei der leichtere Teil der Übung. Viel schwieriger ist es, ihn unter den gleichen Bedingungen  zu veröffentlichen. Auf vielen Websites gilt das Urheberrecht, was bedeutet: Wenn dort ein Text erscheint oder ein Bild veröffentlicht wird, dann gilt dort das normale Urheberrecht und nicht Creative Commons. In so einem Fall müssen Sie explizit darauf hinweisen, dass dieser Beitrag unter einer CC-Lizenz veröffentlicht worden ist und auch von anderen genutzt werden darf.

Zugegeben, man braucht anfangs etwas Zeit, um in die Materie reinzukommen, aber heute möchte ich nicht mehr darauf verzichten. Ein von Martin Mißfeldt kritisierter Aspekt gehört allerdings wirklich noch gelöst: es fehlt die Backlink-Pflicht. In den Lizenzbedingungen zu meinem Blog heißt es zwar: „Sie müssen den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen.“ Aber wo bringen Sie die Bitte, auch auf mein Blog zu verlinken, noch unter? Aber wer mit Creative Commons arbeitet, weiß, welchen Wert so ein Backlink hat und setzt ihn einfach. Auch wenn das nirgends steht. ;-)

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Cologne Commons: Kopieren erwünscht

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© Christopher Pattberg

MusikerInnen haben es nicht leicht, mit ihrer künstlerischen Tätigkeit Geld zu verdienen. Zwar gibt es das Urheberrecht, das ihnen eigentlich zu ihrem „Recht“ verhelfen sollte. Doch leider scheint es nicht mehr ganz zeitgemäß zu sein, was Tim Renner auf Carta dazu bewegt hat, einen Beitrag mit dem Titel „Denkt Euch ein neues Urheberrecht!“ zu veröffentlichen.

Eine Alternative ist für viele die Idee der Creative-Commons-Lizenz und genau darum dreht sich alles bei der Cologne Commons, die sich im Untertitel als „Konferenz und Festival für freie Musikkultur“ bezeichnet und am 12./13. Juni 2009 in Köln stattfinden wird.

„Die Cologne Commons (…) versteht sich als Plattform für freie Musik, Musik-Labels und Künstler – und das in zweierlei Hinsicht: Tagsüber vermitteln Fachspezialisten in Workshops und Panels Wissen und diskutieren über die Zukunft der Kulturindustrie. Abends präsentieren sich auf den Konzerten junge, engagierte und im Internet erfolgreiche Musiker“,

heißt es in der Presseaussendung. Schon die Website bietet eine Vielzahl an Informationen zum Thema, es lohnt sich also, nicht nur bei der Konferenz bzw. dem Musikfestival vorbeizuschauen, sondern auch einen Blick auf die Homepage zu werfen.

Via Arbeit2.0

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Creative Commons und FairShare: eine hilfreiche Kombination

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Für mein Blog nutze ich schon länger die Creative Commons Lizenz. Bis gestern Abend durfte man die Inhalte nur für nichtkommerzielle Zwecke verwenden, nun habe ich beschlossen, dass die Inhalte auch kommerziell genutzt werden dürfen. Unter welchen Bedingungen, erfahren Sie, wenn Sie den Button anklicken, der die rechte Spalte neben dem Text hier abschließt (oder auch hier).

Ich bin davon überzeugt, dass das Prinzip des Teilens uns weiter bringt als die Dinge unter Verschluss zu halten. Damit verbunden ist aber nicht die Aufforderung, sich einfach der Inhalte anderer zu bemächtigen und für Geschäftsmodelle einzusetzen, in denen das Wort teilen dann nicht mehr vorkommt. Deshalb heißt es auch in der Lizenz, dass die Inhalte nur unter den gleichen Lizenzbedingungen verwendet werden dürfen. Hier Inhalte aus dem Blog zu kopieren und sie dann als Content in ein kostenpflichtiges Portal zu stellen, widerspricht meinem Verständnis.

Die Grundidee beschreibt dieses Video sehr schön, das ich auf den Seiten von „Technology in the Arts“ entdeckt habe.

Im gleichen Artikel habe ich auch den Hinweis auf FairShare entdeckt, ein Tool, das sehr hilfreich ist, um herauszufinden, ob die eigenen Inhalte auch wirklich den Lizenzbedingungen entsprechend verwendet werden. Ich könnte jetzt statt herausfinden auch kontrollieren schreiben, denn letzten Endes geht es genau um diesen Punkt. Würden wir uns aufeinander verlassen können, wären solche Instrumente eigentlich unnötig. Aber zurück zur Realität:

„FairShare is a free online application that allows you to track the usage of your creative commons licensed intellectual property, making it possible for people all around the world to reuse content while still attributing it back to the original creator“,

heißt es auf „Technology for the Arts“. Verwenden kann man FairShare derzeit für Textinhalte, die per RSS abonnierbar sind. Fotos und Videos sollen folgen.

Ich habe mich dort im ersten Schritt angemeldet, dann die Feed-Adresse meines Blogs eingegeben und im dritten Schritt die CC-Lizenz ausgewählt. Nun erhält man eine Feed-Adresse, die man in seinen RSS-Reader eingibt und wird dann auf diesem Weg verständigt, wenn jemand die eigenen Inhalte nutzt. Das sieht dann ungefähr so aus (mit einem eigenen Beispiel kann ich noch nicht aufwarten):

Den Nutzen fasst der Blogbeitrag auf „Technology for the Arts“ so zusammen:

„that (tool) will allow anyone who is concerned about how their intellectual property is being used to track and influence how that content is being shared.“

Jetzt bin ich gepannt, ob sich das Tool bewährt. Und ob und in welcher Form meine Inhalte verwendet werden.