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Die digitale Zukunft hat bereits begonnen

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© A. Dreher; Pixelio Wenn ich gestern geschrieben habe, dass Relevanz zum Schlüsselfaktor in der digitalen Welt wird, um überhaupt wahrgenommen  zu werden, dann stellt sich natürlich die Frage, ob es nicht entscheidender ist, in der realen Welt wahrgenommen zu werden? Kultureinrichtungen sehen das wohl so, denn in Sachen Werbung setzen sie nach wie vor auf Plakate, Flyer und ähnliche Dinge, während sie auf die Online-Werbung fast ganz verzichten, wie Axel Kopp in seinem Blogpost „Online-Werbung: eine ehrliche und wirkungsvolle Sache“ festgestellt hat. Dass das ein Fehler ist, beweist die folgende Präsentation „Next Generation Media“ vom Januar diesen Jahres:
Die Folien zeigen, die digitale Zukunft hat bereits begonnen. So wurden etwa am ersten Weihnachtstag weitweit 6,8 Mio. Smartphones in Betrieb genommen und in der letzten Woche des vergangenen Jahres 1,2 Mrd. Apps runtergeladen. Auf YouTube zählte man 2011 eine Mrd.Billion Views und immer mehr Unternehmen kommunizieren direkt mit ihren Fans in den auf Google+ angebotenen Hangouts. Für die vielen Millionen UserInnen, die digital erreicht werden können, gilt es entsprechende Inhalte zu entwickeln, damit Kunst und Kultur relevant bleiben beziehungsweise es wieder werden.
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Wie soll die Deutsche Digitale Bibliothek aussehen?

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Zwar hat es etwas länger als geplant gedauert, aber so langsam kommt Europeana, die europäische digitale Bibliothek, in die Gänge. Der Zugang ist nicht nur direkt möglich, sondern soll auch über nationale Zugangsportale erfolgen. Wie das deutsche Portal aussehen könnte, versucht eine Studie der Deutschen Nationalbibliothek herauszufinden. Das Ziel der Studie ist es, heißt es in einer Email, die ich bekommen habe,
„die Vorstellungen, Erwartungen und Wünsche der zukünftigen Nutzer einer Deutschen Digitalen Bibliothek zu erfassen“.
Geplant ist, die
„Kulturbestände aus Museen, Bibliotheken, Archiven und Mediatheken digital zugänglich (zu) machen und (zu) vernetzen“.
Das ist in meinen Augen keine schlechte Idee und daher komme ich der Bitte, den Link zur Studie hier im Blog zu veröffentlichen, gerne nach. Gut gefällt mir, dass auch das Thema Social Media in den Fragen auftaucht. Wenn es gelingen würde, um diese digitale Bibliothek herum ein Social Network aufzubauen, dann könnte das ein echter Renner werden. Wer daran interessiert ist, sollte sich ca. 10 bis 15 Minuten Zeit nehmen und die Fragen beantworten. Einen Kritikpunkt im Fragenkatalog gibt es: anscheinend ist es nur vorgesehen, dass jemand mit Wohnsitz in Deutschland an der Umfrage teilnimmt, denn ich kann beim Wohnort nur zwischen den verschiedenen deutschen Bundesländern wählen. Das widerspricht nun doch dem europäischen Grundgedanken und in der digitalen Welt sollte es doch gerade darum gehen, diese Grenzen zu überwinden. Man kann die Frage zwar einfach auslassen, aber vielleicht lässt sich das ja noch ändern?
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Europeana: die europäische Bibliothek im Internet

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© delater; Pixelio Die Europäische Kommission plant eine europäische digitale Bibliothek. Europeana wird, so heißt es in einer Presseaussendung,
„die kulturelle Vielfalt Europas in Büchern, Musik, Bildern, Fotos und Filmen für alle Bürger über ein einziges Online-Portal per Mausklick zugänglich machen.“
Ganz so einfach scheint das aber nicht zu sein, denn von den 2,5 Mrd. Büchern, die in Europas Bibliotheken lagern, ist nur ein Prozent bereits digitalisiert. Um hier voranzukommen, bedarf es zum einen einer ziemlich großen Summe an Geld und zweitens entsprechenden Standards, was die Digitalisierung betrifft. Spannend und sinnvoll ist das Projekt aber allemal, schließlich haben wir so die Möglichkeit, sehr viel einfacher die verschiedenen europäischen Kulturen zu erfahren und zu verstehen. Bereits im November öffnen sich die virtuellen Pforten der Bibliothek, heißt es auf der Website. Ich freu mich darauf.