All Posts Tagged ‘nutzungsrecht

Post

Abmahnung wegen eines kleinen Vorschaubildes auf Facebook

17 comments


© Gerd Altmann ; Pixelio

Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis es passiert. Nun berichtet das Blog der Rechtsanwaltskanzlei Weiß & Partner von einer Abmahnung,

„in der einem Facebook- Nutzer vorgeworfen wird, durch die Funktion „Link teilen“ Urheberrechte in Bezug auf das bei Facebook angezeigte Miniaturbild zu verletzen“.

Das heißt konkret, wer ein Blogpost, einen Artikel oder sonstige Inhalte auf Facebook teilen möchte, muss sich sicher sein, dass er das darf. Zum Beispiel, wenn es sich bei dem verlinkten Artikel um den eigenen handelt, den man mit eigens dafür produzierten Bildern ausgestattet hat. Ansonsten drohen erhebliche Kosten, im genannten Beispiel geht es um knapp 1.750 Euro, eine recht hohe Summe für ein so kleines Bild wie etwa das hier:

Nachdem es ein Bild von mir gewesen ist, droht keine Gefahr. Aber in allen anderen Fällen ist große Vorsicht geboten. Rechtsanwalt Thomas Schwenke rät in seinem Beitrag „Nun ist es soweit: Abmahnung wegen Vorschaubildern bei Facebooks Teilen-Funktion“ dazu, im Zweifelsfall das Häkchen bei „kein Miniaturbild“ zu setzen und ganz auf ein Vorschaubild zu verzichten.

Das muss gar nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn vor einiger Zeit schrieb Markus Sekulla in t3n einen sehr interessanten Beitrag, in dem er Tipps gab, wie man die Reichweite der eigenen Postings auf Facebook steigern kann. Den Absatz „Plain Text hilft ungemein“ fand ich besonders spannend, denn darin empfiehlt er, nicht nur auf das Miniaturbild zu verzichten, sondern darauf zu achten, dass der Link gar nicht ausgeklappt wird. Das heißt in der Praxis: den Beitrag nicht mehr direkt verlinken, sondern mit Hilfe eines URL-Shortener (z.B. bit.ly) einen Kurzlink generieren und den dann in das Posting einbauen.

Ich habe diesen Tipp gleich auf der Facebookseite der stARTconference ausprobiert und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Zugriffszahlen liegen um etwa 20 bis 30% über den Werten von Postings mit Bildern. Außerdem lässt sich so auch noch herausfinden, wie oft der Link angeklickt worden ist. So kann man dieser eigentlich völlig unbefriedigenden Situation doch auch etwas Gutes abgewinnen. :-)

Post

Die Sache mit der Creative Commons-Lizenz

7 comments

Ich freue mich, wenn anderen meine Blogbeiträge so gut gefallen, dass sie sie gleich übernehmen wollen. Um es ihnen so leicht wie möglich zu machen, habe ich mein Blog mit einer Creative Commons-Lizenz versehen, unter der jede/r die Blogposts kostenlos nutzen darf, auch zu kommerziellen Zwecken. Ich muss also noch nicht mal gefragt werden, auch wenn der Text bearbeitet und damit verändert wird.

Allerdings gibt es da zwei Einschränkungen, bei denen ich mich schon fast nicht traue, von Einschränkungen zu sprechen. Denn eigentlich ist es ja selbstverständlich, dass man den Namen des Autors erwähnt. Aber ehrlich gesagt, halten sich da auch die meisten daran.

Sehr viel schwieriger ist der zweite Punkt. Die Creative Commons-Lizenz, die ich ausgewählt habe – CC BY-SA 3.0 – verlangt nämlich nicht nur, den Namen zu nennen, sondern das Werk unter den gleichen Bedingungen weiter zu geben. Konkret heißt das: Sie müssen den Text dann auch mit einer CC-Lizenz versehen.

Ich habe gerade wieder mal einen Text von mir auf einem fremden Blog entdeckt. Der Name passt, aber im Impressum heißt es dann:

„Alle Rechte vorbe­hal­ten. Ins­be­sonde­re dürfen Nachdru­ck, Aufn­a­h­me in Online-Die­n­ste und In­te­r­net und Ver­vie­lfält­igung auf Da­ten­träger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorhe­riger schrift­lic­her Zu­st­immu­ng der Rechtei­nha­ber erfo­lgen.“

Sorry, das hat mit der Creative Commons-Lizenz relativ wenig zu tun. Es geht mich nichts an, welches Recht auf anderen Blogs gilt. Aber die von mir übernommenen oder bearbeiteten Beiträge fallen nun mal nicht unter das „normale“ Urheberrecht und müssen deshalb entsprechend gekennzeichnet sein. Im Idealfall sieht das dann so aus:

Autor: Christian Henner-Fehr ǀ Kulturmanagement Blog (CC-Lizenz BY-SA 3.0)

Eigentlich ist das ganz einfach, aber um es Ihnen noch einfacher zu machen, habe ich gerade eine eigene Seite eingerichtet, auf der ich noch mal genau erkläre, was Sie beachten müssen. Und was Sie damit tun dürfen. Direkt unter Kulturmanagement Blog finden Sie meine Seiten aufgelistet, z.B. Über mich, Impressum, etc.. Eine dieser Seiten ist mit „Meine Beiträge nutzen“ überschrieben. Sie finden sie also leicht wieder.

Wenn Ihnen die verschiedenen Kürzel, z.B. BY, wenig bzw. nichts sagen, dann empfehle ich Ihnen außerdem den Beitrag „Creative Commons: Wer kennt die Icons und Abkürzungen [Infografik]?„. Er enthält eine von Martin Mißfeldt erstellte Grafik, in der alle Abkürzungen und Icons erklärt werden.

Falls Sie dazu Fragen haben, freue ich mich über Ihren Kommentar oder eine Mail.

Post

Eine Infografik zeigt, was Sie bei der Nutzung von Bildern beachten müssen

2 comments


© iwona golczyk ; Pixelio

Wir alle wissen mittlerweile, dass es sinnvoll ist, Textbeiträge mit dazu passenden Bildern oder Grafiken zu ergänzen. Die Frage ist nur: woher nehme ich diese Bilder, vor allem dann, wenn ich über nur ein geringes Budget verfüge oder gar kein Geld ausgeben möchte? Ich zähle mich nicht unbedingt zu der Riege der Fotokünstler, die die passenden Bilder selbst produzieren. Und mir ist klar, dass das copy & paste-Verfahren, das sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, nicht der geeignete Weg ist, um an gute Bilder zu kommen.

Ich selbst nutze in der Regel Pixelio oder Flickr und bin damit bis jetzt recht gut gefahren. Diese Fotoplattformen haben den Vorteil, dass ich dort neben der großen Auswahl auch klare Regeln vorfinde und so die Gefahr eines Rechtsbruches relativ gering ist. Aber nicht jeder ist mit einer Plattform zufrieden und so sind viele ständig auf der Suche nach gutem Fotomaterial. Es geht also erstens darum, die passenden Plattformen zu finden und dann darauf zu achten, nicht gegen die dortigen Regeln zu verstoßen.

Martin Mißfeld hat sich dankenswerterweise die Mühe gemacht, in einer Infografik die wichtigsten Plattformen für lizenzfreie Bilder aufzulisten und außerdem aufzuzeigen, welche Regeln dort jeweils zu beachten sind. Außerdem erklärt er darin noch einmal den wichtigen Unterschied zwischen Urheber- und Nutzungsrecht.

Wenn Sie also demnächst wieder mal auf der Suche nach dem passenden Bild sind und nicht wissen, wo Sie suchen sollen, finden Sie die wichtigsten Plattformen für lizenzfreie Bilder in Martin Mißfelds Beitrag aufgelistet und können sich einen schnellen Überblick darüber verschaffen, welche Regeln einzuhalten sind.