All Posts Tagged ‘online-tool

Post

brutalismus-digi-walk oder ein virtueller Kunstspaziergang

4 comments

Der Brutalismus steht für einen Architekturstil, der in den 1950er Jahren aufkam und die folgenden Jahre prägte. Er zeichnete sich vor allem durch die Verwendung von „Sichtbeton, der Betonung der Konstruktion und skulpturaler Ausarbeitung und Gliederung der Gebäude“ aus, wie man im Wikipedia-Artikel nachlesen kann. Wer mehr über diese heute eher verpönte Art des Bauens wissen  möchte, kann sich  im Architekturzentrum Wien die noch bis zum 6. August laufende Ausstellung „SOS Brutalismus“ anschauen. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit. Am Freitag, den 1. Juni, also übermorgen, laden Anne Aschenbrenner, Anke von Heyl und David Röthler zu einer Art virtueller Kunstspaziergang ein.

Dabei besuchen sie zwei Bauwerke des Brutalismus, die sich in unterschiedlichen Städten befinden. Es sind die Wotruba-Kirche in Wien und die Kirche der Katholischen Hochschulgemeinde – Johannes XXIII. in Köln. Anne Aschenbrenner, Digital-Chefin der Wochenzeitung „Die Furche“ lässt sich dabei von Diakon Hubert Kaindl begleiten, die Kunsthistorikerin Anke von Heyl unterhält sich mit Hochschulpfarrer Klaus Thranberend. Im Netz können Sie gleichzeitig beide Bauwerke besichtigen und mit den ExpertInnen live vergleichen: Warum sind die beiden Kirchen so ähnlich? Wo finden sich Unterschiede? Und warum hat man in den 1960ern Kirchen so “brutal” gebaut?

Virtueller Kunstspaziergang: Wie lassen sich Kunst und Kultur im digitalen Raum vermitteln?

Im Anschluss an den Spaziergang lädt David Röthler zur Diskussion ein und beschäftigt sich unter anderem mit diesen Fragen: Wie kann Kunst und Kultur im digitalen Raum vermittelt werden? Ist Live-Vermittlung eine Option und was wollen digitale TeilnehmerInnen sehen oder erleben?

Treffpunkt ist am Freitag, 1. Juni um 15.30 Uhr im virtuellen Raum – ein Link ist Ihre Eintrittskarte! ;-)
-> https://zoom.us/j/8640451927

Über diesen können Sie ab Freitag 15.30 Uhr in die Veranstaltung einsteigen und über das Netz direkt in beide Kirchen in beiden Städten gleichzeitig sein. Alternativ wird der brutalismus-digi-walk auch live auf der Facebookseite der Furche gestreamt.

Zu guter Letzt wird diese Form der digitalen Vermittlung auch Thema beim stARTcamp Wien am 15. Juni sein. Anne Aschenbrenner und David Röthler werden über das Experiment berichten und gleichzeitig mit Ihnen diskutieren, welches Potenzial diese Form der Vermittlung für den Kunst- und Kulturbereich hat.

Update:

Wer gestern nicht dabei sein konnte, findet hier die Aufzeichnung. Oder besser gesagt, drei Versionen des gestrigen virtuellen Kunstspaziergangs. Denn es ging bei diesem Kunstspaziergang ja auch darum zu zeigen, welches Potenzial in diesem Format steckt.

Der brutalismus-digi-walk wurde gestern mit Hilfe von Zoom übertragen. Der Stream lässt sich gleichzeitig als Facebook-Livestream übertragen. Die Aufzeichnung sehen Sie aktuell zum Beispiel auf der Facebookseite der Furche. Außerdem können Sie die Aufzeichnung auch auf YouTube hochladen und das in zwei verschiedenen Versionen. In der ersten Version sieht man im Kachelformat alle Userinnen und User, die gestern live dabei und ihre Webcam eingeschaltet haben:

Und hier die zweite Version, in der man immer nur die sieht, die gerade sprechen. Für den virtuellen Kunstspaziergang ist das die interessantere Version:

Foto von rishon-lezion auf Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Post

tasqade: ein Online-Tool für das Projektmanagement

5 comments

tasqade nennt sich eine Softwarelösung für Projektarbeit, die ich vor ein paar Tagen bei Stefan Hagen entdeckt habe. Er hat sich als Projektmanagement-Experte das Tool angeschaut und dabei einen ganz positiven Eindruck gewonnen. Deshalb und weil mich einer der Mitgründer  von tasqade, Stephan Eyl, via Email kontaktiert hat, habe ich mir das Tool nun auch angeschaut.

Projektmanagement-Software gibt es jede Menge, aber entweder sind sie für die eigenen Projekte zu groß geraten. Oder sie decken nur einen Teil der Dinge ab, die einem wichtig sind. Hier spielt natürlich die Größe der eigenen Projekte eine wichtige Rolle. Wer tagtäglich mehrere Großprojekte zu betreuen und zu bearbeiten hat, wird wahrscheinlich schon lange seine Software gefunden haben. Diejenigen, die sich im Kleinprojektbereich bewegen, nutzen oft noch Stift und Papier, weil ihnen der Aufwand zu groß ist.

Aber so ganz ohne diese Tools möchte man dann doch nicht arbeiten und so versucht man es immer wieder mit Tools, die nur Teilbereiche eines Projektes abdecken, z.B. die Planung eines Vorhabens. Oder einfach nur die Auflistung von Aufgaben. Diese Tools sind meist recht praktisch, da klein und selbsterklärend, aber man kann sie halt nur für bestimmte Teilbereiche nutzen und dann ist Schluss. Nun müsste man mit seinen Ergebnissen zum nächsten Tool weiterwandern. Was aber natürlich nicht passiert, weil das viel zu umständlich wäre.

Unter solchen Rahmenbedingungen ist tasqade vielleicht eine interessante Lösung. Vor einem Jahr haben sich Stephan Eyl, Nicolas Graf von Kanitz und Sebastian Jung in Berlin zusammen getan und unter dem Label tasqade eine Softwarelösung für Projektmanagement und Teamarbeit entwickelt, die, so mein erster Eindruck, ohne großen Firlefanz auskommt und sich vor allem dann lohnen dürfte, wenn es um kleine oder mittlere Projekte geht. Im Grunde genommen muss es auch gar kein Projekt sein, das Tool lässt sich auch als einfache Aufgabenliste verwenden, die darüber hinaus die Möglichkeit bietet, Aufgaben zu delegieren.

Um es kurz zu machen: nach 15 Minuten hatte ich mein erstes Projekt angelegt und ein paar Aufgaben eingegeben. Positiv fällt auf, dass sich Aufgaben sehr leicht mteinander verknüpfen lassen. Ähnlich leicht scheint es auch zu sein, die Aufgaben an das Projektteam zu verteilen, allerdings habe ich das jetzt mangels Projektteam nicht gleich ausprobieren können. Geplant ist zudem die Möglichkeit, einzelne Aufgaben mit Dokumenten zu verknüpfen, was sicher ganz sinnvoll ist und einem die lästige Sucherei nach dem richtigen Dokument erspart.

Besonders wertvoll ist für mich aber die Kommentarfunktion, die ich mangels Gesprächspartner jetzt ebenfalls nicht ausprobieren konnte. Ich bin oft in Situationen, in denen eine Mail zu viel und ein Chat zu wenig ist. Da ist die Möglichkeit, Dinge kommentieren zu können, genau richtig.

Aber am besten ist es, Sie probieren die Software einfach selbst aus. Stephan Eyl hat mir einen Aktionscode geschickt, der Ihnen die Möglichkeit gibt, tasqade drei Monate lang zu testen. Auf der Startseite finden Sie einen Button „Kostenlos ausprobieren“, den Sie anklicken. Anschließend füllen Sie ein Formular aus und geben unter Punkt drei den Aktionscode „kulturmanagement-blog“ ein, wodurch sich die Testphase von 30 Tagen auf drei Monate erhöht.

Erwähnt werden sollte zum Schluss, dass tasqade nach Ablauf der drei Monate etwas kostet. Arbeiten Sie nur in einem oder mehreren Projekten mit, dann zahlen Sie nichts dafür. Initiieren bzw. planen Sie selbst Projekte, dann kostet das Tool 15 Euro pro Monat. Wer nur so nebenbei Projekte managt, dem werden die 180 Euro pro Jahr unter Umständen zu teuer sein. Verfügen Sie über ein Budget, dann müssen Sie für sich die Frage beantworten, ob der Nutzen höher ist als die entsprechende Ausgabe. Mal sehen, zu welcher Antwort ich nach den drei Monaten gelange.

Post

Mit dem PDF-Format arbeiten

Leave a reply

Eigentlich lese ich ja sehr gerne Texte online. Eine Herausforderung ist es aber, zumindest für mich, wenn ich ein PDF vor mir habe und mir bestimmte Stellen markieren bzw. den Text mit Anmerkungen versehen möchte. Während das in jedem normalen Textverarbeitungsprogramm kein Problem ist und sich dank Diigo auch Webseiten bearbeiten lassen, hatte ich bis jetzt mit dem PDF-Format so meine Probleme. Herauskopieren und dann in einem anderen Format weiterarbeiten, ist, denke ich, auch nicht wirklich die Lösung.

Eine Lösung verspricht aber Marqed zu sein, eine kleine Webapplikation, die das Bearbeiten von PDF-Dateien ermöglicht. Nach der Registrierung lädt man die gewünschte PDF-Datei auf den Marqed-Server und findet den Text unter <My Documents>. Nachdem man ihn geöffnet hat, lassen sich einerseits Textstellen markieren, andererseits auch Anmerkungen und Lesezeichen an den Seitenrändern anbringen. In der Praxis sieht das dann so aus:

Neben der kostenlosen Basisversion gibt es auch eine Premiumvariante, bei der man beliebig viele und beliebig große Dateien hochladen kann. Bis jetzt habe ich aber noch nicht herausgefunden, wo da genau die Grenze liegt. Was ich aber weiß, ist der Preis für die Premiumversion, der bei 50USD pro Jahr liegt. Was mir noch fehlt, ist die Möglichkeit, gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten. Aber vielleicht habe ich das auch nur übersehen. Oder dieses Feature kommt noch.

Wenn Sie sich einen Überblick über die Möglichkeiten dieses Tools verschaffen wollen, hier ist die Zusammenfassung im Video:

Post

Twiangulate: ein interessantes Analysetool für Twitter

4 comments

Die Frage, wem man auf Twitter folgen soll und wem nicht, beschäftigt vermutlich (fast) alle, die dort mehr oder weniger aktiv sind. Hängt man sich an bekannte Twitterer ran und schaut, wem diese folgen oder sucht man sich unter den vor einiger Zeit von Twitter eingeführten Listen thematisch passende heraus und versucht herauszufinden, wer einen interessieren könnte und wer nicht.

Nachdem die Nutzerzahlen auf Twitter in den letzten Monaten relativ stark zugenommen haben, kann es Ihnen passieren, dass Sie sich für Twitterer interessieren, die mehr als 1.000, vielleicht sogar 2.000 anderen Twitter-Nutzern folgen. Eine solche Liste zu durchforsten, um herauszufinden, wer für einen selbst interessant sein könnte, ist mühsam.

Gestern bin ich auf ein Tool gestoßen, das hier recht wertvolle Hilfe leistet. Gut, wer wem folgt, das lässt sich mittlerweile mit Hilfe verschiedener Tools mehr oder weniger komfortabel herausfinden. Einen Schritt weiter geht Twiangulate, ein Online-Tool, das es mir erlaubt, verschiedene Accounts gemeinsam auszuwerten und zu analysieren.

Identifizieren lassen sich sowohl die gemeinsamen Follower als auch Freunde von bis zu drei verschiedenen Accounts. Das heißt, Sie haben die Möglichkeit, die gemeinsame Schnittmenge von drei verschiedenen Twitterern herauszufiltern.

Nehmen wir mal an, ich bin ein Museum, das sich am Standort Wien befindet und sich inhaltlich mit der k.u.k. Monarchie beschäftigt und nun mit dem Twittern beginnen möchte. Im ersten Schritt versuche ich herauszufinden, ob es Museen gibt, die sich mit ähnlichen Inhalten beschäftigen. Dank der „Follow a Museum“-Liste kann ich mir schnell einen Überblick über die entsprechenden Museen verschaffen. In anderen Bereichen ist das zugegeben nicht so ganz einfach, da würde mehr Zeit für die Recherche draufgehen. Dank der Museumsliste finde ich aber z.B. in Wien drei Institutionen, die mich in diesem Zusammenhang interessieren, weil sie eben auch twittern: das Hofmobiliendepot Möbel Museum, das Sisi-Museum in Wien und Schloss Schönbrunn. Mit Hilfe von Twiangulate kann ich nun herausfinden, wem die drei gemeinsam folgen bzw. wer allen drei Einrichtungen folgt. Diese UserInnen könnten, da ich mich als Museum mit ähnlichen Dingen wie die anderen drei Einrichtungen beschäftige, natürlich auch für mich interessant sein.

Das Ergebnis: 46 UserInnen folgen allen drei Einrichtungen, weitere 53 folgen jeweils nur zwei Einrichtungen, d.h. ich hätte 99 potenzielle Follower für mein Museum gefunden. Interessant sind aber auch die gemeinsamen Freunde, also Twitterer, die für alle drei Einrichtungen so relevant sind, dass sie ihnen alle drei folgen. Die scheint es eher nicht zu geben, denn das Ergebnis fällt mager aus. Nur drei Twitteruser sind für alle drei Einrichtungen so interessant, dass sie ihnen folgen. Daraus lässt sich schließen, dass die drei Einrichtungen eher nicht sehr aktiv twittern, was seine Bestätigung durch die Tatsache erfährt, dass keines der Betriebe mehr als zehn Twitterern folgt.

Schaut man sich drei große Museen in den USA an, z.B. das Museum of Modern Art, das Guggenheim Museum und das J. Paul Getty Museum, dann sind dort zwar die Followerzahlen wesentlich höher (zwischen 33.000 und 93.000), aber die Zahl der Follower, die allen drei Museen folgt, liegt bei lediglich 122. Vermutlich könnten die Museen noch wesentlich mehr Follower gewinnen, wenn sie sich aktiv darum kümmern würden. Lediglich das J. Paul Getty Museum scheint sich hier zu engagieren, da es mehr als 22.000 Twitter-Usern folgt (bei 35.000 Friends), während die anderen beiden Häuser nicht über 2.000 Friends kommen.

Um einflussreiche Twitterer zu entdecken, bietet Twiangulate außerdem die Möglichkeit der Auflistung an, d.h. ich kann herausfinden, welche Follower jeweils ihrerseits die höchsten Followerzahlen haben. Bei Twitteraccounts mit weniger als 11.000 Followern bekomme ich aber auch das andere Ende des Rankings aufgelistet, also diejenigen mit den niedrigsten Followerzahlen.

Und noch etwas kann das Tool: Sie können sich die verschiedenen Listen auf Twitter visualisieren lassen und erhalten einen Überblick über den Vernetzungsgrad innerhalb dieser Liste. Das sieht dann beispielsweise so aus  (wenn Sie die Grafik anklicken, erhalten Sie ein größeres Format):

Sie sehen, dass hier der Vernetzungsgrad noch nicht besonders hoch ist und haben nun die Möglichkeit, das – zumindest für Ihren eigenen Account – zu ändern.

Fazit: Twiangulate ist kein Tool, um automatisiert möglichst schnell zu möglichst vielen Followern zu kommen, sondern unterstützt Sie dabei, sehr zielgerichtet diejenigen zu identifizieren, die sich für Sie und Ihre Inhalte interessieren könnten. Aber auch darüber entscheidet dann letzten Endes die Qualität Ihrer Tweets.

Post

Gantter: ein kostenloses PM-Tool

10 comments

Online-Tools für den Bereich Projektmanagement gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Und abhängig von den eigenen Erwartungen und Ansprüchen sind sie mal mehr, mal weniger für die eigene Arbeit geeignet.

Gantter gehört zu den Angeboten, die vor allem für den Einstieg geeignet sind. Das Tool ist leicht zu bedienen und man findet sich rasch zurecht. Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht erforderlich. Wenn Sie auf die Startseite gehen, können Sie dort sofort mit der Planung beginnen.

Am Ende können Sie sich Ihren Projektplan abspeichern oder auch als PDF runterladen.Eine Online-Zusammenarbeit ist allerdings nicht möglich, was in meinen Augen ein Nachteil ist. Aber um ohne großen Aufwand schnell einen Projektplan zu erstellen (inkl. Zeit- und Ressourcenplan), ist dieses kostenlose Tool bestens geeignet.