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Das neue Marketingdreieck

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Die Marketingagentur eROI hat in den USA eine Umfrage durchgeführt, welchen Stellenwert Email, Social Networks und das mobile Web im Hinblick auf die Marketingaktivitäten der Unternehmen besitzen. Die Ergebnisse dieser Befragung, die hier auch zum Download zur Verfügung steht, hat Dan Martell auf dem Flowtown Blog grafisch aufbereitet (die Grafik steht dort in Originalgröße zur Verfügung, bitte Grafik anklicken): Zwar handelt es sich hier um Zahlen aus den USA, wie Stefan Pfeiffer, dem ich diese Entdeckung zu verdanken habe, richtigerweise anmerkt, aber wir haben es hier in Europa wohl mit einer ähnlichen Entwicklung zu tun. Erstaunt war ich, dass bereits zwei Drittel der befragten Unternehmen eine mobile Version ihrer Website anbieten. Auf die Frage „Does your company offer mobile versions of your websites and/or landing pages?“ antworteten laut der Grafik 67,6% mit Ja. In der Studie selbst habe ich aber diese Tabelle gefunden (Seite 4):

Ich denke, hier ist bei der Erstellung der Grafik ein Fehler passiert, denn sonst wäre das ein in meinen Augen schon sehr ungewöhnliches Ergebnis und wir müssten uns im Hinblick auf die Schwerpunktthemen der stARTconference die Frage stellen, ob wir mit dem mobilen Web nicht viel zu spät dran sind. ;-)

Fragt man nach den Zielen, die mit Hilfe von Social Media erreicht werden, dann geht es in erster Linie darum, die eigene Marke bekannter zu machen. Vor diesem Hintergrund ist es dann auch nachvollziehbar, dass der Erfolg dieser Aktivitäten vor allem quantitativ gemessen wird. Primär zielen die Aktivitäten darauf ab, möglichst viele Fans bzw. Follower zu gewinnen (Facebook und Twitter sind die derzeit beliebtesten Social Networks) und die dann dazu zu bringen, die Unternehmenswebsite zu besuchen. Social Media sind für Marketingaktivitäten ein interessantes Betätigungsfeld, denn entsprechend der Grafik sind 75% der mit einem Internetzugang versehenen Haushalte auch in den Social Networks aktiv. Zwar ist es schwierig, hier Vergleiche anzustellen, aber wie die ARD/ZDF-Onlinestudie zeigt, ist ein Großteil der deutschen Internetnutzer dort auch anzutreffen. Auffallend ist die Verzahnung von Email- und Social Media-Marketingaktivitäten:
„Nearly two-thirds of marketers responded that they are integrating social media with their email marketing efforts and 59.1% are integrating ‚Share With Your Network‘ links. When respondents who weren’t integrating social media into their email campaigns were asked why, they cited lack of resources and knowledge ( 35.2% and 21.4%, respectively)— the same reasons given for not using mobile.“
Interessante Verbindungen, die bei (zukünftigen) Marketingaktivitäten zu berücksichtigen sind, denn nicht nur die Verknüpfung Email – Social Media ist von Bedeutung, wichtig ist auch die Tatsache, dass immer mehr Menschen über ihre mobilen Devices auf ihre Social Networks zugreifen. Womit sich dann der Kreis (beziehungsweise das Dreieck) schließt.
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Wer informiert sich online über Kulturveranstaltungen? Eine Umfrage liefert aufschlussreiche Ergebnisse

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© Tina; Pixelio Wenn Sie glauben, dass die Zeiten, in denen sich die Menschen via Radio über Kultur informieren, schon lange vorbei sind, dann täuschen Sie sich. Eine vom Online KulturKalender freikarte.at durchgeführten Umfrage zeigt, dass sich die BesucherInnen des Online-Veranstaltungskalenders keineswegs nur auf das Internet verlassen. 18 Prozent nützen neben der Plattform noch das Radio und 29 Prozent werfen auch einen Blick in die Zeitung, um mehr über Kunst und Kultur zu erfahren. Daraus kann man schlussfolgern, dass auch weiterhin über die traditionellen Medienkanäle kommuniziert werden muss. Überraschend ist für mich, wer den Online-Veranstaltungskalender eigentlich nutzt. Wahrscheinlich vermuten viele, dass sich so vor allem junge Menschen erreichen lassen. Auch das ist falsch, denn
„Die freikarte.at Community ist zum Großteil weiblich (fast 70%),  ‚im besten Alter‘ (85% über 30 Jahre bzw. 44% über 50 Jahre alt), und sehr gebildet (ca. 90% Matura-Niveau)“,
heißt es in der Presseaussendung. Da ist es dann auch verständlich, dass nur eine kleine Minderheit ihre Tickets online kauft:
„Fast die Hälfte der Befragten hat noch nie im Internet Karten gekauft. Bei einer vertieften Befragung gaben 20% der Umfrage-TeilnehmerInnen an, ihre Karten am liebsten beim Veranstalter direkt zu kaufen.“
Wenn Sie mehr über die Ergebnisse der Umfrage wissen wollen, hier finden Sie die Umfrageergebnisse.
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Journalisten und Web2.0: keine Lust

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Keine Lust © Kersten Schröder; Pixelio Wie kommen eigentlich Journalisten zu ihren Informationen? Wer das weiß, hat den Vorteil, dass er sich, wenn er Journalisten erreichen möchte, an deren Vorlieben orientieren kann. Nur wie recherchieren Journalisten denn?  Welche Kanäle nutzen sie? Von den österreichischen Journalisten wissen wir es nun. Die Agentur Babnik Communications hat nämlich österreichweit 900 Journalisten zu ihrem Online-Verhalten befragt. Dieses Ergebnis ist nicht überraschend:
„94% der 170 Journalisten, die den Fragebogen ausgefüllt haben, nutzen regelmäßig Suchmaschinen und Websites“,
heißt es in der Presseaussendung. Auch auf Wikipedia setzen viele, genauer gesagt 50%. Gar nicht mehr angesagt sind hingegen Presseaussendungen in Papierform. Wer Journalisten erreichen möchte, dem empfiehlt Geschäftsführerin Elisabeth Babnik einerseits einen gut strukturierten Pressebereich auf der eigenen Website, andererseits aussagekräftige Betreffzeilen in den Presseaussendungen und natürlich leicht zugängliches Bildmaterial. Vor allem letzteres kann ich bestätigen. Immer weniger Artikel erscheinen ohne dazu passende Fotos. Wer da für entsprechendes Material sorgt, hat schon mal Pluspunkte gesammelt. Vorausgesetzt die Journalisten kommen an die Fotos ran. Langwierige Anmeldeprozeduren sind da eher hinderlich, mit einem passwortgeschützten Zugang vergraulen Sie auch den letzten Journalisten. Ja und wie sieht er aus, der Pressebereich?
„Wünschenswert sind Pressebereiche, die mit einem Klick erreicht werden können und klar aufgebaut sind. Aktuelle als auch ältere Meldungen müssen chronologisch abrufbar sein, Fotos von Vorständen, Produkten, aber auch nicht-werbliche Sujetbilder zum Unternehmen sollten auf der Presseseite in Druckqualität zum Download angeboten werden“,
so die weiteren Ergebnisse der Befragung. Nachdem 94% der antwortenden Journalisten die Unternehmenswebsite als Informationsquelle angeben, sollten Unternehmen (und Kultureinrichtungen) ihr auch die entsprechende Aufmerksamkeit schenken. Eher selten sind Journalisten im Social Web zu finden. Der Wert von Blogs, Social Communities oder auch YouTube wird als gering eingeschätzt.  Ich möchte das jetzt nicht pauschal bewerten, aber ich informiere mich in den für mich interessanten Themenbereichen großteils auch mit Hilfe von Weblogs. Deren Geringschätzung ist, denke ich, nicht mehr zeitgemäß. Aber gut, wenn man sie im Social Web nicht erreicht, dann muss man halt bei der Email bleiben. Worauf Sie hier achten sollten:
„Für 88% ist hier ein aussagekräftiger Betreff wichtig, um das E-Mail im meist überfüllten Posteingang überhaupt wahrzunehmen, gefolgt von der Bekanntheit des Absenders (68%) und dem Namen des Unternehmens in der Betreffzeile (45%)“,
ergab die Befragung. Was aber ganz wichtig ist: Für Journalisten spielt es keine große Rolle, ob sie direkt angeschrieben werden oder ob die Aussendung sie über das OTS-Portal erreicht. Das heißt, Sie müssen sich gar nicht so sehr auf einzelne Personen konzentrieren, sondern kommunizieren über das Presseportal (wobei eine Aussendung dort mit Kosten verbunden ist). Wenn Sie wissen wollen, welche Chancen Sie haben, mit Ihrer Aussendung in den Medien zu landen bzw. wie Sie es am geschicktesten anstellen, dann werfen Sie doch einen Blick in die – allerdings schon zwei Jahre alte – Medienresonanz-Analyse zu APA-OTS-Aussendungen (siehe dazu auch mein Blogpost „Welche Resonanz hat eine Presseaussendung?„).
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Wie soll die Deutsche Digitale Bibliothek aussehen?

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Zwar hat es etwas länger als geplant gedauert, aber so langsam kommt Europeana, die europäische digitale Bibliothek, in die Gänge. Der Zugang ist nicht nur direkt möglich, sondern soll auch über nationale Zugangsportale erfolgen. Wie das deutsche Portal aussehen könnte, versucht eine Studie der Deutschen Nationalbibliothek herauszufinden. Das Ziel der Studie ist es, heißt es in einer Email, die ich bekommen habe,
„die Vorstellungen, Erwartungen und Wünsche der zukünftigen Nutzer einer Deutschen Digitalen Bibliothek zu erfassen“.
Geplant ist, die
„Kulturbestände aus Museen, Bibliotheken, Archiven und Mediatheken digital zugänglich (zu) machen und (zu) vernetzen“.
Das ist in meinen Augen keine schlechte Idee und daher komme ich der Bitte, den Link zur Studie hier im Blog zu veröffentlichen, gerne nach. Gut gefällt mir, dass auch das Thema Social Media in den Fragen auftaucht. Wenn es gelingen würde, um diese digitale Bibliothek herum ein Social Network aufzubauen, dann könnte das ein echter Renner werden. Wer daran interessiert ist, sollte sich ca. 10 bis 15 Minuten Zeit nehmen und die Fragen beantworten. Einen Kritikpunkt im Fragenkatalog gibt es: anscheinend ist es nur vorgesehen, dass jemand mit Wohnsitz in Deutschland an der Umfrage teilnimmt, denn ich kann beim Wohnort nur zwischen den verschiedenen deutschen Bundesländern wählen. Das widerspricht nun doch dem europäischen Grundgedanken und in der digitalen Welt sollte es doch gerade darum gehen, diese Grenzen zu überwinden. Man kann die Frage zwar einfach auslassen, aber vielleicht lässt sich das ja noch ändern?
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Neues Umfragetool: nur ein kleiner Test

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Verzeihung, wenn ich Sie hier mit so einer blöden Frage behellige, aber ich musste jetzt einfach das neue Tool, das WordPress mir hier anbietet, ausprobieren. Das Tool scheint ziemlich flexibel zu sein und bietet außerdem fast zwanzig verschiedene Layouts. Als ich das hier gesehen habe, konnte ich nicht widerstehen. Und die richtige Frage zum Layout ist mir auch gleich eingefallen. :-)
Und damit das Ausfüllen leichter fällt, hier noch die passende Musik dazu. Viel Spaß!