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Wie gründe ich eine Community?

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Michele Martin berichtet auf ihrem „The Bamboo Project Blog“ von ihren Erfahrungen, die sie beim Aufbau einer Community in den ersten drei Wochen gemacht hat. Als Plattform verwendet sie Ning, wo man die Möglichkeit hat, kostenlos eigene Communities einzurichten.

Nachdem ich mich immer wieder mit dem Aufbau von Communities beschäftige, sind die Überlegungen und Hinweise in ihrem Beitrag eine wahre Fundgrube für mich.

Martin schreibt, dass es leichter ist, eine Community zu starten, wenn sich aus irgendwelchen anderen Gründen bereits eine Gruppe gebildet hat. Das heißt, die Gruppenmitglieder haben schon eine Gemeinsamkeit, nämlich ein Anliegen, das ihnen allen am Herzen liegt. In diesem Fall ist nicht die Gründung der Community das Ziel, sondern die Community dient nur dazu, das Ziel zu erreichen.

Weiter berichtet sie davon, wie schwierig es ist, einerseits den Rahmen für Gespräche zu schaffen und andererseits die Rolle des „Showmasters“ zu übernehmen, der die Leute bei Laune und damit bei der Stange hält. Damit ist die Frage verbunden, ob ich der Community quasi voranstehe und so vor allem bilaterale Kontakte aufbaue. Oder ob es mir gelingt, eine multilaterale Netzwerkstruktur zu schaffen, die meiner Führungsrolle dann gar nicht mehr bedarf.

Interessant auch ihre Erfahrung, dass es nicht reicht, darauf zu warten, bis die Mitglieder der Community die Plattform besuchen, sondern sie aktiv (per Email) immer wieder einzuladen. Ich denke, daran scheitern viele Communities, weil deren GründerInnen zwar unter Umständen eine Vielzahl an Anreizen (z.B. in Form von Content) schaffen, aber sich nicht aktiv darum kümmern, die Mitglieder der Community darauf hinzuweisen. Sich zurückzulehnen und beleidigt zu sein, dass sich niemand für die Inhalte interessiert, führt nicht nur zu großem Frust, sondern wahrscheinlich auch zum baldigen Ende der Community.

Michele Martin hat außerdem herausgefunden, dass eine Community nicht wie eine Party funktioniert: man lädt die Leute ein. Die kommen und fangen dann an, sich zu unterhalten. In einer Community muss sich jemand darum kümmern, dass die Gespräche in Gang kommen. Martin hat in ihrer Community einen Rahmen geschaffen und damit Vorgaben geliefert, an denen sich die anderen orientieren können.

Wow, so viele wertvolle Hinweise!

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