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Kulturmanagement-Ausbildung: Wie entscheide ich mich?

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Welches Angebot ist für mich das beste? Vor dieser Frage stehen wohl viele, wenn sie sich für Kulturmanagement interessieren und eine Ausbildung anpeilen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie das bei mir war, alledings hatte ich den Vorteil, dass das Angebot noch sehr überschaubar war. Heute schaut die Sache doch wesentlich komplizierter aus. Dabei ist es nicht nur angesichts der Vielzahl von Angeboten schwierig, den Überblick zu bekommen, sondern auch zu erkennen, welche inhaltliche Ausrichtung die verschiedenen Studien- und Lehrgänge haben. Ich habe mir vorgenommen, diesen „Markt“ mal genauer anzuschauen und das mit Hilfe der Kriterien, die bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen (könnten). Die Frage ist nun, welche Faktoren sind dabei wichtig? Meiner Meinung nach geht es vor allem um folgende Punkte:
  • Inhalte: Welche Lerninhalte, welche „Fächer“ werden angeboten? Wie groß sind die Wahlmöglichkeiten?
  • Kosten: Was kostet die Ausbildung? Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten?
  • Vortragende: Welche DozentInnen erwarten mich? Handelt es sich um bekannte Persönlichkeiten aus der Kulturmanagement-„Szene“ oder sind die Vortragenden völlig unbekannt?
  • Reputation: Welchen Ruf hat der Lehrgang bzw. die Universität? Ist es für den Berufseinstieg hilfreich, die Ausbildung an einer bestimmten Universität gemacht zu haben? Welche Rolle spielt das Image der Stadt, in der ich studieren möchte?
Das scheinen mir die wichtigsten Punkte zu sein. Habe ich etwas vergessen? Wenn ja, Kommentar genügt. Anhand dieses „Rasters“ möchte ich dann gerne verschiedene Angebote hier im Blog vorstellen. Natürlich werde ich nicht den gesamten Markt betrachten können, aber die wichtigsten Ausbildungsangebote werden schon dabei sein. Auch die Form muss ich mir noch überlegen. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, einen Fragebogen zu verwenden?

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  1. Nein, habe ich noch nicht, vielen Dank. Ein objektives Uni-Ranking wird dabei aber nicht rauskommen, nur um die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Da reichen meine Kapazitäten leider nicht aus. :-(

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  2. Hallo,
    ich beschäftige mich auch intensiv mit dem Thema Ausbildung etc, da ich gerade dabei bin meine eigene Website/Blog aufzubauen.
    Ich bin im Endspurt meiner Ausbildung, daher ist für mich das Thema Abschluss und vor allem – welchen man BENÖTIGT sehr wichtig. Da es ja von Zertifikaten über staatliche Abschlüsse bis Bachelor und Master alles gibt sollte das denke ich auch beachtet werden!
    Liebe Grüsse

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  3. Kathrin, ich hoffe, wir erfahren davon, wenn das Blog online geht. Leider gibt es im Bereich Kulturmanagement noch nicht sehr viele, dabei verträgt der Bereich noch einige Blogs und einiges an Diskussionen.

    Das Thema Abschluss ist in der Tat ein sehr wichtiges. Welchen man benötigt, hängt aber hauptsächlich davon ab, wo man seine Zukunft als KulturmanagerIn sieht. Vielleicht kann man das so sagen: je hierarchischer die Struktur ist, in der man arbeiten möchte, desto wichtiger ist der Abschluss.

    Mich z.B. fragt als Selbständigen niemand mehr nach dem Abschluss. Da geht es eher um Referenzen.

    Ein weiterer Punkt: Wenn ich bereits einen Studienabschluss habe, egal in welchem Fach, dann hat der Abschluss für mich persönlich nicht mehr die Relevanz. Ein Magisterabschluss (in Österreich sehr viel wichtiger als in Deutschland oder der Schweiz ;-) ) reicht mir persönlich, mit einem zweiten muss ich mich nicht unbedingt schmücken. Es sei denn, mein potenzieller Arbeitgeber legt Wert darauf. Aber dann sind wir wieder bei dem Punkt, den ich oben angesprochen habe.

    Viel Glück beim Endspurt, sowohl in der Ausbildung als auch beim Blog.

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  4. Hallo,

    zur Zeit bin ich stark am Überlegen wie es für mich nach dem Abitur weiter gehen soll und bin letztendlich doch zu dem Entschluss gekommen, dass ich Kulturmanagerin werden möchte, weil es mich am meisten anspricht und ich mich dort am besten einbringen kann.
    Doch nun steht die Frage bevor wo ich denn mein Studium machen soll und deshalb finde ich die Idee ganz toll, dass du so ein Raster erstellen möchtest. Leider habe ich keine Tipps oder weitere Quellen. Ich wollte nur nachfragen, ob du denn schon den Blog fertig hast. Ich denke, das wäre mir eine große Hilfe!

    Viele liebe Grüße und ein Lob dafür, dass du dir damit so viel Mühe gibst.
    maria

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  5. Ja, mit der Struktur bin ich fast fertig. Kurz gesagt, werde ich die einzelnen Studiengänge bzw. Institute nach dem oben vorgestellten Raster vorstellen. Den Punkt Reputation decke ich wohl am besten durch Kommentare derer ab, die dort studieren bzw. studiert haben. Meine eigene Meinung dazu abzugeben erschiene mir etwas arrogant und anmaßend. Dann kam von Kathrin die Anregung, Infos über die Abschlüsse hineinzunehmen.

    Was noch dazu kommen könnte, ist die Zahl der StudentInnen, habe ich mir überlegt. Ist das ein Kriterium?

    Danach gibt es dann noch ein Interview mit dem Lehrgangsleiter bzw. Institutsvorstand, das auch standisiert sein wird. Und das ist es dann.

    Die ersten Beiträge werde ich Ende November/Anfang Dezember veröffentlichen. Und dann muss ich mal sehen, welches Tempo ich mit den einzelnen Beiträgen schaffe.

    Geht sich das für Dich aus oder musst Du schon morgen wissen, wo Du studierst? :-)

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  6. Nein nein, das ist super so ;-) Ich habe ja noch Zeit, aber ich freue mich schon richtig auf diesen Blog, da er wirklich aufschlussreich zu werden scheint.

    Die Zahl der Studierenden wäre schon interessant, doch ist nicht unbedingt notwendig. Ich denke nämlich, wenn man ein gutes und passendes Angebot für die Ausbildung gefunden hat, sollte das dann kaum noch eine Rolle spielen.

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  7. Pingback: Kulturmanagement-Ausbildung: Was ist wichtig? « Das Kulturmanagement Blog

  8. Hallo,

    wir haben in der Schule das Fach Projektmanagment.
    Momentan machen wir mit unserer Gruppe eine Recherche über die wichtigsten Kriterien bei einem Ausbildungsplatz.
    Was tut die Schüler dazu veranlassen bzw. was „lockt“ die Schüler in ein Ausbildungsbetrieb an?

    Könnten sie uns vielleicht ein paar Kriterien nennen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Yuliya Eschler

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    • Ehrlich gesagt bin ich vermutlich nicht der richtige, um diese Frage zu beantworten. Ich kann das höchstens in bezug auf meine Person beantworten, aber ich weiß, auch wenn es schon recht lange zurück liegt, immer noch ganz genau, warum ich mich für mein Studium entschieden habe.

      Meine Entscheidung habe ich einem meiner Deutschlehrer zu verdanken, der mich für das Theater begeistert hat, weshalb ich schon Jahre davor ganz genau wusste, dass ich Theaterwissenschaft studieren möchte. Ich habe auch nie ein anderes Fach in Erwägung gezogen.

      Bei mir waren es die Inhalte dieses Faches und nicht die Frage, ob mir da am Ende irgendein gut dotierter Arbeitsplatz winkt. Damals waren die Aussichten auf einen Job noch sehr viel besser als heute und der Druck viel geringer. Ich habe zwar oft gehört, dass man mit so einem Studium eine sehr unsichere Zukunft in Kauf nimmt, aber ich habe gemacht, was mir Spaß macht. Und das würde ich heute auch noch allen empfehlen. :-)

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