Post Format

The World’s Biggest Shortest Film

4 comments
The 1 Second Film ist… ja was ist das eigentlich? Ein Film, ein Kunstprojekt, ein Fundraising Projekt, ein Beispiel für „collaborative art-making“ oder ein „Micro Video Blogging Project“, wie es Beth Kanter nennt, auf deren Blog ich dieses Projekt entdeckt habe? Wahrscheinlich stimmt alles. Worum geht es in dem Projekt? Das Mission Statement liefert Aufschluss:
„Our goal is to create a series of innovative non-profit art-projects that unite the world via collaborative art-making, while also addressing various social issues. Starting with the shortest film ever made (The 1 Second Film), our 5 Phase Plan is designed to gradually scale up, culminating with the creation of the largest collaborative work of art ever attempted (The 11,111 Second Film). The overarching goal is to inspre millions of people to work together while providing a unique platform for addressing critical social issues.“
Spätestens wenn man den 5 Phasen Plan betrachtet, erkennt man, dass es sich um ein ziemlich ambitioniertes Vorhaben handelt. Und mit mehr als fünf Jahren Laufzeit auch ein langfristiges. Das Konzept baut darauf auf, dass möglichst viele Menschen das Projekt mit einem Dollar unterstützen und sich aktiv am Projekt beteiligen. Wie das funktioniert, erklärt das folgende Video:
Für mich ist der 1 Second Film ein Beispiel dafür, das es heute nicht mehr sinnvoll ist, alleine im stillen Kämmerchen vor sich hin zu werkeln, sondern Netzwerke zu bilden, in denen Kunst und Kultur ein wesentlicher Bestandteil sind. Das Ziel, das mit diesem Projekt erreicht werden soll, ist nicht unbescheiden: die Welt verändern. Bescheiden dafür die Anfänge:
„This project started with one student, a zero dollar budget, and a dream. It has since grown $1 and 1 person at a time.“
Aus dem „zero dollar budget“ sind mittlerweile fast 250.000 Dollar geworden. Und es werden mehr werden, denn hier zeigt sich, was man mit den Tools, die das Web2.0 uns bietet, alles machen kann. Am faszinierendsten ist für mich die Form der Zusammenarbeit, die es wirklich jedem Menschen erlaubt, sich an dem Projekt zu beteiligen. „Micro-Collaboration“ nennen die Macher von 1 Second Film das:
„Micro-collaboration basically allows lots of people to work together in many small ways. Whether it’s helping to paint one-frame of animation, donating $1 to help finance the film, submitting content for our documentary, or telling a friend about this project- every little bit helps make a difference. Collectively, thousands of small contributions are helping to create a film that is much larger than one individual could create alone.“
Mal abgesehen davon, dass ich mich an dem Projekt beteiligen werde (und wenn es nur der eine Dollar ist), stecken für mich in diesem Projekt sehr viele Ideen, die ich auch für meine eigene Arbeit nutzen kann bzw. nutzen möchte.

4 Comments Join the Conversation

  1. sehr guter input!
    aber (sorry, dass muss sein;): ich behaupte, dass es jeweils von tausenden von solchen ideen jeweils eine an die oberfläche spült. und: hier lebt scheinbar eine ganze crew das eine projekt. wer soll denn im cabaret voltaire das tagesgeschäft abwickeln? und: alleine schon eine attraktive website zu bauen ist nicht ohne (zumindest als offizielle institution; da arbeitet schnell mal niemand mehr gratis für). für uns ist es im moment (scheinbar noch;) einfacher, fünfstellige unterstützungsbeiträge zu erhalten (das liegt jedoch v.a. am namen und am genius loci).
    aber eben: solche inputs spornen enorm an, und zeigen auf, dass alles/vieles möglich ist :)

    Reply

  2. Stimmt, es gibt wahrscheinlich neben dem einen, das an die Oberfläche gespült wird, tausend andere, die es nie an die Oberfläche schaffen. Aber alle starten (hoffentlich) mit der Überzeugung, dass sie es schaffen.

    Auch in dem beschriebenen Projekt hat es mehrere Jahre gedauert, bis daraus das geworden ist, was es heute ist. Und auch heute steht es, gemessen an den Zielen, noch ganz am Anfang und kann jederzeit scheitern.

    Wichtig ist, dass wir solche Anregungen nicht gleich wieder verschwinden lassen, weil wir uns Gedanken darüber machen, was alles nicht geht, sondern uns überlegen, was wir davon nutzen bzw. umsetzen können.

    Vermutlich liegt das aber auch daran, dass uns die entsprechende Kultur des Scheiterns fehlt. Hier in Europa hat man nur eine Chance, die genutzt werden muss. Geht der Versuch schief, ist man ein Versager, der keine zweite Chance bekommt.

    Reply

Leave a Reply

Required fields are marked *.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.