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Was macht den Erfolg aus?

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'Jackpot' von hennerfehr
© Paul-Georg Meister, Pixelio

Sehr ärgerlich, dass die ZEIT nicht alle Beiträge online stellt. Vor allem wenn man mit dem Lesen immer ein paar Ausgaben hinterher hinkt, wie ich das gerade mal wieder tue. Aber kein Problem, die Printausgabe liegt neben mir.

In der Ausgabe vom 15.11.07 ist ein Artikel über den Streik der Drehbuchautoren in Hollywood zu finden. Neu war für mich, wie schwierig es für Fernsehserien ist, sich durchzusetzen und dann auch erfolgreich zu sein.

Auf die Frage, wie man das schaffe, zitiert Autorin Eva Schweitzer einen Produzenten, der darauf antwortet:

„Zehn Prozent Anstrengung, zehn Prozent Genie und hundert Prozent Glück.“

Bei diesem Satz ist mir die öffentliche Kunst- und Kulturförderung eingefallen. Und wenn ich es mir genau überlege, dann sind genau das die Erfolgsfaktoren.

  • Anstrengung: das ist für mich die Beschreibung der Idee, die richtige Formulierung, ein passendes Budget, die benötigten Unterlagen und all die Dinge, die zu einer Einreichung gehören. Wer hier nicht seine Hausaufgaben macht, hat in der Regel keine Chance.
  • Genie: das würde ich mit der künstlerischen Idee, beziehungsweise mit der „Qualität“ gleichsetzen. Auch hier gilt: wer nicht wirklich gut ist, wird sich gegenüber den anderen nicht durchsetzen können.
  • Glück: wahrscheinlich unterschätzen wir diesen Faktor oft. Zu oft. Denn wenn sich alle anstrengen, gute Ideen haben und dann nur ein begrenztes Budget zur Verfügung steht, dann spielt der Faktor Glück die entscheidende Rolle.

Was heißt das für die Praxis? Zum einen sollten wir eine Absage nicht persönlich nehmen. „Pech gehabt“ bringt zwar auch kein Geld, aber es lässt sich unter Umständen besser damit leben wie mit dem (Selbst)-Vorwurf „mein Projekt ist schlecht“.

Und rein praktisch gesehen sollte man bei diesen Rahmenbedingungen öfters Projekte einreichen. Wenn das Glück eine entscheidende Rolle spielt erhöhe ich mit jeder Idee meine Chancen. Das bedeutet aber auch, dass die Zeit zwischen dem ersten Gedankenblitz und dem fertigen Konzept kürzer werden und der Aufwand nach Möglichkeit reduziert werden muss. Da lohnt es sich, die entsprechenden Tools des Projektmanagements zu beherrschen. Wer da seine Hausaufgaben gemacht hat, dem fällt es wesentlich leichter, „schnell“ zu sein.

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