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Ein Portal für die Kreativwirtschaft

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Bernd Fesel, Geschäftsführer des Büros für Kulturpolitik und Kulturwirtschaft, weist in seinem aktuellen Newsletter auf Kreativwirtschaft Deutschland hin, das von ihm vor wenigen Wochen gelaunchte Portal.

„Wir haben damit ein Portal geschaffen, das täglich Nachrichten zur Kultur- und Kreativwirtschaft vorstellt, Termine publiziert und Themen wie Finanzierung, Qualifizierung und die neue Bundespolitik in Dossiers vertieft und erläutert“,

schreibt Fesel dort. Sein Ziel ist es,

„Kultur und Kreativität als Wirtschaftsfaktor verständlicher und bekannter zu machen.“

Ein solches Portal scheint wichtig zu sein, denn eine niederländische Studie, die sich mit der Struktur der Creative Industries in Deutschland beschäftigt, stellt fest,

„dass es kaum möglich ist, die Creative Industries in Deutschland einheitlich zu betrachten.“

Außerdem wird in der sehr lesenswerten Studie festgehalten, dass in dieser „Branche“ derzeit ein harter Konkurrenzkampf zwischen den deutschen Städten und Regionen tobt. Da ist eine Website mit Portalfunktion, auf der die Informationen zusammenlaufen, also äußerst hilfreich.

Bedauerlich finde ich es aber, dass die Website nicht besonders benutzerfreundlich eingerichtet worden ist. Warum gibt es keine RSS-Funktion, die es einem erlaubt, die Nachrichten bequem per Feed abzurufen bzw. zu lesen? Sich heute im Internet zu informieren, heißt, unzählige Seiten nach relevanten Informationen zu durchforsten. Ich habe ca. 300 Feeds abonniert und sehe mich außerstande, jede dieser Seiten direkt anzuklicken und nach Nachrichten zu durchsuchen. Eine Seite, die das nicht anbietet, hat mittel- und langfristig keine Chance, sich gegenüber anderen Websites durchzusetzen. Und die Konkurrenz in diesem Bereich ist groß.

Und noch ein Punkt ist mir aufgefallen: ich empfinde es als ärgerlich, dass man sich registrieren muss, um die Nachrichten vollständig lesen zu können. Mir leuchtet es ein, dass man sich anmeldet oder zumindest seine Emailadresse deponiert, um die Jahrbücher Kulturwirtschaft als PDF downloaden zu können. Das ist ein klarer Mehrwert für die LeserInnen. Aber irgendwelche Nachrichten? Die Information, dass die Robert Bosch Stiftung Stipendien für KulturmanagerInnen aus Osteuropa vergibt, fand sich schon vor einigen Tagen in diversen Blogs, auch in diesem hier, aber ohne Anmeldung. Im Gegensatz zu den Jahrbüchern kann ich hier keinen Mehrwert erkennen.

Ganz im Gegenteil: es ist noch nicht einmal möglich bzw. es macht keinen Sinn, einzelne Infos zu bookmarken, weil man nur auf einer Registrierungseite landet. Das heißt, die Seite nutzt einen der großen Vorteile des Internets nicht, die Archivfunktion. Und gerade die stetig wachsende Zahl an wichtigen Informationen könnte dazu führen, dass die Relevanz der Seite von Tag zu Tag zunimmt. Aber vielleicht kommt das ja alles noch…

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