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Fundraising: eine Nachbetrachtung zur NPO-Blogparade

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Ich würde ganz gerne noch einmal kurz an die gestrige Zusammenfassung der NPO-Blogparade anknüpfen, da sich vielleicht einige von Ihnen die Frage stellen werden, worauf es denn nun beim Fundraising  ankomme? Schon vor längerer Zeit habe ich in einem Beitrag die drei (möglichen) Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Kulturmanagement festzumachen versucht und bin dabei auf die Punkte
  • Qualität
  • Netzwerke
  • Reputation
gestoßen. Ich denke, Fundraising basiert ebenfalls auf diesen drei Faktoren, egal ob Sie es online und/oder offline betreiben. Dass Ihr Vorhaben über die entsprechende Qualität verfügt, setze ich jetzt einfach mal voraus. Häufig gehen aber Kunst- und Kultureinrichtungen nur damit in den Fundraisingprozess. Nun kennt Sie niemand und vernetzt sind Sie auch nicht. Sollten Sie trotzdem erfolgreich sein, müssen Sie einen gewaltigen Aufwand betreiben. Der lässt sich reduzieren, wenn Sie über die entsprechende Reputation verfügen. In meinem Beitrag „Reputation ist etwas Soziales“ habe ich auf ein Blogpost von Tina Guenther verwiesen, in dem sie Reputation als ein „symbolisch generalisiertes Interaktionsmedium“ bezeichnet, das ähnlich wie Geld für die eigenen Vorhaben eingesetzt werden kann. Die wichtigste Schlussfolgerung daraus:
„Der Wertmaßstab für Reputation ist das Vermögen eines Akteurs (Person, Gruppe, Organisation, Institution, Staat etc.), für seine Themen und Anliegen Konsens zu erzielen.“
Diesen Konsens benötigen Sie, wenn jemand Ihr Vorhaben unterstützen soll (es für unterstützenswert hält) . Verfügt ein Kulturbetrieb nicht über die entsprechende Reputation, könne man sich höchstens, so Guenther, Reputation von anderen leihen. Wie schreibt Karin Janner in ihrem Beitrag „Tipps und Tricks für das Online-Fundraising„:
„Genauso wenig, wie “Offline-Fundraising” mit dem Zusenden eines Zahlscheins beginnt, beginnt “Online-Fundraising” mit dem “Spenden”-Button.  Es fängt damit an, Vertrauen aufzubauen (…).“
Die Arbeit beginnt somit schon lange bevor Sie daran denken können, Geld für Ihr Vorhaben einzusammeln. Und selbst wenn Sie über eine entsprechende Reputation verfügen, reicht das unter Umständen noch nicht aus. Sie alleine erreichen nur Ihr direktes Umfeld damit. Was Sie brauchen, ist ein Netzwerk, in dem die Netzwerkknoten als Multiplikatoren fungieren und Ihre Botschaft weitertragen. Dafür sind dann die Social Media Tools, z.B. Twitter geeignet, denn hier lassen sich Botschaften wunderbar weitertragen (siehe dazu mein Blogpost „Online-Fundraising mit Hilfe von Twitter„). Das heißt, mit Fundraising können Sie nie zu früh anfangen, aber fast immer zu spät!

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  1. Pingback: Das “ehrenwerte” person-to-person-Fundraising « Das Kulturmanagement Blog

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