Das Twitter-Rezept

Viele Kultureinrichtungen haben auf Twitter eine große Zahl an Followern. Das ist großartig und entweder das Resultat vieler interessanter Tweets, einer hohen Reputation oder einer Mischung daraus. Umgekehrt scheinen sich aber die meisten Kultureinrichtungen wenig für ihre Follower zu interessieren und folgen ihnen meist nicht zurück. In ihrem Blogpost „Audience development and Twitter tools – Friend or Follow?“ spricht Shoshana Fanizza dieses Thema an und zeigt wenig Verständnis für diese Haltung:

„However, if you are in the arts, the best case scenario is to have a majority of Friends.  If you are an artist or arts organization that only has Fans, this means you are not engaging with your followers, and you are simply marketing and missing the point of the two way interaction of Twitter.“

Dabei kann man in ganz vielen Social-Media-Konzepten lesen, dass es den Kultureinrichtungen um die direkte Kommunikation mit den Zielgruppen geht. Nur: wie will man mit jemandem Gespräche führen, dem man gar nicht zuhört?

Allerdings ist es mit dem Klick auf den Follow-Button nicht getan, es gilt, das richtige Gefühl für die Kommunikation auf Twitter zu bekommen. Ein mögliches Rezept schlägt Shoshana Fanizza in ihrem Beitrag vor:

„The best recipe is to have a cup of valuable information, a 1/2 cup of interaction or conversation and a tablespoon of retweets.  You can add a dash of marketing, but do use sparingly or your twitter account will become a spamming bore.“

Mahlzeit…


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Kommentare

4 Antworten zu „Das Twitter-Rezept“

  1. Ich empfehle jedem Leser, mal einen Blick auf den Artikel von Shoshana Fanizza zu werfen, denn ganz so radikal wie es hier anklingt, ist ihre Haltung doch nicht:

    „It is also okay if people follow you and you do not follow back.  Perhaps you have helpful and fun tweets for them, but maybe this offering does not work  in reverse.“

    Umdenken ist in der Tat dort angesagt, wo Twitter als reines Ankündigungsmedium genutzt wird, vor allem wenn Informationen aus anderen Quellen (Webseite, Blog oder Facebook) automatisiert in Tweets verwandelt werden.

  2. […] This post was mentioned on Twitter by karldietz, Petra van Cronenburg and Joachim Kemper, digiwis. digiwis said: Das Twitter-Rezept: @kulturmanager über Twitter und Museen und die Probleme dabei http://bit.ly/fzlfE3 […]

  3. @Michael: klar, auch ich folge nicht allen zurück, aber das hat dann auch konkrete Gründe. Wer aber anderen grundsätzlich nicht folgt, sondern das nur im speziellen Fall tut, dreht das Prinzip um.

  4. Mir gefällt Fanizzas „Rezept“. Die Gewichting entspricht in etwa dem, was auch ich versuche.

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