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Gamification im Kulturmarketing: spielerisch das richtige Aboangebot entdecken

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© Alexandra H. ; Pixelio

Wer sich für ein Konzertabo interessiert und herausfinden möchte, welches Angebot das richtige ist, hat es nicht immer leicht. Klar gibt es da neben dem klassischen Abo mittlerweile auch Alternativen. Ob Wahl-, Vokalmusik- oder Mozartabo, das Angebot ist gar nicht mehr so leicht zu überblicken und so ist es eine echte Herausforderung, das für einen passende Abonnement zu entdecken.

Viele Orchester informieren auf ihrer Website über die verschiedenen Varianten, ob das aber nun das für mich passende Angebot ist, weiß ich meist erst, wenn ich im Konzertsaal sitze. Ich habe mir mal probehalber einige Aboangebote angeschaut und dabei festgestellt, dass ich mich nur sehr selten angesprochen gefühlt habe, was wohl auch damit zu tun hat, dass ich unter Umständen gar nicht weiß, welches Angebot das für mich beste ist.

Einige Orchester haben dieses Problem sehr schön gelöst, indem sie auf Gamification setzen, worunter man die Verwendung „spieltypischer Elemente und Prozesse in spielfremdem Kontext“ versteht, wie man auf Wikipedia nachlesen kann. Sonja Ostendorf-Rupp hat mich auf diesen Ansatz aufmerksam gemacht, denn sie selbst hat zum Beispiel für das Cincinnati Symphony Orchestra eine Art Quiz entwickelt, an dessen Ende mir auf der Basis meiner Antworten das passende Abonnement vorgeschlagen wird.

Auch die Hamburger Philharmoniker versuchen, mir mit Hilfe mehrerer Fragen die Entscheidung für das richtige Abo leichter zu machen. Auf sehr witzige Art versuchen sie herauszufinden, welcher Abotyp ich bin. Vielleicht werden Sie jetzt sagen: ich möchte nur die Fakten wissen, alles andere interessiert mich nicht. Fakt ist aber, dass uns spielerische Zugänge zu einem Thema Inhalte nicht nur leichter erschließen, sondern wir durch spielerische Elemente auch motivierter an eine Sache herangehen.

Dieser spielerische Zugang ist, denke ich, nicht nur interessant, wenn es um die Auswahl des richtigen Konzertabos geht. Auch im Bereich Kunstvermittlung werden wir wohl zukünftig des öfteren von Gamification-Ansätzen hören.

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  1. Guter Artikel! Ich denke, dass die beschriebenen Prinzipien, die bei Orchestern zum Einsatz kommen, auch im Museumsbereich Anwendung finden könnten. Und dass die Gamification Einzug in die Kunstvermittlung halten wird, davon bin ich überzeugt!

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  2. @Beate Lex: stimmt, vermutlich ist es im Museumsbereich sogar leichter, Gamification-Elemente zu verwenden, weil die Inhalte in der Regel greifbarer sind.

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