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„Navigating through Chaos“: eine Anleitung für Ihr nächstes EU-Projekt

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Wenn die nationalen Mittel für den Kunst- und Kulturbereich knapper werden, fällt vielen ein, dass es da ja noch die EU gibt. Die Website für das „Programm Kultur 2007 – 2013“ ist schnell gefunden, aber dann. Ob Leitfaden oder Antragsformular, wer sich das erste Mal mit diesen Dokumenten  beschäftigt, hat am Ende vermutlich mehr Fragen als zu Beginn. Was also tun? Die Cultural Contact Points (CCP), die in den an diesem Programm beteiligten Ländern als Ansprechpartner dienen, stellen auf ihren Webseiten nicht nur jede Menge Informationen zur Verfügung, sondern bieten auch regelmäßig Veranstaltungen an, die den potenziellen AntragstellerInnen die wichtigsten Infos vermitteln. So hat zum Beispiel der österreichische CCP 2010 gemeinsam mit dem „europe for citizens point Austria“ eine Workshopreihe konzipiert, in der auf alle wichtigen Punkte der Projektentwicklung und des Einreichverfahrens eingegangen wurde. Der Nachteil: 2010 war schon. Der Vorteil: gemeinsam haben die beiden Infostellen eine Broschüre herausgebracht, die nun zum Download zur Verfügung steht. Wenn Sie wissen wollen, was für die EU ein Projekt ist, was unter dem „Europäischen Mehrwert“ zu verstehen ist, ohne den Sie keine Chance haben, Geld aus Brüssel zu erhalten und was sich hinter den Begriffen „Dissemination“ und „Exploitation“ versteckt, dann kann ich Ihnen dieses PDF nur ans Herz legen. 10 ExpertInnen beantworten mit ihren Beiträgen insgesamt 28 Fragenkomplexe und das unter Verzicht auf die typische EU-Sprache, die einem anfangs so viele Probleme bereitet. Abgerundet wird diese Publikation durch eine kurze Zusammenfassung der beiden Programme „Kultur“ und „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ (übrigens ein Programm, das für den Kunst- und Kulturbereich auch interessant ist). Die Programmphase endet zwar im nächsten Jahr, aber Fragen, wie man seine europäischen ProjektpartnerInnen findet und warum es so wichtig ist, die eigenen Ziel- und Anspruchsgruppen zu kennen, werden auch nach 2013 relevant bleiben. Die Broschüre bietet Ihnen eine gute Einstiegshilfe in das Thema EU-Förderungen und informiert Sie über die wichtigsten Aspekte einer Antragstellung, egal ob Sie nun in Österreich, Deutschland oder einem anderen an beiden Programmen beteiligten Land aktiv werden wollen.
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EU: das neue Förderprogramm „Creative Europe“

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© Stephanie Hofschlaeger ; Pixelio Mit dem Förderprogramm „Creative Europe“ wird die Europäische Union mehr Geld für den Kunst- und Kulturbereich zur Verfügung stellen. Der aktuelle Vorschlag sieht für den Zeitraum 2014 bis 2020 ein Budget von insgesamt 1,8 Mrd. Euro vor. Wenn es in einem Memo heißt,
„das Programm (..) soll den Kino-, Kultur- und Kreativbranchen in Europa helfen, ihren Beitrag zu Beschäftigung und Wachstum zu leisten,“
dann ist aber auch klar, dass hier auch wirtschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle spielen werden . Mit dem Programm fasst Brüssel drei Aktionsbereiche zusammen,
  • einen horizontalen Aktionsbereich für die gesamte Kultur- und Kreativbranche;
  • einen Aktionsbereich „Kultur“ für die Kultur- und Kreativbranche und
  • einen Aktionsbereich MEDIA für den AV-Sektor.
Aufgeteilt wird das Geld nach folgendem Schlüssel, 15 % für den horizontalen Aktionsbereich, 30 % für den Aktionsbereich Kultur und 55 % für den Aktionsbereich MEDIA. Ob es wirklich sinnvoll ist, den klassischen Kunst- und Kulturbereich mit der Kreativwirtschaft in einem Programm zusammenzufassen, wird sich zeigen, wenn die genauen Inhalte und Förderkriterien bekannt sind. Unabhängig von dieser Frage wird aber, so die Zahlenangaben bestätigt werden, der Kunst- und Kulturbereich mehr Geld aus Brüssel erwarten können. Außerdem kann die EU mit dem neuen Programm die Kreativwirtschaft wesentlich gezielter fördern als bisher. Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise ist vermutlich der Aufbau einer neuen „Finanzfazilität“, die den Zugang zu den oft dringend benötigten Geldmitteln erleichtern soll. Dabei setzt Brüssel vor allem auf Garantien und erhofft sich einen ähnlichen Multiplikatoreffekt wie bei den im Rahmen des MEDIA-Programms vergebenen Garantien. Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf dieser Website, außerdem wird es am 30. Januar eine Informationsveranstaltung in Brüssel geben.
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Brüssel fördert 2013 Kunst- und Kulturprojekte mit Partnern aus Australien und Kanada

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© Gerd Altmann ; Pixelio Im Rahmen des EU-Kulturförderprogramms gibt es neben der allseits bekannten Möglichkeit, Projekte mit Partnern aus dem europäischen Raum gefördert zu bekommen auch den Aktionsbereich 1.3.5, das dazu dient, Vorhaben mit sogenannten Drittländern zu fördern. Das sind, vereinfacht gesagt, Länder, die etwas weiter entfernt sind, bei der diesjährigen Ausschreibung war das Mexiko und nächstes Jahr wird das Südafrika sein (was ich bereits in diesem Blogpost angekündigt habe). Nun hat Brüssel das Geheimnis gelüftet, welches Land 2013 dran sein wird. Mit Australien und Kanada hat sich die Kommission dieses Mal wieder für zwei Länder entschieden, die zudem noch recht groß sind  und vermutlich eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten für gemeinsame Projekte bieten. Gefördert werden laut Programmleitfaden Vorhaben, die
  • „eine maximale Laufzeit von 24 Monaten haben;
  • den Koordinator und mindestens zwei Mitorganisatoren einbeziehen, wobei die drei Beteiligten aus drei verschiedenen am Programm beteiligten Ländern kommen müssen;
  • für jeden Mitorganisator einen unterzeichneten Auftrag umfassen, in dem die erforderlichen Verpflichtungen aufgeführt sind;
  • eine kulturelle Zusammenarbeit mit mindestens einer Organisation aus dem ausgewählten Drittland beinhalten. Mindestens 50 % der Maßnahme sollte im Drittland stattfinden. Die in einem nicht ausgewählten Drittland entstehenden Kosten sind im Rahmen dieses Aktionsbereichs nicht förderfähig;
  • auf einem Kooperationsabkommen zwischen den beteiligten Kulturakteuren (Koordinator, Mitorganisator und Partner im Drittland bzw. in den Drittländern) basieren. Dieses Abkommen wird vom Koordinator und den Mitorganisatoren und dem bzw. den Partner(n) im Drittland unterzeichnet und beschreibt ihre Zusammenarbeit;
  • eine Finanzhilfe von mindestens 50 000 EUR und höchstens 200 000 EUR beantragen und
  • ein ausgeglichenes Budget (Ausgaben = Einnahmen) aufweisen und die Obergrenze der EU-Finanzhilfe von 50 % der gesamten förderfähigen Mittel einhalten. (Programmleifaden S. 47)“
Die Deadline für die Einreichung ist bei diesem Aktionsbereich grundsätzlich Anfang Mai, für Projekte in Südafrika ist das dann laut EU-Zeitplan der 3. Mai 2012 und für Vorhaben in Australien beziehungsweise Kanada der 3. Mai 2013. Etwas Zeit haben Sie also noch. ;-) Weitere Informationen und auch die Antragsformulare finden Sie dann auf der Seite der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles & Kultur, die für die Abwicklung des EU-Kulturförderprogramms zuständig ist.
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EU-Kulturförderprogramm: der CCP Austria bietet einen kostenlosen Workshop in Wien an

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© Stephanie Hofschlaeger ; Pixelio An Kultureinrichtungen, die ihren Sitz in Österreich haben und im Sommer einen Antrag im Rahmen des EU-Kulturförderprogramms stellen wollen, richtet sich der Workshop des Cultural Contact Point (CCP) Austria, der am 6. Juli von 10 bis 14 Uhr in Wien stattfindet.
„Zum Workshops sind alle jene herzlich eingeladen, die an einem Antrag arbeiten und bis 5. Oktober 2011 ein Kooperationsprojekt einreichen möchten“,
heißt es in der Ankündigung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, vorausgesetzt wird aber, dass bereits ein Konzept vorliegt und die AntragstellerInnen sich bereits mit den Formularen beschäftigt haben. Eine gute Idee, denn so vergeht nicht kostbare Zeit mit Informationen, die man sich anlesen kann, sondern es können gleich ganz konkrete Fragen gestellt werden. Informationen zum Workshop und den Link zur Anmeldung (bis spätestens 30. Juni!) finden Sie hier auf der Seite des CCP Austria. Falls Sie noch nicht soweit sind: am 14. August gibt es noch einmal einen solchen Workshop.
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„Cultural statistics“: Brüssel veröffentlicht interessantes Zahlenmaterial rund um den Kunst- und Kulturbereich

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Jede Menge Zahlenmaterial bietet die „2011 edition“ des im Auftrag der Europäischen Kommission erstellten Pocketbooks „Cultural Statistics„. Das in englischer Sprache verfügbare PDF liefert Informationen und Zahlenmaterial zu verschiedenen Bereichen, z.B. Beschäftigung im Kunst- und Kulturbereich und private Ausgaben für Kunst und Kultur. Ein deutschsprachiges Inhaltsverzeichnis hilft einem, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen und dann gezielt nach Informationen zu suchen, denn zum Durchlesen ist das PDF wohl eher nicht geeignet. ;-)
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Der CCP Deutschland bietet ein Seminar zur EU-Kulturförderung an [Veranstaltungshinweis]

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© Stephanie Hofschlaeger ; Pixelio Die angespannte Lage der öffentlichen Haushalte wirkt sich auch auf den Kunst- und Kulturbereich aus, die Budgets werden zusammengestrichen, Kultureinrichtungen müssen schließen. Viele sehen daher in den Mitteln, die Brüssel im Rahmen des EU-Kulturförderprogramms vergibt, eine Chance, auf diese Weise die eigenen Vorhaben finanzieren zu können. Wenn Sie noch nie einen EU-Förderantrag gestellt haben oder sich unsicher fühlen, was das Antragsprozedere angeht, dann ist das Seminarangebot des deutschen Cultural Contact Point vielleicht ganz hilfreich für Sie. Er veranstaltet am 24. und 25. Mai in Bonn einen jeweils eintägigen Workshop. Von 11 bis 16 Uhr erfahren Sie, worauf Sie bei der Antragstellung achten müssen und welche formalen und inhaltlichen Anforderungen es zu berücksichtigen gilt.
„Zudem bietet eine EU-erfahrene Vertreterin mehrerer geförderter Projekte wertvolle praktische Einblicke. Hier haben Sie die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Tipps zur erfolgreichen Antragstellung und Projektdurchführung aus erster Hand zu erhalten,“
heißt es in der Ankündigung. Die Zahl der TeilnehmerInnen ist auf jeweils 20 beschränkt, die Kosten für die Teilnahme betragen 45 Euro, die Anmeldung ist per Mail möglich.
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Brüssel unterstützt den Kunst- und Kulturbereich in den AKP-Staaten

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Neben dem klassischen Kulturförderprogramm, mit dem die EU die Zusammenarbeit von KünstlerInnen und Kultureinrichtungen im europäischen Raum unterstützt, gibt es auch immer wieder Programme, mit deren Hilfe Kooperationen mit Partnern außerhalb Europas gefördert werden sollen. Aktuell läuft gerade eine Ausschreibung, mit dem Brüssel die Kultur- und Kreativwirtschaft in den sogenannten AKP-(Afrika, Karibik, Pazifik) Staaten unterstützt. Insgesamt 12 Mio. Euro stehen für Projekte in zwei Bereichen zur Verfügung. Da ist einerseits der Bereich der Film- und Kinoförderung, für den 7 Mio. Euro zur Verfügung stehen (Lot1), während für alle anderen Kunstsparten (nur) 5 Mio. Euro bereitgestellt werden. In beiden Programmschienen werden Produktion, Distribution und die Entwicklung und Durchführung von Aus- und Weiterbildungsangeboten kofinanziert (max. 80% des Budgets), was deutlich macht, dass es hier nicht so sehr um einzelne künstlerische Projekte, sondern um die nachhaltige Stärkung des kulturellen Sektors geht. Alle Informationen zu diesem Call, der am 30. Juni endet, finden sich im in englischer Sprache verfügbaren Programmleitfaden. Auf den letzten beiden Seiten dieses Leitfadens sind die Länder aufgelistet, die an diesem Programm beteiligt sind. Welche Partner benötigt man für einen Antrag?
„Für eine Antragstellung müssen sich mind. drei Organisationen zusammenschließen, wovon mind. 2 ihren Sitz in unterschiedlichen AKP-Staaten haben müssen“,
heißt es auf der Website des deutschen Cultural Contact Point. Sämtliche Antragsformulare gibt es auf einer eigenen Website.
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Workshopreihe zum Thema EU-Förderungen in Wien

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Schon seit letztem Jahr bietet der österreichische Cultural Contact Point eine kostenlose Workshopreihe an, in der es um die Planung und Umsetzung von EU-geförderten Projekten geht. Am 12. April findet in Wien der sechste Workshop statt, der den schönen Titel „Navigating through Chaos“ trägt. In dem Workshop lernen die TeilnehmerInnen die Besonderheiten der EU-Projektplanung kennen, heißt es in der Ankündigung:
„Wann müssen welche Aktivitäten geplant werden? Welche Vorgaben werden vonseiten der EU gesetzt? Welche Instrumente und Hilfsmittel können die Projektplanung unterstützen?“
Das sind einige der Fragen, die am 12. April zwischen 9:30 und 14 Uhr beantwortet werden. Wenn Sie bei Ihrem nächsten EU-Projekt Chaos vermeiden wollen, können sie sich hier bis 5.4. anmelden.
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Die EU veröffentlicht die Ergebnisse des letzten Calls im Kulturförderprogramm

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Im letzten Herbst konnten Kultureinrichtungen – wie jedes Jahr – in Brüssel ihre Anträge einreichen, nun wurde die Listen der geförderten Projektvorhaben veröffentlicht. Im Aktionsbereich 1.1. in dem Projekte mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren gefördert werden, erhielten insgesamt 10 Vorhaben eine Zusage, drei davon wurden von französischen Kultureinrichtungen eingereicht. Der deutschsprachige Raum ist hier relativ schwach vertreten, nur die Szene in Salzburg war mit ihrer Einreichung erfolgreich. Als Partner sind aber deutsche und österreichische Kultureinrichtungen dabei. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, hier finden Sie die Auflistung und die Beschreibung der geförderten Projekte. Sehr viel länger ist die Liste der im Rahmen von Aktionsbereich 1.2.1. geförderten Projekte. In diesen Bereich fallen die klassischen Kunst- und Kulturprojekte, die maximal 2 Jahre dauern dürfen und bis zu 200.000 Euro an Fördergeldern aus Brüssel erhalten können. Vor allem österreichische Kultureinrichtungen waren hier sehr erfolgreich, in neun Projekten (von insgesamt 103 geförderten Vorhaben) sind sie Leading Partner, deutsche Kultureinrichtungen waren in dieser Rolle zehnmal erfolgreich. Auch hier gibt es neben der Auflistung der Projekte ein Dokument mit den Projektbeschreibungen. Es lohnt sich, einen Blick auf die geförderten Projekte zu werfen, denn Sie können sich so ein Bild machen, mit welchen Ideen man derzeit Chancen hat, in Brüssel Geld zu kommen.
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Zwischenevaluierung des EU-Kulturförderprogramms

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Die EU hat das derzeit laufende Kulturförderprogramm evaluiert, eine Zusammenfassung informiert über die Ergebnisse. Darin wird unter anderem festgehalten, dass das Antragsverfahren in den letzten Jahren vereinfacht und beschleunigt werden konnte. Die Kehrseite der Medaille: es wurden mehr Anträge eingereicht, wodurch sich die Chancen für AntragstellerInnen verschlechtert haben:
„(…) nur etwa 25 % aller Anträge im Rahmen des Aktionsbereichs für Kooperationsprojekte wurden finanziert und nur etwa 30-35 % aller Anträge von Organisationen, die auf europäischer Ebene aktiv sind,“
heißt es in dem Bericht auf Seite 8. Bei den maximal zwei Jahre laufenden Kooperationsprojekten erhält also nur jedes vierte eingereichte Vorhaben einen Förderung.