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Media-First gilt auch für den Kulturbereich

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Es gibt immer wieder Erlebnisse, die mich beziehungsweise meine Arbeit prägen. Das Buch „Content Inc.“ (Affiliate Link) von Joe Pulizzi, dem Gründer des Content Marketing Institute gehört da ganz sicher dazu. Es ist mir eingefallen, als ich den Beitrag „Why You Should Build a Media-First Company“ von Sergey Faldin gelesen habe. Er bezieht sich darin zwar auf Startups, aber ich denke, Media-First gilt auch für den Kulturbereich.

Media-First als Strategie

In „Content Inc.“ beschreibt Pulizzi einen Weg zum Erfolg, der mich auf Anhieb fasziniert hat. Vermutlich auch deshalb, weil ich mit diesem Blog einen ähnlichen Weg eingeschlagen habe. Normalerweise geht man, wenn man ein Produkt oder eine Dienstleistung auf den Markt bringen möchte, so vor: Man entwickelt das Angebot und versucht dann, die Menschen dafür zu interessieren. In seinem Buch schlägt Pulizzi aber den umgekehrten Weg vor:

I believe the absolute best way to start a business today is not by launching a product, but by creating a system to attract and build an audience“

Joe Pulizzi: Content Inc. (2015): S.XVIII

Auch ich wusste so wie Pulizzi nicht genau, worin meine Angebote bestehen, als ich mit dem Kulturmanagement Blog startete. Aber ich fing an, Blogbeiträge zu veröffentlichen und entwickelte aus den Rückmeldungen heraus meine Angebote.

Wer dem Anbieter vertraut, nimmt ein Angebot eher an

Sergey Faldins Beispiel geht in eine ähnliche Richtung. Er erzählt in seinem Beitrag von jemandem, der gerade dabei ist, eine App zu entwickeln, die aber erst in einem halben Jahr fertig sein wird. Statt zu warten, startet er ein Blog und das höchst erfolgreich. Auf diese Weise erreichte er eine große Zahl an Interessent*innen, deren Bereitschaft, die App zu testen, vermutlich erheblich größer ist als ohne die Bildung über das Blog.

Aber sie luden sich die App nicht nur herunter, sondern gaben auch bereitwillig Feedback. Auf diese Weise konnte die App permanent verbessert werden und das im direkten Kontakt mit den Nutzer*innen. Aber nicht nur das: Nachdem die Zielgruppe das Blog bereits nutzte und von der neuen App wusste, war es nicht mehr nötig, Geld für die Bewerbung auszugeben.

In meinem Blogbeitrag „Über Zielgruppe und Bedarfsgruppe“ habe ich geschrieben, dass es sinnvoll ist, mit Hilfe des Outboundmarketing eine große Reichweite anzustreben und Streuverluste einzukalkulieren, wenn es darum geht, auf sich aufmerksam zu machen. Wenn mir die Zeit fehlt und mein Angebot entweder sofort oder in Kürze veröffentlicht wird, dann gibt es dazu keine Alternative.

Inboundmarketing statt Outboundmarketing

Faldin schlägt nun einen anderen Weg vor. Er setzt auf Inboundmarketing und baut sich so seine eigene Community auf. Er dreht das Ganze also um und fordert, dass man erst die eigene Zielgruppe aufbaut und dann die Angebote herausbringt. Die Herangehensweise ist seiner Ansicht nach sehr einfach:

Aggregate people around a topic/theme of your company’s product or service, create high-quality shareable content, educate people, and build loyalty.

Sergey Faldin

So können meiner Meinung nach auch Kultureinrichtungen vorgehen. Sie besetzen ein Thema, das zum Beispiel mit ihrer nächsten Produktion zu tun hat und liefern hochwertige Inhalte. Die User*innen eignen sich so Wissen an, teilen die Inhalte gerne und vertrauen der Kultureinrichtung immer mehr.

Auch für Crowdfundingkampagnen bringt das nur Vorteile. In meinem Beitrag „Crowdfunding: die Community als Erfolgsfaktor“ habe ich geschrieben, dass ein tolles Angebot seine Interessent*innen nicht von ganz alleine findet. Gelingt es mir aber, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, dann erhöht das deren Bereitschaft, auf meine Angebote einzugehen.

So funktioniert Media-First

Was ist zu tun, um ein Media-First-Unternehmen zu werden? Faldin nennt in seinem Beitrag drei Punkte:

  1. „Find a product/market fit before we even start building a product.“
  2. „Test our ideas through content, and understand what our core audience wants before we start spending money.“
  3. „Build a following and interest, which will allow us to launch with a bang — with almost no money invested in paid marketing.“

Auf den Kulturbereich übertragen heißt das:

  • Wir entwickeln unsere Themen für die nächsten Monate beziehungsweise Jahre
  • Wir überlegen uns, mit welchen Inhalten wir unsere Themen auf welchen Kanälen transportieren
  • Wir nutzen das Feedback, um zu verstehen, wo die Interessen der User*innen bezüglich unseres Themas liegen
  • So lassen sich die Inhalte leicht adaptieren und Schlussfolgerungen für das Projekt oder die Produktion ableiten.
  • Mit dem Start der Produktion haben wir dann bereits ein interessiertes Publikum, das uns vertraut und sehr viel eher bereit ist, unser Angebot anzunehmen als ohne diese Vorarbeiten.

Ich glaube, dass viele Kultureinrichtungen schon auf diese Weise vorgehen, zumindest ansatzweise. Natürlich beschäftigt man sich im Vorfeld mit dem Thema, im Theaterbereich sind das die Dramaturg*innen, im Museum die Kurator*innen. Wichtig ist in meinen Augen aber die Öffnung nach außen, die Kommunikation über die Website, das Blog und die sozialen Netzwerke. Beziehen Sie Ihr Publikum so früh wie möglich ein, um dann, wenn es losgeht, nicht feststellen zu müssen, dass sich niemand für das tolle Angebot interessiert.

Foto von Bank Phrom auf Unsplash

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stARTcamp.digital: Ein Barcamp, aber halt online

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Wenn ich hier die letzten stARTcamps angekündigt habe, dann war der Ort, an dem sie stattfanden, immer sehr wichtig. Das ist dieses Jahr nicht so. Nächste Woche, am Mittwoch, den 17. Juni, wird zwar ein stARTcamp stattfinden, aber es geht wie so viele andere Veranstaltungen auch, online über die Bühne. Deshalb heißt es auch stARTcamp.digital.

stARTcamps sind eigentlich nichts anderes als Barcamps, nur haben wir sie in Anlehnung an die stARTconference eben auch entsprechend gelabelt. Die Herausforderung besteht in meinen Augen darin, dass viele Onlineveranstaltungen nach dem klassischen Sender-Empfänger-Prinzip funktionieren. Barcamps funktionieren anders. In diesem Fall ist man nicht Empfänger, sondern „ein entscheidender Teil des Formats“, wie ich vor zwei Jahren in dem Beitrag „Was ist ein stARTcamp und warum sollten Sie dabei sein?“

Bei Barcamps entsteht das Programm erst in der Startsession

Entscheidend deshalb, weil es ja kein fixes Programm gibt und erst in der Startsession vereinbart wird, wie der Tag abläuft. Und ganz wichtig: Eine Session kann nicht nur vorschlagen, wer etwas erzählen will, sondern auch, wer über etwas diskutieren möchte oder gerne Antworten auf eine Frage hätte. Wenn das funktioniert, dann ist es ein gutes Barcamp. Das Tolle ist, das funktioniert eigentlich immer. Zumindest bei den Barcamps, bei denen ich dabei gewesen bin.

Die Herausforderung besteht nun darin, dieses partizipative Format in den Onlinebereich zu transferieren. Wir haben das im April schon einmal versucht und auch die stART-Kolleg*innen aus der Schweiz sind jetzt am Freitag schon zum vierten Mal aktiv. Mit Hilfe der gemachten Erfahrungen versuchen wir das Format weiterzuentwickeln. Wir, das sind in dem Fall Katrin Schroeder, Anne Aschenbrenner, Christian Holst und Frank Tentler.

Für das stARTcamp.digital nutzen wir Zoom

Stattfinden wird das stARTcamp.digital auf der Plattform Zoom. Zoom schätze ich, weil die Übertragung eigentlich fast immer funktioniert, weil ich einen virtuellen Hintergrund verwenden kann und weil sich Untergruppen einrichten lassen. Eigentlich dachten wir anfangs, die verschiedenen Sessions mit genau dieser Funktion organisieren zu können. Aber das ist schwierig, weil die Teilnehmer*innen nicht zwischen den Unterräumen wechseln können. Man kann das zwar händisch organisieren, aber wenn es mehr als 15 bis 20 Teilnehmer*innen sind, dann wird es kompliziert.

Wir haben uns dann dafür entschieden, mit mehreren Zoom-Lizenzen zu arbeiten. So konnten wir das letzte Mal drei voneinander unabhängige Räume anbieten, die sich über jeweils einen Link anklicken ließen. Organisiert haben wir die Sessions über ein Google-Sheet. So hatten alle das Programm vor sich und konnten wählen und auch zwischendrin wechseln.

Was gefehlt hat, war der Ort für Gespräche abseits des Programms. Man sieht zwar alle in der Kachelansicht. Aber eine direkte Kommunikation ist nur über den Chat möglich und das ist doch ziemlich mühsam. Dieses Mal werden wir noch einen vierten Raum aufmachen und ihn als Bar oder Cafe deklarieren. Dort kann man sich einfach austauschen, ganz ohne Programm.

Sie können schon Sessionvorschläge machen

Dieses Programm wird erst am kommenden Mittwoch in der Startsession beschlossen, aber es gibt bereits eine Liste, in die man Themenvorschläge eintragen kann. Vier stehen dort bereits und wir freuen uns, wenn es schon im Vorfeld mehr werden. Wenn Sie einen Blick in die Vorschau werfen, sehen Sie, dass dort auch eine Session zu finden ist, in der das Twitter-Event des Burgtheaters #vorstellungsänderung noch einmal vorgestellt und diskutiert wird. Für mich war das eines der spannendsten Onlineformate der letzten Wochen. Daniel Landau spricht in einem Tweet von ersten „Nicht-Theater Theater Abend, von (uns) allen selbst auf Twitter gestaltet“ und liefert gleich noch eine Kurzkritik im Videoformat.

Dieses stARTcamp.digital wird in Kooperation mit dem Burgtheater stattfinden und Sie können sicher sein, dass es nicht nur bei dieser einen Session seitens des Burgtheaters bleibt. Aber lassen Sie sich überraschen, ab 9:00 sind die virtuellen Türen für Sie geöffnet. Die Teilnahme am stARTcamp ist kostenlos. Sie müssen sich auch nicht anmelden, sondern einfach nur einen Link anklicken, den Sie ein Stück weiter unten finden.

Hier sind noch einmal die wichtigsten Informationen:

Ganz wichtig, hier ist auch der Zeitplan:

  • 09:00: Einlass & Vorstellungsrunde
  • 09.30: Begrüßung & Sessionplanung
  • 10:30: Sessionblock 1 (bis zu 3 parallele Sessions)
  • 11:30: Sessionblock 2 (bis zu 3 parallele Sessions)
  • 12:30: Mittagspause
  • 14:00: Sessionblock 3 (bis zu 3 parallele Sessions)
  • 15:00: Sessionblock 4 (bis zu 3 parallele Sessions)
  • 16:00: Abschluss
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Zwei Broschüren zum Thema Digitalisierung

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Das Zentrum für Digitalisierung und Kultur an der Landesbibliothek Schleswig-Holstein hat zwei Broschüren herausgebracht, mit denen es Kultureinrichtungen bei der Digitalisierung unterstützen möchte. Mit dieser Veröffentlichung knüpft es an den digitalen Masterplan Kultur an, der im letzten Jahr erarbeitet wurde.

Schon im digitalen Masterplan wurden die strategische und die operative Ebene angesprochen, hier gibt es jetzt konkrete Anleitungen, wie Kultureinrichtungen an das Thema Digitalisierung herangehen können.

Die Digitalisierung als große Herausforderung für den Kulturbereich

Martin Zierold ist der Autor der Handreichung „Veränderungen verstehen und gestalten“ PDF). Darin macht er klar, dass die Digitalisierung eine „zentrale Zukunftsherausforderung für Kulturorganisationen“ sei. Dabei gehe es nicht darum auf Veränderungen zu reagieren, sondern sie aktiv zu gestalten. Dafür brauche es eine entsprechende Transformationskompetenz, denn im Vordergrund stehe die Transformation und nicht so sehr die Digitalisierung.

Natürlich ist es wichtig zu wissen, wie digitale Technologien genutzt werden können, um die tägliche Arbeit zu unterstützen beziehungsweise zu erleichtern. Aber auf der strategischen Ebene geht es um die Ziele und die Werte der jeweiligen Kulturorganisation.

Mit dem DICE-Framework den Projekterfolg prognostizieren

Wie bringt man einen solchen Strategieprozess in Gang? Zierold empfiehlt das DICE-Framework. Das von der Beratergruppe Boston Consulting entwickelte Modell versucht, anhand von diesen vier Einflussfaktoren den Projekterfolg zu prognostizieren:

  • Duration (Dauer)
  • Integrity (Glaubwürdigkeit)
  • Commitment (Bekenntnis) und
  • Effort (Mehraufwand)

In jedem dieser vier Bereiche gilt es, Fragen zu formulieren und diese dann zu beantworten. Ein Beispiel für so einen Fragenkatalog finden Sie auf dieser Seite. Die Antworten erhalten nach einer Formel eine bestimmte Punktezahl. Diese gibt darüber Aufschluss, wie groß die Erfolgsaussichten des Veränderungsvorhabens sind.

Die drei Ebenen der Veränderung

In der zweiten Broschüre „Audience Development“ (PDF) geht es um die ganz praktischen Auswirkungen der digitalen Technologien, die den Kultureinrichtungen für die Kommunikation nach außen zur Verfügung stehen. Ich habe mich gefreut als ich die Einladung erhielt, diesen Text schreiben zu dürfen.

In der Anwendung solcher Technologien ist es in meinen Augen immer wichtig, sich vor Augen zu halten, auf welcher Ebene die Veränderungen angestrebt werden. In meinem Blogbeitrag über die Digitalisierung im Bereich kleiner Museen hatte ich schon mal das Modell von Allan Kelly vorgestellt.

Während es auf der ersten Ebene darum geht, mithilfe digitaler Technologien Prozesse und Tätigkeiten schneller, kostengünstiger und effizienter durchzuführen, besteht auf der zweiten Ebene die Chance, Prozesse zu verändern oder neu zu entwickeln. Auf der dritten Ebene schließlich eröffnen sich neue Optionen, etwa in Richtung neuer Geschäftsmodelle. Als Beispiel hierfür sei die „Digital Concert Hall“ der Berliner Philharmoniker genannt.

Diese beiden Broschüren skizzieren mögliche Wege, die Kultureinrichtungen gehen können, wenn sie sich transformieren wollen. Aber sie liefern keine Impulse, woran die Transformation ganz konkret festgemacht werden kann. Mir ist in den letzten Wochen in vielen Webinaren immer wieder aufgefallen, dass es gar nicht so einfach ist, ausgehend vom „täglichen Geschäft“ neue Ideen zu entwickeln, um digitale Technologien über die erste Ebene der Veränderung hinaus zu nutzen.

Auf der ersten Ebene zu beginnen, macht Sinn

Nun könnte man sagen, Veränderungen auf der ersten Ebene sind ja auch ein Erfolg. Natürlich ist dem auch so, aber wenn Sie sich die diversen Förderprogramme ansehen, werden Sie feststellen, dass nur Veränderungen auf der zweiten, oft sogar nur auf der dritten Ebene gefördert werden.

Das kann zum Problem werden, denn die Innovationen auf der obersten Veränderungsebene brauchen eine solide Grundlage. Ist die nicht gegeben, besteht die Gefahr des Scheiterns. Wenn man das DICE-Framework verwendet, sollte man das eigentlich anhand der Punktezahl erkennen können. Aber ich habe dieses Modell noch nicht angewendet, insofern weiß ich das einfach nicht.

Nachdem ich hier jetzt wieder häufiger neue Beiträge veröffentlichen möchte, werde ich das Augenmerk auf gute Ideen aus dem Kulturbereich richten, die als Impuls für Digitalisierungsprojekte anderer Kulturorganisationen dienen können.

Jetzt aber wünsche ich Ihnen erst einmal viel Spaß beim Lesen der beiden Broschüren. Wenn Sie sie nicht als PDF, sondern lieber in gedruckter Form vor sich liegen haben wollen, können sie auch kostenlose Druckexemplare bestellen. Die Informationen dazu finden Sie auf der Website des Zentrums für Digitalisierung und Kultur an der Landesbibliothek Schleswig-Holstein.

Foto: Clem Onojeghuo auf Unsplash

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Über Zielgruppe und Bedarfsgruppe

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Heißt Ihre Zielgruppe „alle“? Ich finde, das ist kein Fehler. Allerdings ist es schwierig, „alle“ anzusprechen und auf sich aufmerksam zu machen. Deshalb macht es Sinn, sich kleinere Gruppen herauszufischen und mit diesen in den Dialog zu treten. Aber wie machen sie das, wen wollen sie überhaupt erreichen? Anke von Heyl hat einen lesenswerten Beitrag zum Thema Besucherorientierung verfasst, in dem sie zeigt, wie man dafür die Persona-Methode nutzen kann. Ich möchte Ihren Blogbeitrag als Impuls nutzen, mich mit dem Zusammenspiel von Zielgruppe und Bedarfsgruppe zu beschäftigen.

So wie Anke arbeite ich gerne mit Persona, stelle mir aber immer häufiger die Frage, ob das reicht. Warum?

„Die Persona ist das Gesicht der jeweiligen Dialoggruppe, mit der man in Kontakt treten möchte“,

schreibt Anke in ihrem Beitrag. Damit haben wir die Adressaten unserer Marketingaktivitäten gefunden, wir könnten auch sagen, das ist unsere Zielgruppe. Aber interessieren sich nun all diejenigen, die Teil dieser Zielgruppe sind, für meine Inhalte? Nein, oder? Also ist noch nicht Schluss, wenn ich meine Zielgruppe kenne. Anke spricht von Besucherorientierung, das ist ja mehr als das Wissen über die Zielgruppe.

Besucherorientierung: Es geht um Bedürfnisse und Erwartungen

Bei der Suche nach einer Definition von Besucherorientierung habe ich schnell festgestellt, dass es die eine, die für alle und alles gilt, nicht gibt. Annette Noschka-Roos, Professorin für Museumspädagogik, spricht in ihrem Artikel „Besucherorientierung in Museen: Vielfalt als Prinzip“ von einem „weiten Feld mit je nach Museumsgattung unterschiedlichen Konturen“. Klar ist aber, es geht immer um die Erwartungen und Bedürfnisse derer, die man gerne als Nutzer*innen der eigenen Angebote sehen möchte.

Aber fangen wir von vorne an: Was ist eigentlich eine Zielgruppe?

„Unter einer Zielgruppe (engl. target audience) versteht man im Marketing eine bestimmte Menge von Marktteilnehmern, die auf kommunikationspolitische Maßnahmen homogener reagieren als der Gesamtmarkt“,

heißt es auf Wikipedia. Diese Menge an Marktteilnehmer*innen muss ich jetzt noch in irgendeiner Form eingrenzen. Meist geschieht das, man kann es auch auf Wikipedia nachlesen, mit Hilfe soziodemografischer Merkmale. Im Kulturbereich ist die Gruppe derer, die in der Stadt leben, über einen hohen Bildungsgrad und ein entsprechend überdurchschnittliches Einkommen verfügen, wohl am häufigsten anzutreffen.

Warum jemand kommt, wissen wir meist nicht

Bei vielen künstlerischen und kulturellen Veranstaltungen ist es auch genau diese Zielgruppe, aus der der Großteil des Publikums kommt. Man könnte jetzt sagen: Wunderbar, alles richtig gemacht. Meine Antwort darauf wäre ein: ja, aber.

Ja, weil wir damit in der Tat ein Segment unserer Gesellschaft beschrieben haben, das im Verhältnis zu anderen Gruppen überdurchschnittlich oft solche Veranstaltungen besucht. Mit „aber“ antworte ich, weil zwar weiß, wer etwa meine Veranstaltungen besucht. Aber die Gründe kenne ich nicht, ihre Erwartungen oder Bedürfnisse. Spätestens, wenn man auf Content Marketing setzt, wird das aber wichtig.

Bedarfsgruppe und Value Proposition Canvas

Für mich ist das der passende Moment, um die Bedarfsgruppe ins Spiel zu bringen. Eine Definition dazu zu finden ist gar nicht so einfach. Am besten gefällt mir diese hier:

“ Eine in der Bedarfsfor­schung aggregierte Gruppe von Wirtschaftssubjekten (potentiellen und aktuellen Abnehmern) mit ähnlicher oder gleichartiger Bedarfsstruktur.“

Quelle: Wirtschaftslexikon24.com

Viele von Ihnen werden das Value Proposition Canvas kennen (siehe dazu „Value Proposition Design“ von Alexander Osterwalder et al. (Affiliate Link)). Mit diesem Instrument lassen sich recht gut die Bedürfnisse der (potenziellen) Kund*innen mit dem eigenen Angebot abgleichen. Auf der einen Seite haben wir das Kundenprofil, auf der anderen Seite die Value Map, die unsere Angebote auflistet. Je größer die Übereinstimmung von Kundenprofil und Value Map ist, desto besser.

In meinen Augen ergänzen sich Ziel- und Bedarfsgruppe wunderbar. Mit dem Persona-Ansatz entwickle ich eine – im Idealfall -repräsentative Figur, die mir vor allem Aufschluss darüber gibt, wie Menschen, die sich in dieser Persona wiederfinden lassen, ticken. Ticken, weil ich mich natürlich auch mit deren Bedürfnissen und Erwartungen auseinandersetze. Aber ich lasse die außen vor, die nicht dieser Zielgruppe angehören, aber die gleichen Bedürfnisse und Erwartungen haben. Für die müsste ich jetzt eine neue fiktive Figur schaffen, was, wenn man weiterdenkt, dazu führt, dass wir recht schnell sehr viele Persona haben.

Die Zielgruppe ist vor allem für das Outbound Marketing wichtig

Was tun? Aus Kommunikationssicht macht es Sinn, mit der Zielgruppe zu beginnen. Vor allem, wenn es Ihnen darum geht, mehr und neue Menschen auf sich aufmerksam zu machen. Möglichst große Reichweite, aber Streuverluste in Kauf nehmen, das ist das gute alte Outbound Marketing (Siehe dazu: „Der Unterschied zwischen Outbound- und Inbound-Marketing„). Oft verpönt und sogar schon totgesagt, hat es in meinen Augen sehr wohl eine Berechtigung. Gut zeigen lässt sich das anhand der Customer Journey:



Quelle: Nick Nijhuis (Wikimedia Commons) [CC BY-SA 4.0]

Gerade Kultureinrichtungen oder auch Künstler*innen, die eher unbekannt sind, müssen, denke ich, auf das Outbound Marketing setzen, wenn sie ihre Angebote sichtbar machen wollen. Die Suchmaschine ist ihnen da (noch) keine große Hilfe. Aber Google und Facebook mit ihren Angeboten, Werbung zu schalten.

Haben wir auf die richtige Zielgruppe gesetzt, ist uns zwar die Ansprache gelungen. Mehr aber noch nicht. Jetzt müssen wir in den nächsten Phasen Überzeugungsarbeit leisten. Wenn wir wissen, welche Erwartungen und Bedürfnisse jemanden antreiben, fällt es uns leichter, unser Angebot ins rechte Licht zu rücken und den richtigen Content zu produzieren.

Bedürfnisse und Erwartungen: Daten helfen nur bedingt

Aber wie finden wir heraus, welche Erwartungen und Bedürfnisse jemanden antreiben, ein bestimmtes Angebot zu nutzen? Was lässt uns ein Konzert oder eine Ausstellung besuchen oder ein Buch lesen? Gründe dafür gibt es natürlich viele, mit einer Theateraufführung sind also viele Erwartungen verbunden und werden viele Bedürfnisse gestillt.

Eine Möglichkeit besteht darin, mit Daten zu arbeiten. Was ist, wenn meine Persona gar keine von mir erfundene fiktive Figur darstellt, sondern auf Daten basiert, über die ich verfüge? Möglichkeiten, an diese Daten zu kommen, gibt es viele. Google Analytics, der Emailnewsletter, die Stammdaten des Abopublikums. Auch auf diese Weise kann ich eine Persona kreieren.

Stehen mir genügend Daten zur Verfügung, muss ich keine repräsentative Figur mehr schaffen. Christoph Kucklick spricht in seinem Buch „Die granulare Gesellschaft“ (Affiliate-Link) von einer „Differenz-Revolution“. Dank der Digitalisierung seien wir nun dazu in der Lage, die Welt neu zu vermessen. Früher waren Daten rar und so orientierten wir uns am Durchschnitt, schreibt Kucklick.

Wer zum Beispiel bestimmte Krankheitssymptome aufwies, wurde wie alle anderen behandelt. Erst wenn die Behandlung nicht anschlug, versuchte man an zusätzliche Informationen zu kommen. Neue Managementmodelle wurden auf alle Unternehmen übertragen. Das Erstaunen war groß, wenn der Ansatz keine Wirkung zeigte. Der Grund: Man orientierte sich immer am Durchschnitt, die Abweichungen konnte man erst im Nachhinein erkennen.

Clayton M. Christensen und die „Jobs-to-be-done“-Methode

Clayton M. Christensen ist davon nicht ganz überzeugt. In seinem Buch „Besser als der Zufall“ (Affiliate-Link) lehnt er das Sammeln von Daten nicht ab. Die Schwierigkeit sieht Christensen aber darin, die Daten richtig zu analysieren. Die Daten erklären zwar, dass etwas ist, aber nicht, warum etwas so ist, wie es ist. Korrelationen lassen sich so sichtbar machen, aber um ein Angebot erfolgreich unter die Menschen zu bringen, brauche ich Kausalzusammenhänge.

Um Kausalzusammenhänge zu entdecken, kommt es auf die richtige Frage an. Wenn es um Innovationen geht, glaubt Christensen die richtige Frage gefunden zu haben:

„Mit welcher Aufgabe haben Sie dieses Produkt beauftragt?“

Clayton M. Christensen: „Besser als der Zufall“ (Position 148)

Eine Aufgabe definiert Christensen als den Fortschritt, den ich mit Hilfe eines Produkts oder einer Dienstleistung machen möchte. Diese Aufgabe kann entweder auf der funktionalen, der sozialen, der emotionalen oder in der Verbindung dieser Dimensionen gestellt werden.

So kann ich zum Beispiel ins Theater gehen, weil mich ein bestimmtes Stück und das dahinter stehende Thema interessiert (funktionale Ebene). Vielleicht möchte ich aber auch nur gut unterhalten werden (emotionale Ebene) oder es ist wichtig, dass andere mitbekommen, dass ich mich für Theater interessiere (soziale Ebene). Zugegeben, das ist jetzt etwas platt. Aber so wird, denke ich, klar, was damit gemeint ist.

Sie sehen, es gibt etliche Möglichkeiten, sich ein Bild von denen zu machen, die man erreichen möchte. Wofür Sie sich entscheiden, hängt davon ab, um welches Produkt es sich handelt und ob klar ist, wen Sie mit welchen Bedürfnissen und Erwartungen erreichen möchten.

Zielgruppe und Persona sind vor allem in der Awarenessphase wichtig

Wenn wir die Customer Journey als Ausgangspunkt verwenden, dann sind Zielgruppen und Persona vor allem in der Awareness-Phase besonders wichtig. Sind Sie schon über diese Phase hinaus und haben Ihre Kanäle, über die Sie Menschen erreichen, dann hängt es jetzt davon ab, was Sie anbieten. Daten sind eine gute Grundlage, aber wie Christensen schreibt, hängt der Nutzen von der richtigen Auswertung der Daten ab. Korrelationen sind nur bedingt hilfreich, entscheidend sind Kausalitäten, also wenn-dann-Beziehungen.

Ob Sie sich für das Value Proposition Canvas oder die „Jobs-to-be-done“-Theorie von Christensen entscheiden, ist eigentlich gar nicht wichtig, denn im Grunde ähneln sich beide Absätze sehr stark. Beide gehen von den Bedürfnissen potenzieller Nachfrager*innen aus und fordern uns auf,d ie Frage nach dem „Warum“ zu stellen. Diese Aufgabe, mit der wir als Anbieter konfrontiert werden, hat in beiden Ansätzen drei verschiedene Ebenen: die funktionale, die soziale und die emotionale. Oft handelt es sich um vielschichtige Aufgaben, die zwei oder vielleicht sogar alle drei Ebenen umfassen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Zielgruppe und Bedarfsgruppe gut ergänzen, vor allem in Verbindung mit verschiedenen Persona. Wenn Sie so vorgehen, ist es übrigens viel leichter, neue Zielgruppen anzusprechen, weil Sie über Ihre schon vorhandenen Kund*innen / Besucher*innen sehr viel wissen und klare Vorstellungen haben, welche Fragen wichtig sind, um sich neue Kundensegmente zu erschließen.

Titelfoto von Emily Morter on Unsplash

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Crowdfunding: die Community als Erfolgsfaktor

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Haben Sie schon mal eine Crowdfunding-Kampagne durchgeführt und können die Frage nach dem wichtigsten Erfolgsfaktor beantworten? Es ist natürlich auch nicht falsch, diese Frage zu beantworten, bevor man eine Kampagne startet. Für mich ist es das Netzwerk oder die Community, mit deren Hilfe das nötige Geld zusammenkommen soll. Deshalb ist der Aufbau einer Community der erste Schritt für eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne.

Nur wenige Angebote finden Ihre Interessent*innen von ganz alleine

Warum ist das eigene Netzwerk oder die Community so wichtig? Es ist ein Irrglaube, davon auszugehen, ein tolles Angebot finde seine Interessent*innen oder Käufer*innen immer von ganz alleine. Das kommt zwar manchmal vor, aber es ist ganz sicher nicht die Regel. Das sieht man recht gut, wenn man sich auf den Crowdfunding-Plattformen Projekte anschaut, die nicht so erfolgreich sind. Wer etwas weiter recherchiert, erkennt recht schnell, dass die Initiator*innen entweder gar nicht in den sozialen Netzwerken vertreten sind oder keine aktive Community besitzen.

Für eine Community braucht es nicht unbedingt die sozialen Netzwerke. Vor allem bekanntere Kultureinrichtungen sind auch über andere Kanäle ganz gut vernetzt. Bei der Crowdfunding-Kampagne der Wiener Philharmoniker zum Beispiel erzielten vermutlich die Presseaussendungen die größte Wirkung. Bei kleineren und eher unbekannten Kultureinrichtungen funktioniert das aber wohl nicht. Insofern ist es für die meisten schon ganz klug, auf die sozialen Netzwerke zu setzen.

Vertrauen als Voraussetzung für eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne

Netzwerk heißt in dem Fall, dass einen die Menschen kennen und einem vertrauen. Sehr schön sieht man das an einer Kampagne des Theater Sommer Klagenfurt. Das Theater versuchte vor mehr als sieben Jahren, mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne die Kostüme für ihre Theaterproduktion zu finanzieren. Dankenswerterweise haben sie die Kampagne in ihrem Blogbeitrag „Crowdfunding – Kennzahlen einer erfolgreichen Finanzierung“ ausgiebig analysiert, deshalb muss ich jetzt an dieser Stelle nicht näher auf die Kampagne eingehen.

Wie wichtig Vertrauen ist, zeigt die folgende Grafik. Im Rahmen ihres Beitrags haben sie nämlich analysiert, wer sie eigentlich bei dieser Kampagne unterstützt hat und woher das Geld kam:

Quelle: Theater Sommer Klagenfurt

Nur ein knappes Fünftel der Unterstützer*innen war dem Theater wirklich unbekannt, die restlichen 80 waren Freunde, Verwandte, Bekannte oder gehörten zum Stammpublikum. Nun können Sie einwenden, dass man da ja gleich seine Freunde direkt um Unterstützung bitten kann und die Kampagne gar nicht braucht. Ich denke, dass Crowdfunding schon etwas anderes ist als die Bitte um Unterstützung. Alleine schon die Tatsache, dass man für sein Geld eine klar definierte Gegenleistung erhält, ändert die Rahmenbedingungen.

Erfolgreiche Kampagnen haben im Schnitt 127 Unterstützer*innen

In den Projekten, die ich begleiten durfte, haben mir die beiden Grafiken immer sehr geholfen. Ich habe immer versucht herauszufinden, wie groß die jeweilige Community ist und diese dann um ein Fünftel ergänzt. Das war für mich der Ausgangspunkt, um beurteilen zu können, ob eine Zielsumme realistisch ist oder nicht.

Ohne ein paar Zahlen von den Plattformbetreibern geht das allerdings nicht. Ich habe netterweise von Startnext die folgende Aufstellung bekommen. Bei den Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte bei erfolgreichen Projekten:

Startnext20162018
Fundingsumme/Projekt 8.415 €8.600 €
Zahl der Unterstützer*innen pro Projekt105127
Betrag pro Unterstützer*in pro Projekt75 €67 €
Erfolgsquote62 %56 %

Sie sehen, die durchschnittliche Zielsumme aller erfolgreichen Projekte auf Startnext ist von 2016 auf 2018 nur geringfügig angestiegen. Dafür braucht es 2018 mehr Unterstützer*innen, die weniger Geld ausgeben als zwei Jahre davor. Die Erfolgsquote ist leicht gesunken, aber immer noch relativ hoch. Zu erklären ist das mit der ständig steigenden Zahl an Projekten, die zu einer Verwässerung der Qualität führt und die Erfolgsquote sinken lässt.

Wenn Sie nun wissen, wie groß Ihre Community ist, also die 80 % plus das Fünftel derer, die Sie ganz neu gewinnen müssen, dann können Sie abschätzen, welche Zielsumme für Ihre Kampagne realistisch ist. Bei insgesamt 127 Personen ist eine Zielsumme von 8.600 Euro realistisch, bei 1.270 Personen wären es dann 86.000 Euro.

Bitte nageln Sie mich jetzt nicht auf diese Zahlen fest. Es ist, wenn Sie so wollen, eine Zahlenspielerei, die mir aber hilft, das eigene Vorhaben einordnen zu können. Natürlich spielen da noch andere Faktoren mit hinein, die über Erfolg oder Misserfolg der Kampagne entscheiden.

Crowdfunding ist ein lokales Phänomen

Zum Beispiel hängt der Erfolg auch davon ab, wie weit Ihre Fans von Ihnen entfernt sind. Das klingt im ersten Moment etwas merkwürdig, aber zu diesem Ergebnis kommt eine 2016 von Pro Helvetia beauftragte Studie, die sich für die Schweiz mit dem „Crowdfunding im Kulturbereich“ beschäftigt und kostenlos als PDF zur Verfügung steht.

Auf Seite 30 im Fazit findet sich die durch Zahlen belegte Behauptung, Crowdfunding sei ein lokales Phänomen. Da in dieser Studie Zahlen der Crowdfundingplattform Wemakeit verwendet werden, lässt sich das zumindest für die Schweiz sagen. Dort beträgt die Entfernung zwischen Projektinitiator*innen und Unterstützer*innen z.B. im Bereich „Musik, Konzerte, Festivals“ durchschnittlich 17 Kilometer. Klar, dass diese Zahlen bei internationalen Projekten oder bei Produkten, die digital vertrieben werden können, anders aussehen. Aber ich vermute, in Deutschland und Österreich sehen die Zahlen ähnlich aus.

Diese lokale Nähe der Unterstützer*innen passt übrigens sehr gut zur Analyse des Theater Sommer Klagenfurt. Vermutlich war es auch hier großteils ein lokales Umfeld, das das Vorhaben durch die finanzielle Unterstützung ermöglichte.

Sie sehen, schon im Vorfeld können Sie recht gut den Rahmen für Ihre Crowdfunding-Kampagne abstecken und einschätzen, ob Ihre Vorstellungen halbwegs realistisch sind. Versuchen Sie es doch mal mit Ihrer nächsten Kampagne. Oder Sie analysieren Ihre bereits durchgeführten Kampagnen und versuchen herauszufinden, ob Sie zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Vielleicht haben Sie Lust, Ihre Ergebnisse kurz als Kommentar zu posten (Gerne natürlich auch als Mail). Mich würde es nämlich interessieren, ob ich mit meinen Behauptungen richtig oder falsch liege.

Tipp: Falls Sie eine eigene Crowdfunding-Kampagne planen und sich unsicher sind, ob das alles so klappt, wie Sie sich das vorstellen: Am 19. September, also schon recht bald, halte ich in Wien am Institut für Kulturkonzepte ein eintägiges Crowdfunding-Seminar. Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, klicken Sie auf den Button oder kontaktieren Sie mich.

Foto von William White auf Unsplash

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Das Internet als ein demokratischer Diskursort

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Im Vorfeld des stARTcamps habe ich Dr. Matthias Beitl, dem Direktor des Volkskundemuseum Wien, per Email einige Fragen gestellt.

Kulturmanagement Blog: Zuerst einmal möchte ich mich bei Ihnen für die Gastfreundschaft bedanken. Wir freuen uns, heute bei Ihnen mit dem stARTcamp zu Gast sein zu dürfen. Das Volkskundemuseum ist ein sehr geschichtsträchtiges Museum, es wurde bereits 1895 gegründet. Ich habe in den Jahren, in denen wir mit dem stARTcamp in einer Kultureinrichtung zu Gast waren, fast immer im Vorfeld ein Interview geführt, in dem es um den digitalen Wandel ging. Das empfinde ich bei einem Haus mit so einer langen Geschichte als besonders interessant.

Im Mission Statement kann man nachlesen, dass sich das Haus in der Auseinandersetzung mit seinen Sammlungen mit der Kultur und ihren materiellen Äußerungen beschäftigt. Dabei geht es um Selbst- und Fremdbilder, um Identitäten und Vorstellungswelten sowie um soziale Räume und gesellschaftliche Prozesse. Welche Rolle spielt denn in all diesen Entwicklungen, die Sie beobachten der digitale Raum, der ja vor allem ein sozialer Raum ist, weil er letzten Endes von der Dynamik, der Interaktion lebt?

Der digitale Raum als ein Ort der Versammlung und Auseinandersetzung

Matthias Beitl: Als Museum nützen wir den digitalen Raum, um unsere Inhalte und Haltung zu kommunizieren. Da Museen keine neutralen Orte, sondern Dealer von Wissen und Werten sind, ist der digitale Raum ein wesentlicher Teil der Vermittlungsarbeit. Konkret auf unsere Inhalte bezogen sehen wir den digitalen Raum als einen politischen Raum im Sinne der Agora, als einen Ort der Versammlung und Auseinandersetzung. Das steht jedoch im Gegensatz zu dem „Hassraum“, den bestimmte politische Haltungen durch ihre ideologischen Funken zünden.

Abgesehen davon ist der digitale Raum für uns auch das „Feld“ und somit Teil der Empirie. Dort bilden sich ja gesellschaftliche Prozesse ab, deren spezifische Phänomene sich dann entweder gesamtheitlich oder auch nur zeichenhaft niederschlagen.

Kulturmanagement Blog: Sie verstehen das Museum als einen Ort, an dem gesellschaftliche Diskurse geführt werden. Ich habe den Eindruck, dass wir unsere Diskursfähigkeit mehr und mehr verlieren, obwohl wir immer mehr Kanäle dafür zur Verfügung haben. Wie sehen und erleben Sie die Entwicklung? Hat das Internet neue Diskursräume eröffnet? Oder sind die für den gesellschaftlichen Diskurs gar nicht (mehr) geeignet, Stichwort Filterblase?

Matthias Beitl: Ich glaube an Diskursräume im Internet, aber es ist halt ein emotionales Schreimedium. Im Grunde ist es ein sehr demokratischer Diskursort, in dem sich jede und jeder betätigen kann. Dabei schält sich natürlich die Realität von Charakter, Bildung, sozialer Bedingung heraus. Wir lernen direkter über Wertegefüge von Menschen, zumindest von jenen, die sich äußern.

Allerdings weiß man auch nicht mehr genau, wer dann die maschinengesteuerten Trolle sind und wer noch echt ist, in diesem Raum. Das ruiniert natürlich den Möglichkeitsraum, und wenn Behauptungen mittels Big Data individuell portioniert verabreicht werden, dann sperren wir uns selber ein.

Kulturmanagement Blog: Eva Menasse hat in einem Artikel in der NZZ den Standpunkt vertreten, dass die Digitalisierung unsere Kommunikation zerstört hat und wir nur noch eine personalisierte Öffentlichkeit haben, in der es keinen Streit und keinen Kompromiss gibt. Mark Zuckerberg propagiert gerade den Rückzug ins Private. Wo können wir denn den gesellschaftlichen Diskurs noch führen, wo führen Sie ihn als Museum?

Mitmachen im digitalen Raum ist schon fast demokratische Pflicht

Matthias Beitl: Ohne zu wissen, wie Zuckerberg seinen Rückzug ins Private sieht – und es ist auch egal – macht es schon Sinn, sich genau zu überlegen, wie sehr man „sich interagieren lassen will“. Bezogen auf Diskurse und Haltung meine ich, dass es Zeiten gibt, in denen ein Mitmachen im digitalen Raum fast schon demokratische Pflicht ist. Wenn wir mit Haltung und Körper auf die Demo gehen, sollten wir auch mit Haltung im virtuellen Raum unterwegs sein.

Foto: Inge Prader

Ich finde, unsere Kommunikation ist nicht zerstört. Ich denke an die vielen Interessensgruppen, denen es um Austausch und gemeinsame Interessen geht. Jede und jeder hat mehr Wahlfreiheit, alle sind Autorinnen und Autoren – wir sollten darauf Bedacht nehmen, was das bildungspolitisch heißt. Selbst wenn die medialen Inhalte immer kürzer und bildhafter werden, müssen wir uns zu jeder Zeit über die Auswirkung unseres Beitrags auf das Gesamtsystem im Klaren sein – das ist eine Verantwortung.

Kulturmanagement Blog: Wenn die sozialen Netzwerke angeblich out sind, nutzen Sie Facebook & Co überhaupt (noch)?

Facebook und Instagram als kommunikative Primärflächen

Matthias Beitl: Für uns sind Facebook und Instagram kommunikative Primärflächen, da wir kein Geld für klassische Werbeflächen haben. Da wir aber an so etwas wie einer polyphonen Institution arbeiten, wollen wir uns bemühen, weitere Kanäle – wie zum Beispiel Twitter – zu erschließen und laden auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, als Botschafterin und Botschafter des Museums im digitalen Raum unterwegs zu sein. Hier geht es um Fragen der gemeinsamen Haltung und des individuellen Sprechens darüber.

Kulturmanagement Blog: Sie sind ein Museum jenseits des Spektakulären. Wie schafft man es in einer Zeit, wo nur Superlativen zu zählen scheinen, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und sie nicht sofort wieder zu verlieren?

Matthias Beitl: Wir machen Projekte, weil sie uns wichtig erscheinen. Wir arbeiten im Sinne einer Plattform mit vielen externen Initiativen zusammen, weil wir meinen, dass sie notwendig sind. Jenseits der Superlative lebt es sich interessanter, freier, herausfordernder, und die Effekte der eigenen Arbeit sind direkter ablesbar. Es ist ein persönlicheres Erlebnis, jenseits der Spektakulären, und ich glaube, dass Menschen solche kleinen übersichtlichen Räume mögen und brauchen.

Kulturmanagement Blog: Welche Kanäle nutzen Sie für Ihr Marketing und wieviel Zeit planen Sie für Ihre Onlineaktivitäten ein?

Matthias Beitl: Zurzeit nutzen wir Facebook und Instagram als Museum und durch ein paar von uns, die persönlich rund herum aktiv sind. Mit Newsletter arbeiten wir natürlich auch, außerdem legen wir großen Wert auf die Aktualität und Qualität unserer Homepage. Die Frage nach der Zeit ist schwierig, das hängt sehr von der Dichte des Programms ab. 10-20 Stunden pro Woche werden es wohl sein.

Kulturmanagement Blog: Und zum Schluss noch eine Frage, die ich anderen Kultureinrichtungen auch schon gestellt habe: Verändern sich durch die Digitalisierung Prozesse und Strukturen in Ihrem Museum?

Matthias Beitl: Ja sicher, beispielweise die Archivarbeit. Bei einer Sortierung und Aufarbeitung des Archivs werden viele interessante Inhalte zu Tage gefördert. Für ein Storytelling aus diesem Fundus sind digitale Kanäle bestens geeignet. Und dann ist da noch der ganze Sammlungsdigitalisierungsbereich, die Online Sammlungen, das Online Repositorium unseres Verlags, etc. Im Rahmen unserer Möglichkeiten sind wir schon mitten in der Digitalisierung.

Kulturmanagement Blog: Danke für Ihre Antworten!



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Über die Anfänge meiner Netzbiografie

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Zwei Wochen vor dem stARTcamp hier in Wien haben die Kulturfritzen zur Blogparade „Wie wir das Analoge und das Digitale verknüpfen können“ aufgerufen, die nach unserem Weg ins Netz fragt. Unter dem Hashtag #MeinWeginsNetz stellt Anne Aschenbrenner in der Zeit bis zum #scvie19 sieben Fragen über unser Leben im Netz. Wer sie alle beantwortet, blickt am Ende auf so etwas wie eine Netzbiografie.

Begonnen hat es mit MS-DOS und GW-BASIC

Mein Weg ins Netz hat eigentlich recht lange gedauert, wobei ich mich leider an viele Dinge nicht mehr so wirklich erinnern kann. Mitte der 1980er Jahre schaffte ich mir während des Studiums meinen ersten Computer an. Es war ein Windows-Rechner und so begann ich mich mit MS-DOS und GW-BASIC zu beschäftigen. Ich glaube, ich hätte das gar nicht tun müssen, aber da ich des öfteren mit dem Kasten kämpfen musste, glaubte ich irgendwann, diese Probleme durch Programmierung lösen zu können.

Von HombreDHojalata – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 es

Das Internet war damals für mich noch gar kein Thema, ich war schon froh, dass ich nun meine Arbeiten an der Uni nicht mehr mit der Schreibmaschine tippen musste. Der Zeitgewinn war enorm, ich war begeistert. Ich weiß noch, wie stolz ich war, als ich mein erstes Referat mit Hilfe von, ich glaube, Word 2 fertig geschrieben hatte. Ich ahnte aber noch nicht, dass mir die größte Prüfung noch bevorstand.

Der Kampf mit dem Nadeldrucker

Nun musste ich die Arbeit natürlich noch ausdrucken. Ausgestattet mit einem 9 Nadeldrucker und Endlospapier machte ich mich an die Arbeit. Das typische Geräusch des Druckers habe ich heute noch im Ohr. Wer es nicht kennt, kann sich dieses Video „anhören“. ;-) Ich brauchte fast die ganze Nacht dafür, weil der Drucker das Papier so bedruckte, wie er es wollte. Mal begann er erst irgendwo im ersten Drittel der Seite oder er hörte in der Mitte der Seite auf. Irgendwann gegen 3 oder 4 Uhr war ich dann fertig.

Meine Magisterarbeit habe ich übrigens auch mit dem Computer geschrieben. Abgespeichert habe ich sie auf Diskette, die auch noch irgendwo in einer Schachtel liegt. Aber die heutigen Programme können die Umlaute nicht entschlüsseln, weshalb ich froh bin, auch noch ein gebundenes Exemplar zu besitzen.

Die typischen Geräusche eines Modems

Erst Mitte der 1990er Jahre begann ich mich für das Internet zu interessieren. Wobei es anfangs eigentlich nur die Email war. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass ich Kunde des 1994 von Klaus Matzka gegründeten Internet-Providers magnet wurde. Eigentlich war es nur ein Mailboxsystem, das mit Hilfe einer grafischen Oberfläche als magnet city verkauft wurde. Ich musste natürlich in kurzen Abständen meine Mailbox checken, was nicht so einfach war, denn man musste sich mit Hilfe eines Modems, das mit der Telefonleitung verbunden war, einwählen. An mein erstes Modem kann ich mich leider nicht mehr erinnern, aber später war es das Gerät, das Sie oben auf dem Titelbild sehen können. Und so klang es, wenn man sich einwählte:

Dank der Blackbox-Community fand ich den Weg aus der Mailbox heraus. Blackbox war Mitte der 1990er Jahre die wohl größte Online-Community für Politik und Jugendkultur. Im Wikipedia-Artikel heißt es:

Am Höhepunkt ihres Erfolgs gegen Ende 1997 hatte die Blackbox um die viertausend aktive User und galt als wesentlicher Baustein der österreichischen Zivilgesellschaft.

Viertausend Nutzer galten damals noch als das Nonplusultra, wie haben sich die Zeiten doch geändert. Mit der Zeit wurde dann natürlich auch das WWW interessant, spannend war für mich vor allem das Videoformat. Aber man musste sich die Videos noch richtig verdienen. Viele werden wissen, was ich meine: Das Video war ungefähr so groß wie eine Briefmarke und nach ungefähr einer Minute Ladezeit bekam man dann gefühlte zehn Sekunden Video zu sehen.

Von den nächsten Jahren ist mir nur sehr wenig in Erinnerung geblieben. Ich war froh, dass nach der Jahrtausendwende immer mehr Unternehmen eine Homepage hatten, denn für die Suche nach Sponsoren machten sie das Telefonbuch überflüssig. Das von Wien hatte ich zu Hause, klar. Aber an die anderen kam man nur heran, indem man zu einer Postfiliale ging und dort hoffentlich das richtige Telefonbuch fand. Wie leicht war das im Internet!

Ein Blog muss her!

Mit dem Anwachsen des Internets wuchs natürlich auch die Chance, interessante Inhalte im Netz zu finden. Um das Jahr 2005 herum entdeckte ich Blogs zum Thema Kulturmanagement, allerdings waren sie alle im amerikanischen Raum angesiedelt. Ich war von der Idee, das eigene Wissen online mit anderen Menschen zu teilen total fasziniert und wusste: Das will ich auch!

So beschloss ich, es auch mit einem Blog zu versuchen. Natürlich musste mein Blog unbedingt das Wort „Kulturmanagement“ in der Domain haben. Nur war da leider gar nichts mehr frei. Zum Glück startete damals die Forma Automattic ihren Bloghosting-Dienst WordPress.com. Hier ein Blog anzulegen kostete erstens nichts und zweitens war auch noch die Subdomain kulturmanagement.wordpress.com frei.

Der Plattform WordPress.com bin ich bis heute treu geblieben. Ich habe zwar mittlerweile eine eigene Domain, aber das Blog liegt immer noch auf den WordPress.com-Servern. Den Rest der Geschichte können Sie dann hier auf diesem Blog nachlesen, das ich seit Ende 2006 betreibe. Aus SEO-Gründen sollte ich eigentlich ein ganz neues Blog beginnen. Aber dieses Blog ist vermutlich das wichtigste Teil meiner Netzbiografie. Deshalb mag ich es nicht aufgeben.

Ein Video als Zeitdokument

Zum Schluss möchte ich noch einmal in die 1990er Jahre zurückspringen und auf ein Video verlinken (einbetten lässt es sich leider nicht), mit dem 1997 Josef Broukal das Internet erklärte. In meinen Augen ist es ein großartiges Zeitdokument, das zeigt, was in den letzten 20 bis 25 Jahren eigentlich alles passiert ist.

Titelbild: Frédéric Bisson, Flickr (CC BY 2.0)

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Die EU fördert Kultur und Digitalisierung

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Kurz vor dem Ende einer Förderperiode experimentiert die EU ganz gerne, um neue Programm- bzw. Förderideen zu testen. Im Rahmen von Creative Europe veröffentlichte die EU vor kurzem der Call „Bridging culture and audiovisual content through digital„. Mit ihm möchte sie den Boden für ein „Creative Innovation Lab“ bereiten. Gefördert werden Projekte an der Schnittstelle von Kultur und Digitalisierung

Die wichtigsten Informationen finden sich in der vierseitigen Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen (EACEA/06/2019) und im zur Verfügung gestellten Leitfaden. Die wichtigsten Punkte möchte ich in den folgenden Absätzen kurz zusammenfassen.

Was wird gefördert?

Das Ziel dieses Calls ist es, neue sektorübergreifende Ideen für die Finanzierung, den Vertrieb und die Monetarisierung von Werken zu erproben. Unterstützung finden Projekte, die sparten- bzw. branchenübergreifend (der audiovisuelle Sektor, der sonst ausgeschlossen ist, darf hier dabei sein) angelegt sind und auf technologische Innovation, zum Beispiel im Bereich von Virtual Reality setzen.

Als auch Projekte, die

„der Förderung innovativer sektorübergreifender Konzepte und Instrumente zur Erleichterung des Zugangs, der Verbreitung, der Bekanntmachung und der Monetarisierung von Kultur und Kreativität, einschließlich des kulturellen Erbes, dienen“.

Um es kurz zu machen: Es geht um Ideen, wie sich mit Hilfe digitaler Technologien Kunst und Kultur besser verkaufen lassen. Verkaufen bedeutet hier, den Zugang dazu erleichtern, das Angebot zu vermarkten sowie neue Geldquellen zu erschließen.

Wer darf einen Antrag stellen?

Anträge können von folgenden Institutionen eingereicht werden:

  • Nonprofit-Organisationen (privat/öffentlich)
  • Universitäten, Bildungs- und Forschungseinrichtungen
  • Behörden (lokal, regional, national)
  • Internationale Organisationen
  • Unternehmen

Wenn ich es richtig verstanden habe, dürfen sich auch Selbständige und EinzelunternehmerInnen, „bei denen das Unternehmen keine von der natürlichen Person unabhängige Rechtspersönlichkeit besitzt“, an der Ausschreibung beteiligen.

Kommen müssen die Antragsteller aus den

  • EU-Mitgliedsstaaten
  • Beitritts-, Kandidaten- und potenziellen Kandidatenländern
  • EFTA-Staaten (bei der Schweiz ist das von einem noch abzuschließenden bilateralen Abkommen abhängig)
  • Länder, die sich an der Europäischen Nachbarschaftspolitik beteiligen.

Worauf muss geachtet werden?

Chancen auf eine Förderung haben Projekte,

  • die eine neue digitale (oder audiovisuelle) Technologie beinhalten, die im Museum, bei Liveveranstaltungen oder im Bereich Kulturelles Erbe zum Einsatz kommt;
  • an dem mindestens drei Partner aus drei verschiedenen Ländern beteiligt sind;
  • die mindestens 150.000 Euro beantragen (darf nicht unterschritten werden!), wobei diese Summe maximal 60% des Projektbudgets ausmachen darf. Bei einer Punktlandung würde das Budget dann 250.000 Euro betragen;
  • die zwischen dem 1.1.2020 und dem 30.6.2021 stattfinden, also max. 18 Monate dauern.

Wie werden die Projekte bewertet?

Hier gelten die üblichen Vergabekriterien, die auch bei den vorhergehenden Ausschreibungen im Rahmen von Creative Europe zur Anwendung gekommen sind:

  • Relevanz und europ. Mehrwert (35 Punkte)
  • Qualität der Inhalte und Aktivitäten (25 Punkte)
  • Auswirkungen und Verbreitung der Projektergebnisse (20 Punkte)
  • Organisation des Projektteams und des Zusammenschlusses (20 Punkte)

Wann endet die Einreichfrist?

Die Einreichfrist endet am 20. Juni 2019 um 12 Uhr, die Anträge müssen online eingereicht werden. Falls Sie Unterstützung bei der Antragstellung brauchen, nutzen Sie entweder den recht ausführlichen Leitfaden oder Sie wenden sich an den Creative Europe Desk in Deutschland, Österreich oder dem Land, in dem Sie zu Hause sind bzw. Ihr Projekt realisieren wollen. Gerne stehe aber auch ich Ihnen dafür zur Verfügung.

Nutzen Sie die Chance, es ist ein durchaus interessanter Call, mit dem die EU die Digitalisierung in Kunst und Kultur fördert. Wenn Sie mehr über die Überlegungen erfahren wollen, die sich hinter diesem Call verbergen, dann empfehle ich Ihnen einen Blick in die Zusammenfassung eines Workshops, der im Februar diesen Jahres stattfand.

Lese- und Downloadtipp: Internationales Projektmanagement: Das kostenlose Handbuch des CCP Austria erscheint in der zweiten Auflage

Titelbild: pixel2013 (Pixabay)

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Über das #coscamp, eine Blogparade und ein Häferl

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Vorgestern war ich in Graz beim Content Strategy Camp dabei und ich weiß, wenn man nicht sofort darüber schreibt, schreibt man gar nicht. Deshalb habe ich mich gestern schon hingesetzt und zusammengeschrieben, was bei mir vom #coscamp hängengeblieben ist. Wie das bei Barcamps so ist, muss man sich immer zwischen verschiedenen Sessions entscheiden, in diesem Fall waren es immer fünf, die zeitgleich stattfanden. Deshalb ist das hier kein Bericht über das #coscamp, sondern eine höchst subjektive Zusammenfassung der Sessions, die ich erleben durfte.

Wer sich einen Überblick über das #coscamp verschaffen will, sei auf die Dokumentation verwiesen, die das Organisationsteam in einer vermutlich kurzen Nacht erstellt hat (Tausend Dank dafür!!). Und Bilder vom Barcamp gibt es auch, dafür ebenso vielen Dank! Was es mit der Blogparade und dem Häferl auf sich hat, dazu später mehr.

Was ist eine Content Strategy?

Die Frage ist deshalb wichtig, weil sehr viele Menschen die Begriffe Content Strategy und Content Marketing entweder synonym nutzen oder glauben, mit Hilfe der Content Strategy legt man den Ablauf einer Content Marketing-Kampagne fest. Heinz Wittenbrink, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass es in Graz einen der wenigen europäischen Studiengänge gibt, die sich mit Content Strategy beschäftigen, hat auf Twitter zwar die Frage nach einer Definition von Content Strategy gestellt. Eine Antwort hat er aber nicht wirklich bekommen.

Ich habe dann zwar zu früher Stunde per Tweet eine weitere Definition eingebracht, nämlich die von Kevin P. Nichols: „… getting the right content to the right user at the right time“. Aber Sascha Stoltenow meinte, das wäre nur „content logistics“. Gut, den Satz kann man so interpretieren, muss man aber nicht.

Darüber hinaus gibt es aber natürlich noch die Definition von Kristina Halvorson:

Content strategy guides your plans for the creation, delivery and governance content.“

Auch ganz hilfreich ist in meinen Augen die Formulierung in dem von Klaus Eck und Doris Eichmeier herausgebrachten Buch „Die Content-Revolution im Unternehmen“ (Affiliate Link). Dort heißt es auf Seite 39:

„Mit einer Content-Strategie wird (.) der Workflow aller Unternehmensinhalte abteilungsübergreifend und dauerhaft gemeistert. Sie ist die Basis der Content-Marketingaktivität.“

Soviel zur Frage, welche Bedeutung der Begriff Content Strategy eigentlich hat…

Zurück zum #coscamp

Los ging es, wie bei Barcamps so üblich, mit einer Vorstellungsrunde. Vorname, 3 Hashtags, das ist alles. Da sich alle an diese Regel hielten und auch niemand von akutem Gedächtnisverlust befallen wurde, war dieser Punkt in kurzer Zeit erledigt. Und das bei gut 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Ebenso schnell wurde dann der Sessionplan erstellt, hier ist er:

cof

Das war dann meine erste Session, an der ich teilnehmen durfte:

Ausgangspunkt ist bei diesem Projekt eine Website, die einen Relaunch benötigt. Die Idee, hier nicht nur einfach die Seite zu erneuern, sondern sich mit Hilfe einer Content Strategy mit der Rolle des Bildungsnetzwerks Steiermark auseinanderzusetzen, ist in meinen Augen sehr klug.

Für mich stellte sich die Frage, ob eine Content Strategy der Komplexität dieser Aufgabe, nämlich als Bildungsnetzwerk Angebot und Nachfrage von Weiterbildung zu matchen, gerecht werden kann. Ich beschäftige mich zur Zeit sehr intensiv mit der Plattformökonomie und den verschiedenen dahinter stehenden Modellen. Wenn ich jetzt also den Relaunch angehe und dafür eine Content Strategy entwickle, muss ich irgendwann auch überlegen, ob ich einfach nur der Mittler bin oder noch andere Aufgaben damit verbinde? Ich kann als Bildungsnetzwerk vor der Aufgabe stehen, den Weiterbildungsanbietern dabei zu helfen, im Rahmen einer Content Strategy die richtigen Inhalte zu entwickeln, um eine größere Nachfrage zu erreichen. Ich kann aber als Bildungswerk auch vor der Aufgabe stehen, den Stellenwert von Weiterbildung insgesamt zu erhöhen. Vielleicht müssen auch alle Aufgaben gleichzeitig erledigt werden? Die Frage ist aber, ob ich darauf Antworten im Rahmen einer Content Strategy finde und wenn ja, wie?

Suchmaschinenoptimierung wird immer wichtiger

SEO war ein großes Thema beim #coscamp, ich fand die Sessions für mich sehr hilfreich. Schwierig ist es, dass viele Expertinnen und Experten unterschiedliche Standpunkte vertreten und sich dadurch Probleme nicht lösen lassen.

Los ging es mit Martin Höllinger und David Reisner:

Konkret stehe ich bei meinem Blog mit seinen mehr als 1.800 Beiträgen vor der Frage, ob ich alte und teilweise überflüssige Beiträge löschen oder aus dem Index herausnehmen soll. Lösche ich den Beitrag, möchte ich verhindern, dass jemand eine 404-Fehlermeldung erhält. Ich kann bewusst eine 410-Fehlermeldung setzen, ich kann aber auch auf einen anderen Beitrag umleiten. Muss man für jeden Beitrag einzeln entscheiden (ich fürchte, darauf läuft es hinaus), gibt es bestimmte Tendenzen oder gibt es einen Punkt, den ich bis jetzt noch gar nicht beachtet habe? An diesem Punkt zum Beispiel bin ich nicht weitergekommen. Aber es gab auch jede Menge guter Tipps, etwa den Hinweis auf die Bedeutung der Google Search Console.

Ja die Kunden…

Melanie Kröpfl zeigte dann in der nächsten Sessionrunde, wie man mit Hilfe von Facebook-Ads Leads gewinnen kann. Ich fand das sehr spannend, weil das Potenzial von Anzeigen auf Facebook sehr groß ist. Dies auch vor dem Hintergrund, dass sich viele Unternehmen, Kultureinrichtungen, etc. schwer tun, organisch die gewünschte Reichweite zu erzielen. Der Vortrag machte aber auch deutlich, dass man, so man auf diese Weise weiterkommen will, schon eher klotzen als kleckern sollte. Sonst lohnt sich der Aufwand nicht.

Danach ging es dann gruppentherapeutisch weiter. Ok, das ist jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber in der Session „Pimp your (Online) Marketing“ begannen plötzlich alle darüber zu klagen, dass Kunden nicht verstehen, wie wichtig die diversen Onlinemarketing-Aktivitäten sind und dass Agenturen oft falsche Versprechungen machen.

Irgendwann ging es dann um die Frage, was man denn dagegen machen könne und da wurde es wieder interessant. Der wohl wichtigste Punkt ist Bildung (inklusive Weiterbildung)! Das Rad dreht sich, was die technologischen Entwicklungen angeht, immer schneller. Aber viele Universitäten sind jetzt gerade soweit, dass sie Social Media in die Lehrpläne aufnehmen. Meine Meinung dazu: Entweder ändert sich das recht bald oder die Unis werden den Aufstieg von Onlinekursanbietern wie Udemy, Coursera, etc. erleben und darunter ziemlich leiden.

Und jetzt komme ich zur Blogparade

Aber es macht keinen Sinn, sich nur über die anderen aufzuregen. Ich habe gestern nach Webseiten gesucht, die sich mit dem Thema Content Strategy beschäftigen. Ich habe auch nach Blogs gesucht. Gut, im englischsprachigen Raum findet man da etliche interessante und lesenswerte Blogs. Aber im deutschsprachigen Raum schaut es traurig aus.

Warum gibt es so wenige Blogs, die sich mit Content Strategy beschäftigen? Es wäre so leicht, dieses Thema zu besetzen. Wäre das nicht eine Möglichkeit, Kunden und alle anderen, die sich dafür interessieren, davon zu überzeugen, wie wichtig eine Content Strategy ist?

Katrin Hilger hat vor ein paar Tagen zu einer Blogparade aufgerufen, bei der es um Wertschätzung für Blogs geht. Sie schreibt:

„(.) Blogs sind nachhaltig. auch nach Jahren sind gut verschlagwortete Artikel auffindbar und bleiben relevant. Sie sind nicht so schnell konsumierbar wie ein Foto, das gesehen wird, Like drunter, fertig. Blogs müssen gelesen werden. Aber ihr Angebot, ihre Tipps bleiben auch nachhaltig im Netz.“

Ich glaube, das Thema Content Strategy braucht Blogs und zwar jede Menge Blogs. Wenn ich mir anschaue, wieviele Blogs sich aktuell mit dem Thema SEO beschäftigen, frage ich mich, warum es nicht wenigstens halb so viel Blogs gibt, die sich auf das Thema Content Strategy konzentrieren und es weiter entwickeln. Die darüber schreiben, was das ist, warum es so wichtig ist und wie man das Thema angeht. Vermutlich würde man, wenn man konsequent bloggen würde, ziemlich bald die entsprechende Wertschätzung erfahren und den Aufwand, den man betreibt, direkt oder indirekt monetarisieren können (wohl eher indirekt, vermute ich).

Wertschätzung erhält man, wenn man selbst wertschätzt, was man macht

Ich habe vor 11 Jahren einen Blogbeitrag geschrieben, indem ich der Frage nachgegangen bin, wann man mit einem Blog erfolgreich ist und ob es sich lohnt zu bloggen? Darin habe ich ziemlich genau durchgerechnet, wie groß der finanzielle Aufwand (aus damaliger Sicht) ist und wie sich das rechnen kann. Lohnt es sich finanziell, erfahre ich die entsprechende Wertschätzung, das Problem ist gelöst.

Wie komme ich aber an diesen Punkt, dass ich die (finanzielle) Wertschätzung erfahre? Ich denke, man muss zuerst selbst die eigene Arbeit wertschätzen und entsprechend konsequent am Ball bleiben.

Blogs sind aber auch, und damit komme ich wieder zum #coscamp zurück, wichtig, wenn es darum geht, Barcamps zu dokumentieren. Bei 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern müssten sich nur 10 bis 20% von ihnen an die Barcampregel Nummer zwei halten, die lautet: „You do blog about Barcamp“. So könnte man noch lange und ausgiebig im Netz die Inhalte dieses Barcamps nachlesen und sie auch diskutieren, so die Kommentarfunktion freigeschaltet ist. Kommt es im Kommentarbereich zu Diskussionen, ist das auch eine Art von Wertschätzung, die früher selbstverständlich war, über die sich aber auch heute jede Bloggerin und jeder Blogger freuen werden.

Dann war da das Häferl

Ein Häferl ist, für alle, die es nicht wissen, eine Kaffeeschale oder auch einfach nur eine größere Tasse, ein Becher. So ein Häferl wurde von Stefan Evertz als Preis ausgeschrieben. Gewinnen sollte ihn, wer am fleißigsten über das #coscamp twittert. Der glückliche Gewinner war ich, hier ist das gute Stück zu bewundern.

Die Idee mit dem Preis finde ich witzig und ich sage danke dafür! Ich muss aber zugeben, ich hatte einen Startvorteil. Ich habe schon im Zug begonnen zu twittern und der fuhr bereits um 7 Uhr los. Das sind ca. drei Stunden Vorsprung. ;-)

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, ein eigenes Blog zu starten, fangen Sie einfach damit an. Ein Blog ist schnell eingerichtet und wenn Sie Angst davor haben, bei den ersten Beiträgen Unsinn zu schreiben, stellen Sie die Seite einfach erst mal auf privat. Dann sehen nur Sie, was Sie verfasst haben. Das schreibe ich jetzt aber nicht für all die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lehrgangs in Graz, die wissen sehr genau, was und wie sie über Content Strategy schreiben können. Ich würde es toll finden, wenn da in den nächsten Wochen und Monaten das eine oder andere Blog online geht.

Am Ende dieses Beitrags sage ich danke an all diejenigen, die das Barcamp in Graz organisiert haben. Ich sage danke an Katrin Hilger für die Organisation der Blogparade. Und bei Stefan Evertz habe ich mich schon bedankt. Bleibt nur noch ein allerletzter Punkt: Falls Sie jetzt Lust auf ein Barcamp bekommen haben. Am 2. Juli findet in Wien im Volkskundemuseum das stARTcamp statt.

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Save the Date! #scvie19 am 2. Juli im Volkskundemuseum Wien

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Im letzten Jahr haben wir das stARTcamp Wien erst sehr spät angekündigt, heuer geht das alles etwas schneller. Anne Aschenbrenner und ich freuen uns über die Einladung des Volkskundemuseums und so geht am 2. Juli dort das #scvie19 über die Bühne. Ich persönlich freue mich auf das bereits sechste stARTcamp hier in Wien und bin sehr dankbar, dass sich mit dem Volkskundemuseum wieder eine Kultureinrichtung gefunden hat, die uns dabei unterstützt, indem sie uns ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Herzlichen Dank dafür!

So wie im letzten Jahr soll es wieder ein stARTcamp im klassischen Barcamp-Format geben, allerdings mit einer Einschränkung: Wir möchten gerne ein paar Expertinnen und Experten einladen, die sich mit dem Thema „digital gap“ beschäftigen, das wir dem #scvie19 als Motto voranstellen.

Digital Gap: Eine digitale Kluft gibt es in vielen Bereichen

Laut Wikipedia beschreibt dieser Begriff

„Unterschiede im Zugang zu und der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie, insbesondere dem Internet“.

Anne und ich sehen diese digitale Kluft in ganz verschiedenen Bereichen. Es gibt zum Beispiel gesellschaftliche Veränderungen, die durch neue Technologien angestoßen werden. In vielen Bereichen unseres täglichen Lebens werden mehr und mehr digitale Prozesse eingeführt. Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die verschiedenen Bereiche in unserer Gesellschaft, was bedeutet das zum Beispiel für die gesellschaftliche Teilhabe (siehe dazu die Cap Gemini-Studie Gesellschaft 5.0 – Implikationen der Digitalisierung)?

Digital Gaps tauchen aber auch im Kulturbereich auf, wenn man etwa das Potenzial bestimmter technologischer Entwicklungen betrachtet und dann eine recht große Diskrepanz zwischen Wunschdenken und Wirklichkeit konstatieren muss. Eine – meist sehr große – digitale Kluft gibt es oft auch zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kultureinrichtungen. Einige kennen sich sehr gut aus, gelten aber eher als Exoten, während die Mehrheit oft froh ist, sich nicht mit digitalen Themen und Entwicklungen auseinandersetzen zu müssen.

Was bedeutet die Digitalisierung für das Verhältnis Kultureinrichtung – Publikum?

Oft ging es in der Vergangenheit bei den stARTcamps um die Frage, wie die technologischen Entwicklungen die Kommunikation zwischen Kulturbetrieb und Publikum beeinflussen. Auch beim #scvie19 werden wir natürlich dieser Frage nachgehen. Dabei sollte es aber nicht nur um Tipps und Tricks für die Nutzung sozialer Netzwerke gehen. Zu überlegen ist auch, was die Digitalisierung im Hinblick auf die Arbeitsplätze für eine Bedeutung hat. Wie groß ist die Gefahr, dass Arbeitsplätze auch im Kulturbereich verschwinden und wie gehen wir als Gesellschaft mit dem Wegfall vieler Arbeitsplätze um? Ist das bedingungslose Grundeinkommen eine Lösung, wenn nicht mehr genügend bezahlte Arbeitsplätze zur Verfügung stehen?

Kultureinrichtungen müssen sich aber auch fragen, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Kommunikation mit dem Publikum hat. Was ist mit den Menschen, die keine Emailadresse haben, nicht in sozialen Netzwerken vertreten sind, ja, nicht einmal einen Computer besitzen? Verschicken wir weiter per Post Programmhinweise und Einladungen, obwohl die Kosten dafür relativ hoch sind? Oder sind uns die „Nicht-Besucher“ wichtiger, die wir mit Hilfe digitaler Formate zu „ködern“ versuchen?

Dies sind nur ein paar Fragen, um die es beim #scvie19 im Volkskundemuseum gehen kann. „Kann“ deshalb, weil Anne und ich ja nur das Thema vorgeben können (und wollen), der Rest kommt von Ihnen. Wenn Sie sich jetzt fragen, was ich damit meine und noch nie bei einem Barcamp bzw. einem stARTcamp dabeigewesen sind, dann empfehle ich Ihnen einen Blogbeitrag aus dem letzten Jahr, in dem ich versucht habe, die Frage, was ein stARTcamp ist, zu beantworten.

Die wichtigsten Infos zum #scvie19 in aller Kürze

Hier noch einmal die wichtigsten Infos zum stARTcamp Wien

  • Wann? Am 2. Juli 2019
  • Wo? Im Volkskundemuseum Wien (Laudongasse 15–19, 1080 Wien)
  • Wie kommt man hin? Mit den Straßenbahnen 5, 43 und 44.
  • Wann geht es los? 9 Uhr
  • Wann hören wir auf? 17:30
  • Wann und wo gibt es Tickets? Der Ticketkauf hat begonnen, hier können Sie die Tickets online erwerben.
  • Was kostet das Ticket? Die Tickets kosten 45 Euro, damit bezahlen wir vor allem das Catering und all die Kleinigkeiten, die für diesen Tag nötig sind. Die Räumlichkeiten stellt uns netterweise das Volkskundemuseum zur Verfügung.