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Amerikanische Orchester geben mehr Geld aus als sie einnehmen

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Andrew Taylor weist in einem Beitrag auf „The Artful Manager“ auf eine Studie hin, die sich mit der wirtschaftlichen Situation amerikanischer Orchester beschäftigt. Das Ergebnis ist alarmierend, denn in der Regel geben die Orchester mehr Geld aus als sie einnehmen. Selbst wenn sie vor ausverkauften Rängen spielen, werden sie mittel- und langfristig finanzielle Probleme bekommen. So sie die nicht schon jetzt haben. Interessant ist in meinen Augen, dass auch heute noch gilt, was Baumol/Bowen schon 1966 in ihrem Buch „Performing Arts-The Economic Dilemma“ festgestellt haben. In der Kunst lässt sich die Produktivität nicht steigern. Aber Robert J. Flanagan, der Autor der Studie, kommt noch zu einer anderen Erkenntnis. In einer Presseaussendung meint er:
„The salaries of symphony musicians increased more rapidly than the pay of most other groups of workers in the late 20th century.“
Die daraus resultierende Kostensteigerung konnte durch höhere Ticketpreise nicht kompensiert werden. Die wiederum ließen aber die Besucherzahlen zurückgehen. Flanagan ist überzeugt davon, dass das kein Problem einzelner Orchester ist, sondern alle angeht. Seine Schlussfolgerung daraus:
„You can’t go through this analysis and conclude that there’s a single solution—a single smoking gun.“
Die Studie, die hier zum Download zur Verfügung steht liefert interessante Einsichten und jede Menge Zahlenmaterial. Eine Fundgrube für alle, die z.B. gerade an einer Arbeit über Orchestermanagement schreiben oder eben ein Orchester managen.

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