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Der mühsame Weg zum erfolgreichen Blog

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Als ich vor fünf Jahren mit diesem Blog startete, schaute ich häufig in die diversen Blogrankings. Die Top100 waren außer Sichtweite, denn, so redete ich mir damals ein, mit einem Nischenthema wie Kulturmanagement sind die Chancen gleich Null, dort zu reüssieren. Im Mai 2007 stellte ich in einem Blogpost die Frage, ob Blogs nichts für den Kunst- und Kulturbereich seien, denn im Top100-Rankings der meistgelesenen Blogs befanden sich zwar ein Feuerwehr- oder ein Feng Shui-Blog. Der Kunst- und Kulturbereich war dort aber nicht vertreten.

Wenn ich heute mit BloggerInnen spreche und erzähle, wie sich mein Blog über die Jahre entwickelt hat, bekomme ich oft zu hören, dass sie es mit ihrem Nischenthema viel schwerer hätten als ich. Innerlich muss ich dann immer ein wenig schmunzeln, denn so dachte ich vor fünf Jahren auch. Die Frage ist doch aber, wovon der Erfolg eines Blogs wirklich abhängt und wie lange es dauert, bis der Erfolg sich einstellt?

Ist die Nische wirklich ein Nachteil, wie viele denken? Marcus Sheridan hat auf die Frage nach den Erfolgskriterien einen interessanten Aspekt ins Spiel gebracht. In seinem Blogpost „How Long Does It Truly Take For A Business Blog To Grow Big?“ gibt er sich überzeugt, dass der entscheidende Faktor der „Content Saturation Index“ (CSI) sei:

„The more content an industry/niche has written about it, the harder it is for a blog to make headway and find success in that field,“

schreibt er, was bedeuten würde, dass ein Nischenblog es eigentlich leichter hat als all die Blogs, die im Mainstream schwimmen. Sheridan bringt zwei schöne Beispiele, nämlich das von ihm geführte Blog einer Swimmingpool-Firma und sein eigenes Marketingblog „The Sales Lion„. Während es ihm in der Schwimmbadnische recht schnell gelang, mit Hilfe von guten Inhalten Spitzenplätze in den Suchmaschinen zu erobern, musste er bei seinem zweiten Blog sehr viel länger auf den Erfolg warten. Zwei bis drei Beiträge pro Woche bescherten ihm im Schwimmbadbereich bereits nach sechs Monaten einen Spitzenplatz, mit seinem Marketingblog benötigte er dafür 20 Monate.

Im Rückblick kann ich sagen, dass es bei mir ungefähr 30 Monate gedauert hat und ich eher vier bis fünf Beiträge pro Woche geschrieben habe, um in den Suchmaschinen gefunden zu werden. Die mittlerweile fast 1.600 Beiträge bilden dafür eine solide Grundlage und sorgen dafür, dass die Zugriffszahlen steigen, auch wenn ich heute wesentlich weniger Beiträge als in der Vergangenheit schaffe.

Und was tue ich, wenn ich noch keine 1.600 Beiträge geschrieben habe? Sheridan gibt BloggerInnen zwei Tipps. Erstens sollten sie bei ihren Überschriften darauf achten, dass sie von den Suchmaschinen gefunden werden. Und zweitens:

„Learn to be a blogging rebel in your industry. Talk about stuff no one else is willing to talk about.“

Mit dem „Content Saturation Index“ macht Sheridan vor allem all denen Mut, die in einer Nische zu bloggen beginnen. Sie müssen also nicht neidisch auf all die schauen, die in den Bereichen Marketing oder Social Media bloggen, ganz im Gegenteil. Wenn Sie für ein Theater, ein Museum oder eine andere Kultureinrichtung aktiv werden, haben Sie alle Trümpfe in der Hand. Sie müssen nur loslegen. ;-)

Titelbild: s.media auf Pixelio

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Ein eBook berät bei der Erstellung der neuen Website

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Eine Website ist heute schon so selbstverständlich, dass man sich eigentlich gar nicht mehr überlegt, worauf man achten muss, wenn die Seite neu angelegt oder einem Relaunch unterzogen wird. Sehr sorgfältig wird bei der Erstellung des Layouts vorgegangen und natürlich gibt es auch neue Fotos vom Vorstand oder dem Team. Sehr viel seltener macht man sich aber Gedanken darüber, welche Ziele mit der neuen Seite verfolgt werden. „Ist doch klar, die Seite soll gelesen werden und wichtige Informationen enthalten“, ist an dieser Stelle oft zu hören.

Wem das reicht, der kann auf das neue eBook, das Kerstin Hoffmann neu veröffentlicht hat, vermutlich verzichten. Alle anderen werden, so sie sich für Fragen rund um die neue Website, darin jede Menge Anregungen und Tipps finden. Das eBook „Workshop neue Website“ trägt den Untertitel „Was Sie wissen sollten, bevor Sie eine neue Website für Ihr Unternehmen planen und realisieren“ und macht damit klar, dass man im Vorfeld des (Re)-Launch auch über Ziele und Strategien sprechen sollte. Erst wenn man die hat, und erst wenn die mit den Unternehmenszielen übereinstimmen, macht es nämlich Sinn, sich etwa mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung zu beschäftigen.

„Für die meisten Unternehmen ist die eigene Website heute das zentrale Kommunikations- und Kontaktmedium. Es steht im Mittelpunkt eines komplexen Netzwerks aus direkter, gedruckter, elektronischer und virtueller Kommunikation. Für Kunden und Interessenten ist die Website oft die erste Anlaufstelle. Dafür muss sie ansprechend gestaltet sein und gut funktionieren. Dabei geht es um die strategische Planung ebenso wie um die Gestaltung, Suchmaschinenoptimierung oder geeignete Texte“,

beschreibt Hoffmann in der Ankündigung die Herangehensweise an eine neue Website. Worauf man dabei achten muss, ist in den insgesamt 19 Beiträgen, die teilweise auch Checklisten enthalten, nachzulesen. Ich selbst durfte auch einen Beitrag beisteuern und weil ich aus dem Kunst- und Kulturbereich komme, war es meine Aufgabe zu beschreiben, wie man mit wenig Geld eine eigene Website erstellen kann. ;-)

Aber, und das ist auch die Botschaft der Überschrift, man sollte „nicht an den falschen Stellen sparen“. Sparen können Sie, was die Anschaffungskosten des eBooks angeht, es steht nämlich hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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Texten (im Netz) will gelernt sein

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„Nur 140 Zeichen auf Twitter, da muss man ja nicht unbedingt ein Schreibgenie sein“, hat mir schon vor längerer Zeit jemand gesagt, der sich nun auch auf Twitter undFacebook wagen wollte und offen zugab, dass Schreiben nicht unbedingt zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Nur 140 Zeichen, das ist für mich kein Grund zur Entwarnung, sondern eher das Gegenteil. Die Herausforderung besteht doch eigentlich darin, das, was man gerne mitteilen möchte, so kurz und prägnant wie möglich darzustellen. Wer z.B. EU-Anträge schreibt, weiß, dass es vor allem auf die 2.000 Zeichen der Kurzfassung ankommt, in denen man sein dreijähriges Projekt in all seinen Facetten beschreiben muss und nicht so sehr auf die Langfassung.

Sich kurz zu fassen ist eine der Herausforderungen, wenn es um das Schreiben von Texten im Web geht. Wer scrollt schon gerne nach unten? Ich schon, werden Sie sagen, aber wenn man sich das Userverhalten auf angeklickten Seiten anschaut, dann kommt man schnell zu einem anderen Ergebnis. Nachlesen und in einem Video verfolgen lässt sich das in Teil 2 der Serie Texten im Web, die auf dem Blog der Agentur themen<wert>statt zu finden ist. In 15 Blogbeiträgen erhalten Sie viele Tipps und Anregungen, wie Sie Ihre eigenen Inhalte ins Web bekommen und zwar so, dass sie auch gelesen werden.

Wie schreibt Oliver Viest, Geschäftsführer der Agentur und Autor der Serie in seinem Eingangsbeitrag so schön:

„Es wird zu viel gelabert und zu weinerlich geschrieben im deutschsprachigen Social Web.“

Damit bezieht er sich zwar nur auf die Seiten deutschsprachiger Social Profit Organisationen, aber die von ihm beschriebene Luft nach oben ist auch in anderen Branchen vorhanden, wenn es um das Thema Texten im Web geht.

Aber genug gelabert, hier finden Sie alle 15 Beiträge. :-)

via Textdepot

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Leitfaden: „Die Gesellschaft der Kreativen – Wertschöpfung im Zeitalter der Kooperation“

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„Zwei von drei der 36.000 österreichischen Kreativunternehmen arbeiten als Solo-Selbstständige ohne eigene MitarbeiterInnen“,

wird Gertraud Leimüller, Vorsitzende der creativ wirtschaft austria (cwa) in der Ankündigung des Leitfadens „Die Gesellschaft der Kreativen – Wertschöpfung im Zeitalter der Kooperation“ zitiert. Die Zusammenarbeit in Partnerschaften oder Kooperationen, das Arbeiten in Netzwerken sind oftmals die Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben. Worauf man dabei achten muss, zum Beispiel auch in rechtlicher Hinsicht, das versucht dieser Lietfaden zu vermitteln, den man entweder hier kostenlos als Broschüre bestellen oder sich auch als PDF downloaden kann.

Die beiden Autorinnen Nina Popp und Marie-Theres Zirm erklären unter anderem, warum Netzwerke so wichtig sind, ein Serviceteil listet dann gleich die für Österreichs Kreative relevanten Netzwerke auf. Hat man jemanden gefunden, mit dem man zusammenarbeiten möchte, stellt sich die Frage, wie man die Kooperation vertraglich absichert und welchen rechtlichen Rahmen (bezieht sich ebenfalls auf Österreich) man ihr gibt?

Sehr wertvoll ist vermutlich für viele die Adress- und Linkliste am Ende der Broschüre, die so umfangreich ist, dass ich sie mir in der Printausgabe bestellt habe. Insgesamt ein hilfreiches Serviceangebot, dessen einziges Manko ein zu knapp ausgefallenes Inhaltsverzeichnis ist.

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Community-Building: eine (grafische) Handlungsanleitung

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Co-Creating Transmedia Communities“ ist ein Blogpost auf dem von Gary Hayes  betriebenen Blog „Personalizemedia“ überschrieben. Der Beitrag enthält eine Grafik, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte, denn sie zeigt auf sehr anschauliche Art und Weise, wie man beim Aufbau einer Community vorgehen musskann.

Natürlich sind die zwölf Tipps, wie man eine Community aktiviert (mir fehlt noch immer die passende Übersetzung für den engl. Begriff „engage“) sehr hilfreich. Viel wichtiger erscheint mir aber der Hinweis „Find a need for & value in your content“. Ich fürchte, wir schätzen sehr häufig falsch ein, worin für andere der Mehrwert unserer Arbeit und Angebote liegt.

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Verzichten Sie auf Social Media-Aktivitäten,

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© Wolf&Marg; Pixelio

empfiehlt Bernd Röthlingshöfer, wenn Sie

  • keine klaren Ziele haben,
  • Ihnen eine langfristige Strategie fehlt,
  • Sie auf eine Agentur bauen müssen, weil Sie vom Thema keine Ahnung haben,
  • Sie nicht über die notwendigen Entscheidungskompetenzen verfügen,
  • Ihnen die Zeit fehlt,
  • Sie kein Personal haben,
  • Sie noch nicht genau wissen, wie Social Media funktioniert und
  • Ihre Reaktion auf das, was im Social Web passiert, zu lange dauert.

Lauter wichtige Punkte, die ich alle sofort unterschreibe. Eine Ergänzung habe ich noch: ein Budget sollten Sie für Ihre Aktivitäten haben.

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In vier Schritten ein Netzwerk bauen

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Wenn wir uns im realen Leben oder in der virtuellen Welt Netzwerke aufbauen oder ihnen beitreten, dann wollen wir von ihnen in irgendeiner Weise profitieren (siehe dazu mein Blogpost „Soziale Netzwerke„). Und weil wir diesen Netzwerken per se einen Nutzen zugestehen und das Social Web für den Aufbau von Netzwerken prädestiniert scheint, sind wir auf den verschiedensten Plattformen anzutreffen mit der Absicht, uns ein möglichst großes Netzwerk aufzubauen.

Das Netzwerk, das um dieses Blog herum entstanden ist, basierend auf Tags und Links, sieht in der Visualisierung übrigens so aus:

Solche Visualisierungen können Sie dank dieses Online-Tools von jeder Website erstellen und erfahren dadurch, wie gut Ihre eigene Seite vernetzt ist.

Aber zurück zu den Netzwerken bzw. den Communitys, die wir mit Hilfe des Social Web aufbauen wollen, zurück zu den Fans, Followern oder wie auch immer die Menschen genannt werden, mit denen wir uns zu vernetzen beabsichtigen. Eine Vielzahl von Kultureinrichtungen ist gerade dabei, möglichst viele Menschen um sich zu scharen und Communitys aufzubauen. Vor diesem Hintergrund erhalten die diversen Rankings eine immer größere Bedeutung, hier zum Beispiel haben wir eine ganz aktuelle Hitparade twitternder Museen. Je mehr Follower, desto besser, so die landläufige Meinung.

Beth Kanter vertritt auf ihrem Blog einen etwas anderen Standpunkt: „Follow the Few To Get To the Many„, schreibt sie und hält fest, dass wir keine ausreichenden Kapazitäten haben, um Tausenden von Twitteraccounts zu folgen. Damit  müsste sie eigentlich denen aus der Seele sprechen, die beklagen, dass Social Media ein Zeitfresser sei. Es geht ihrer Meinung nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Follower zu gewinnen, sondern:

„It’s about finding people who are connected to different social circles and following them.“

Dabei beruft sie sich auf ein Blogpost von Valdis Krebs, der schon vor längerer Zeit auf seinem Blog „The Network Thinker“ den Beitrag „So many people, So little time“ veröffentlicht hat und darin feststellt:

„Strategically I am building a small, yet efficient, group that reaches out into the many diverse information pools I am interested in.“

Krebs beschäftigt sich schon lange Zeit mit der Analyse sozialer Netzwerke und hat zusammen mit June Holley einen Artikel über „Building Smart Communities through Network Weaving“ verfasst. Darin geht es vereinfacht gesagt um

„building sustainable communities through improving their connectivity – internally and externally – using network ties to create economic opportunities“.

Genau darum geht es den meisten Kultureinrichtungen, die, so sie sich mit Social Media beschäftigen, nach dem wirtschaftlichen Nutzen ihrer zukünftigen Aktivitäten fragen. Wie aber lässt sich die Anschlussfähigkeit von Communitys erreichen? Die beiden Autoren schlagen einen iterativen Prozess vor: „knowing the network and knitting the network“.

Ersteres bedeutet die grafische Darstellung und Analyse des augenblicklichen Status Quo dieses Netzwerks. Auf diese Weise lassen sich die Verbindungen erkennen, die für das Netzwerk von entscheidender Bedeutung sind:

„(K)nowing where the connections are, and are not, allows a community development organization to influence local interactions.“

Oder anders gesagt:

„If you know the network, you can focus your influence.“

Aber was soll der Einfluss bezwecken? Was zeichnet ein funktionierendes, lebendiges Netzwerk aus? Forscher haben dabei fünf Muster entdeckt:

  1. „Birds of a feather flock together (…)
  2. At the same time diversity is important. (…)
  3. Robust networks have several paths between any two nodes. (…)
  4. Some nodes are more prominent than others (…)
  5. Most nodes in the network are connected by an indirect link in the network. (…)“

Dummerweise, so konstatieren Krebs und Holley, nutzen wir dieses Wissen nicht und lassen die Netzwerke völlig planlos wachsen. Die Konsequenz, so die Autoren:

„When left unmanaged, networks follow two simple, yet powerful driving forces:

  • „Birds of a feather flock together.
  • Those close by, form a tie.“

Eine solche Community zeichnet sich durch ihre Homogenität aus, was aber, wenn es um neue Ideen und Innovationen geht, eher ein Hindernis darstellt. Dabei wissen wir, wie ein lebendiges und heterogenes Netzwerk funktioniert und welche Phasen es durchläuft:

  1. „Scattered Fragments
  2. Single Hub-and-Spoke
  3. Multi-Hub Small-World Network
  4. Core/Periphery“

Schauen wir uns die einzelnen Phasen mal genauer an. In der Regel bilden sich zu Beginn kleine Gruppen, die von gemeinsamen Interessen getrieben, aber anfangs noch voneinander isoliert sind (Scattered Fragments). Das Resultat: diese Gruppen sind anfangs sehr schwach ausgeprägt. Findet sich niemand, der aktiv den Aufbau des Netzwerks betreibt, kann es sein, dass diese einzelnen Kleingruppen oder Cluster nie aus dieser Phase herauskommen.

Sind wir am Aufbau einer Community interessiert, müssen wir uns also aktiv um potenzielle InteressentInnen kümmern. Das geschieht einerseits über die Inhalte, andererseits aber auch über die direkte Ansprache. Wer wird angesprochen? Ganz so einfach ist das nicht, wenn ich nicht einfach bei Null anfangen möchte. Alternativ kann ich die diversen Netzwerke beobachten, um die oben angesprochenen kleinen (und isoliert agierenden) Gruppen aufzuspüren und im nächsten Schritt mit ihnen in Kontakt zu treten.

„Network weavers begin with a hub and spoke network, with the weaver as the hub“,

beschreiben Krebs und Holley den Übergang zur zweiten Phase (Single Hub-and-Spoke), in der die Person des Netzwerkknüpfers von entscheidender Bedeutung ist. Gelingt es dieser (es kann sich dabei auch um eine Gruppe bzw. Organisation handeln) nicht, sich mit den isolierten Kleingruppen zu vernetzen, scheitert der Aufbau der Community schon frühzeitig.

Kritisch ist diese Phase nach Ansicht der Autoren, weil in ihr Erfolg und Misserfolg nur von einem Knotenpunkt abhängen, nämlich der Person des Netzwerkknüpfers. Verfolgt diese Person etwa eigene Ziele, kann auch das dazu führen, dass der Aufbau des Netzwerks misslingt. Das würde bedeuten, dass wir wieder in die erste Phase zurückfallen.

„In healthy networks, the spokes of the hub do not remain separated for long. The weaver begins connecting those individuals and clusters who can collaborate or assist one another in some way. Concurrently the weaver begins encouraging others to begin weaving the network as well. Even though it is a temporary structure, the hub-and-spoke model is usually the best topology to bring together the scattered clusters seen in most immature communities.“

Im nächsten Schritt geht es darum, die einzelnen Gruppen miteinander in Kontakt zu bringen (Multi-Hub Small-World Network). Gleiche Ziele, ähnliche Aufgabenbereiche können dabei Ansatzpunkte. Soll der Aufbau der Community gelingen, bedarf es aber mehr als der inhaltlichen Bezugspunkte:

„In order to accommodate new connections, the weaver must teach others how to weave their own network. Training in network building is important at this juncture,“

heißt es in dem Artikel. Auf zwei Dinge kommt es, wenn man ein Netzwerk knüpfen möchte, an:

„One is relationship building, particularly across traditional divides, so that people have access to innovation and important information. The second is learning how to facilitate collaborations for mutual benefit.“

Das Ergebnis dieser Kooperationen ist dann mit den Worten von Krebs und Holley:

„This culture of collaboration creates a state of emergence, where the outcome—a healthy community—is more than the sum of the many collaborations. The local interactions create a global outcome that no one could accomplish alone.“

Netzwerke zu knüpfen ist nicht einfach nur das, was wir heute als „networking“ bezeichnen, sondern die Anbahnung von Kooperationen. Wie man dabei vorgeht, zeigt die von Jack Ricchiuto entwickelte „pyramid of network weaving involvement“.

Dieser Übergang von Phase 2 zu Phase 3 bedeutet vor allem für den Initiator des Netzwerks eine Herausforderung, denn er verliert dabei seine dominierende Rolle. Er wird vom direkten zum indirekten Leader, d.h. auch, er gibt direkte Macht und Einfluss ab. Für das Netzwerk selbst ist der Übergang in die dritte Phase ein Vorteil, denn es gewinnt an Stabilität. Hing es vorher alleine von einer Person bzw. Organisation, geben die vielen Netzwerkknoten dem ganzen Netzwerk Sicherheit und verringern die Folgen möglicher Fehler.

Auf diese Weise entsteht eine „multi-hub community“, in der einerseits Vertrauen aufgebaut werden kann durch die Zusammenarbeit mit denen, die einem nahe stehen. In der aber auch Platz für neue Ideen und Innovationen ist, weil sich Gruppen aufeinander einlassen, die sich weniger ähnlich sind. „Connect on your similarity, and profit from your diversity“, lautet die Parole, so Krebs und Holley.

Um eine lebendige und nachhaltig agierende Community zu schaffen, bedarf es aber noch eines nächsten Schrittes, nämlich der Entwicklung hin zu dem, was die beiden Autoren als „core/periphery model“ bezeichnen.

„This topology emerges after many years of network weaving by multiple hubs. It is a stable structure that can link to other well-developed networks in other regions. The network core in this model contains the key community members, including many who are network weavers, and have developed strong ties between themselves.“

Das Ergebnis:

„The economic landscape is full of imperfectly shared ideas and information. The periphery allows us to reach ideas and information not currently prevalent in our network. The core allows us to act on those ideas and information. The periphery is the open, porous boundary of the community network. It is where new members/ideas come and go. The periphery monitors the environment, while the core implements what is discovered and deemed useful.“

Ist dieser Zustand erreicht, kann der Netzwerkaufbau als abgeschlossen bezeichnet werden. In weiterer Folge geht es vor allem um den Erhalt des Netzwerks und darum, die Früchte der eigenen Arbeit zu ernten, sprich, mit dem Netzwerk zu arbeiten und von ihm zu profitieren. Um das Netzwerk nutzen zu können, muss ich aber vorweg die Ziele formuliert haben, die ich mit diesem Netzwerk erreichen möchte.

Bezogen auf den Kunst- und Kulturbereich fällt auf, dass von Netzwerken bzw. Communitys vor allem dann die Rede ist, wenn es um das Publikum geht. Zwar stellt sich auch in diesem Zusammenhang die spannende Frage, welche Ziele ein solche Community verfolgt, wirtschaftliches Potenzial sehe ich aber vor allem in der Kooperation der verschiedenen Kultureinrichtungen. Aber nicht als Zusammenschluss homogener Gruppen, sondern als Zusammenschluss von Organisationen, die ganz unterschiedlich funktionieren und auch ganz unterschiedliche Ziele verfolgen.

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Blog-Strategien

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The Killer Blog Strategy würde ich so eine Anleitung zum Bloggen zwar nicht unbedingt nennen, aber das, was John Haydon da verfasst hat, eignet sich hervorragend für alle diejenigen, die gerade dabei sind, mit dem Bloggen zu beginnen. Das entspricht zwar derzeit nicht unbedingt dem Trend, aber ich behaupte, dass sich das irgendwann auch wieder mal ändern wird. Warum? Natürlich ist es gerade hip, auf Twitter und Facebook präsent zu sein und es stimmt auch, dass man dort mit wenigen Zeichen auskommt, sprich, drei  bis vier Sätze und ein Foto, ein Video oder ein Link sind schon ausreichend, um dort Präsenz zu zeigen. Aber auf Dauer ist es eine ziemliche Herausforderung, auf diese Weise Aufmerksamkeit zu erregen und den UserInnen darüber hinaus einen Mehrwert zu bieten.

Da ist es in meinen Augen schon etwas leichter, wenn man sich in einem Blog, bildlich gesprochen, etwas ausbreiten darf und entweder eine interessante Geschichte erzählt oder den Dialog mit den LeserInnen sucht und dann hoffentlich auch findet.

Netterweise hat John Haydon seine Strategie gleich in Form einer Mindmap zur Verfügung gestellt. Sie besteht aus folgenden Schritten:

  1. Content Creation
  2. Promotion Strategy
  3. Community Management
  4. Measurement Strategy
  5. Listening Strategy

Die größte Sorge haben Kultureinrichtungen interessanterweise schon beim ersten Punkt, nämlich der Frage, woher die Inhalte nehmen. Ich kann das verstehen, denn als ich mit diesem Blog begann, hatte ich genau die gleiche Angst, die Angst, dass mir nichts einfällt, was ich hier schreiben könnte. Diese Sorge ist am Anfang wahrscheinlich sogar berechtigt, schließlich weiß man ja nicht, was ankommt. Aber im Laufe der Zeit entwickelt man ein Gefühl dafür, welche Themen und Geschichten für das eigene Blog geeignet sind. Hinzu kommt: Themen werden in Sekundenbruchteilen auf ihre Blogrelevanz abgeklopft und, so das Urteil positiv ausfällt, sofort irgendwo abgespeichert. Dieser Vorrat ist bei mir im Laufe der Zeit ziemlich angewachsen und auch wenn ich ab sofort nichts mehr im Internet lesen würde, könnte ich alleine mit den abgespeicherten Seiten noch eine ganze Weile durchhalten.

Beim Punkt Promotion würde ich gerne noch eine Ergänzung vornehmen. Natürlich ist es wichtig, dass man via Twitter und Facebook, aber auch per Email auf das eigene Blog hinweist. Mindestens ebenso wichtig ist es aber, auf anderen Blogs zu kommentieren. Sie werden dadurch nicht nur als Marktschreier, der das eigene Blog bewirbt, wahrgenommen, sondern zeigen, dass Sie einerseits am Dialog interessiert sind und andererseits auch inhaltlich kompetent sind.

Zum Thema Community Management kann man natürlich ganze Bücher und Blogs füllen, aber als Einstieg in das Thema Bloggen reicht es anfangs sicherlich, wenn man sich vor allem auf die Kommentare konzentriert und sich im Vorfeld überlegt, wie und vor allem wann man darauf reagiert. Ich persönlich finde es immer etwas enttäuschend, wenn ich mir die Mühe mache, auf einen Beitrag zu reagieren und dann die Rückmeldung ausbleibt.

Kommentare können darüber hinaus auch ein Indikator sein, was den Erfolg des Blogs angeht. Ob es die Anzahl oder die Inhalte sind, hängt davon ab, welche Ziele sich die BlogbetreiberInnen gesetzt haben. Wichtig ist, dass man sauber zwischen den quantitativen und qualitativen Indikatoren unterscheidet.

Bleibt noch der letzte Punkt, die Frage, wie man als ZuhörerIn agiert? Wie reagieren die UserInnen auf Ihre Beiträge, wie nimmt man Sie als Institution wahr? Ein in meinen Augen wichtiger Punkt, der häufig außer Acht gelassen wird. Dabei erfährt man auf diese Weise wunderbar, wie man selbst bzw. die Institution gesehen wird, ohne eine große Umfrage durchführen zu müssen.

Aber, um noch einmal an den Ausgangspunkt zurückzukehren: ohne konkretes Ziel machen alle diese Punkte keinen Sinn.

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Das Erfolgsrezept von Blogs

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Um Blogs ist es in den letzten Monaten recht ruhig geworden. Sie sind im Alltag angekommen, könnte man sagen, das Interesse gilt eher Plattformen wie Facebook oder Twitter. Mag sein, dass gerade diese beiden Plattformen weiter an Bedeutung gewinnen werden, Blogs sollte man aber nicht abschreiben, ganz im Gegenteil: ein erfolgreiches Blog sticht immer noch wesentlich leichter aus der Masse der Webpräsenzen heraus als ein Twitteraccount oder eine Facebook-Fanseite.

Was aber muss man tun, um mit dem eigenen Blog erfolgreich zu sein bzw. wie definieren wir Erfolg? Spätestens an dieser Stelle muss man wohl zwischen privat und beruflich geführten Blogs unterscheiden. Während die Ziele von Privatblogs wahrscheinlich sehr heterogen sind, geht es bei beruflich geführten Blogs irgendwann einmal um Geld, das reinkommen soll, egal ob direkt oder indirekt.

Auch darüber lässt sich nun trefflich streiten, ob dem wirklich so ist, aber zumindest im angelsächsischen Raum ist das eher kein Thema. Hier wird der Erfolg eines Blogs sehr gerne monetär ausgedrückt. Was die Ingredienzien eines solchen „Superblogs“ sind, damit hat sich Glen auf dem Blog von ViperChill beschäftigt und sich dabei an den Top 10-Blogs bei Technorati orientiert. „How to Build a Superblog“ wird dort gefragt, die Antwort erfolgt auf Basis der folgenden vier Kriterien:

  • Alter des Blogs
  • Beiträge pro Tag
  • Länge der Beiträge
  • Zugriffszahlen

Alter des Blogs: BoingBoing steht mit seinem Alter von über zehn Jahren einsam an der Spitze, das jüngste Top 10-Blog existiert aber auch schon mehr als vier Jahre. Der Schluss, je älter ein Blog, desto erfolgreicher, lässt sich daraus wohl nicht ziehen. Aber die Zahlen zeigen, dass man Zeit braucht, um ein Blog zu etablieren.

Beiträge pro Tag: die zehn Top 10-Blogs veröffentlichen im Schnitt gut 55 Beiträge pro Tag, angeführt wird das Ranking von dem Huffington Post-Blog mit 193 Beiträgen pro Tag, Schlusslicht ist Mashable mit 21 Blogposts. Dass die Zahl der Beiträge Einfluss auf den Erfolg eines Blogs hat, habe ich schon im letzten Jahr festgestellt, allerdings hat Johannes Reiss an anderer Stelle zu Recht eingeworfen, dass es gerade im Kunst- und Kulturbereich nicht nur um die Quantität, sondern auch um Qualität gehen sollte.

Länge der Beiträge: 1.235 Worte hat ein Huffington Post-Beitrag im Durchschnitt, was ein Beleg dafür ist, dass man nicht immer nur kurze Beiträge schreiben sollte, um Erfolg zu haben. Gerade diese Feststellung freut mich ungemein, denn ich bekomme immer wieder zu hören, dass meine Beiträge recht lang sind. Stimmt, das sind sie teilweise, aber mit durchschnittlich 362 Worten pro Beitrag zeigen die Top 10-Blogs, dass auch Qualität eine Rolle spielt, denn so viele leere Worte würde sich niemand antun, sprich, die Zugriffszahlen würden sinken.

Zugriffszahlen: Zwischen 600.000 und 8 Mio. BesucherInnen können die zehn Blogs pro Monat verzeichnen. Aber die Behauptung, dass man ordentliche Zugriffszahlen braucht, um sein Blog zu Geld machen zu können, kommt nun nicht überraschend. Ich denke, Zugriffszahlen sind wichtig, aber der Erfolg eines Blogs hängt auch davon ab, ob es mir gelingt, meine Zielgruppe anzusprechen. Schaffe ich das, können mir die Zugriffszahlen eher egal sein.

Welche Schlüsse lassen sich aus dieser Analyse ziehen? Glen ist der Ansicht, dass es wichtig sei, eine Nische zu finden, die eigene Marke aufzubauen und dann möglichst viel Content zu produzieren. Die Frage ist nun, wie man an diese Inhalte herankommt? Glen schlägt vor, es entweder alleine zu versuchen, Allianzen zu schmieden oder ein Team zu engagieren. Ersteres scheint mir unrealistisch zu sein, denn ich tue mir alleine schon schwer, täglich einen Beitrag zu schreiben. Das ist zwar auch nicht wenig, aber gemessen an den Themen, über die ich schreiben könnte, nicht genug. Von daher kann man jeder Kultureinrichtung, die mit einem Blog startet, eigentlich nur raten, sich gleich ein Team aufzubauen, um zumindest dieses Problem gelöst zu haben.

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Projektmanagement: 10 Tipps, um leichter ans Ziel zu kommen

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© Rainer Sturm; Pixelio

Vor kurzem wurde ich in einer Email gefragt, worauf man denn bei der Realisierung eines Projektes besonders achten müsse? Die Frage bezog sich nicht so sehr auf die Inhalte des Vorhabens, sondern auf das Handling, das Managen des Projektes.

Die Planung fiel mir als erstes ein, denn wenn ich in dieser Phase nicht sorgfältig vorgehe und mich für alle Eventualitäten rüste, dann drohe ich an irgendwelchen unvorhergesehenen Ereignissen zu scheitern. Ich hatte die Mail noch nicht beantwortet, da stieß ich zufällig auf einen Artikel von Lisa Ahn. Darin listet sie die „10 Rules of Highly Successful Project Management“ auf und zeigt, dass der Projekterfolg eigentlich von recht vielen Faktoren abhängig ist.

Gerade ihr erster Punkt macht deutlich, dass die Behauptung „je besser und konkreter ein Projekt geplant ist, desto leichter gelingt die Umsetzung“ zwar nicht ganz falsch ist. Aber wir sollten bedenken: Planungsfetischismus kann auch dazu führen, dass einem ein Projekt misslingt, denn häufig verlangen die äußeren Rahmenbedingungen ein Höchstmaß an Flexibilität. Aber schauen wir uns die zehn Punkte einmal an:

1. „Be agile“ : Lisa Ahn stellt fest, dass unsere Projekte häufig in einer sehr dynamische Umgebung realisiert werden müssen. Wer da eisern an seinen Plänen festhält und seine Zeit vor allem dafür verwendet, die Umsetzung der Pläne zu kontrollieren, der verliert sich leicht in Formalismen und läuft Gefahr zu scheitern, denn:

„The formal documentation and processes involved in traditional project management can weigh you down“,

so die Befürchtung von Lisa Ahn.

2. „Do Not Micromanage“ : Die Gefahr besteht, sich in den Tiefen des Projektes zu verlieren, aber wie schreibt Ahn so schön:

„The ideal project managers are leaders, not control freaks.

Viel wichtiger ist es, den Überblick zu bewahren und das Projekt als Ganzes im Blickfeld zu behalten.

3. „Keep Improving Your Project Management Practice“ : Als ProjektmanagerIn thronen Sie nicht über den Dingen und wissen alles, sondern Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass Sie von Ihrem Umfeld tagtäglich dazulernen können.

4. „Ongoing Planning“ : Und schon wieder taucht die Planung auf. Ahn beschreibt das Planen als die wichtigste Tätigkeit der ProjektmanagerIn. Ein einmal erstellter Plan ist aber nicht genug. Da sich die Umstände permanent ändern, müssen auch die Pläne dementsprechend angepasst werden. „For this, plan, re-plan, and plan“, laute die Aufgabe, so die Autorin.

5. „Work with a Sense of Urgency“ : Projekte dauern nicht ewig und verfügen über ein begrenztes finanzielles Budget sowie eine begrenzte Laufzeit. Trödeln geht nicht, es gilt das oder die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und vor allem die wichtigen Punkte im Auge zu behalten.

6. „Visualise and Communicate all Project Deliverables and Activities“ : Nicht nur Sie, sondern auch ihr Team muss wissen, wohin die Reise geht. Oder um es in den Worten Ahns zu sagen:

„In short, the project manager and team must have a picture of the finished deliverables in the minds of everyone involved. This guides everyone in the same direction. Avoid vague descriptions at all costs, be specific, draw diagrams and pictures, and make certain everyone agrees with it.“

7. „Complete Deliverables Step-by-Step“ : Ein großes und weit entferntes Ziel kann lähmend wirken. Ahn empfiehlt deshalb,  sich in einzelnen Schritten dem Ziel anzunähern:

„The thought of climbing a mountain in one go can be crippling. But to see it as a succession of steps and peaks is less intimidating and more achievable.“

8. „Healthy Risk Management“ : Sie sollten sich der Risiken durchaus bewusst sein, aber es sei übertrieben, so Ahn, sich nur noch mit allen möglichen Risiken zu beschäftigen und so die Projektziele aus den Augen zu verlieren.

9. „Open Communication“ : Fehlende Kommunikation ist oftmals der Grund für das Scheitern eines Projektes. Deshalb kann es hier nur heißen: kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren.

10. „Never Lose Sight of the 3-Factors: Time, Budget, and Quality“ : An den drei Zielvorgaben Zeit, Budget und Qualität sollte sich die Projektarbeit orientieren, denn:

„While project management practices have changed to be more flexible and open, the foundation remains the same“,

schreibt Lisa Ahn zu diesem zehnten und letzten Punkt.

Für mich steckt sie mit ihren zehn Regeln, wie sie es nennt, einen sehr brauchbaren Handlungsrahmen ab. Und obwohl wir diese Punkte eigentlich alle kennen und sie somit alles andere als neu sind, stellen sie trotzdem immer wieder eine gewaltige Herausforderung dar. Vielleicht hilft es ja, sie sich immer wieder vor Augen zu halten?