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Taten.Drang.Kultur: Kulturmanagement als Kolateralschaden?

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Wer beim Kongress Taten.Drang.Kultur in Ludwigsburg dabei gewesen ist, wird vielleicht ein ähnliches Fazit wie Dirk Heinze ziehen. Den meisten Punkten stimme ich uneingeschränkt zu, die Organisation war wirklich sehr professionell (noch einmal danke an die OrganisatorInnen!!), es gab sehr spannende Vorträge mit durchaus provokanten Thesen und das in einer Atmosphäre, die ich auch als angenehm erlebt habe. Bleibt die Frage nach der Kernbotschaft. Hat die wirklich gefehlt? In meinen Augen nicht. Immer wieder wurde in verschiedenen Vorträgen festgestellt, dass es zusehends schwieriger wird, sich auf die öffentliche Hand zu verlassen. Die Apparate sind zu schwerfällig und ihnen fehlen die nötigen finanziellen Mittel, um sich mit ihrer Hilfe fit für die Zukunft zu machen, so der Tenor. Das klang auf dem Kongress und wahrscheinlich jetzt auch hier, wo ich diese Sätze schreibe, ziemlich ungerecht, denn in den Kulturabteilungen sitzen nicht Menschen, die Kunst und Kultur verhindern wollen, sondern viele, die alles dafür tun, damit in diesem Bereich etwas weiter geht. Es sind auch gar nicht die Menschen, sondern es ist das System, das uns in seiner Starrheit daran hindert, auf die anstehenden Veränderungen zu reagieren. Es ist ein System, das genau dafür geschaffen worden ist, einer Gesellschaft Stabilität zu verleihen und abrupte negative Veränderungen zu verhindern. Je unabhängiger eine Verwaltung von politischen Strömungen ist, desto größer die Garantie, dass sich diese Verwaltung nicht missbrauchen lässt. Schnelle Veränderungen sind daher nicht möglich, unabhängig von der Frage, ob sie wünschenswert sind oder nicht. Dieses Dilemma, das in den Ausführungen von Peter Vermeulen, der als Gründer von culturplan mittlerweile die Seite gewechselt hat und in der Stadt Mühlheim an der Ruhr als Dezernent für die Kultur zuständig ist, am deutlichsten zu Tage trat, muss aufgelöst werden, wenn wir Veränderung auch auf dieser Ebene wollen. Aber wir müssen uns auch die Frage stellen, ob wir das wirklich wollen, ob wir das Risiko eingehen wollen? Ein möglicher Ausweg, und damit bin ich bei der Kernbotschaft, die ich für mich mitgenommen habe, wurde von Pius Knüsel, dem Direktor von Pro Helvetia, ganz am Ende der Veranstaltung aufgezeigt. KulturmanagerInnen sollten versuchen, so eine seiner Thesen, sich von der öffentlichen Kulturförderung zu lösen und dadurch unabhängig zu werden. Mit seiner Forderung knüpfte er an den Vortrag des Soziologen Albrecht Göschel an, der den Kongress mit seinem Vortrag „20 Jahre Kulturmanagement in Deutschland“ eröffnet hatte und darin die kulturpolitischen Reformbestrebungen der 1970er Jahre als Ausgangspunkt für die Entstehung und Entwicklung des Kulturmanagement bezeichnete. Überspitzt formuliert könnte man Kulturmanagement auch als Kolateralschaden dieser Reformpolitik bezeichnen, denn die Parole „Alles ist Kultur“ führte dazu, dass der Kunst- und Kulturbereich vor allem eines benötigte: mehr Geld. Man wusste zwar, so Göschel, dass die Kultur wichtig sei, konnte das aber nicht begründen. Da man gleichzeitig sah, dass Kultur auch auf Märkten funktionierte, versuchte man, Kunst marktfähig zu machen. Und genau dafür benötigte man nun KulturmanagerInnen, woraus Göschel ableitete,  im Kulturmanagement werde die Reformbewegung der 1970er Jahre fortgesetzt. In seinem Vortrag konstatierte Knüsel, an Göschel anschließend, dass das Kulturmanagement sich so im Laufe der Jahre zum HandlangerErfüllungsgehilfen der Kulturpolitik gemacht habe. Die Verbindung von „Mikromanagement und Makropolitik“ führe zu einer Verbindung, die der Kultur eher schade als nutze. Was aber sind die Alternativen? Ist es wirklich zielführend, wenn KulturmanagerInnen versuchen, sich aus der finanziellen Abhängigkeit von der öffentlichen Hand zu lösen und auf Sponsoren und Spender zu setzen? Der Vortrag von Michael Drautz, dem kaufmännischen Geschäftsführer des Festspielhauses Baden-Baden zeigte, dass es nicht ganz so einfach ist, sich „privat“ zu finanzieren. Das Haus bekommt immer noch öffentliche Gelder und kann trotzdem nicht von den Ticketeinnahmen leben. Sponsoren müssen gefunden werden, um am Ende dann zumindest eine schwarze Null zu schaffen. Aber vielleicht ist es auch nur einfach ein Mehr an unternehmerischem Denken, das die Kultureinrichtungen weiter bringt? Drautz schilderte recht ausführlich, wie sie es mit Hilfe ihres CRM-Systems geschafft haben, noch besser auf die Wünsche ihrer BesucherInnen eingehen zu können. Wer sich selbst dazu nicht in der Lage sieht, kann sich von BeraterInnen unterstützen lassen. „Hilfe, die Berater kommen!“ war der Vortrag von Dieter Haselbach, Professor für Soziologie und Geschäftsführer der ICG culturplan Unternehmensberatung überschrieben. Sein Vortrag war für meinen Geschmack zu sehr als Werbeauftritt konzipiert und beschränkte sich außerdem zu sehr auf den betriebswirtschaftlichen bzw. kaufmännischen Bereich. Eigentlich ist das schade, denn (Kultur)-Beratung ist für mich mehr als das Know-how in diesen beiden Bereichen. Zusammenfassend war für mich in Ludwigsburg ein Trend erkennbar, der für Kultureinrichtungen weg von den öffentlichen Fördertöpfen hin zu unternehmerischer Eigeninitiative führt. Nun können Sie das auf Grund der gewachsenen Strukturen und der Tradition, Kunst und Kultur öffentlich zu fördern, natürlich kritisieren. Die Frage ist aber, ob wir es hier nicht bald (oder vielleicht schon jetzt) mit der normativen Kraft des Faktischen zu tun haben. Die Kassen der öffentlichen Haushalte sind leer und werden sich auch nicht so schnell wieder füllen. Eigeninitiative wird also, so meine persönliche Schlussfolgerung, immer mehr gefragt sein. Klar ist aber auch, dass Kulturmanagement dann vielleicht als eine Art Kolateralschaden entstanden ist, seine Bedeutung nimmt aber, so man den Aussagen und Thesen der Vortragenden Glauben schenken darf, in dieser Phase des Wandels immer weiter zu. Wie man diesen Wandel bewältigen kann, konnte man auch in den verschiedenen Fachforen erfahren. Leider habe ich sie alle verpasst, da ich selbst beim Thema Social Media dabei war. Aber das Kulturmanagement Network wird in der nächsten Ausgabe des KM-Magazins ausführlich vom Kongress berichten und außerdem ist ein Tagungsband geplant. Sie verpassen also nichts. ;-)
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Kongress „Taten.Drang.Kultur“ und Social Media: meine Präsentation

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Eigentlich ist es ja schade, dass auf Konferenzen Social Media vor allem in Verbindung mit dem Thema Marketing gesehen wird. Christian Riedel hat in seinem kürzlich veröffentlichten Blogbeitrag „Digital Thinking basiert auf Digital Behaviour – Der blinde Fleck der Unternehmenskultur“ sehr anschaulich dargestellt, was die Grundlage aller Social-Media-Aktivitäten ist: die Haltung dazu, oder auf die Unternehmensebene bezogen, die Unternehmenskultur. Oder anders ausgedrückt: Social Media löst Veränderungsprozesse aus, die weit über das Aufsetzen eines Facebookprofils hinausgehen. Ob die Veränderungsprozesse auf der Werteebene oder im Bereich Marketing initiiert werden, hängt von der jeweiligen Konstellation ab, oft ist es auch ein Wechselspiel. Neben dem Überblick über das, was Social-Media-Marketing eigentlich ist, wird das meine heutige Message sein: Social Media ist vor allem (auch) eine Haltungsfrage. Ich freue mich auf die heutige Diskusssion im Rahmen von Taten.Drang.Kultur. Hier schon mal meine Folien:
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Beim Treffpunkt KulturManagement am 26. Januar geht es um Augmented Reality

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Während wir früher beim Sightseeing auf den Reiseführer angewiesen waren, erhalten wir heute eine Vielzahl von Informationen über das iPhone oder andere mobile Devices. Dabei dominiert nicht mehr unbedingt das Textformat, Augmented Reality Anwendungen sind mehr und mehr im Kommen und verwischen die Grenzen zwischen der realen und virtuellen Welt.
Unter Augmented Reality oder erweiterter Realität
„versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Diese Information kann alle menschlichen Sinnesmodalitäten ansprechen. Häufig wird jedoch unter erweiterter Realität nur die visuelle Darstellung von Informationen verstanden, also die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung,“
heißt es in Wikipedia. Die erweiterte Realität ist auch für den Kunst- und Kulturbereich interessant, denn sie erlaubt es uns, einzelne Ausstellungsobjekte mit Informationen anzureichern und das auf ganz unterschiedliche Art und Weise:
Wie Augmented-Reality funktioniert und auf welche Weise Kultureinrichtungen die Verbindung von realer und virtueller Welt nutzen können, das erklärt Daniel Klitzsch beim nächsten Treffpunkt KulturManagement, der am 26. Januar von 9 bis 10 Uhr stattfinden wird. Klitzsch, gelernter IT-Systemelektroniker, hat sich 2005 selbständig gemacht und ist heute im Kreativnetzwerk Augmedia für die Entwicklung von Augmented Reality Lösungen verantwortlich. Im Rahmen dieses Netzwerks, das seinen Sitz in Leipzig hat, entstand unter anderem das erste deutsche Augmented Reality Musikvideo. Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist kostenlos, die Installation einer Software ist nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein. Wenn Sie mehr zur Plattform wissen wollen, David Röthler hat auf Slideshare eine Kurzanleitung für Adobe Connect zur Verfügung gestellt. Hier noch einmal die wichtigsten Infos: Treffpunkt KulturManagement Termin: 26.01.2011 von 9:00 bis 10:00 Thema: Augmented Reality Gast: Daniel Klitzsch (Augmedia) Zugang: http://proj.emea.acrobat.com/treffpunktkulturmanagement/
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Treffpunkt KulturManagement am 15. Dezember: rechtliche Hürden im Social-Media-Bereich

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© Stephanie Hofschlaeger; Pixelio Eines der Kennzeichen des Social Web ist die Möglichkeit, Inhalte zu teilen und an anderer Stelle einzubetten. Was technisch durch das Kopieren und Einfügen eines Codeschnipsels einfach zu bewerkstelligen ist, führt auf der rechtlichen Ebene häufig zu Problemen. Darf ich einzelne Textabschnitte oder auch ein ganzes Blogpost für eigene Zwecke verwenden und wie sieht die Sache bei Videos und Fotos aus? Wen muss man alles fragen, um ein Foto auf Flickr, Facebook oder auch im eigenen Blog zu veröffentlichen? Und welche Risiken gehe ich als Websitebetreiber ein, wenn ich den Like-Button von Facebook auf meiner Seite einbaue? Wer sich zu diesem Thema informieren möchte und diese oder ähnliche Fragen hat, der ist zu unserem Treffpunkt KulturManagement herzlich eingeladen, der am 15. Dezember von 9 bis 10 Uhr stattfindet. Zu Gast ist diesmal Thomas Schwenke, der zusammen mit seinem Kollegen Sebastian Dramburg eine Rechtsanwaltskanzlei in Berlin führt. Schwenke hat nicht nur erfolgreich das Studium der Rechtswissenschaften absolviert, sondern darüber hinaus auch eine steuerrechtliche Ausbildung an der Fachhochschule für Finanzen in Nordkirchen als Diplom-Finanzwirt (FH) abgeschlossen. Im letzten Jahr erwarb er außerdem an der University of Auckland in Neuseeland den Grad des Master of Commercial Law und berät heute seine Klienten in den Bereichen Social Marketing, Community Management, Werbung und geistiges Eigentum. Weitere Informationen zu Thomas Schwenke finden Sie auf der Website http://spreerecht.de Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme bei der in der Regel monatlich stattfindenden Veranstaltung ist kostenlos, die Installation einer Software ist nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein. Wenn Sie mehr zur Plattform wissen wollen, David Röthler hat auf Slideshare eine Kurzanleitung für Adobe Connect zur Verfügung gestellt. Wenn Sie sich im Vorfeld auf Facebook anmelden, dann wissen nicht nur wir, sondern auch Sie selbst, mit wem Sie am kommenden Mittwoch diskutieren bzw. chatten und können sich auf Wunsch entsprechend vernetzen. Hier noch einmal die wichtigsten Infos: Treffpunkt KulturManagement Termin: 15.12.2010 von 9:00 bis 10:00 Thema: Rechtliche Hürden im Social-Media-Bereich Gast: Thomas Schwenke Zugang: http://proj.emea.acrobat.com/treffpunktkulturmanagement/
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Welchen Gestaltungsspielraum hat die kommunale Kulturpolitik, fragt der nächste Treffpunkt KulturManagement am 17. November

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eine alte geschlossene Ladenkasse © Ernst Rose; PixelioWo sperrt das nächste Theater oder Museum zu?“ habe ich vor einigen Tagen in einem Blogbeitrag gefragt und darin unter anderem das Fehlen kulturpolitischer Konzepte kritisiert. Nun ist Kulturpolitik nicht gleich Kulturpolitik, vor allem in den föderalen Strukturen Deutschlands. Kulturpolitik, das ist das Zusammenspiel von Entscheidungen, die auf lokaler, Landes-, Bundes- und EU-Ebene getroffen werden. Welche Gestaltungsspielräume haben dabei eigentlich kommunale KulturpolitikerInnen? Können sie angesichts meist leerer Kassen wirklich noch gestalten oder kommt ihnen eher die Rolle des Nachlassverwalters zu, dessen Aufgabe darin besteht, zu kürzen und zu schließen. Um diese Frage geht es am kommenden Mittwoch, den 17. November im nächsten Treffpunkt KulturManagement, zu dem wir als Gast Peter Vermeulen begrüßen dürfen. Vermeulen ist seit Mai 2006 Dezernent für  Schule, Jugend und Kultur bei der Stadt Mülheim a.d.Ruhr und Honorarprofessor für strategisches Kulturmanagement an der Hochschule Merseburg (FH). Er ist studierter Wirtschaftswissenschaftler, war zunächst Geschäftsführer des Kulturzentrums „Weberei“ in Gütersloh und danach fast 20 Jahre als geschäftsführender Gesellschafter für die Unternehmensberatung ICG Culturplan tätig. Somit ist er einer der wenigen Experten, die in der Kulturpolitik alle drei Seiten kennen: den Kulturbetrieb, die Wirtschaft und die Verwaltung Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme bei der in der Regel monatlich stattfindenden Veranstaltung ist kostenlos, die Installation einer Software ist nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein. Wenn Sie mehr zur Plattform wissen wollen, David Röthler hat auf Slideshare eine Kurzanleitung für Adobe Connect zur Verfügung gestellt. Hier noch einmal die wichtigsten Infos: Treffpunkt KulturManagement Termin: 17.11.2010 von 9:00 bis 10:00 Thema: Kommunale Kulturpolitik Gast: Peter Vermeulen Zugang: http://proj.emea.acrobat.com/treffpunktkulturmanagement/
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Treffpunkt KulturManagement: am 20.10. geht es um das Thema Sponsoring

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© S. Hofschlaeger; Pixelio Wenn die öffentlichen Mittel knapp werden, dann wird meist recht schnell der Ruf nach den Sponsoren laut. Auch das Beratungsunternehmen AT Kearney hat Kultureinrichtungen in seinem „Elchtest“ empfohlen, sich verstärkt um Sponsoren zu bemühen, um auf diese Weise die vorhergesagten Kostensteigerungen finanzieren zu können. Sponsoring, das heißt, es bekommt im Gegensatz etwa zur Spende nicht einfach nur jemand Geld geschenkt, sondern es geht um den Austausch von Leistungen. Als Kultureinrichtung Leistungen anbieten zu können, ist oftmals gar nicht so einfach, denn wer weiß schon, warum ein Unternehmen Kunst und Kultur sponsern möchte? Wenn Sie vor dieser Frage stehen, lohnt es sich für Sie vielleicht beim nächsten Treffpunkt KulturManagement dabei zu sein, der am kommenden Mittwoch, den 20. Oktober von 9 bis 10 Uhr wie immer online unter diesem Link über die Bühne gehen wird. Unser Gast ist diesmal Uwe Wagner, der sich in seiner Diplomarbeit mit dem Thema Sponsoring aus Sicht der Unternehmen beschäftigt  hat und dessen Arbeit seit wenigen Tagen unter dem Titel „Unternehmerisches Kulturengagement am Beispiel der Musikförderung der Škoda Auto Deutschland GmbH“ auch als Buch erhältlich ist. Die Liste der Unternehmen, die Kultureinrichtungen sponsern, ist lang, aber was treibt sie eigentlich an, sich im Kunst- und Kulturbereich zu engagieren und Projekte und Institutionen zu unterstützen oder, wie es immer so schön heißt, ein Geschäft auf Gegenseitigkeit zu vereinbaren? Es gibt zwar jede Menge Ratgeber, in denen Kultureinrichtungen erfahren, wie sie eine Strategie und entsprechende Leistungsangebote entwickeln können, aber was zeichnet eine erfolgreiche Sponsoringpartnerschaft überhaupt aus? Warum engagieren sich Unternehmen im Kunst- und Kulturbereich? Wie das konkret bei einem Automobilhersteller ist, darüber wird Uwe Wagner am Mittwoch berichten. Da er mittlerweile als Verwaltungschef beim Rheingau Musik Festival, dem größten privatwirtschaftlich finanzierten Musikfestival Europas tätig ist, das seit 1987 auf die Unterstützung von Sponsoren angewiesen ist, kennt er aber auch die Gegenseite sehr gut und deshalb sind wir froh, dass er am Mittwoch bei uns sein wird. Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme bei der in der Regel monatlich stattfindenden Veranstaltung ist kostenlos, die Installation einer Software ist nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein. Wenn Sie mehr zur Plattform wissen wollen, David Röthler hat auf Slideshare eine Kurzanleitung für Adobe Connect zur Verfügung gestellt. Wenn Sie sich im Vorfeld entweder auf unserem Wiki, wo Sie übrigens auch die Aufzeichnungen der bisherigen Veranstaltungen finden, oder auf Facebook anmelden, dann wissen nicht nur wir, sondern auch Sie selbst, mit wem Sie am kommenden Mittwoch diskutieren bzw. chatten und können sich auf Wunsch entsprechend vernetzen. Uwe Wagner hat das übrigens viele Jahre vorbildlich auf Xing gemacht, wo ich ihn auch kennen gelernt habe. In der Gruppe Kultur- & Artsmanagement begann er im Jahr 2006 einen Thread, in dem er noch vor Beginn seines Kulturmanagement-Studiums zu kommunizieren begonnen und in regelmäßigen Abständen über die weiteren Schritte berichtet hat. Daher freue ich mich auch, dass er am Mittwoch dabei ist und ich ihn diesmal auf einer anderen Plattform treffen kann. Über Ihr Dabeisein freue ich mich natürlich auch. Falls Sie Fragen haben, schreiben Sie mir bitte eine Mail oder nutzen Sie die Kommentarfunktion.
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Beim nächsten Treffpunkt KulturManagement am 25. August geht es um das Thema Crowdfunding

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© Gerd Altmann; Photoopia Am Mittwoch, den 25. August findet von 9 bis 10 Uhr der nächste Treffpunkt KulturManagement statt. Zu Gast ist diesmal Denis Bartelt, neben Tino Kreßner Gründer und CEO von Startnext, einer Crowdfunding-Plattform, die im nächsten Monat an den Start gehen wird. Kunst entsteht an allen Ecken und Enden dieser Welt. Meist kostet es Geld, um diese Kunst entstehen zu lassen. Da gibt es die Musiker aus Niamey, der Hauptstadt des Niger, die eine Platte produzieren und diese vertreiben wollen. Öffentliche Fördermittel gibt es nicht, also haben sie versucht, das Geld über eine Crowdfunding-Plattform aufzutreiben. Bei uns gibt es zwar Fördergelder für den Kunst- und Kulturbereich, aber für alle reichen diese Mittel schon lange nicht mehr. Manche wollen aber auch gar keine öffentliche Unterstützung, weil sie zum Beispiel einfach nur die Welt bereisen und darüber live in einem Blog berichten wollen. Für solche Projekte gibt es Crowdfunding-Plattformen, auf denen das benötigte Geld vorweg eingeworben wird. Durch Freunde, Fans oder sonstige Unterstützer. Wer solche durch die Crowd geförderte Kunstprojekte sucht oder selbst eines auf diese Weise finanzieren möchte, schaut sich meist auf Plattformen um, die im angelsächsischen Raum entstanden sind, zum Beispiel Kickstarter oder RocketHub. Das Prinzip ist relativ einfach: ein Projekt präsentiert sich auf der Plattform und versucht, über einen bestimmten Zeitraum eine vorher festgelegte Geldsumme einzusammeln. Gelingt das, wird das Vorhaben realisiert, ansonsten heißt es: Pech gehabt. Ähnlich funktioniert auch Startnext, aber weil die Rahmenbedingungen im deutschsprachigen Raum mit denen in den USA nicht zu vergleichen sind, gibt es doch einige interessante Unterschiede. So kooperiert Startnext zum Beispiel mit einer Bank, eine Zusammenarbeit, aus der heraus ein „kostensparendes und einfaches Zahlungsverfahren“ ohne Transaktionsgebühren(!) entstanden ist, wie man auf dem Firmenblog nachlesen kann. Teuer und kompliziert, das waren bis jetzt immer die Gründe, die in unseren Breitengraden den Erfolg solcher Plattformen be- und damit verhindert haben. Denis Bartelt wird beim Treffpunkt KulturManagement nicht nur dieses Modell vorstellen, sondern auch erzählen, wie Crowdfunding überhaupt bei uns funktionieren kann und worauf die Initiatoren von künstlerischen Projekten achten müssen, um über Startnext das benötigte Geld einsammeln zu können. Wenn Sie mehr über Startnext wissen wollen oder selbst auf der Suche nach Geldgebern sind, dann freuen wir uns, Sie beim nächsten Treffpunkt KulturManagement begrüßen zu dürfen. Weitere Infos zum Treffpunkt KulturManagement und eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf Facebook und in unserem Wiki. Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Projekt von Kulturmanagement Network, Projektkompetenz.eu und der stARTconference.
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Beim Treffpunkt KulturManagement am 21. Juli geht es um das Thema EU-Förderungen

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Am nächsten Mittwoch, den 21. Juli um 9 Uhr(Dauer ca. 1 Stunde)  ist es wieder soweit. Diesmal geht es im mittlerweile dritten Treffpunkt KulturManagement um das Thema EU-Förderungen. Genau zur richtigen Zeit, denn einige von Ihnen werden unter Umständen gerade mit den Antragsunterlagen des EU-Kulturförderprogramms kämpfen. Bis zum ersten Oktober müssen Sie Ihren Antrag fertig haben und wenn Ihnen etwas nicht ganz klar ist oder Sie noch nicht endgültig entschieden haben, ob Sie einen Antrag stellen oder nicht, dann ist dieser Treffpunkt KulturManagement eine gute Gelegenheit, die eigenen Fragen loszuwerden und von den Fragen und Antworten der Anderen zu profitieren. Als Experte steht Ihnen diesmal David Röthler von Projektkompetenz.eu zur Verfügung, der sich schon seit Jahren mit dem Thema EU-Förderungen beschäftigt und viele Kulturbetriebe bei diesem Thema berät und bei der Antragstellung unterstützt. Bevor ich Ihnen jetzt ausführlich erkläre, was der Treffpunkt KulturManagement ist und wie er funktioniert, würde ich Sie bitten, einfach die Grafik zu Beginn des Beitrags oder diesen Link hier anzuklicken. Dahinter versteckt sich die Aufzeichnung der letzten Veranstaltung. Noch ein Wort zur Technik: Für den Treffpunkt KulturManagement verwenden wir das Online-Konferenzsystem Adobe Connect. Dafür benötigen Sie lediglich einen Browser, nach Möglichkeit Breitbandinternet, einen halbwegs aktuellen Computer sowie die neueste Version von Adobe Flash (kostenloser Download) notwendig. Das System funktioniert unter Windows, Mac und Linux (Linux mit Einschränkungen). Für die Sprachverständigung wird ein Headset (Kopfhörer-Mikrofon-Kombination) benötigt. Weitere Infos und eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf Facebook und in unserem Wiki. Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Projekt von Kulturmanagement Network, Projektkompetenz.eu und der stARTconference. Update: für alle, die den Treffpunkt KulturManagement verpasst haben oder ihn sich noch einmal ansehen wollen, hier ist der Link.
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Beim 2. Treffpunkt KulturManagement geht es um das Thema „Unternehmerisches Handeln im Kulturbereich“

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Auf den 2. Treffpunkt KulturManagement freue ich mich persönlich ganz besonders, denn mit Dr. Elmar. D. Konrad haben wir einen Sprecher gewinnen können, dessen Beschäftigung mit dem Thema Kulturunternehmertum ich schon seit einigen Jahren verfolge und dessen Arbeit ich sehr schätze. Konrad, der an der Universität Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen und angewandte Kulturwissenschaft studierte und dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter den Bereich Entrepreneurship in Lehre und Forschung als neuen Schwerpunkt aufbaute, verband schon in seiner Dissertation die Bereich Unternehmertum und Kulturarbeit und promovierte im Jahr 2000 mit dem Thema Kulturunternehmertum (siehe dazu die Beiträge „Das Modell der KulturunternehmerIn“ Teil I, Teil II, Teil III, Teil IV) . Seit Oktober 2007 leitet er das Fach Kulturarbeit und Kreativwirtschaft an der TU Dortmund und gibt dem Kunst- und Kulturbereich durch seine Ansätze immer wieder neue Impulse. Unternehmerisches Handeln verortet Konrad dabei nicht nur im Bereich Kulturmanagement. Schon kreative und schöpferische Künstler, die für ihn den Nukleus des Kunst- und Kulturbetriebs darstellen, sieht er als Unternehmer in eigener Sache. Sie stellen ihre Produkte nicht nur selbst her, sondern vermarkten sie auch mit Hilfe von Vermittlern wie Galerien oder Verlagen. Aber auch in den Kulturbetrieben wird angesichts leerer öffentlicher Kassen und steigender Kosten unternehmerisches Denken und Handeln immer wichtiger. Wie dieses unternehmerische Denken und Handeln aussieht und welcher Voraussetzungen es dafür bedarf, erläutert Elmar D. Konrad in seinem Impulsreferat beim Treffpunkt KulturManagement. Der 2. Treffpunkt KulturManagement findet statt am 16. Juni und beginnt um 9 Uhr. Er dauert ca. eine Stunde, die Teilnahme ist kostenlos. Noch ein Wort zur Technik: Für „Treffpunkt KulturManagement“ verwenden wir das Online-Konferenzsystem Adobe Connect. Dafür benötigen Sie lediglich einen Browser, nach Möglichkeit Breitbandinternet, einen halbwegs aktuellen Computer sowie die neueste Version von Adobe Flash (kostenloser Download) notwendig. Das System funktioniert unter Windows, Mac und Linux (Linux mit Einschränkungen). Für die Sprachverständigung wird ein Headset (Kopfhörer-Mikrofon-Kombination) benötigt. Die Verwendung einer Webcam wird empfohlen, ist aber keine Voraussetzung. Alle weiteren Informationen (inkl. Möglichkeit zur Anmeldung) finden Sie entweder auf Facebook oder in unserem Wiki. Update: hier ist der Link zur Aufzeichnung, falls Sie heute morgen keine Zeit hatten.
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Veranstaltungshinweis: stARTtogether in Salzburg (18.6. um 16 Uhr)

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Bis jetzt gab es ausgehend von der stARtconference ja immer nur Veranstaltungen in Deutschland. Das ändert sich nun, denn am 18. Juni findet um 16 Uhr das erste stARTtogether auf österreichischem Boden statt und zwar in Salzburg. ;-) Vor einiger Zeit hat mich Anne Grabs, die Geschäftsführerin der Netzkulturplattform subnet angesprochen und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr ein stARTtogether zu organisieren. Natürlich hatte ich, denn einen besseren Partner kann man sich gar nicht wünschen. subnet sieht sich in der Rolle als Thinktank und Work-Lab, um weitergehende Möglichkeiten für die Nutzung des Social Webs im Kultur-Kontext zu erarbeiten und aufzuzeigen. Neben den bewährten Strategien im Social Web, sucht subnet jedoch vor allem Alternativen bzw. Ergänzungen zu den kommerziellen Möglichkeiten. Ich freue mich, am 18. Juni bei subnet sein zu dürfen und mich zu diesen Themen mit allen Interessierten austauschen zu können. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was so ein stARTtogether eigentlich ist? Die Idee dazu wurde im letzten Herbst geboren, als wir, das Team der stARTconference, zu einem gemeinsamen Meeting nach Berlin kamen. Natürlich wollten wir jede Menge Leute treffen, die wir online und offline kannten. Heraus kam das erste stARTtogether in einem netten und gemütlichen Lokal in Berlin. Die Idee dahinter ist, Leute kennen zu lernen, Leute wieder zu sehen und sich ohne großes Programm zu treffen und zu diskutieren.. Wenn Sie also Lust haben, sich über das Thema Kunst, Kultur und Web2.0 austauschen zu wollen, dann kommen Sie doch einfach am 18. Juni um 16 Uhr in die Räumlichkeiten von subnet in die Josef-Preis-Allee 16 in Salzburg. Sie sind herzlich eingeladen und Anne Grabs und ich freuen uns, Sie dort zu sehen. Schon jetzt möchte ich mich aber bei Anne Grabs für die Initiative und vor allem für die Organisation des stARTtogether bedanken. Anmeldung bitte per Mail oder via Facebook.