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USA: für die Museen geht es ums Überleben

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New Yorker Boerse
© Claus-P. Schulz; Pixelio

Von Nouriel Roubini, Wirtschaftsprofessor in New York, existiert ein ganz interessantes Paper, in dem er ein Szenario der derzeitigen FInanzkrise entwirft. Zwar bezieht er sich hauptsächlich auf die USA, aber wir wissen ja wie das ist, wenn Amerika einen Schnupfen bekommt.

In zwölf Schritten sieht er uns auf die finanzielle Katastrophe zusteuern und um es kurz zu machen: bis jetzt liegt er nicht falsch mit seinen Prognosen, denn sein Paper wurde bereits Ende Februar veröffentlicht. Zu einer Zeit also, da der Begriff Finanzkrise noch nicht in unserem alltäglichen Wortschatz enthalten war.

Zu den Auswirkungen dieser Krise auf die amerikanischen Museen habe ich einen ganz interessanten Artikel im Wall Street Journal gefunden. In „After the Building Boom“ beschreibt Alexandra Peers sehr detailliert die aktuelle Situation der Museen. Der Boom der letzten zwei Jahrzehnte sei vorbei und die Museen sehen sich mit einer Situation konfrontiert, die in diesem Ausmaß noch niemand erlebt hat, konstatiert sie.

Das Problem: viele Museen haben in den letzten Jahren expandiert und sich teure Neubauten geleistet. Finanziert wurden sie meist mit Unterstützung derer, deren Unternehmen jetzt in großen Schwierigkeiten stecken. Glück haben die, die über die Planungsphase noch nicht hinausgekommen sind und ihr Vorhaben entweder redimensionieren oder ganz davon lassen.

Was tun? Chad M. Bauman spricht es in seinem Arts Marketing Blog ganz offen aus:

„As the anemic economy lingers, I have gotten more and more questions, from press, board members and colleagues, about what I believe the impact will be of the worsening economic crisis. As I wrote in an earlier post, the honest answer is — I don’t know.“

So geht es wohl derzeit allen in den USA. Und wie sieht es bei uns aus? Natürlich hängen Kunst und Kultur nicht von den Spenden der Investmentbanker ab, aber ob wir uns deshalb wirklich in Sicherheit wiegen können? Wahrscheinlich muss die Antwort auch bei uns lauten: I don’t know…

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