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Die EU fördert Kooperationsprojekte mit Drittländern

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Bis zum 1. Mai 2010 ist es zwar noch etwas hin, aber nachdem die Zeit dann doch schneller vergeht als es einem lieb ist, hier der Hinweis auf die Möglichkeit, Unterstützung für Projekte in Nicht-EU-Ländern, den sogenannten Drittländern, zu erhalten.

Brüssel sucht sich dabei immer eine begrenzte Zahl von Ländern aus, die für Kooperationsprojekte in Frage kommen. Diesmal sind das Armenien, Weißrussland, Ägypten, Georgien, Jordanien, Moldawien, Tunesien und die palästinensischen Gebiete.

Ihre Anträge müssen wie gesagt bis zum 1. Mai 2010 in Brüssel eingelangt sein, alle weiteren Informationen und auch die Formulare finden Sie hier.

Hinweisen möchte ich auch noch einmal auf das kostenlose Webinar, das David Röthler und ich am 17. August anbieten. Thema ist der aktuelle Call im Rahmen des EU-Kulturförderprogramms.

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Kostenloses Kurzwebinar zur aktuellen Ausschreibung des EU-Kulturförderprogramms

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Vielleicht spielen Sie ja mit dem Gedanken, sich dieses Jahr für eines Ihrer Projekte um EU-Mittel zu kümmern? Wenn Sie wissen wollen, welche Kriterien man bei einer solchen Antragstellung beachten muss und was für Projekte überhaupt für eine Förderung durch die EU in Frage kommen, dann ist vielleicht das Kurzwebinar, das David Röthler und ich am Montag den 17. August von 9 bis 10 Uhr anbieten, für Sie der richtige Einstieg in das Thema.

Worum es geht, hat David Röthler auf seinem Blog schon angekündigt:

  • Ziele des EU-Kulturprogramms
  • Ausschreibungsbedingungen
  • Besprechung von Konzeptideen

Planen Sie ein Projekt, das nicht länger als zwei Jahre dauert, dann haben Sie noch bis zum 1. Oktober Zeit, einen Antrag zu stellen. Neu in diesem Jahr: Sie könnenmüssen den Antrag auch online stellen. Dafür steht Ihnen ein PDF zur Verfügung, das Sie aber im Unterschied zu vielen anderen Online-Formularen jederzeit abspeichern können.

Falls Sie nicht bis zum 17. August warten wollen: auf den Online-Seiten der Cultural Contact Points (CCP) in Deutschland und Österreich finden Sie jede Menge Informationen und natürlich auch die Links zu den Formularen (die finden Sie hier allerdings auch ;-) ). Wirklich gut gelungen ist die Step-by-Step-Anleitung des deutschen CCP.

Zurück zum kostenlosen Webinar: Wenn Sie daran teilnehmen wollen, darf ich Sie darum bitten, sich per Email entweder bei mir (c.henner-fehr(at)teleweb.at) oder bei David Röthler (david(at)roethler.at) anzumelden. Der Zugang zum Webinarraum erfolgt dann über diesen Link: http://proj.emea.acrobat.com/webinar/

Informationen über das System, mit dem wir arbeiten, finden Sie auf der Website von David Röthler. Ich freue mich, wenn Sie dabei sind.

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Kulturelle Zusammenarbeit mit 79 ACP-Staaten

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Viele Kultureinrichtungen sind mittlerweile auf den Geschmack gekommen und realisieren Projekte gemeinsam mit Partnern aus europäischen Ländern. Dank der EU gibt es dafür ja auch entsprechende Fördermittel. Wer seine Partner außerhalb der europäischen Grenzen sucht, für den wird es schon etwas schwieriger. Aber immerhin gibt es noch die Möglichkeit, Vorhaben in sogenannten Drittländern durchzuführen. Jedes Jahr legt die EU fest, für welche Länder der jeweilige Call gilt.

Darüber hinaus gibt es aber noch eine weitere Möglichkeit, die Zusammenarbeit mit den ACP-Staaten. Hinter diesem Kürzel ACP verbergen sich 79 Länder, die dem afrikanischen, karibischen und pazifischen Raum zuzuordnen sind. Während die Informationen darüber früher schwer zu finden waren, gibt es mittlerweile eine sehr übersichtlich aufbereitete Homepage.

„THE EU-ACP SUPPORT PROGRAMME TO CULTURAL INDUSTRIES IN ACP countries is funded by the European Commission, managed and implemented by the Secretariat of the African, Caribbean and Pacific Group of States (ACP). It is open to the 79 African, Caribbean and Pacific (ACP) Group of States and the European Union Member States that are signatories to the 9th European Development Fund (EDF)“,

heißt es dort auf der Startseite. Grundsätzlich geht es darum, den kulturellen Sektor in diesen Ländern zu stärken. Dafür stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung, über die es auf der Website ausführliche Informationen gibt. Wer so richtig international arbeiten möchte oder das bereits tut, sollte sich die Seite mal genauer anschauen.

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Österreichs Kultureinrichtungen holen sich viel Geld aus Brüssel

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Diese Nachricht verdient es, erwähnt zu werden. Das österreichische Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur berichtet in einer Presseaussendung über die erfolgreiche Teilnahme österreichischer Kultureinrichtungen am EU-Kulturförderprogramm. Von den 103 Kooperationsprojekten, die Brüssel unterstützt, kommen 11 aus Österreich, was hinter Frankreich und Italien Rang drei bedeutet.

Während das Ranking nicht so wirklich interessant und aussagekräftig ist, sticht eine andere Zahl heraus. Immer wieder werde ich gefragt, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, Geld von der EU zu erhalten. Der Blick in die Zukunft ist naturgemäß schwer. Im Rückblick auf die letzte Ausschreibung lässt sich aber sagen, dass Österreich im Verhältnis der eingereichten und angenommenen Anträge eine Erfolgsquote von 46% geschafft hat. Das heißt, fast jeder zweite Antrag wurde auch genehmigt. Das ist in meinen Augen ein tolles Ergebnis, denn der EU-Durchschnitt liegt bei 27%. Aber auch dieser Wert ist beachtlich, denn insgesamt kommt damit gut jedes vierte eingereichte Projekt in den Genuss von EU-Fördermitteln.

Kultureinrichtungen, die international arbeiten, sollten also die europäischen Fördertöpfe nicht unberücksichtigt lassen, denn die Chancen sind nicht so gering. Mittlerweile gibt es ein dichtes Netz von ExpertInnen, die einen bei der Antragstellung unterstützen. Im Sommer kommt die nächste Ausschreibung und wenn Sie eine Einreichung ins Auge fassen, dann sollten Sie sich schon jetzt nach Partnern umsehen, so Sie die nicht schon haben. Fehlende Partner sind nämlich der Hauptgrund, warum ein Antrag dann doch nicht abgeschickt wird. Was schade ist, war dann doch die ganze (Antrags)-Arbeit umsonst.

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Dies und das: ein Interview, EU-Förderergebnisse und ein Video

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© Alf Loidl; Pixelio

Während ich in den letzten Tagen blogfrei hatte und die Kombination Sonne, Berge und Schnee genossen habe, waren andere fleißig. Nadia Weltenberg zum Beispiel, die auf ihrem Blog „Der praktische Ratgeber“ meine Antworten auf ihre Fragen veröffentlicht hat. Neu war dabei für mich die Frage, welche technischen Hilfsmittel ich für das Bloggen verwende. Fürs Schreiben nutze ich die WordPress-Software, ansonsten gibt es ein paar Tools, um die Infos, die ich im Internet finde, aufzubereiten und zu sammeln (mehr dazu in den ersten beiden Teilen meiner Serie „Strukturierte Themensuche für das eigene Weblog„; ein Teil fehlt noch). Aber das ist dann wirklich alles.

Auch in Brüssel war man fleißig. Während ich faul in der Sonne saß, wurden dort die Ergebnisse des letztjährigen Calls des EU-Kulturförderprogramms veröffentlicht. Sowohl für den Aktionsbereich 1.2.1 (bis zu 2 Jahre Projektlaufzeit), als auch für Aktionsbereich 1.1. (bis maximal 5 Jahre). Besonders freut es mich, dass das Wiener Theater des Augenblicks eine Förderzusage erhalten hat, herzlichen Glückwunsch! Die Einreichung des Projektes „The Library – Production of Memory“ durfte ich im letzten Herbst unterstützen.

Ich finde die Ergebnisse immer recht interessant, weil sie dokumentieren, welche Projekte gerade als besonders förderwürdig angesehen werden. Wer im Sommer einen Projektantrag stellen möchte, sollte sich die Listen unbedingt anschauen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was im Rahmen des Kulturförderprogramms alles unterstützt wird.

Und zu guter Letzt möchte ich noch auf ein Video hinweisen, das ich bei Max Kossatz entdeckt habe: „The Internet Symphony“ ist das Ergebnis der YouTube Internet Symphony.

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Bollwerk gegen das Fremde oder Brücke zum Fremden?

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Gestern ist Aleida Assmann mit dem Paul-Watzlawick-Ehrenring ausgezeichnet worden. Anlässlich ihres Aufenthaltes in Wien gab sie dem Standard ein Interview, in dem sie vor dem Hintergrund eines möglichen EU-Beitritts der Türkei nach den Grenzen der Idee Europas bzw. einer europäischen Erinnerungskultur gefragt wurde.

Die Außengrenze Europas gegenüber der Türkei könne man aus zwei verschiedenen Perspektiven sehen, so Assmann:

„als Bollwerk gegen das Fremde oder als Brücke zum Fremden“.

Im Sinne von Innovation und Weiterentwicklung ist die Antwort klar, meine Antwort dazu kennen Sie ja. Aleida Assmann tendiert in die gleiche Richtung. Nun kann man darüber reden, dass es darum gehe, Brücken zu schlagen. Man kann aber auch etwas dafür tun, zum Beispiel künstlerische Kooperationsprojekte entwickeln und realisieren.

Da trifft es sich gut, dass die EU solche Aktivitäten finanziell unterstützt. Derzeit läuft ein Call, mit dem Brüssel lokale  kulturelle Projekte in acht Nicht-EU-Ländern fördert, Einreichfrist ist der 1. Mai. Und dann gibt es seit kurzem noch eine Pilotaktion, in der es um die Mobilität von KünstlerInnen und Kulturschaffenden geht, wobei unter „Kulturschaffenden“ auch Fachleute, Kulturmanager, Produzenten, Organisatoren, Wissenschaftler, Journalisten und Vermittler aus dem Kulturbereich gemeint sind, wie es auf der Website des österreichischen Cultural Contact Point heißt. Es geht darum, die kulturelle Vielfalt zu fördern und das vor allem durch eine erhöhte Mobilität. Die kostet in der Regel etwa und genau dafür gibt es nun Geldmittel aus den Brüsseler Fördertöpfen.

Die Antragsunterlagen finden Sie hier, sie ähneln übrigens denen des ganz normalen Kulturförderprogramms. Einreichfrist ist der 15. Mai. Schauen Sie sich die Ausschreibung mal an, vielleicht ist das ja was für Sie?

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Die EU fördert lokale kulturelle Aktivitäten in acht Nicht-EU-Ländern

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Gerade habe ich den aktuellen Newsletter des deutschen Cultural Contact Point gelesen und fand dort den Hinweis, dass die EU lokale kulturelle Aktivitäten unterstützt:

„Der aktuelle Aufruf der EU unterstützt kulturelle Projekte, die zur Förderung des kulturellen Dialogs und zum Austausch und zur Zusammenarbeit in der Mittelmeerregion beitragen. Teilnahmeberechtigt sind zivilgesellschaftliche Organisationen, Institutionen des öffentlichen und privaten Sektors, lokale Behörden, Kulturzentren und internationale Organisationen mit Sitz in Ägypten. Die Aktivitäten müssen in Ägypten stattfinden. Der Antrag muss bei der Delegation der Europäischen Kommission in Kairo eingereicht werden, die auch Ansprechpartner für Rückfragen ist.“

Ich hatte schon im Dezember daraufhingewiesen, dass dieses Jahr Aktivitäten in insgesamt acht verschiedenen Ländern unterstützt werden, neben Ägypten noch in Armenien, Georgien, Jordanien, Moldavien, den Palästinensergebieten, Tunesien und Weissrussland.

In meinen Augen ist dieses Drittstaatenprogramm besonders interessant, gibt es einem doch die Möglichkeit, für Vorhaben Unterstützung zu bekommen, für die es in der Regel nur wenig bzw. gar kein Geld gibt. Und dass mittlerweile Projekte in acht verschiedenen Ländern möglich sind, steigert die Atttraktivität des Programms noch.

Kurz zu den Zahlen: die Fördersumme liegt zwischen 50.000 und 200.000 Euro, wobei dieser Betrag maximal 50% des Gesamtbudgets ausmachen darf. Die Projekte können eine Laufzeit von bis zu zwei Jahren haben und mindestens 50% der Aktivitäten müssen in einem der oben angeführten Drittländer stattfinden. Neben einer Organisation vor Ort sehen die Richtlinien die Beteiligung von drei Organisationen aus drei verschiedenen EU-Staaten vor.

Die Antragsformulare und alle weiteren Infos finden Sie auf der Website der für die Betreuung des Programms zuständigen Exekutivagentur. Die Einreichfrist endet am 1.5.2009

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„Kultur in Bewegung“ informiert über das EU-Kulturförderprogramm

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Die von der Europäischen Kommission herausgegebene Broschüre „Kultur in Bewegung“ bietet einen schönen Überblick über von der EU geförderten Projekte.

„Sie finden Beispiele von Projekten, welche die Mobilität von Künstlern und ihren Werken fördern und dadurch den Zugang zu unserem gemeinsamen Kulturerbe erleichtern, die Kreativität junger Menschen durch innovative kulturelle Bildungsinitiativen ermutigen und die Kapazitäten der Kulturexperten weiterentwickeln. Sie finden auch Initiativen, die den interkulturellen Dialog fördern, ein Thema von entscheidender Bedeutung in unseren zunehmend von Vielfalt geprägten Gesellschaften“,

schreibt der für die Kultur zuständige EU-Kommissar Ján Figel in seinem Vorwort.

Interessant, dass Italien seit Beginn der Programmperiode 2007 -2013 die meisten Förderzuschläge erhalten hat (33 unterstützte Projekte), gefolgt von Deutschland mit 25. Österreich schneidet mit 15 unterstützten Projekten hervorragend ab und ist damit genauso erfolgreich wie UK (siehe Seite 55).

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…und noch einmal EU: 348 Projekte wurden bei der letzten Runde eingereicht

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Gestern Mittag habe ich noch eine viel zu hohe Zahl genannt, als im Rahmen eines EU-Webinars die Frage gestellt wurde, wie viele Projektvorhaben durchschnittlich eingereicht werden. Nun kann ich es genau sagen: 348 Förderanträge waren es, 53 im Bereich der mehrjährigen Kooperationsprojekte (Aktionsbereich 1.1) und 295 Kleinere Kooperationsprojekte (Aktionsbereich 1.2.1), heißt es im aktuellen Newsletter des deutschen Cultural Contact Point.

Im Frühjahr wird sich dann entscheiden, wie viele der eingereichten Projektanträge eine Förderung erhalten.