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Social Media und der ROI: von Immobilienmaklern und Trivialitäten

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© Petra Bork ; Pixelio

Ich schätze das Social Web und vor allem Blogs ungemein, denn es ist faszinierend zu beobachten, wie sich bestimmte Themen langsam auszubreiten beginnen und plötzlich an den verschiedensten Orten Diskussionen darüber entstehen. Mein Thema ist zur Zeit die Frage, ob und wenn ja, wie Social Media und der Return on Investment (ROI) zusammen passen. Auslöser ist die Beobachtung, dass die Social Media im Kunst- und Kulturbereich noch nicht adäquat mit den entsprechenden Ressourcen ausgestattet werden. Oft ist es die PraktikantIn, die halt noch jeden Tag neben ihrer „normalen Arbeit“ 30 Minuten „Social Media macht“, was immer das dann auch heißen mag.

Meine Idee: ich glaube, dass man den EntscheidungsträgerInnen die Bedeutung von Social Media leichter vermitteln kann, indem man versucht, ihnen den „Wert“ von Social Media zu verdeutlichen. Eine der wichtigsten Kategorien, in denen dieser Wert bestimmt werden kann, ist das Geld. Warum macht es Sinn, den Wert von Social Media monetär darzustellen? Erstens betrachte ich Social Media als Querschnittsmaterie, die in den verschiedenen Unternehmensbereichen (Marketing, Kommunikation, etc.) zum Einsatz kommt, in denen Geld eine wichtige Rolle spielt. Zweitens ist Geld die Ressource, die in den Kulturbetrieben meist schmerzlich vermisst wird. Es gilt also genau abzuwägen, wofür man seine Mittel einsetzt.

Der letzte Treffpunkt KulturManagement (Link Folien / Aufzeichnung), in dem ich mit Stefan Parnleiter-Mathys über dieses Thema diskutieren durfte, hat mich ein ganzes Stück weiter gebracht und erfreulicherweise zu einigen Blogbeiträgen geführt. Auf ein paar Punkte möchte ich hier reagieren.

Wenn Christian Holst seinen Kommentar zu Axel Vogelsangs Blogpost „Return on Investment für Social Media?“ mit der süffisanten Bemerkung „Wenn man sich ernsthaft um den ROI sorgt, sollte man besser keine Kultur machen, sondern zum Immobilienmakler o.ä. umschulen“ enden lässt, dann weiß ich nicht, ob ich das wirklich ernst nehmen soll, gratuliere ihm aber zu seinem Arbeitgeber, der wahrscheinlich mit dem oben abgebildeten Glas Münzen auskommt, um seine Spielzeit erfolgreich über die Bühne zu bekommen. Da mal ein Griff ins Glas, dann wieder ein paar Münzen reingeworfen, so einfach lässt sich ein Kulturbetrieb finanziell „steuern“. Da ist es doch nett, wenn man außerdem auf den Social Media-Kanälen des Hauses nett plaudern und anregende Gespräche führen kann. Was das kostet, was das bringt? Ach, wer wird denn so kleinlich sein, schließlich reden wir von Kunst. Und eben von Social Media.

Ist Rechnen im Social Web erlaubt?

So beschäftigt sich Claudia Heydolph in einem Blogpost mit der Frage, ob sich Social Media-Content rechnen könne? In ihrem Beitrag findet sich ein Video-Interview mit dem Sprecher des Stuttgarter Linden-Museums Martin Otto-Hörbrand, aus dem hervorgeht, dass es im Social Web nicht um finanziellen Gewinn geht, sondern eher um immaterielle Werte wie etwa Wissen und Aufmerksamkeit. Daran anknüpfend stellt Heydolph, dass gerade im Bereich von Kunst und Kultur der finanzielle Aspekt nicht überwiegen sollte. Die Kommunen müssten sich, so schreibt sie, ein Museum als „kultur- und sinnstiftende Kapitalanlage ohne Gewinnaussichten“ leisten wollen. Das alles ist unbestritten.

Aber mit so etwas wie dem ROI zu arbeiten, heißt nicht, dass ich aus meinem subventionierten Haus nun eine kommerziell ausgerichtete Goldgrube mache. Auch wenn ich nicht auf Gewinn aus bin, so muss ich doch mit den begrenzten Mitteln sorgsam umgehen, um weiter kultur- und sinnstiftend wirken zu können. Das eine schließt das andere in meinen Augen nicht aus. Sorgfältig mit den begrenzten Ressourcen umzugehen heißt, ich muss abwägen, was ich mit meinem Budget mache? Lasse ich Plakate drucken, schalte ich Inserate oder bin ich im Social Web aktiv? Auf welcher Basis entscheide ich mich für einen Mix aus Plakat, Inserat und Social Media oder setze ausschließlich auf einen Kanal? Niemand tut das im beruflichen Kontext, ohne sich vorab zu überlegen, was ihm oder ihr das bringen könnte. Warum gibt es die Tweetups oder eben auch den Treffpunkt KulturManagement? Beide kosten nichts und Claudia Heydrich merkt treffend an, dass sich so etwas nicht direkt rechnen kann. Kann es auch nicht, aber mit solchen Formaten sind bestimmte Erwartungen verbunden. Sie sind ein Baustein in einem hochkomplexen Gefüge, an dessen Ende derjenige, der nicht über unbegrenzte Ressourcen verfügt, auch auf sein Geld schauen muss.

„Seitdem die digitale Revolution alles in Algorithmen messbar gemacht hat, muss alles sofort messbar sein,“ schreibt Heydrich und kritisiert damit den Wahn, alles sofort in ein Zahlengefüge pressen zu wollen. Ich frage mich auch oft, warum manche Kennzahlen so wichtig sind und welche Rolle sie eigentlich spielen? Facebook & Co sind in meinen Augen Instrumente, die bei der Umsetzung einer Strategie zum Einsatz kommen können, im Bereich Marketing, PR oder sonstwo. Auf dieser übergeordneten Ebene will und muss ich sehr wohl wissen, ob ich mehr investiere als am Ende wieder reinkommt. Das heißt, es gilt die Frage zu beantworten, ob meine Strategien, mit deren Hilfe ich Einnahmen in einer bestimmten Höhe lukrieren wollte, auch wirklich aufgegangen sind. Womit wir bei einem weiteren wichtigen Punkt sind: Der ROI lässt sich nicht vorab bestimmen, sondern steht erst im Nachhinein fest. Und das, wie gesagt, nur auf einer übergeordneten, wenn man so will, aggregierten Ebene. Darunter haben wir es mit vielen einzelnen Punkten (oder auch Leistungsindikatoren) zu tun, die zwar in irgendeiner Form messbar sind. Wir müssen aber erst herausfinden, ob diese Kennzahlen überhaupt in unsere Karte hineinpassen? Ich schaue mir zwar sehr viele Kennzahlen an, allerdings helfen mir nur die wenigsten weiter. Ich halte mich hier also eher zurück, versuche aber immer wieder auf einer übergeordneten Ebene zu überprüfen, ob es sich lohnt, was ich da mache. Ich denke, diese Frage muss nicht nur ich beantworten, sondern all diejenigen, die mit den begrenzten Ressourcen Zeit und Geld auskommen müssen.

Mit Zahlen die Welt trivialisieren?

Dabei spielen Zahlen eine wichtige Rolle. Aber, so schreibt Patrick Breitenbach in seinem Beitrag „Auf der Suche nach dem heiligen ROI des Social Webs„: Zahlen verführen uns, „die Welt in der wir leben all zu leichtfertig zu trivialisieren“. Ein Ansatz, der ausschließlich auf Zahlen, und damit auch so etwas wie den ROI setzt, ist für ihn ungeeignet, um herauszufinden, ob sich Social Media lohnt. Damit hat er auch nicht ganz Unrecht, aber wie finde ich nun heraus, ob ich mir als großer oder kleiner Kulturbetrieb Social Media leisten kann? Wie überzeuge ich meinen Chef, dass Social Media wichtig ist?

Breitenbach betrachtet die Aktivitäten im Social Web als Investition in den Aufbau von Beziehungen. Deren Wert könne man nur durch Erleben erfahren, zahlenmässig lasse er sich aber nicht darstellen, schreibt er in seinem Blogpost. An diesem Punkt befinden sich, so denke ich, derzeit wohl viele Kulturbetriebe. Da werden Gespräche geführt, Beziehungen aufgebaut und es wird fleißig interagiert. Ob das was bringt, das merkt man dann schon. Irgendwann, hoffentlich…

Während der ROI dazu diene, eine Sicherheit zu konstruiere, die dazu beiträgt, „komplexe Zusammenhänge einzudampfen und Entscheidungen zu begründen“, gehe es im Social Web doch viel mehr darum, sich „als potenzieller Gesprächspartner, als Freund, als Ratgeber, als Mensch, als Kümmerer, als Händler, als Geschichtenerzähler oder als Entertainer“ anzubieten und serviceorientiert zu agieren, lautet Breitenbachs Fazit.

Ich halte diesen Gegensatz für konstruiert, denn Unternehmen wie die Deutsche Bahn oder die Telekom nutzen das Social Web in einer Art und Weise, die dem von Breitenbach geforderten serviceorientierten Zugang entspricht. Ob sie dabei so ganz ohne Kennzahlen auskommen und nur aus Freude am Gespräch mehr auf Social Media statt auf Call-Center setzen, wage ich dabei zu bezweifeln.

Ist es also wirklich so, dass wir mit Zahlen unsere Welt trivialisieren, wie Breitenbach schreibt? Zahlen können zwar dafür verwendet werden, gleichsam als Beruhigungsmittel, aber es sind nicht die Zahlen, die wir dafür zu kritisieren haben, sondern diejenigen, die Zahlen für ihre Zwecke einsetzen. So können Zahlen, so denke ich, auch dazu beitragen, die Welt zu entmystifizieren und/oder uns Erkenntnisgewinn zu verschaffen. Ob Mars-Expedition oder Social Web: Wir erhalten eine Unmenge an Daten, einerseits von einem uns noch fast völlig unbekannten Planeten, andererseits von GesprächspartnerInnen, von denen wir meist auch nicht sehr viel mehr wissen. „Die Daten der Kunden sind der wichtigste Rohstoff von Unternehmen geworden,“ heißt es in dem Artikel „Im Meer der Daten“, der in der Samstagsausgabe der FAZ erschienen ist. Was aber machen wir mit diesen – häufig unstrukturierten – Daten?

Interessant werden diese Daten erst, wenn ich sie miteinander verknüpfe. Aus den Daten werden dann Informationen, wenn wir sie mit einer Bedeutung versehen und ihnen Relevanz zuschreiben. Bindet man die Informationen im nächsten Schritt in vorhandene Erfahrungsmuster ein, entsteht Wissen (siehe dazu mein Blogpost „Wissensmanagement: Weblogs in Projekten einsetzen„) und damit genau das, was Martin Otto-Hörbrand im oben erwähnten Interview als den Mehrwert von Social Media für sein Museum beschrieben hat.

Neben dieser inhaltlichen Ebene gibt es aber eben auch eine wirtschaftliche Ebene, auf der wir ebenfalls versuchen, das Datenmaterial zu veredeln und daraus Wissen werden zu lassen. In diesem Prozess kann der ROI eine wichtige Rolle spielen. Er ist kein Allheilmittel, sondern er ist Teil eines ziemlich umfangreichen Puzzles, das sich einem erst nach und nach erschließt. Auf dieser Ebene Wissen zu generieren kann kompliziert und zeitaufwendig sein. Trivial ist es aber ganz sicher nicht. Und ob das wirklich nur ein Feld für Immobilienmakler ist, sollte sich Christian Holst auch noch mal überlegen. ;-)

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Die Flatrate für den Kunst- und Kulturbereich: lässt sich das Netflix-Modell auf Orchester oder Theater übertragen?

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Wenn eine Kultureinrichtung feststellt, dass der Ticketverkauf stagniert oder zurückgeht, wird meist die Marketingabteilung beauftragt, mit einer neuen Kampagne diese Entwicklung zu stoppen. An neue Erlösmodelle denken an diesem Punkt, der ja vielen nicht ganz unbekannt sein dürfte, aber die wenigsten.

Chris Ashworth hat vor fast drei Jahren in seinem Blogbeitrag „Toward A New Funding Model for Theater“ ein Membershipmodell vorgestellt, bei dem es darum ging, nicht nur bei den Vorstellungen dabei zu sein, sondern auch am Entstehungsprozess beteiligt zu werden (siehe dazu mein Blogpost Theaterfinanzierung: geht es auch ohne Förderungen?). Ashworth beschrieb das Ticket als Artefakt einer Beziehung und nicht als Artefakt einer Transaktion, bei dem einfach nur Sitzplätze verkauft werden, sondern der Communitygedanke im Vordergrund steht.

Für 5$ pro Monat so viel Konzerte hören wie Sie wollen

Ganz so weit geht das Saint Paul Chamber Orchestra  aber nicht, wenn es seit Anfang August eine Flatrate anbietet, die einem für 5$ im Monat den Besuch beliebig vieler Konzerte des Orchesters erlaubt. Mit dem SPCO-Membershipprogramm startet das Orchester einen interessanten Versuch, bei dem es sich an der Filmflatrate orientiert, mit der Netflix in den letzten Jahren den Markt gehörig durcheinander gebracht hat.

Das Angebot richtet sich an Menschen, die spontan den Entschluss fassen, ein Konzert zu besuchen und das nicht nur einmal. Es gilt für rund 80% der Plätze, die zwischen $10 und $25 kosten, während die teuren $40-Plätze von diesem Membershipprogramm ausgenommen sind. Die Saisonkarte hält Einzug im Kunst- und Kulturbereich, schreibt der StarTribune, bei rund 100 Konzerten eine durchaus lohnende Sache für Konzertgeher.

Natürlich habe es Widerstände gegeben, aber die Tatsache, dass das altbewährte Abosystem immer seltener in Anspruch genommen wird, zwinge zu neuen Modellen, wird Jessica Etten, die Kommunikations- und Marketingchefin des Orchesters in dem Artikel zitiert. Die $5-Tickets können online und an der Abendkasse erworben werden, der Anspruch auf einen bestimmten Sitzplatz ist damit aber nicht verbunden.

Kelly Dylla vergleicht in ihrem Beitrag „All You Can Hear: The SPCO’s Netflix-Style Membership“ das Angebot des Orchesters mit dem Netflix-Modell, das den Videomarkt entscheidend veränderte. Aus „all you can see“ wird hier „all you can hear“. In der Praxis heißt das, die Kunden können, freie Plätze vorausgesetzt, recht spontan entscheiden, wann und wie oft sie ein Konzert besuchen. Dieses Modell komme, so schreibt Dylla, dem Wunsch vieler entgegen, häufiger künstlerische Veranstaltungen zu besuchen, ohne dabei eine Verpflichtung einzugehen. Während es im klassischen Marketing darum geht, aus dem Besucher einen Abonnenten zu machen, verfolgt die Flatrate einen anderen Ansatz:

People decide that they can part with a small amount of their monthly earnings to have the opportunity to see art,

konstatiert die Autorin. Für das Orchester bedeutet das, es kann mehr Mitglieder in das Programm aufnehmen als es Sitzplätze hat, denn erstens gibt es bei der Flatrate keinen Anspruch auf einen Platz und zweitens ist es unwahrscheinlich, dass alle „Saisonkartenbesitzer“ zur gleichen Zeit ein Konzert besuchen wollen.

Aber noch ein anderer Aspekt ist interessant. Untersuchungen zeigen, so die Autorin, dass mehr als zwei Drittel der Menschen nach dem ersten Besuch einer künstlerischen Veranstaltung nie wieder dort auftauchen. Hingegen kommen aber fast 60% von denen, die zum zweiten Mal da sind, ein weiteres Mal. Die Herausforderung besteht also darin, die Hürde für den zweiten Besuch so niedrig wie möglich zu halten und da scheint die Flatrate kein schlechter Ansatz zu sein.

Das ACT in Seattle als Vorbild

Das „Experiment“ des Saint Paul Chamber Orchestra ist aber nicht so ganz neu, denn seit 2009 bietet das ACT („A Contemporary Theatre“) in Seattle mit dem ACTPass ein ähnliches Modell an. Für $25 pro Monat kann man das gesamte Angebot des Theaters nutzen. Da nicht nur Eigenproduktionen laufen, sondern viele Gastspiele angeboten werden, ist das Programm umfangreich genug, eine Gefahr, die bei kleinen Kultureinrichtungen mit begrenztem Angebot natürlich gegeben ist.

Während es dem Saint Paul Chamber Orchestra aber gar nicht um die Steigerung der Ticketeinnahmen geht, das Orchester finanziert sich hauptsächlich über private Gönner, setzt das ACT sehr wohl auf höhere Einnahmen. Mit einer Monatspauschale von $25 zahlt man über ein Jahr gesehen mehr als für das Abonnement von 4 Veranstaltungen, das $200 kostet. Aber das Theater erzielt anscheinend Einsparungen bei den Marketingkosten und versucht darüber hinaus mit diesem Modell, möglichst viele BesucherInnen längerfristig an sich zu binden. Der Erfolg gibt dem ACT recht, denn aus 40 Abonnenten im ersten Jahr wurden innerhalb von drei Jahren 1.200.

Mit dem Modell der Monatspauschale lassen sich also unterschiedliche Ziele verfolgen. Einerseits hofft das Saint Paul Chamber Orchestra darauf, mit diesem Angebot Menschen dazu zu bewegen, mehr als einmal in ein Konzert zu gehen. Auf der anderen Seite setzt das ACT in Seattle auf dieses Modell, um Einnahmesteigerungen zu erzielen. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob ein solcher Ansatz auch bei uns Sinn machen kann? Während ich von Museen weiß, die die Saisonkarte anbieten, sind mir solche Modelle aus anderen Kunstsparten nicht bekannt. Falls jemand ein Beispiel aus dem Theater- oder Konzertbereich ( oder auch aus ganz anderen Bereichen), würde ich mich über eine Rückmeldung freuen, denn natürlich ist es interessant zu erfahren, welche Erfahrungen damit gemacht wurden. Abgesehen davon: Welche Chancen geben Sie diesem Modell?

Update 11.11.2019: Der ACTPass wird leider nicht mehr angeboten

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Birthe Dierks & Lena Mäusezahl: Ein Barcamp bringt Kultur und Wirtschaft miteinander ins Gespräch

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„Harmonische Systeme sind dumme Systeme“ erklärt Professor Peter Kruse in einem Gespräch und weist darauf hin, dass es vor allem die Unterschiedlichkeit ist, die Denkanstöße bewirkt und uns aus so mancher (gedanklichen) Sackgasse führen kann. Genau aus diesem Grund gefällt mir das Dialog! KulturWirtschaft-BarCamp so gut, das am 10./11. Mai als interdisziplinäre Ideenkonferenz im Nordkolleg Rendsburg stattfinden wird und versucht, zwei höchst unterschiedliche Bereiche zusammen zu bringen, nämlich Wirtschaft und Kultur.

Obwohl es mir leider nicht möglich ist, bei diesem BarCamp dabei zu sein, möchte ich trotzdem für diese Veranstaltung die Werbetrommel rühren, denn ich bin der festen Überzeugung, dass Kultur und Wirtschaft viel voneinander lernen und somit von den Ideen und Konzepten der anderen Seite profitieren können. Das BarCamp ist dafür der ideale Ort, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Da ich selbst wenig zu der Veranstaltung sagen kann, habe ich Birthe Dierks und Lena Mäusezahl als Organisatorinnen gebeten, mir ein paar Fragen zu beantworten.

Kulturmanagement Blog: Vorab die Frage: was ist ein BarCamp und wer sind die Veranstalter bzw. Organisatoren des BarCamps in Rendsburg?

Birthe Dierks: BarCamps sind spontane Ideen- und Mitmachkonferenzen für Netzwerker, Kreative, Suchende und Wissende. BarCamps  funktionieren gegenläufig zu gewöhnlichen Tagungen. Das Format ist dialogisch und interaktiv. BarCamps fordern die Mitgestaltung aller und basieren auf Wissens- und Ideentransfer. Auf BarCamps geht es darum, Wissen zu teilen, Ideen zu generieren und Lösungsansätze zu entwickeln und zwar im Kollektiv. Kürzlich erzählte mir meine Schwester von einer Tagung, deren Einführungsvortrag JEDER der Zuhörer hätte selbst halten können. Natürlich hat sie sich sehr darüber geärgert. Das ist verschwendete Zeit und verschwendete Expertise. Genau das kann auf einem BarCamp nicht passieren. BarCamps machen das Wissen der Teilnehmer transparent und zugänglich und finden im Dialog statt.

Lena Mäusezahl: Dirk Mirow, Kanzler der Muthesius Kunsthochschule in Kiel, hat dazu sehr treffend formuliert: „Die Zeiten langweilig-monotoner Vortragsreihen und passiver Zuhörerschaft sind vorbei. Die BarCamp-Philosophie ist simpel: Nach dem Prinzip der Wissensteilung heißt es hier ‘Bühne frei’ für die Expertise der Teilnehmerschaft. Jeder kann spontan selbst zum Akteur einer ‘Session’ werden. Was zunächst chaotisch klingt, ist interaktiv, erfrischend anders und in der Tat dialogisch. Zudem eignen sich BarCamps hervorragend zum Netzwerken und entwickeln eine tolle Eigendynamik – deshalb ist es auch schon das vierte BarCamp, das wir vom Fachbereich KulturWirtschaft am Nordkolleg Rendsburg veranstalten. Das Nordkolleg Rendsburg ist eine Akademie für kulturelle Bildung. Unser Fachbereich ist aus dem Projekt »Dialog: KulturWirtschaft« entstanden, das vom Zukunftsprogramm Wirtschaft und dem Ministerium für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein gefördert wird.

Kulturmanagement Blog: Ihr arbeitet schon seit längerer Zeit daran, Kultur und Wirtschaft zusammen zu bringen. Was motiviert Euch und welche Ziele verfolgt Ihr mit Eurer Arbeit?

Lena Mäusezahl: Uns geht es um den Dialog der Disziplinen und darum starke Netzwerke zu schaffen, die die Region nachhaltig stärken. Als Netzwerkerin an der Schnittstelle ist es zunächst erforderlich zu dolmetschen, zu vermitteln und Vorurteile und Barrieren abzubauen. Kultur und Wirtschaft sprechen tatsächlich oft verschiedene Sprachen und reden daher manchmal aneinander vorbei, außerdem haben sie oftmals ein oberflächliches Bild von dem jeweils anderen. Hinter meiner Arbeit steht die Überzeugung, dass Kultur und Wirtschaft starke Partner sein können, wenn sie gemeinsam agieren. Zudem bin ich immer auf der Suche nach neuen Konzepten und Lösungsansätzen für den Dialog.

Birthe Dierks:
Der interdisziplinäre Wissenstransfer zwischen Kultur, Wirtschaft, Kreativwirtschaft, Wissenschaft, Politik etc., den wir auch mit dem BarCamp erzielen möchten, steht im Zentrum unserer Arbeit. Es ist wenig hilfreich, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, insbesondere dann wenn es um gemeinsame Themen wie Regionalentwicklung, Standortattraktivität und Lebensqualität geht. Kultur und Wirtschaft können viel voneinander lernen, gerade in ihrer Unterschiedlichkeit.

Herr Kruse hat Recht, wenn er sagt „harmonische Systeme sind dumme Systeme“. Innovation entsteht durch Reibung, Reflexion, Perspektivwechsel und vor allem im Dialog der Disziplinen oder wie Peter Felixberger schreibt: „Viele Perspektiven zusammen addieren sich zu einem Panoramablick, der viele Dimensionen einschließt. Sind die Blicke sehr ähnlich, ergibt die Summe nur einen Tunnelblick. Entscheidende Faktoren bleiben im Dunkeln. […] Kooperation ist der einzige Ausweg aus der individuellen Beschränktheit.“ Wir sind auf der Suche nach neuen Kooperationsformen und nach einem neuen Miteinander – im Dialog.

Kulturmanagement Blog: Kunst und Kultur treten meist als Bittsteller auf, wenn sie sich an die Wirtschaft wenden. Sind sie wirklich nicht mehr als das oder hat der Kunst- und Kulturbereich mehr zu bieten als „Unterhaltung“ durch Kunst?

Birthe Dierks: Ja, und genau das ist das Problem. Kultur braucht mehr Selbstbewusstsein, ein ausgeprägtes Selbstverständnis und eine konkretere Argumentation. Ich finde es anstrengend, dass es immer noch sehr viele Kulturschaffende gibt, die finden, dass die „böse, reiche Wirtschaft“ die „gute Sache Kultur“ finanzieren soll. Ebenfalls anstrengend ist, dass Kultur das Image eines „Blümchen-Themas“ in der Wirtschaftsszene hat, das lediglich der Unterhaltung dient. Kultur kann mehr. Aber sobald es darum geht, haben Kulturschaffende zu schnell Angst vor Instrumentalisierung.

Lena Mäusezahl: In meinen Beratungsgesprächen sind das zentrale Themen. Wirtschaft fördert Kultur ist in meinen Augen eine Einbahnstraße. Auch Kultur kann Wirtschaft fördern, zum Beispiel durch so genannte künstlerische Interventionen in Unternehmen. Kultur und Wirtschaft endet nicht bei einer gönnerhaften Spende an den lokalen Museumsverein oder bei einer – oftmals schlecht bezahlten – musikalischen Einlage als Sahnehäubchen einer Unternehmensfeier. Kultur und Wirtschaft beginnt für mich da, wo sich beide durch ihre Unterschiedlichkeit bereichern. Kultur und Wirtschaft sind starke Partner, aber dafür braucht es gute Konzepte, Offenheit und Raum zum Ausprobieren.

Kulturmanagement Blog: Was muss passieren, damit sich Kultur und Wirtschaft auf Augenhöhe begegnen und auf nachhaltige Weise voneinander profitieren?

Lena Mäusezahl: Wie gesagt: Es braucht gute Konzepte, aber auch den Willen gemeinsam neue Wege zu beschreiten. Kultur darf selbstbewusster sein und sollte in der Gestaltung der Angebote für die Wirtschaft genauso kreativ sein, wie in ihrer alltäglichen künstlerischen Arbeit. Außerdem kann Kultur von Wirtschaft im Bereich Kulturmanagement viel lernen und sich inspirieren lassen. Wirtschaft könnte noch mehr Vertrauen in den Wert kultureller Arbeit haben. Künstlerische Methoden können Ansätze für aktuelle unternehmerische „Baustellen“ liefern. Hiermit meine ich, dass im gemeinsamen Prozess beispielsweise Antworten und Methoden für unternehmerische Herausforderungen gefunden werden können: Standortattraktivität, Fachkräftemangel, Personalentwicklung und –bindung, aber auch Bereiche der Unternehmenskultur, interne und externe Unternehmenskommunikation. Ja, Vertrauen und Empathie sind gefragt und der Spaß an der Unterschiedlichkeit. Am Anfang steht dabei immer der Dialog und den kurbeln wir mit unserem BarCamp an.

Birthe Dierks: Es braucht vor allem gemeinsame Zielebenen und die Bereitschaft, etwas Neues zu wagen. Kulturschaffende und Wirtschaftsakteure sollten über den Tellerrand des eigenen Systems blicken. Die Fragestellung: „Was will ich von Dir haben?“ führt in die falsche Richtung. Die Fragen sollten lauten: „Was kann ich Dir bieten?“ und „Was können wir gemeinsam tun?“

Kulturmanagement Blog: Noch einmal zurück zum BarCamp. Wann und wo findet es genau statt, welche Inhalte sind schon bekannt und was kostet die Teilnahme?

Birthe Dierks: Das BarCamp findet am 10. & 11. Mai am Nordkolleg Rendsburg statt. Ein Ticket inklusive Vollverpflegung kostet 80 Euro, Studenten zahlen die Hälfte. Die einzelnen Sessioninhalte werden erst vor Ort, gemeinsam mit den Teilnehmern entwickelt. Aber neben der offenen BarCamp-Bühne gibt es auch ein vorab festgelegtes Abendprogramm.

Lena Mäusezahl: Ja, genau. Am Abend des 10. Mai gibt es – entgegen der BarCampmanier – nur eine offene BarCamp-Session und zwei feste Programmpunkte: Friederike von Reden vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI hält einen Vortrag zum Thema „Unternehmerische Kulturförderung zahlt sich aus“ und in einem Interview berichten der Unternehmer Clemens Kreyenberg und sein Innovationsassistent Till Kemlein unter dem Titel „Innovationskraft durch Wissenstransfer“ von ihren Erfahrungen. Ein Abendticket kostet 30 Euro. Studenten zahlen 20 Euro. Außerdem gibt es ein Konzert mit Cyrus & Jones und viel Platz zum Netzwerken.

Kulturmanagement Blog: Danke für Eure Antworten und viel Spaß beim BarCamp!

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Eine gute Idee: „Blogg Dein Buch“

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Von dieser Idee sollten eigentlich alle etwas haben. Blogg Dein Buch (BdB) ist ein Projekt des EPIDU-Verlags, das aus der Idee heraus entstanden ist, Verlage, LeserInnen und BlogerInnen, die Rezensionen schreiben, zusammen zu bringen. Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: viele BloggerInnen besprechen auf ihren Blogs gerne Bücher, kommen aber nicht immer so leicht an diese heran. Verlage sind an Rezensionen interessiert, wissen aber nicht, an wen sie sich wenden sollen. Und da sind dann noch die LeserInnen, die die verschiedenen Blogs nicht kennen und so von Buch bzw. Rezension gar nicht erfahren.

BdB versucht, die verschiedenen Interessen zu bündeln und versteht sich als Plattform für Buchbesprechungen. Das Ziel:

„Die Webseite Blogg dein Buch verhilft allen Parteien zu weiterer Bekanntheit und damit zu mehr Besuchern. Je mehr Verlagspartner und Blogger sich auf BdB zusammenfinden, desto größere Beliebtheit wird dieser Seite zuteil werden, und damit auch den beteiligten Internetauftritten. Besonders versprechen wir uns, mit den unabhängigen Rezensionen der Blogger eine breite Leserschaft anzusprechen.“

Bücher von mehr als 90 Verlagen sind mittlerweile auf der Plattform vertreten, das Angebot wird also von den Verlagen sehr gut angenommen. Aber auch für BloggerInnen scheint die Sache attraktiv zu sein. Die Rezensionen erscheinen auf dem eigenen Blog, werden auf BdB beworben und mit 500 Zeichen angeteasert. Das heißt, mit zunehmender Attraktivität der Plattform werden vermutlich auch die Zugriffszahlen auf die einzelnen Rezensionen steigen. Attraktiv ist BdB dann, wenn dort erstens gute Bücher besprochen werden, vor allem die „Perlen“, die darauf warten, entdeckt zu werden. Zweitens wird sich die Plattform dann etablieren, wenn die Qualität der Rezensionen hoch ist.

BloggerInnen, die sich daran beteiligen wollen, müssen ein Blog haben, das seit mindestens drei Monaten existiert und pro Woche einen Beitrag schreiben. Das Blog sollte möglichst hohe Zugriffszahlen aufweisen und „einen guten Gesamteindruck“ vermitteln, was immer das auch heißen mag.

Wer gerne ein Buch besprechen möchte und Teil der BdB-Community geworden ist, kann sich per Mausklick für ein Buch seiner Wahl bewerben. Der Verlag entscheidet dann, wobei es, wenn ich es richtig verstanden habe, durchaus sein kann, dass mehrere Rezensionsexemplare verschickt werden. Das darf die BloggerIn dann behalten, verpflichtet sich allerdings, innerhalb von 30 Tagen eine Rezension zu veröffentlichen.

Mir gefällt diese Idee, denn vom Konzept her handelt es sich um eine Win-Win-Win-Idee, von der hoffentlich alle etwas haben. In der Liste der Blogs habe ich schon einige alte Bekannte entdeckt, BdB scheint also gut anzulaufen.

via bernetblog

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Social Business: ein Thema für den Kunst- und Kulturbereich?

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© Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / Pixelio

Die Aufregung war groß, als vor kurzem das Buch „Kulturinfarkt“ veröffentlicht wurde. Neoliberales Denken wurde den Autoren vorgeworfen, denn in ihrem Buch ist oft vom Markt und seinen Mechanismen die Rede. Markt, Kunst und Kultur, das passt für die meisten nicht zusammen und jeder, der in diese Richtung argumentiert, wird als Totengräber all der Angebote betrachtet, die über Jahrzehnte hinweg entwickelt wurden.

Wohin aber entwickelt sich eigentlich der Markt? Anna Farmery fragt auf ihrem Blog nach den Geschäftsmodellen der Zukunft und stellt dabei fest, dass sich die Rahmenbedingungen gewaltig verändert haben. Ob Social Media, Crowdfunding oder Crowdsourcing, die Entwicklungen der letzten Jahre haben den KonsumentInnen eine erhebliche Macht verschafft, nicht ohne Grund sprechen wir heute auch von den ProsumentInnen, die sich aktiv in den Entwicklungsprozess neuer Produkte oder Dienstleistungen einbringen und an der Gestaltung beteiligt sind.

Für Anna Farmery geht die Entwicklung weg von den traditionellen Geschäftsmodellen hin in Richtung Social Business. Wie aber sehen die Geschäftsmodelle der Zukunft aus? Ein Aspekt ist dabei besonders interessant:

„It is about working with the customer not for the market? How can you develop a social business relationship, that adds value for what they CANNOT do, not what is possible nowadays?“

fragt sie sich. Ist das nicht genau das, was sich der Kunst- und Kulturbereich wünscht? Die Arbeit mit dem Publikum, nicht die Ausrichtung auf einen Markt. Der Aufbau von Beziehungen, um den BesucherInnen oder den KundInnen etwas zu geben, was ihnen einen Mehrwert bietet. Ist Social Business nicht eigentlich genau das, was wir uns immer gewünscht haben?

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Der nächste Treffpunkt KulturManagement im Spannungsverhältnis von Kunst, Kultur und Wirtschaft

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Wenn wir auf das Miteinander von Wirtschaftsbetrieben und Kultureinrichtungen zu sprechen kommen, landen wir recht häufig beim Thema Sponsoring. Dabei kommt es zum Austausch von Leistung und Gegenleistung, wie es in den Lehrbüchern immer dezidiert heißt. Aber ist es nicht auffällig, dass wir den Austausch von Leistungen an dieser Stelle so betonen? Warum müssen wir darauf hinweisen, dass hier keine Geschenke verteilt werden?

Ich vermute, es hängt damit zusammen, dass eben doch oftmals Geschenke verteilt werden und das Prinzip Leistung – Gegenleistung nur unter Mühen aufrechterhalten werden kann. Und seien wir ehrlich, oftmals handelt es sich nicht um Sponsoring, sondern eher um Mäzenatentum. Das ist eigentlich nichts Schlechtes, denn warum soll jemand, dem etwas gefällt, dies nicht unterstützen.  Funktioniert nicht auch Crowdfunding großteils nach diesem Prinzip, was uns als Unterstützer von Projekten zu kleinen Mäzenen macht?

Der Nachteil: Kunst- und Kultureinrichtungen treten oftmals als Bittsteller auf. Sie sind es, die etwas brauchen, nämlich die Unterstützung durch die Wirtschaft. Zum Ausdruck kommt das, wenn ein Unternehmen berichtet, dass es hunderte von Sponsoringanfragen aus dem Kunst- und Kulturbereich bekommt. Andersherum ist das anscheinend nicht so, zumindest habe ich davon noch nie gehört.

Was aber muss getan werden, damit sich Kunst, Kultur und Wirtschaft auf Augenhöhe begegnen? Was muss sich ändern, damit auch Unternehmen die Leistungen von Kultureinrichtungen nachfragen? Der nächste Treffpunkt KulturManagement beschäftigt sich genau mit dieser Frage und hat mit Ingrid Weydemann und Elisabeth von Helldorff zwei Expertinnen eingeladen, die sich mit partizipativen Ansätzen zum Wohle beider Seiten beschäftigen.

Weydemann ist Leiterin des Museums Fronfeste Neumarkt am Wallersee und  begleitet als Ausstellungs- und Kulturmanagerin Kultur- und Nachhaltigkeitsprojekte. Sie ist zugleich Initiatorin der „Modellinitiative für Wirtschaft und Kultur“, die als EuRegio Projekt grenzüberschreitende  Partnerschaften zwischen Salzburg und Bayern, aber eben auch zwischen Wirtschaft und Kultur unterstützt. Ziel des Projektes ist es, über einen partizipativen Prozess  innovative Kooperationen zu schaffen, die synergetisch nachhaltige Projekte und Partnerschaften entstehen lassen. Auf diese Weise sollen die Wirtschaftsbetriebe nicht bloß als willkommene Förderer eines Projekts fungieren, sondern längerfristig auch selbst von den Kulturbetrieben profitieren.

Während im Rahmen der Modellinitiative vor allem die Frage im Vordergrund steht, wie sich Unternehmen zum eigenen Nutzen in Kunst und Kultur einbringen können, verfolgt Elisabeth von Helldorff einen etwas anderen Ansatz, der durch künstlerisches Denken unternehmerische Prozesse innovieren will. Von Helldorff, die 2009 das in Leipzig ansässige Büro für Kulturprojekte „Schwarz+Weiss“ gegründet und seitdem die Geschäftsleitung innehat, studierte in Hildesheim erfolgreich Kukturwissenschaften und ästhetische Praxis. Seit Oktober 2011 ist sie nun Studentin der School of Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam.

Sie geht der Frage nach, in wieweit künstlerische Praxis das Wissensmanagement von Unternehmen befruchten kann. Von Helldorff bezieht sich dabei auf Frederick Taylor, der vor etwa 100 Jahren Arbeit erstmals als ein Aufeinanderfolgen von Prozessen beschrieb. Aus seinem Ansatz, diese Prozesse optimieren zu können, entwickelte sich eine Disziplin, die heute unter dem Wissensmanagement bekannt ist. Peter Drucker prägte später den Begriff des Wissensarbeiters und rief den mündigen Arbeiter aus, der selbst auf Ideen und Verbesserungen kommt. Heute geht man von einer Zwischenlösung aus, denn das Wissen und die Kompetenzen von Mitarbeitern können zwar durch Schulungen gefördert werden, ein Unternehmen muss aber vor allem Rahmenbedingungen schaffen, die den Mitarbeiter motivieren, sein Können auch anzuwenden. Es geht also um Vernetzung der Mitarbeiter untereinander, um anwendungsbezogene Schulungsmaßnahmen, um partizipative Innovationsprozesse und um ein gutes Kommunikationsklima. Für viele Unternehmen bedeutet diese Transformation zum „social business“ eine Umstrukturierung der hierarchischen und organisatorischen Gegebenheiten, für die Instrumente entwickelt werden müssen.

Kunst kann in diesem Prozess eine interessante Rolle spielen. Denn anders als im Fall des traditionellen Sponsorings ist Ziel der Aktivitäten die Optimierung interner Prozesse. Ein Künstler kann in beratender Funktion diese Prozesse beobachten und mit seinem Blick neu ordnen. Er kann aber auch tiefer einsteigen und künstlerische Praxis als Mittel verwenden. Er kann sein Wissen und seine Arbeitsweise weitergeben, mit den Mitarbeitern praktizieren und somit im Personal selbst neues Denken implementieren.

Daraus ergeben sich zwei Fragen, die im nächsten Treffpunkt KulturManagement diskutiert werden sollen:

  • Wozu braucht ein Unternehmen gerade Kunst, wenn es um Wissensmanagement geht?
  • Wie kann sich ein Unternehmen absichern, dass sich die Investition auch „lohnt“?

Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist kostenlos, die Installation einer Software nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein.

Wenn Sie sich über die bisherigen Veranstaltungen informieren wollen, können Sie das in unserem Treffpunkt KulturManagement-Wiki tun, dort finden Sie die Aufzeichnungen der bisherigen Online-Veranstaltungen. Der Treffpunkt KulturManagement ist darüber hinaus auch auf Facebook vertreten und wenn Sie schon vorab wissen wollen, wer alles dabei sein wird, dann können Sie im bereits angelegten Event nachsehen und sich auch gleich selbst dort registrieren.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos:

Treffpunkt KulturManagement
Termin: 14.12.2011 von 9:30(!) bis 10:30
Thema: Kunst & Wirtschaft: auf der Suche nach neuen Allianzen
Impulsvortrag: Ingrid Weydemann & Elisabeth von Helldorff

Zugang: http://proj.emea.acrobat.com/treffpunktkulturmanagement

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Innovationspotenziale in der Musikwirtschaft: ein White Paper steckt den Rahmen ab

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Dass es der Musikindustrie schon mal besser ging, ist keine ganz neue Erkenntnis. Viele trauern den vergangenen Zeiten nach, in denen über den Verkauf von Schallplatten und CD enorme Umsätze erzielt werden konnten.

Mit dem Aufkommen des Internets hat sich für viele Player im Musikbusiness die wirtschaftliche Lage verschlechtert, auf der anderen Seite bietet es aber auch neue Möglichkeiten für Finanzierung, Marketing und Vertrieb. Theoretisch, denn in der Praxis bauen sich jede Menge Hürden auf und so hält sich die Zahl der Erfolgsstorys bis heute in Grenzen.

Die Herausforderung besteht darin, neue Geschäftsmodelle für die Musikwirtschaft zu entwickeln. Hier setzt der aktuelle Fördercall von Departure, der Kreativagentur der Stadt Wien an. Im Unterschied zu den klassischen Förderprogrammen, in denen die Produktion von Kunst gefördert wird, geht es hier um „Innovationspotenziale und neue Wertschöpfungsmöglichkeiten“.

Im Vorfeld zu diesem Call entstand ein White Paper, das als Grundlage dieses Förderwettbewerbs dient und die Aufgabe hat,

„rezente Entwicklungen dar(zu)stellen, Probleme (zu) analysieren und (…) eine Reihe von Innovationspotenzialen auf(zu)zeigen“,

wie Departure-Geschäftsführer Christoph Thun-Hohenstein in seinem Vorwort schreibt. Es soll Produkte, Prozesse und Dienstleistungen identifizieren,

„die zum einen eine neuartige Verknüpfung von bereits Bestehendem darstellen und zum anderen das Potenzial haben, nachhaltig marktfähig zu sein“,

formuliert es Peter Tschmuck, unter dessen Federführung das White Paper entstanden ist.

Nur auf diese Weise werden diejenigen, die sich der österreichischen Musikwirtschaft zurechnen lassen, überleben können, lautet der Grundtenor dieses Papers, das auch als PDF online zur Verfügung steht. Für den Publizisten Walter Gröbchen ist klar, dass die Innovation sich nicht von alleine einstellt, sondern die Branche ihre Hausaufgaben machen muss. Zwar sei nicht der Weg das Ziel, aber wer „unterwegs“ nicht auf Professionalisierung, Internationalisierung und Spitzenförderung setze, habe keine Chance, zur „A-Klasse der österreichischen Musikwirtschaft zu gehören.

Nun ist Innovation ein großes Wort. Wie sollte eine Idee aussehen, um sich am noch bis Oktober laufenden Call beteiligen zu können? Hilfreich ist in dieser Hinsicht Kapitel 1 des White Papers, in dem KünstlerInnen wie Wilfried Brandstötter, Susanne Kirchmayr oder Eva K. Anderson erklären, wo sie eigentlich aktuell Handlungsbedarf sehen? Letztere fordert unter anderem InformationsbrokerInnen, die den KünstlerInnen als eine Art Lotse zur Seite stehen:

„Konkret braucht es Leute, die in der Lage sind, weltweit Kontakte herzustellen und zu nützen. Leute, die innovative Ideen haben, wie man heutzutage Musik aus der Informationsflut hervorhebt und bekannt macht.“ (S.20)

Peter Tschmuck kann sich vorstellen, dass diese InformationsbrokerInnen in zweierlei Hinsicht eine Selektionsfunktion übernehmen. Einerseits für die KünstlerInnen, andererseits aber auch für die KonsumentInnen, denen auch geholfen wäre,

„wenn systematisch zu ihrem Musikgeschmack neue Angebote ausfindig gemacht und kommuniziert würden“. (S.24)

Als sogenannte Intermediäre gehören sie, so Peter Tschmuck, zu jenen AkteurInnen, die durch ihre Leistungen die Anbieter und Nachfrager von Musik zusammen bringen. Tschmuck, der sich in seinem eigenen Blog schon seit längerer Zeit mit Fragen der Musikwirtschaftsforschung beschäftigt, unterscheidet zwischen den alten und den neuen Intermediären und wünscht sich dafür auch „neue Verknüpfungen außerhalb der Musikindustrie“.

Das White Paper versucht, auf die vielen Bereiche, in denen Innovation stattgefunden hat oder stattfinden könnte, einzugehen und versucht, auch durch die vielen Interviews, die Vielschichtigkeit dieser Branche darzustellen. Am Ende, so fasst Tschmuck die vielen Beiträge zusammen, kristallisieren sich fünf Innovationsfelder heraus, es geht um Produkt-, Prozess, Dienstleistungs- Schnittstellen- und Netzwerkinnovationen. Hier setzt der Fördercall von Departure an, der noch bis zum 3. Oktober läuft und das Ziel hat, die Musikwirtschaft in der Stadt Wien zu stärken.

Das dies nicht so einfach ist, das zeigt der Beitrag des Medien- und Musikexperten Carsten Winter, der sich in seinem Beitrag mit der Situation der Musikwirtschaft in Berlin beschäftigt und deutlich macht, dass sich Innovation nicht planen lässt. Es sind höchstens die Rahmenbedingungen, aber die Beschreibung Berlins mit „arm, aber sexy“ deutet eher darauf hin, dass hier kein politisches Konzept dahinter steht, ganz im Gegenteil.

So zeugt es von einer sehr realistischen Erwartungshaltung, wenn Christoph Thun-Hohenstein in seinem Vorwort schreibt:

„Es versteht sich von selbst, dass bahnbrechende Neuerungen immer willkommen sind, doch wäre es vermessen, solche von diesem Förderwettbewerb automatisch zu erwarten.“

Der von ihm verwendete Begriff der Zwischentöne passt da ganz gut.

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Kunst verkauft keine Produkte

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energon_006„; By iliveisl (CC-Lizenz)

Wer heute einen Film oder Musik verkaufen möchte, hat es schwer, denn die oft verteufelte Gratismentalität, die im Internet Einzug gehalten hat, verhindert es, angemessene Preise durchzusetzen. Stattdessen werden Filme, Musik, aber auch ganze Bücher kostenlos von irgendwelchen Webseiten oder Servern heruntergeladen, oftmals illegal. Der Markt gehe kaputt, Kunst lasse sich nicht mehr verkaufen, KünstlerInnen können von ihrer Kunst nicht mehr leben, so das Schreckensszenario, das dabei gerne an die Wand gemalt wird.

Aber was wird da eigentlich verkauft? Ein Buch? Ein Film? Musik? Ross Pruden ist da ganzer Meinung. Verkauft werden Erfahrungen, Erlebnisse, schreibt er in seinem aus dem letzten Jahr stammenden Blogpost „An Ode Before Dying„:

„You sell an experience, something communicated, something elusive and ephemeral. Something mystical and transformative and inspiring.“

Wenn sich früher Bücher, Filme, etc. (erfolgreich) verkaufen ließen, dann lag das, so Pruden, daran, dass das Erfahren von Kunst so eng an das jeweilige Produkt gekoppelt war. Das Internet hat diese Verbindung zerstört, wir können heute Musik hören, ohne die CD zu kaufen und wir können Bücher lesen, ohne das Buch zu kaufen. Wer weiter daran festhält, Produkte zu verkaufen, hat nach Pruden schon verloren.

Was aber haben KünstlerInnen, was haben die Kreativen zu verkaufen? Pruden fallen dazu folgende Punkte ein:

„They sell the experience.
They sell access to themselves.
They sell uniqueness.
They sell convenience.
They sell membership.
They sell customization.
They sell exclusivity.
They sell benefits.
They sell patronage.
They sell magic.
They sell the experience.“

Oder anders gesagt: die Kunden kaufen etwas, was sie für kurze Zeit an einen anderen Ort „entführt“. Heute wissen wir, erklärt Pruden, dass es schon immer die „immateriellen Werte“ gewesen sind, die das Wesen der Kunst ausgemacht haben:

„The key to the Digital Age is to recognize that many existing products already embed intangibles, which is why those products are still being bought.“

Überleben werden nur die, die unterscheiden können zwischen dem Produkt und der „experience“, ist sich Pruden sicher:

„The rest will whine and commiserate as they slowly fade into obscurity.“

Denkt man das, was Pruden hier Anfang 2010 formuliert hat, weiter, dann kommt man an einen Punkt, wo man zum Beispiel das Urheberrecht eigentlich gar nicht mehr ändern muss, denn es wird, so es nicht um den Verkauf von Produkten, sondern um den Verkauf von Erfahrungen geht, einfach obsolet. Diese Erfahrungen sind immateriell und dafür sind wir zu zahlen bereit, nicht für den Produktmantel. Und all diejenigen, die sich an diesen Produkten festklammern, werden früher oder später verschwinden, weil sie niemand mehr braucht. Das bedeutet vermutlich das Aus für ganze Branchen, so sie nicht begreifen, dass ihre Produkte immer wertloser werden, je offensichtlicher die Trennung von Produkt und Erfahrung wird.

Nicht ohne Grund hat Ross Pruden sein Blogpost überschrieben: „An ode before dying.“

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Kunst und Kultur: Nischenmärkte werden immer attraktiver

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Viele Opernhäuser, Theater oder auch Museen klagen über rückläufige Besucherzahlen und schwindendes Interesse. Immer weniger Menschen würden sich für Kunst und Kultur interessieren, lautet ein oft gehörter Vorwurf. Aber ist der überhaupt berechtigt? Ist es wirklich so, dass die Zahl der an Kunst und Kultur Interessierten kontinuierlich sinkt? Douglas McLennan sieht das etwas anders. In einem Beitrag für sein rwx-Blog stellt er fest, dass sich die Nischen- zu Massenmärkten entwickelt haben. „Niche To Mass“ heißt, Nischen haben heute dank der digitalen Revolution die Chance, aus der Ecke herauszukommen und Aufmerksamkeit zu erhalten, die früher nicht möglich war. Für McLennan entstehen jenseits der traditionellen Kanäle neue Massenmärkte. Karrieren wie die von Lady Gaga oder Justin Bieber wären wohl so früher gar nicht möglich gewesen.

„You don’t have to be famous to get an audience“,

konstatiert der Autor und bringt als Beispiel Rebecca Black, deren Song „Friday“ bis jetzt knapp 93 Mio. Mal auf YouTube angeklickt worden ist.

Ein eher seichtes Machwerk, aber auf dem Forbes-Blog kann man nachlesen, dass sich der Song für die 13-jährige Sängerin mittlerweile auch finanziell lohnt. Ein anderes Beispiel ist für Douglas McLennan die 26-jährige Amanda Hocking. 100.000 eBooks verkauft sie jeden Monat. Zwar verlangt sie für jedes Exemplar nur zwischen 1 und 3$, aber davon gehören 70% ihr.

Beides sind Beispiele für eine Entwicklung, in der mehr und mehr Inhalte produziert werden. Aber:

“ (.) the nature of that content is shifting. Seventy percent of all the content made on the web this year will be made not by ‚professionals‘ but by internet users. There were 250,000 books published by traditional publishers last year. But there were 750,000 self-published books.“

Für McLennan ist das die Stunde der Kuratoren (siehe dazu auch mein Blogpost: Das Ende der Kuratoren?):

„It’s the rise of the curator, who are like human search engines who better deliver the information we want,“

schreibt er und stellt fest:

„(…) it’s possible to be much more informed about more things than it was in the ‚good old days‘.“

Die Herausforderung besteht darin, die Kuratoren zu finden, um den Sprung aus der Nische zu schaffen. Das war einerseits noch nie leichter als heute, auch dank Social Media. Aber das Social Web macht andererseits die Sache auch schwieriger, schließlich wird der Großteil der auf YouTube heraufgeladenen Videos nicht ein einziges Mal angeklickt.

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Chance oder letzter Rettungsanker? Im nächsten Treffpunkt KulturManagement geht es um das Thema Selbständigkeit

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Der letzte Treffpunkt KulturManagement hat gezeigt, dass die Situation am Arbeitsmarkt für KulturmanagerInnen nicht einfach ist (hier noch einmal der Link zur Aufzeichnung und zu den Folien). Die Kassen der öffentlichen Hand sind leer, immer mehr Kulturbetriebe kämpfen um ihr Überleben, die Zahl der angebotenen Arbeitsstellen sinkt kontinuierlich.

Aber so ganz neu ist das Problem nicht. Als ich mich vor dem Ende meiner Kulturmanagement-Ausbildung nach einer Stelle umschaute, musste ich erleben, dass auf KulturmanagerInnen niemand wartet, ganz im Gegenteil. Die Zahl der BewerberInnen war enorm hoch, die Konkurrenz groß. Diese Situation hat sich fast zwanzig Jahre später noch verschärft und stellt viele vor die Frage, wie sie nun vorgehen sollen? Sich selbständig machen?

Als ich mich damals für diesen Weg „entschied“, hatte ich das Glück, mit dem Thema EU-Förderungen eine Nische zu finden, in der mein Wissen und meine Erfahrungen bis heute nachgefragt werden. Das Glück blieb mir treu, mit dem Kulturmanagement Blog und dem Thema Social Media traf ich zum zweiten Mal die richtige Entscheidung. Aber wahrscheinlich gehört nicht nur Glück dazu, sondern auch so etwas wie ein Gespür für zukünftige Entwicklungen. Nur wie sieht das konkret aus? Welche Qualifiaktionen und Fähigkeiten braucht man?

Genau darum geht es beim nächsten Treffpunkt KulturManagement, der am kommenden Mittwoch, den 16.3. um 9 Uhr stattfindet. Gesa Birnkraut, seit 7 Jahren geschäftsführende Gesellschafterin von BIRNKRAUT | PARTNER, einer For Profit Beratungsfirma im Kulturbereich und Vorsitzende eines gemeinnützigen Vereins, der auf Weiterbildung und Coaching spezialisiert ist, beschäftigt sich nicht nur seit vielen Jahren mit diesem Thema, sondern kann auch aus dem Nähkästchen plaudern, schließlich hat sie sich selbst in diesem Bereich selbständig gemacht.

Birnkraut wird in ihrem Impulsvortrag über die Herausforderungen und Chancen der Selbständigkeit sprechen. Welcher Voraussetzungen bedarf es und welche Qualifikationen und Fähigkeiten werden benötigt? Wann sollte man sich selbständig machen und welches sind die häufigsten Gründe, die einen scheitern lassen?

Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist kostenlos, die Installation einer Software ist nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein. Wenn Sie mehr zur Plattform wissen wollen, David Röthler hat auf Slideshare eine Kurzanleitung für Adobe Connect zur Verfügung gestellt.

Der Treffpunkt KulturManagement ist natürlich auch auf Facebook vertreten und wenn Sie sich zur Veranstaltung am kommenden Mittwoch anmelden möchten bzw. wissen wollen, wer alles dabei ist, dann können Sie das hier tun.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos:

Treffpunkt KulturManagement
Termin: 16.03.2011 von 9:00 bis 10:00
Thema: selbständig in Kunst und Kultur
Impulsvortrag: Dr. Gesa Birnkraut (Birnkraut|Partner)

Zugang: http://proj.emea.acrobat.com/treffpunktkulturmanagement/