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Facebook: Kommunikation ist jetzt noch wichtiger

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Öfter mal was Neues, unter diesem Motto hat uns Facebook einige Änderungen bei den Pages oder wie man früher gesagt hat, bei den Fanseiten beschert. Neu und in meinen Augen sehr praktisch ist die Möglichkeit, auf diesen Fanseiten nun nicht nur als Seite kommunizieren zu können. Die AdministratorInnen haben die Möglichkeit, dort auch unter ihrem persönlichen Profil Beiträge zu verfassen, zu kommentieren bzw. die der anderen mit dem Like it-Button zu bewerten.

Wie das alles im Detail funktioniert hat Annette Schwindt in einer siebenteiligen Blogserie genau erklärt und daraus ein kleines eBook gemacht. Darin erwähnt sie auch die zweite grundlegende Veränderung, nämlich die veränderte Anordnung der Beiträge auf den Fanseiten. Waren die bisher chronologisch angeordnet, erscheinen sie jetzt entsprechend ihrer Relevanz. Was für uns relevant ist, ergibt sich aus dem Edgerank Algorithmus, den Facebook einsetzt. Was das ist und wie er funktioniert, bekommen wir in diesem Video erklärt.

Laut Facebookbiz sind es vor allem drei Kriterien, die darüber entscheiden, in welcher Reihung die Beiträge für die Fans zu sehen sind:

  • „Die Affinität des Nutzers zur Facebook Seite – Wie oft ruft er diese auf und wie oft interagiert er mit dieser Seite?
  • Gewichtung der Beiträge – Beiträge die beispielsweise einen Link enthalten, bekommen von Facebook eine höhere Gewichtung zugeteilt.
  • Das Alter der Beiträge – Je älter ein Beitrag ist, desto niedriger bewertet Facebook diesen.“

Ähnlich formuliert es auch Annette Schwindt in einem Blogpost, in dem sie auch nach etwaigen Konsequenzen für die Seitenbetreiber fragt, denn, so Schwindt: „Keine Interaktion = wenig Sichtbarkeit.“ Facebook hat mit dem Edgerank das Prinzip der Startseite, auf dem wir unseren Newsfeed sehen, auch auf die Fanseiten übertragen. Das bedeutet: viele Fans zu haben ist zwar eine feine Sache, aber entscheidend ist, dass man bei diesen Fans auch im Newsfeed auftaucht, sonst wird man gar nicht wahrgenommen. Wer bis jetzt seine Fanseite nur mit Informationen gefüttert hat und sich um die Interaktion mit den Fans nicht gekümmert hat, bekommt Probleme.

Die Analyse meines Newsfeeds zeigt mir, dass dort nur sehr wenig Kultureinrichtungen auftauchen, genauer gesagt zwei. Das sind genau die, mit denen ich in den letzten Tagen kommuniziert habe. Alle anderen tauchen im Newsfeed nicht auf. Sehr wohl finden sich darin aber Personen, die über ihr persönliches Profil mit mir kommunizieren und die Fanseite(n) von Kultureinrichtungen betreiben. Daraus ergibt sich für mich die Frage, ob es nicht sinnvoll ist, dass man, um die eigene Fanseite zu stärken, nicht auch auf persönliche Profile setzen sollte? Und zwar die der AdministratorInnen der Fanseite. Ich habe auf der folgenden Skizze versucht, mögliche Kommunikationswege zu skizzieren.

Als Fanseite kann ich, so ich mich von meiner eigenen Seite wegbewege, lediglich auf anderen Seiten, die ich „geliked“ habe, kommunizieren. Meine Fans erreiche ich eigentlich nur auf meiner Seite. Da habe ich mit einem persönlichen Profil  doch wesentlich mehr Möglichkeiten, wie man unschwer erkennen kann. Es gibt nicht nur mehr Möglichkeiten, sondern die Kommunikation kann dank Listen und Gruppen sehr gezielt stattfinden.

Meine These: Kultureinrichtungen können auf die persönlichen Profile ihrer MitarbeiterInnen und die dort stattfindende Kommunikation spätestens jetzt nicht mehr verzichten. Es gilt, ein möglichst umfassendes Kommunikationsnetz auf Facebook zu knüpfen, um die gewünschte Aufmerksamkeit zu erhalten. Dass das nicht nur über reine Ankündigungen passieren kann, ist klar. Themenfelder müssen gefunden und besetzt werden, was nur über Inhalte möglich ist, die den Freunden und Fans einen Mehrwert liefern. Kultureinrichtungen, die das nicht hinbekommen, werden auf Facebook zwar vertreten, aber nicht sichtbar sein.

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Das iPad verändert unser Leseverhalten

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Über unsere Website, aber natürlich auch über die diversen Social-Media-Plattformen verbreiten wir jede Menge Informationen. Nachdem das kein Selbstzweck sein soll, sondern sie auch jemanden erreichen sollen, macht es natürlich Sinn, etwas über die Zielgruppe zu wissen. Dazu gehört auch das Leseverhalten der UserInnen, die ich mit meinen Nachrichten erreichen möchte. Zum Beispiel die Frage, wann meine Informationen eigentlich konsumiert werden? Schließlich macht es einen Unterschied, ob jemand im Büro oder in der Freizeit mein Video ansieht oder den Artikel liest. Betrachte ich mein eigenes Userverhalten, dann stelle ich fest, dass ich mich in meiner Freizeit für andere Inhalte, aber auch für andere Formate interessiere. Während ich tagsüber nur wenig Zeit habe, mir Fotostrecken anzuschauen oder etwas zu lesen, was nicht direkt mit meiner Arbeit zu tun hat, ist das etwa am Abend sehr wohl der Fall. Wer weiß, wann ich seine Inhalte konsumiere, kann sie also auch dementsprechend aufbereiten. Kurze prägnante Infos für die Zeit im Büro und die Geschichten und die Fotos für den Feierabend.

Wie aber komme ich an solche Informationen? Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Untersuchung, die ich auf dem Read it Later-Blog gefunden habe. Sie zeigt, dass sich unser Leseverhalten durch die mobilen Devices verändert, was Auswirkungen haben sollte auf die Art und Weise, wie ich meine Inhalte aufbereite.

Vorweg: Read it Later ist eine Extension, die es mir erlaubt, Webseiten mit einem Mausklick abzuspeichern, um sie dann später offline lesen zu können, eta in der Bahn oder im Flieger, wenn keine Internetverbindung zur Verfügung steht. Dieses Tool gibt es mittlerweile auch für iPhone und iPad, was die Entwickler dieses Tools auf die Idee gebracht hat, herauszufinden, wann erstens die Seiten abgespeichert werden und wann die UserInnen sie dann konsumieren.

Quelle: Read it Later

Die Grafik zeigt, dass die UserInnen, die das Tool nutzen, vor allem vormittags Webseiten abspeichern, um sie dann später lesen zu können. Wann werden diese Beiträge dann von den PC-UserInnen gelesen?

Quelle: Read it Later

Die Grafik zeigt, dass nachmittags die Bereitschaft, abgespeicherte Beiträge zu lesen, kontinuierlich abnimmt. Erst am Abend steigt die Kurve dann wieder an, aber, so die Schlussfolgerung in dem Read it Later-Beitrag:

„Overall though, this graph isn’t a dramatic departure from the times we are saving content.  It seems that while on a computer, we are more susceptible to discovering additional content throughout the day.“

Ein ganz anderes Bild zeigt sich aber bei den NutzerInnen eines iPads:

Quelle: Read it Later

Die Analyse fällt eindeutig aus:

„The graph of when users are reading on the iPad shows the biggest time for reading: personal prime time.“

Nun ist die Untersuchung nicht wirklich repräsentativ und weder Tools wie Read it Later noch das iPad sind bereits im Mainstream angekommen. Aber mögliche Trends lassen sich daraus schon ableiten. Während wir früher vor allem in der Arbeitszeit auf das Internet zugegriffen haben, weil der PC z.B. im Büro stand, können wir heute dank Smartphones und iPad jederzeit online gehen. Abends werden wir aber, das iPad auf dem Schoß, nicht unbedingt den Geschäftsbericht des Konkurrenzunternehmens analysieren, sondern uns auf die Suche nach Unterhaltung machen.

Kultureinrichtungen sollten also, so sie ihre Zielgruppen auch via iPad ansprechen wollen, überlegen, auf welche Weise sie das tun. Fotos, Videos, Interviews und Berichte rund um die Ausstellung, das Konzert, etc. erfahren hier wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit als am Morgen vor dem Büro-PC. Ein schönes Beispiel, wie solche Angebote aussehen können, liefert Google gerade mit seinem Art Project, einer Seite, die nicht schnell informieren möchte, sondern zum Verweilen einlädt und genau das richtige ist, wenn man am Abend auf dem Sofa lümmelt und seinen Tablet-Computer vor sich hat.

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Beim Treffpunkt KulturManagement am 26. Januar geht es um Augmented Reality

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Während wir früher beim Sightseeing auf den Reiseführer angewiesen waren, erhalten wir heute eine Vielzahl von Informationen über das iPhone oder andere mobile Devices. Dabei dominiert nicht mehr unbedingt das Textformat, Augmented Reality Anwendungen sind mehr und mehr im Kommen und verwischen die Grenzen zwischen der realen und virtuellen Welt.

Unter Augmented Reality oder erweiterter Realität

„versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Diese Information kann alle menschlichen Sinnesmodalitäten ansprechen. Häufig wird jedoch unter erweiterter Realität nur die visuelle Darstellung von Informationen verstanden, also die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung,“

heißt es in Wikipedia. Die erweiterte Realität ist auch für den Kunst- und Kulturbereich interessant, denn sie erlaubt es uns, einzelne Ausstellungsobjekte mit Informationen anzureichern und das auf ganz unterschiedliche Art und Weise:

Wie Augmented-Reality funktioniert und auf welche Weise Kultureinrichtungen die Verbindung von realer und virtueller Welt nutzen können, das erklärt Daniel Klitzsch beim nächsten Treffpunkt KulturManagement, der am 26. Januar von 9 bis 10 Uhr stattfinden wird. Klitzsch, gelernter IT-Systemelektroniker, hat sich 2005 selbständig gemacht und ist heute im Kreativnetzwerk Augmedia für die Entwicklung von Augmented Reality Lösungen verantwortlich. Im Rahmen dieses Netzwerks, das seinen Sitz in Leipzig hat, entstand unter anderem das erste deutsche Augmented Reality Musikvideo.

Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist kostenlos, die Installation einer Software ist nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein. Wenn Sie mehr zur Plattform wissen wollen, David Röthler hat auf Slideshare eine Kurzanleitung für Adobe Connect zur Verfügung gestellt.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos:

Treffpunkt KulturManagement
Termin: 26.01.2011 von 9:00 bis 10:00
Thema: Augmented Reality
Gast: Daniel Klitzsch (Augmedia)

Zugang: http://proj.emea.acrobat.com/treffpunktkulturmanagement/

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Fundraising auf Facebook

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Crowdfunding- oder Spendenplattformen gibt es jede Menge. Wie aber schaffen es die geldsuchenden Personen oder Institutionen, potenzielle SpenderInnen oder UnterstützerInnen auf die jeweilige Seite zu bekommen? Die Herausforderung besteht darin, auf den Plattformen, auf denen man mit seinenFans verbunden ist, die Werbetrommel zu rühren. Meist geschieht das auf dem eigenen Blog oder auf Twitter bzw. Facebook.

Wäre es da nicht sinnvoller, das Geld gleich auf einer der Plattformen einzusammeln? Schließlich hat man die jeweiligen Profile als „Treffpunkt“ etabliert, z.B. auf Facebook. Das kanadische Unternehmen ConnectionPoint, 2008 gegründet, bietet nun, so berichtet Diane Drubay auf dem MuseumNext Blog mit FundRazr eine Applikation an, die sich direkt auf Facebook nutzen lässt.

Drubay berichtet vom Boston Museum of Science, das auf diesem Weg versucht, $2.500 USD an Spenden einzusammeln. Konkret können die Facebook-Fans zwischen $5 und 100 USD spenden, natürlich lässt sich der Spendenaufruf über alle sozialen Netzwerke auch weiter kommunizieren. Aber nachdem die meisten Kultureinrichtungen Facebook für die Kommunikation mit ihren Fans nutzen, macht es sicher Sinn, auf dieser Plattform eine Möglichkeit zum Spenden zu offerieren. Der Überweisungsvorgang wird mit Hilfe von PayPal abgewickelt, was eine größtmögliche Internationalität garantiert. Ganz interessant ist die Gebührenstruktur:

„From every FundRazr payment, PayPal deducts their standard fee of 2.9% plus $0.30 USD and the FundRazr fee of $0.30 USD.“

Bei einer $5 USD-Spende werden also ca. $0,75 USD abgezogen, ein bei kleinen Spenden relativ hoher Prozentsatz. Kostengünstigere Lösungen, die vor allem international funktionieren, gibt es leider immer noch nicht, trotzdem ist FundRazr ein für Kultureinrichtungen interessantes Fundraising-Tool, denn es funktioniert auf dem eigenen Facebookprofil bzw. der eigenen Facebookseite.

$1.100 von den $2.500 USD hat das Boston Museum of Science übrigens schon bekommen. Bei derzeit 16.000 Fans.

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Frankentipps.de bietet Online-Ticketing mit Echtzeit-Bezahlfunktion an

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Diese Meldung ist vor allem für kleinere Veranstalter interessant, für die es nicht so einfach ist, ein funktionierendes und zugleich kostengünstiges Ticketverkaufssystem zu finden. Natürlich gibt es mittlerweile einige Plattformen, über die der Ticketverkauf online abgewickelt werden kann. Aber in einem solchen Fall treten die Plattformbetreiber als Vermittler auf und die Veranstalter erhalten die Einnahmen aus dem Ticketverkauf unter Umständen erst nach der Veranstaltung. Obwohl man das Geld eigentlich dringend brauchen würde, denn nicht alle Kosten fallen erst im Nachhinein an.

„Erstmals ist es Kartenkäufern auf einem Veranstaltungsportal möglich, Eintrittskarten bei einem Veranstalter direkt zu bestellen und in Echtzeit zu bezahlen,“

heißt es in einer Aussendung von Frankentipps.de. Im Unterschied zu den gängigen Lösungen setzt das fränkische Veranstaltungsportal auf die direkte Vernetzung von Ticketkäufern und Veranstaltern.

„Die Implementierung der Schnittstellen von PayPal und sofortüberweisung.de ermöglicht es nun Veranstaltern, ihre eigenen Konten dieser Online-Bezahldienste im Bestellprozess als Zahlungsmöglichkeit anzugeben. Sämtliche Zahlungen gehen in Echtzeit auf den Konten der Veranstalter ein,“

schreibt Klaus Wolfrum und ergänzt, dass diese Ticketinglösung auch den vollautomatisierten Ticket- und Rechnungsversand beinhaltet. Letzteres bieten andere Lösungen auch an, den großen Vorteil sehe ich aber darin, dass die Veranstalter sehr viel schneller an die Einnahmen aus dem Ticketverkauf kommen als bisher. Kein Schaden also für den Cashflow. ;-)

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Social Media: das Ende von Delicious

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Es gab eine Zeit, da gehörte Yahoo zu den Unternehmen, die das Internet prägten und eine dementsprechende Präsenz aufwiesen. Den Sprung in das Social Web haben sie aber nie geschafft. Um den Anschluss nicht zu verlieren, wurden Plattformen gekauft, die Fotoplattform Flickr zum Beispiel oder den Social Bookmarking-Dienst Delicious.

Eine Weiterentwicklung von Delicious fand nie statt, im Unterschied zu Mister Wong oder Diigo. Nun wird Delicious sang- und klanglos dichtgemacht, vermeldet TechCrunch. Ich finde das schade, denn Delicious war nicht nur praktisch, sondern hatte wahrscheinlich auch die größte Verbreitung, d.h. die Chance, hier gute Seiten zu finden, war groß.

Wer nur einen Social Bookmarking-Dienst benötigt, muss sich nun entscheiden. Ich persönlich nutze weiter Mister Wong und Diigo, weil beide ihre Vorteile haben. Mit Diigo kann man sehr gut arbeiten, vor allem die Möglichkeit, Text zu markieren und mit Kommentaren zu versehen, ist für mich Gold wert (Vorsicht, in der kostenlosen Basisversion ist dieses Feature eingeschränkt, d.h. man kann nur eine bestimmte Anzahl von Markierungen vornehmen). Aber auch die Entwicklung von Mister Wong ist interessant.

Probieren Sie beide aus, Sie finden mich sowohl auf Mister-Wong als auch auf Diigo.

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WordPress bettet automatisch Tweets in das Blogpost ein

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Wenn ich in der Vergangenheit einenTweet in mein Blogpost einbinden wollte, dann musste ich von ihm einen Screenshot erstellen und ihn als Foto an der richtigen Stelle einfügen. Damit ist laut WordPress.com nun Schluss, denn, so kann man im Firmenblog nachlesen, dank BlackBird Pie muss man nur noch die URL des Tweets eingeben und findet dann in seinem Beitrag den komplettenTweet vor. Und zwar so, dass alle Links genutzt werden können.

Was Blackbird Tie ist, wird im Blog erklärt:

„Twitter Blackbird Pie is a method of displaying tweets as rich full content rather than as just simple URLs or images. With Blackbird Pie Twitter, hashtags link to search pages and usernames link to twitter profiles. An individual tweet, or pie, includes all the details, design, and information that a single tweet page would include.“

Einen Tweet in das Blogpost einzubinden ist recht einfach. Sie kopieren die URL des Tweets und geben diese in Ihrem Blogbeitrag in eine eigene Zeile ein und fertig.

Wer für sein Blog die selbstgehostete Software WordPress.org nutzt, muss dank des Twitter Blackbird Pie plugin nicht auf  diese Annehmlichkeit verzichten. Sehr cool!

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Ein kleines Tool visualisiert die Vernetzung Ihrer Website

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Marketingberater Sebastian Voss hat via Facebook auf ein ganz interessantes Tool der Firma TouchGraph aufmerksam gemacht, den TouchGraph Google Browser, mit dessen Hilfe sich die Vernetzung von Websites abbilden lässt. Und das auf Basis der Daten, die Google zur Verfügung stehen. Auf diese Weise kann man sehr einfach feststellen, wie die eigene Website vernetzt ist. So sieht das zum Beispiel mit dem Kulturmanagement Blog aus (zur Vergrößerung bitte die Grafik anklicken):

Damit kann man aber nicht nur sein Ego befriedigen, sondern auch herausfinden, ob man eigentlich mit den richtigen Seiten vernetzt ist. Sprich, erreiche ich eigentlich über die Vernetzung meine Zielgruppe? Mindestens ebenso spannend ist es natürlich, wenn man verschiedene Seiten miteinander vergleicht. Als Beispiel habe ich in dem Fall die Albertina und das Brooklyn Museum gewählt.

Die beiden Grafiken zeigen, dass die Seiten unterschiedlich vernetzt sind, wobei es aber zu berücksichtigen gilt, dass hier z.B. die Vernetzung im Social Web nicht abgebildet wird. So fehlen etwa die Links in Richtung Facebook und Twitter. Außedem stelle ich mir die Frage, ob die Websites dieser beiden Museen wirklich hauptsächlich mit anderen Museumsseiten verbunden sind, denn um die Zielgruppen zu erreichen, müsste man sich ja eigentlich dort aufhalten, wo die Zielgruppen sind. Ob die sich permanent auf Museumsseiten aufhalten, wage ich zu bezweifeln.

Aber nicht nur die Vernetzung von Websites lässt sich so darstellen, auch Schlagworte oder Namen lassen sich bei dem Tool eingeben. Ich habe z.B. nach Jerzy Grotowski gesucht und dabei festgestellt, dass ein schon vor Jahren abgeschlossenes EU-Projekt hier immer noch sehr präsent ist. Das heißt, auf dieses Weise lässt sich auch herausfinden, ob man in einem bestimmten Themenfeld so präsent ist, dass man auch wahrgenommen wird. Bei mir ist das z.B. der Begriff Projektstrukturplan. Wenn ich den in dem Tool eingebe, dann taucht das Kulturmanagement Blog in der Grafik auf.

Ob das dann nicht nur einfach nett aussieht, sondern auch den Tatsachen entspricht, kann man z.B. mit dem Free Monitor for Google herausfinden, mit dessen Hilfe sich die eigene Position bei Google bezüglich frei definierbarer Schlagworte kontrollieren lässt. Hier sehen Sie dann, ob es Ihnen gelungen ist, Themenfelder zu besetzen oder ob weitere Anstrengungen nötig sind.

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Technologietrends für den Kunst- und Kulturbereich

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Über einen Beitrag des Museum Strategy Blog bin ich gerade auf die Website des Edward and Betty Marcus Institute for Digital Education in the Arts (MIDEA) aufmerksam geworden. Das Institut ist, wenn ich mich nicht täusche, erst dieses Jahr gegründet worden und beschäftigt sich mit neuen Technologien und ihrem möglichen Nutzen für den Museumsbereich.

Besonders interessant ist der Horizon-Report 2010, der versucht, die wichtigsten Technologietrends für den Museumsbereich zu skizzieren. Aktuell sind es die Themen mobiles Web und Social Media, mit denen sich Museen konfnrontiert sehen und auf die sie in irgendeiner Weise reagieren müssen. Aber schon in zwei bis drei Jahren werden uns neue Themen bewegen, nämlich Augmented Reality und Location-based-services.

„Museum educators arguably have always been in the business of augmenting reality, creating bridges between objects, ideas, and visitors, but augmented reality technologies are now allowing this to happen more fluidly and easily than ever. Location-based services offer museums to extend conversations about history, art, science, and more out into their communities, effectively extending the galleries to include public works, historical sites, and much more. Within the next few years, the opportunities offered to museums via the adoption and creative implementation of these two technologies will only expand. Consider a museum environment in which visitors can access deep, rich experiential learning, information, and services in a range of formats, each presented at the exact time and place when it is most meaningful — even beyond the boundaries of the museum itself,“

heißt es in dem Report. In vier bis fünf Jahren werden sich die Museen dann mit den Herausforderungen des Gesture-based-computing und dem Semantic Web konfrontiert sehen:

„Gesture-based computing is already strong in the consumer market and we are seeing a growing number of prototypical applications for training, research, and study, though this technology is still some time away from common educational use. Mobile devices controlled by natural movements of the finger, hand, arm, and body are common, and other devices incorporating these approaches soon will be.“

Ich habe leider erst die Zusammenfassung der insgesamt 40 Seiten gelesen, denke aber, dass nicht nur der Museumsbereich vor diesen Herausforderungen steht, sondern der gesamte Kunst- und Kulturbereich.

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Social Bookmarking: mehr als nur einfach Websites abspeichern

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Wenn Sie auf diesen Screenshot klicken, dann sehen Sie, wie andere UserInnen Delicious nutzen, den weltweit größten Social Bookmarking-Anbieter (weitere empfehlenswerte Anbieter: Mister Wong, Diigo). Es ist eine rein zufällig entstandene Momentaufnahme, die aber trotzdem typisch ist, wenn es um die Verwendung der Tags geht. Meist wird nur ein Tag verwendet, selten fügt jemand gar kein Schlagwort zur abgespeicherten Seite, gelegentlich sind es aber auch einige mehr.

Wir alle finden immer wieder Seiten im World Wide Web, die für uns wichtige Informationen enthalten und die wir daher bei Bedarf wieder anzusteuern beabsichtigen. Bei den meisten UserInnen kommt diese Seite dann zu den Favoriten oder Lesezeichen, was bedeutet, dass der Link zu dieser Seite lokal abgespeichert wird und wenn gewünscht, wieder besucht werden kann. Dass diesem System Grenzen gesetzt sind, wissen all diejenigen, die 50 und mehr Seiten in ihrer Linkliste gesammelt haben und irgendwann einmal feststellen, dass sie die gesuchte Seite nicht mehr finden können.

Social Bookmarks sind hier eine große Hilfe, weil sie ohne die Einschränkungen der Ordnerstruktur auskommen und auf Tags setzen, was allerdings voraussetzt, dass man jede Seite auch mit Schlagworten versieht. Tut man das nicht, hat man zwar immer noch den Vorteil, dass man auf seine abgespeicherten Seiten von überall zugreifen kann und auch von den Suchergebnissen anderer profitieren kann, aber letzten Endes nutzt man ohne Tags das Potenzial von Delicious & Co nicht wirklich aus (siehe dazu den Beitrag von Annette Schwindt und ein früheres Blogpost von mir).

Was man mit Social Bookmarking alles machen kann, zeigt das Blogpost „How to Use Delicious: The King of Social Bookmarking“ von Kristi Hines. Sicher der wichtigste und ja bereits angesprochene Punkt ist das Abspeichern und Verwalten von interessanten Websites. Wahrscheinlich passiert es nicht nur mir, dass ich auf einen interessanten Artikel oder einen witzigen Tweet stoße, für den ich zwar jetzt gerade keine Verwendung habe, aber vielleicht später für einen eigenen Beitrag oder eine Präsentation benötigen könnte. Zumindest bei mir kommt da im Laufe des Tages einiges zusammen, weshalb ich es mir angewöhnt habe, möglichst viele Schlagworte zu verwenden, um die Seite über die Schlagwortsuche wieder finden zu können. Natürlich erinnert man sich an eine gestern entdeckte Seite, aber die Fundstücke des letzten Monats etwa sind schon lange aus dem eigenen Gedächtnisspeicher gelöscht.

Nun kann es sein, dass ich eine Seite finde, die ich nicht nur einfach mal auf Verdacht abspeichere, sondern die ich z.B. für eine Präsentation benötige. Das heißt, mit dieser Seite ist gleich ein konkreter Handlungsschritt verbunden. Um nicht zu vergessen, wofür man die Seite eigentlich abgespeichert hat, verwendet Hines action tags:

„For example, you can use tags such as ‚actionbusinesscard‘ to save a page on a great business card design service that you want to use to redesign your business cards, ‚actionlinkedin‘ for posts on LinkedIn tips and marketing, or ‚actionfacebookpage‘ to save a great post on how to create fan-only Facebook content,“

schreibt sie. Das heißt, ich kann sofort erkennen, wofür ich eine Seite abgespeichert habe. Nach Erledigung kann ich den action tag entfernen, die restlichen werden bleiben, so ich die Seite weiter abspeichern möchte.

Ihren dritten Vorschlag, das company sharing, finde ich zwar grundsätzlich gut, aber dabei auf einen gemeinsamen Account zu setzen, erscheint mir wenig praktikabel. Erstens bedeutet das, dass ich als MitarbeiterIn unter Umständen permanent zwischen meinem eigenen und dem Unternehmens-Account wechseln muss, was mühsam ist. Zweitens kann ich bei einem gemeinsam geführten Account nicht erkennen, wer die Seite abgespeichert hat. Etwaige Fragen kann ich dann nicht loswerden, weil ich nicht weiß, wer die Seite abgespeichert hat. Insofern macht es für mich mehr Sinn, ein gemeinsames Schlagwort zu vereinbaren (z.B. den Firmennamen), über das ich genauso die abgespeicherten Seiten der KollegInnen finden kann.

Die Idee, Backlink Recording mit Hilfe von Social Bookmarks durchzuführen, ist für mich neu, aber das, was Hines schreibt, leuchtet mir durchaus ein:

„With Delicious, you can simply bookmark a page you requested a link from and tag it by topic, quality or type for future reference. So if you’re making a comment on a .edu blog about pets, your tags would be edu pets blogcomment, and the next time you need to look for one of those three elements for another link, they would be right in your Delicious bookmarks.“

Nach einiger Zeit habe ich einen Überblick darüber, welche Seite in welchem thematischen Zusammenhang besonders interessant sind und kann sie dank der vergebenen Schlagworte leichter identifizieren.

Auch die Idee, die Social Networking Profile auf diese Weise nicht zu vergessen, indem ich jedes dieser Profile mit dem Schlagwort“socialprofile“ versehe, ist hilfreich, denn ich muss gestehen: es gibt eine Vielzahl von Plattformen, auf denen ich mich mal angemeldet habe, die ich aber im Laufe der Zeit einfach vergessen habe.

In eine ähnliche Richtung geht Hines mit der Idee, Seiten, in denen man selbst erwähnt wird, auf diese Weise zu sammeln. Hines spricht in diesem Zusammenhang von Social Mentions und verweist dabei auf ein höchst lesenswertes Blogpost von Ari Herzog, der darin erklärt, warum nicht so sehr er selbst, sondern vor allem andere davon profitieren. Bedenkenswert!

Denkt man diese Punkte weiter, dann fällt einem recht schnell ein, mit Hilfe von Social Bookmarks eine Art Portfolio zu erstellen, so wie das auch Kristi Hines gemacht hat. Auf diese Weise haben wir übrigens auch alle Beiträge, Fotos, Videos, etc. der stART10 gesammelt. Die auf Flavors.me gesammelten Feeds werden mit Hilfe von Delicious „bespielt“. Wie Sie aus einem Schlagwort oder einer Kombination von Schlagworten einen Feed kreieren, das hat Annette Schwindt in dem schon erwähnten Beitrag beschrieben.

Sie sehen also, Social Bookmarking ist weit mehr als der einfache Ersatz des Lesezeichen in Ihrem Browser. Wahrscheinlich gibt es noch jede Menge weitere Ideen. Wenn Sie eine haben, freue ich mich über Ihren Kommentar.