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Fundraising auf Facebook

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Crowdfunding- oder Spendenplattformen gibt es jede Menge. Wie aber schaffen es die geldsuchenden Personen oder Institutionen, potenzielle SpenderInnen oder UnterstützerInnen auf die jeweilige Seite zu bekommen? Die Herausforderung besteht darin, auf den Plattformen, auf denen man mit seinenFans verbunden ist, die Werbetrommel zu rühren. Meist geschieht das auf dem eigenen Blog oder auf Twitter bzw. Facebook.

Wäre es da nicht sinnvoller, das Geld gleich auf einer der Plattformen einzusammeln? Schließlich hat man die jeweiligen Profile als „Treffpunkt“ etabliert, z.B. auf Facebook. Das kanadische Unternehmen ConnectionPoint, 2008 gegründet, bietet nun, so berichtet Diane Drubay auf dem MuseumNext Blog mit FundRazr eine Applikation an, die sich direkt auf Facebook nutzen lässt.

Drubay berichtet vom Boston Museum of Science, das auf diesem Weg versucht, $2.500 USD an Spenden einzusammeln. Konkret können die Facebook-Fans zwischen $5 und 100 USD spenden, natürlich lässt sich der Spendenaufruf über alle sozialen Netzwerke auch weiter kommunizieren. Aber nachdem die meisten Kultureinrichtungen Facebook für die Kommunikation mit ihren Fans nutzen, macht es sicher Sinn, auf dieser Plattform eine Möglichkeit zum Spenden zu offerieren. Der Überweisungsvorgang wird mit Hilfe von PayPal abgewickelt, was eine größtmögliche Internationalität garantiert. Ganz interessant ist die Gebührenstruktur:

„From every FundRazr payment, PayPal deducts their standard fee of 2.9% plus $0.30 USD and the FundRazr fee of $0.30 USD.“

Bei einer $5 USD-Spende werden also ca. $0,75 USD abgezogen, ein bei kleinen Spenden relativ hoher Prozentsatz. Kostengünstigere Lösungen, die vor allem international funktionieren, gibt es leider immer noch nicht, trotzdem ist FundRazr ein für Kultureinrichtungen interessantes Fundraising-Tool, denn es funktioniert auf dem eigenen Facebookprofil bzw. der eigenen Facebookseite.

$1.100 von den $2.500 USD hat das Boston Museum of Science übrigens schon bekommen. Bei derzeit 16.000 Fans.

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  1. sehr interessant. Danke für diesen Beitrag. Facebook wird erst richtig spannend, wenn ein Klick auf den „Gefällt mir“ Button mit Social Payment oder Beitrag zu einem Crowdfunding-Projekt verbunden wird. Und dann noch die Möglichkeit den Button überall, wie das ja mit dem Like-Button möglich ist, einzubinden. Viel Platz für Crowdfunding-Plattformen bleibt in einem solchen Fall allerdings nicht mehr und Facebook baut seine Monopolstellung aus.

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  2. Ich frage mich, ob es nicht auch wichtig ist, wer die Transaktion abwickelt? Eigentlich lässt sich ja der PayPal-Button (fast) überall einbinden und trotzdem hat er sich noch nicht wirklich durchgesetzt.

    Vielleicht spielt hier auch die Reputation eine wichtige Rolle? Ich bin mir nicht sicher…

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  3. Sehr spannend! Im Webinar heute aber nicht ganz so gut angekommen, was ich aber irgendwie verstehen kann. Trotzdem, als zusätzliche Finanzierungsart sehr fein!

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  4. @Wolfgang: als Plattformbetreiber würde ich das auch nicht gut finden. :-) Aber wenn ich mit Hilfe solcher Applikationen direkt auf Facebook mit zwei Klicks spenden kann, dann brauchen wir darüber nicht zu diskutieren, man spricht dann von der normativen Kraft des Faktischen.

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