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„Painting Reality“

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Die Kunstaktion von „IEPE & the anonymous crew“ ist sehenswert, wobei das mit dem Sehen, dem Anschauen gar nicht so einfach ist. Ohne das folgende Video hätten wohl nur wenige die Aktion „Painting Reality“ mitbekommen.

Die Aktion wurde im letzten Jahr am Rosenthaler Platz in Berlin realisiert. Die Akteure schütteten 500 Liter wasserlösliche, umweltfreundliche Farbe auf die Fahrbahn und machten so rund 2.000 Auto- und Radfahrer unfreiwillig zu Künstlern. In diesem Fall spricht man dann wohl von partizipativer Kunst im öffentlichen Raum, die auch über eine Facebookseite beworben wird.

Via Huffington Post

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„Can I be your friend?“

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„Nico Muhly’s new opera is a cautionary tale of the dark side of the internet“,

kündigt die English National Opera ihr aktuelle Produktion „Two Boys“ an und springt somit auch auf den Zug derer auf, die sich kritisch mit dem Internet auseinandersetzen. Kritik hin oder her, bei der Bewerbung vertraut man aber sehr wohl auf das virale Potenzial von Social Media. Neben dem Blog hat es mir vor allem dieses Video angetan:

Auf witzige Art und Weise wird unser Verhalten auf Twitter und Facebook in unser reales Leben übertragen. An ein Fahrrad wird ein Post-it geklebt, auf dem „like“ steht, wildfremde Menschen werden gefragt, ob man ihr Freund sein darf und das „follow“ wird sehr wörtlich verstanden.

Bei mir zumindest hat das Video seinen Zweck erfüllt, denn einerseits musste ich lachen, da manche Situationen wirklich komisch sind. Andererseits sträube ich mich aber auch dagegen, das Online- und Offline-Verhalten so direkt miteinander zu vergleichen.

Warum? Erstens entspricht die Bezeichnung „Freund“ auf Facebook nicht dem, was ich wirklich unter einem Freund verstehe. Zweitens möchte mich auch nicht mit der ganzen Person verbinden, sondern „nur“ an deren Gedanken teilhaben. Das ist in meinen Augen ein großer Unterschied, insofern denke ich, regt das Video zwar zum Nachdenken an über das, was wir da im Social Web tun. Aber der direkte Vergleich passt für mich nicht so ganz.

Wie sehen Sie das?

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Storytelling und Marketing: die Straße wird zur (literarischen) Bühne

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Einen Literaturwettbewerb zu promoten, ist gar nicht so einfach. Meistens sind es textlastige Inserate oder redaktionelle Beiträge, die darauf aufmerksam machen. Einen ganz anderen Weg hat die Bank of New Zealand gewählt. Für ihre BNZ Literary Awards hat sie eine sehr schöne Kampagnenform gewählt, die auch Storytellingelemente enthält und das „Publikum“ direkt und unmittelbar einbindet.

via neatorama

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Lässt sich so auch Kunst verkaufen? [Video]

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Sind Sie auch schon mal in einem Konzert gesessen und haben sich gedacht, dass das jemandem aus Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis auch gut gefallen würde? Oder Sie sind auf der Suche nach einem passenden Geschenk? Natürlich kann man auch heute schon Tickets verschenken, aber manchmal ist das gar nicht so einfach.

Pepsi Cola hat einen Weg gefunden, der es ganz einfach macht, jemandem etwas zu schenken.

„PepsiCo’s Social Vending Machine (…) lets users send free soda to their friends. To do so, users select a beverage and enter the recipient’s name, mobile number and personalized text message with a code redeemable at another vending machine. Consumers can personalize the message with a short video recorded by the machine. There’s also an option to send a free beverage to a stranger,“

schreibt Todd Wasserman in einem Mashable-Artikel. Das Video zeigt, wie es funktioniert:

Wäre das nicht auch eine Möglichkeit für den Kunst- und Kulturbereich?

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wireWAX: das interaktive Video eröffnet dem Kunst- und Kulturbereich interessante Perspektiven

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Wie können sich Kultureinrichtungen in Zeiten leerer öffentlicher Kassen neue Finanzierungsquellen erschließen? Diese Frage beschäftigt mich schon seit einiger Zeit, denn ich glaube, dass sich durch das Social Web neue Möglichkeiten ergeben könnten.

Meist sprechen wir von Sponsoring, wenn Kunst und Wirtschaft kooperieren, von Leistung und Gegenleistung. Welche Leistungen aber können Kultureinrichtungen anbieten? Interessanterweise lassen sie sich meist dem Bereich Werbung zuordnen, obwohl es oftmals an der entsprechenden Reichweite fehlt. Was haben ein großes Industrieunternehmen oder eine Bank davon, wenn ein kleiner Kulturbetrieb deren Logos im Programmheft abdruckt, das nur zweihundert Mal verkauft wird?

Die „Kleinen“ erreichen nun mal keine Massen und das macht es für sie nicht leicht, passende Angebote zu entwickeln. Abhilfe verspricht das Social Web, schließlich hängt hier die Reichweite nicht von der Größe der Kultureinrichtung ab, sondern von der Geschicklichkeit, mit der sie sich im virtuellen Raum zu bewegen weiß. So werden aus 200 TheaterbesucherInnen schnell mal 1.000 Fans und/oder Follower, eine durchaus interessante Reichweite. Wie aber geht es nun weiter, schließlich kann man ja schlecht den Sponsoringpartner in Postings oder Tweets loben? Das wäre eher peinlich und würde der Sache vermutlich mehr schaden als nützen.

Stellen Sie sich vor, Sie produzieren rund um Ihre Theaterproduktion Videos, in denen Sie etwa über die Proben und das „Making of“ berichten. Probenausschnitte, Interviews, der Phantasie sind da eigentlich keine Grenzen gesetzt. Ein wirksames Mittel gegen die Gefahr, dass die Videos langweilig werden, hat das Unternehmen wireWAX mit seinem gleichnamigen Tool entwickelt, das er erlaubt, klickbare Videos zu produzieren. Kurz gesagt: in das Video lassen sich Tags einarbeiten, die die UserInnen dann beim Abspielen anklicken können. Was sich dahinter verbirgt, hängt dann von Ihnen ab, Sie können auf andere Videos oder Dokumente verlinken, die sich dann über Social-Media-Kanäle teilen lassen oder Sie bieten die Möglichkeit an, die  dort gezeigten Produkte zu kaufen. Zugegeben, das ist bei einem Theaterprojekt nicht so ganz einfach, aber warum an passender Stelle nicht auf die erwerbbare Literatur hinweisen?

Schauen Sie sich das Beispiel einfach mal an:

Sie sehen, wireWAX funktioniert auch auf dem iPad funktioniert, was die Sache in meinen Augen noch interessanter macht.

„The tool prides itself on being ‚intuitive and dynamic‘. Intelligent tags allow users to place content within the original video – from images, links and other videos to geo-specific data, links to databases and Flash applications,“

heißt es in einem auf Pixelreport erschienenen Artikel über dieses Tool, das es erlaubt, das interaktive Video in jede Website einzubinden. Nun ist Ihre Kreativität gefragt, denn jetzt – Stichwort Sponsoring – irgendwo im Video einen Link zum Sponsor zu setzen, ist wenig einfallsreich, ein inhaltlicher Zusammenhang sollte bestehen.

Inhaltlicher Zusammenhang, das heißt, wireWAX eignet sich auch für das Thema Transmedia Storytelling. Das folgende Video lässt erahnen, welches Potenzial in diesem Tool steckt:

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Storytelling kann man auch so erklären

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Erklärungsversuche, was man unter Storytelling eigentlich versteht, gibt es viele, ich habe selbst vor einiger Zeit dazu den Beitrag „Was ist eigentlich Storytelling?“ geschrieben. Was dabei auffällt: es wird – mich eingeschlossen – dabei zwar immer auf die Vorzüge von Storytelling verwiesen, aber niemand nutzt Storytelling, um Storytelling zu erklären.

Bemerkenswert ist daher der Versuch des center for storytelling, sich dem Begriff mit filmischen Mitteln anzunähern. Das Video gefällt mir gut, wie übrigens auch die Website dieses Netzwerks von Storytellingspezialisten, das seinen Sitz in Zürich hat.

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Portland Cello Project

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Wer auf der Suche nach interessanten Kunstprojekten ist, sollte immer wieder mal einen Blick auf die Videoplattform Vimeo werfen. Zu entdecken gibt es dort sehenswerte Kurzfilme oder auch Musikvideos. Wobei die Grenzen fließend sein können, wie das Video „Denmark“ der amerikanischen Gruppe The Portland Cello Project zeigt:

„Denmark“ ist eine „Auskoppelung“ aus der CD  „Thousand Words“, die im letzten Jahr erschienen ist. Auch mit dieser Produktion verfolgt die Gruppe das Ziel,

  • „to bring the cello to places you wouldn’t normally hear it, (…)
  • to play music on the cello you wouldn’t normally hear played on the instrument, (…)
  • to build bridges across all musical communities by bringing a diverse assortment of musical collaborators on stage with them.“

Heraus kommen ganz unterschiedliche Ergebnisse wie etwa die Coverversion von Kanye West’s „All of the Lights“ oder Dave Brubeck’s „Take Five„. Hier zeigt sich dann auch wieder die Stärke von YouTube, denn auf der Suche nach weiteren Musikvideos wird man dort viel eher fündig als auf Vimeo.

Gut gemacht ist die Website der Gruppe und natürlich dürfen Social-Media-Kanäle wie Facebook oder Twitter nicht fehlen.

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Orchester: neue Wege, um Klassikfans zu gewinnen dank YouTube?

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Vor kurzem, genauer gesagt am 20. März,  fand im Opernhaus von Sydney das „Grand Finale 2011“ des YouTube Symphony Orchestra statt. Nicht ganz überraschend gibt es davon auf YouTube ein Video.

Dieses Video dauert mehr als zwei Stunden und hat seit seit dem 20. März fast 1,3 Mio. Zugriffe zu verzeichnen, was eine gewaltige Zahl ist angesichts der Tatsache, dass wir seit Jahren den Niedergang der klassischen Musik bedauern und uns bis heute eigentlich kein wirksames Gegenmittel eingefallen ist.

Natürlich wissen wir nicht, wieviele der UserInnen wirklich bis zum Ende durchgehalten haben, aber die hohen Zugriffszahlen lassen schon vermuten, dass hier irgendwo ein Interesse an dieser Form von Musik vorhanden sein muss.

„Die klassische Musik hat viel mehr Fans da draußen, als wir es alle ahnen. Dieses Projekt ist eine Chance, die musikalische Gemeinschaft zu vergrößern, in der klassische Musik wieder Teil des täglichen Lebens wird. Es hilft dabei, die Menschen durch das unendlich aufregende Labyrinth zu führen, zu dem klassische Musik werden kann. Und deshalb finde ich das Projekt so spannend“,

wird Michael Tilson Thomas, im „Hauptberuf“ Dirigent des San Francisco Symphony Orchestra in einem Artikel auf Deutschlandradio Kultur zitiert. Den Erfolg des YouTube Symphony Orchestra und das Engagement der beteiligten MusikerInnen hat David Cutler zu einem sehr interessanten Blogbeitrag inspiriert. „What Professional Orchestras Should Learn from YouTube“ ist er überschrieben und enthält einige bedenkenswerte und natürlich auch provokante Vorschläge, wie die professionellen Orchester seiner Ansicht nach auf das schwindende Interesse an klassischer Musik reagieren sollten.

Zwar möchte er das YouTube Symphony Orchestra nicht direkt mit den Profi-Orchestern vergleichen, aber, so denkt er, manche Ansätze seien seiner Meinung nach schon bedenkenswert. Zum Beispiel die Auswahl der MusikerInnen. Für das YouTube Symphony Orchestra mussten die MusikerInnen vorspielen, allerdings taten sie das bei sich und nahmen auf, was sie da präsentierten. Professionelle OrchestermusikerInnen übernahmen die Vorauswahl, dann waren die InternetuserInnen am Zug, die darüber abstimmen durften, wer Orchestermitglied werden sollte und wer nicht. Das heißt, nicht alleine die Beherrschung des Instruments war das Kriterium, sondern darüber hinaus mussten die KandidatInnen auch ihre Fans mobilisieren, um den Sprung ins Orchester zu schaffen.

Dieses Prozedere kann man kritisieren, denn

„Will people with better marketing and social media chops be more apt to advance, even if their playing isn’t quite as strong?“

fragt Cutler und spricht damit vermutlich vielen Menschen aus der Seele. In seinen Augen zählt dieses Argument allerdings nicht wirklich, denn

„(.) isn’t that exactly what orchestras need?  More members actively advocating, cultivating a following, and motivating their own networks.“

Das bedeutet für ihn:

„The reason more people don’t patronize the local orchestra isn’t because they aren’t good enough.  It is because they’re not relevant enough.“

Die enge und persönliche Beziehung der MusikerInnen zu ihren „Fans“ betrachtet er als einen der wesentlichen Faktoren für den Erfolg des YouTube Symphony Orchestras. Der partizipative Ansatz dieses Projektes habe auch nicht dazu geführt, dass die Qualität des Programms darunter gelitten habe, schreibt Cutler weiter und verweist auf das anspruchsvolle Programm in Sydney.

David Cutler empfiehlt, den Erfolg des YouTube Symphony Orchestras genauestens zu analysieren, denn ob Technikeinsatz, Marketing oder eben die Auswahl der MusikerInnen, es lassen sich einige Anregungen finden. Seine Sichtweise

„We must face the obvious truth: It takes more than great art to thrive in today’s world.“

ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Der Erfolg des YouTube Symphony Orchestras spricht dafür.

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Transmedia Storytelling hilft, Grenzen zu verschieben

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In Theateraufführungen oder in Austellungen, aber natürlich auch in Büchern und vielen anderen Formen von Kunst werden Themen aufgegriffen, die eine gesellschaftliche Relevanz besitzen. Diese Themen werden oftmals aus einer Perspektive betrachtet, die überraschende und damit wertvolle Einsichten vermittelt, der Wert einer solchen Herangehensweise ist unbestritten.

Was ich oft vermisse, ist der nächste Schritt, den ein Theater, ein Museum bzw. eine einzelne KünstlerIn logischerweise nicht schaffen kann, dazu sind Kunst und Kultur auch gar nicht da. Möglich ist aber, so denke ich, das Nachdenken über Kooperationen, über die Zusammenarbeit mit Playern in einem Kontext, aus der heraus genau dieser nächste Schritt erfolgen kann. „From systems to ecosystems“ ist ein Blogpost von Esko Kilpi überschrieben, in dem es darum geht, unser Managementdenken zu verändern und Abstand zu nehmen von einem Denken, das alle externen Einflüsse kaum oder gar nicht berücksichtigt.

Ein Ökosystem zeichnet sich laut Wikipedia durch drei Merkmale aus:

  • es handelt sich um ein offenes System
  • es finden dynamische Entwicklungen statt
  • durch die Vielzahl von Wechselwirkungen handelt es sich um ein komplexes System

Genau so funktioniert oder besser gesagt, kann Transmedia Storytelling funktionieren. Es werden über verschiedene Formate hinweg unterschiedliche Handlungsstränge entwickelt, in die sich entsprechend dem Konzept auch „das Publikum“ einbeziehen lässt. Einen solchen, in meinen Augen sehr spannenden Ansatz verfolgt Conspiracy for Good, ein Alternate Reality Game (ARG), in dem es, wie Sarah Vianney in einem Artikel für „Die Presse“ schreibt, um den monumentale Kampf Gut gegen Böse geht. Die Handlung zu beschreiben ist, wie sie richtig schreibt, eigentlich kaum möglich, aber das folgende Video lässt einen ahnen, was da alles auf einen zukommt, wenn man sich auf dieses „Spiel“ einlässt, bei dem es am Ende dann doch sehr konkret wird, wenn es um den Bau einer Schule in Zimbabwe geht:

Sarah Vianney fasst am Ende ihres Artikels zusammen:

„Die Idee von kleineren ARGs für Lernprojekte und größere zur Anregung des globalen Bewusstseins ist verführerisch. Der Zugang zu ARGs, die tatsächlich die Welt – die reale Welt – verändern können, ist eine reizvolle Idee, die sogar schon vom Roten Kreuz und der Europäischen Union aufgegriffen wurde. Das Besondere hier ist die Integration von Menschen, die nicht als klassische „Gamer“ gelten (…).“

Kunst und Kultur als Teil eines Ökosystems, in dem bestimmte Themen bzw. Fragen aufgegriffen und weiterentwickelt werden, kann das nicht ein interessanter Anknüpfungspunkt sein für die künstlerische Arbeit sein, die diesen Systemen so oft wertvolle Impulse liefert? Transmedia Storytelling ist dann die inhaltliche Klammer, das „Drehbuch“ für die geplanten Aktivitäten, aus denen heraus neue Partnerschaften entstehen, Partnerschaften, an die wir heute noch gar nicht denken.

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Externe Social-Media-Dienstleister: worauf muss ich achten? [Video]

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Wenn ich selbst von etwas keine Ahnung habe, werde ich einen Dienstleister beauftragen, diese Aufgabe für mich zu übernehmen. Nicht ganz überraschend ist das auch in Sachen Social Media so. Was aber sind die Kriterien, nach denen man sich für oder gegen einen Dienstleister entscheidet? Das folgende Video, das ich gerade auf Facebook entdeckt habe, nennt zehn Kriterien, um Ihnen Ihre Entscheidung zu erleichtern.