All Posts Tagged ‘tool

Post

Trailmeme: Zusammenhänge im Web sichtbar machen

17 comments

Vielleicht erinnern Sie sich noch an mein Blogpost Cloud Communication oder virtuelle Schnitzeljagd, in dem ich beschrieben habe, wie wir heute unsere Inhalte auf verschiedene Plattformen verteilen und dabei völlig unterschiedliche Formate verwenden können. Fotos, Videos, Texte und Grafiken, die irgendwo in der „Wolke“ abgelegt sind, beziehen sich aufeinander. Die Frage ist nur: wie erfahren die UserInnen davon? Während die Schnitzeljagd als Spiel ja durchaus ihren Reiz hatte, verzichten wir im beruflichen Kontext lieber auf diese Art von Zeitvertreib. Wie schaffen wir es aber, zwischen verschiedenen Inhalten und Formaten Verbindungen herzustellen?

Die wohl einfachste Möglichkeit ist die Verlinkung. Ich kann etwa Social Bookmarks verwenden und die Beziehungen mit Hilfe von Schlagworten sichtbar machen. Auf diese Weise werden logische Verbindungen sichtbar, aber eine chronologische Abfolge lässt sich so nicht darstellen.

Dank Frank Tentler bin ich auf Trailmeme gestoßen, ein in meinen Augen hochinteressantes Tool. „Trailmeme is a way to tell stories with Web content,“ heißt es da auf der Startseite und das folgende Video zeigt, auf welche Weise sich hier die verschiedensten Inhalte verknüpfen lassen.

Ähnlich wie bei den Social Bookmarking-Anbietern speichere ich verschiedene Seiten ab und versehe sie mit zusätzlichen Informationen. Im nächsten Schritt kann ich nun aber mit Hilfe von einfachen Pfeilen zwischen den Seiten Verbindungen herstellen. Rufe ich als UserIn einen dieser „Pfade“ durch das Web auf, gelange ich zu einer Startseite, von der aus ich diesen Pfad dann betrete. Abhängig davon, ob der Erbauer dieses Pfades Abzweigungen eingebaut hat, kann ich verschiedenen Wegen folgen.

Um das gleich in der Praxis zu testen, habe ich die gestern zu Ende gegangene NPO-Blogparade als Aufhänger genommen und aus allen eingegangenen Beiträgen den Pfad „Ueberzeugungsarbeit in Sachen Social Media“ erstellt. Die Seite, auf der Sie landen, sieht dann so aus:

Ich kann diesen Pfad nun abspeichern, ihn weiterempfehlen, einen Kommentar dazu verfassen und natürlich das wichtigste: ich kann diesen Pfad betreten, in dem ich den „Start Walking“ Button anklicke und so zur ersten Station auf diesem Pfad gelange:

Im oberen Teil befindet sich das Navigationsmenü, über das ich entscheiden kann, wie mein Weg verläuft. Sie bekommen über den „Next“-Button in diesem Fall fünf Vorschläge, wie Sie sich weiter bewegen können. Wenn Sie mit dem Mauszeiger über die einzelnen Alternativen fahren, erhalten Sie Kurzinfos, um sich orientieren zu können. Erweist sich eine Wegstrecke als Sackgasse, machen Sie sich entweder mit Hilfe des „Prev“-Buttons wieder auf den Rückweg oder Sie werfen einen Blick auf die Karte, auf der alle Verbindungen abgebildet sind.

Auch hier erfahren Sie über jede der hier verbundenen Websites mehr, wenn Sie mit dem Mauszeiger darüberfahren, ein Doppelklick und Sie landen auf der jeweiligen Seite inkl. des Navigationsmenüs. Ob es sich um Blogbeiträge, Videos, Fotos oder Präsentationen handelt, spielt keine Rolle, alle Seiten und Inhalte lassen sich auf diese Weise beliebig in Verbindung setzen.

Zurück zum Beispiel Blogparade. In diesem Beispiel habe ich mich an die Chronologie der Beiträge gehalten, d.h. die Blogposts wurden in der Reihenfolge ihrer Veröffentlichung verbunden. Es besteht natürlich die Möglichkeit, auch andere Verbindungslinien herzustellen. Hätten wir beispielsweise mehrere Beiträge aus der Sicht der Chefs gehabt, hätte es sich angeboten, zwei voneinander unabhängige „Erzählstränge“ zu bauen.

Apropos Erzählstränge: ich denke, Frank Tentler hat Recht, wenn er schreibt, dass 2011 das Jahr der Geschichtenerzähler werden wird. Trailmeme bietet mir die Möglichkeit, Geschichten im Web zu entwickeln und die UserInnen auf viele verschiedene und hoffentlich spannende Wege zu schicken. Ob Trailmeme sich dabei als brauchbar erweist, wird sich zeigen. Den ersten Test hat es auf alle Fälle bestanden, wobei ich schnell gemerkt habe, dass es gar nicht so sehr die Technik ist, die einen fordert. Die Herausforderung besteht wohl eher darin, die richtigen Geschichten zu entwickeln und die verschiedenen Formate geschickt miteinander zu verbinden. Die NPO-Blogparade war da erst der Anfang.

Post

Social Media Press Release online erstellen

8 comments

Mehr und mehr Firmen bieten mittlerweile Social Media-Presseaussendungen an, in der Regel sind es große Firmen, die dafür Geld in die Hand nehmen und sich die entsprechenden Templates entwickeln (lassen). Auf der Seite von PitchEngine können Sie sich Ihre eigene Social Media Press Release gestalten.

Sie müssen sich nur dort (kostenlos) anmelden, die für Sie relevanten Kontaktdaten eintragen und in das vorgegebene Template die Information eingeben. Ihre Social Media Presseaussendung kann dann zum Beispiel so aussehen wie die des Sängers Daniel Walcher:

In der kostenlosen Basisversion bleiben die Meldungen nur jeweils 30 Tage erhalten. Aber zu Testzwecken reicht das allemal und wenn Sie dann auf den Geschmack gekommen sind, können Sie Ihre Basisversion updaten. Ich habe mich gestern angemeldet und werde mal ausprobieren, wie so eine Social Media-Presseaussendung ankommt und wirkt. Aber die Idee von PitchEngine, ein Template online anzubieten, gefällt mir.

Post

Was Facebook von Ihnen preisgibt

2 comments

Über den Artikel „Wie dicht hält Facebook?„, den Christiane Schulzki-Haddouti für die ZEIT geschrieben hat, bin ich auf ein kleines Tool gestoßen, das der Google Entwickler Ka-Ping Yee entwickelt hat. Damit lässt sich herausfinden, welche Informationen, die man auf Facebook veröffentlicht, auch außerhalb dieses Netzwerks zu finden sind. Was man von Ihnen findet, hängt natürlich großteils davon ab, welche Sicherheitseinstellungen Sie gewählt haben. Wie sich das Tool nutzen lässt bzw. welche Daten Sie abfragen können, erklärt Yee hier.

Post

Twiangulate: ein interessantes Analysetool für Twitter

4 comments

Die Frage, wem man auf Twitter folgen soll und wem nicht, beschäftigt vermutlich (fast) alle, die dort mehr oder weniger aktiv sind. Hängt man sich an bekannte Twitterer ran und schaut, wem diese folgen oder sucht man sich unter den vor einiger Zeit von Twitter eingeführten Listen thematisch passende heraus und versucht herauszufinden, wer einen interessieren könnte und wer nicht.

Nachdem die Nutzerzahlen auf Twitter in den letzten Monaten relativ stark zugenommen haben, kann es Ihnen passieren, dass Sie sich für Twitterer interessieren, die mehr als 1.000, vielleicht sogar 2.000 anderen Twitter-Nutzern folgen. Eine solche Liste zu durchforsten, um herauszufinden, wer für einen selbst interessant sein könnte, ist mühsam.

Gestern bin ich auf ein Tool gestoßen, das hier recht wertvolle Hilfe leistet. Gut, wer wem folgt, das lässt sich mittlerweile mit Hilfe verschiedener Tools mehr oder weniger komfortabel herausfinden. Einen Schritt weiter geht Twiangulate, ein Online-Tool, das es mir erlaubt, verschiedene Accounts gemeinsam auszuwerten und zu analysieren.

Identifizieren lassen sich sowohl die gemeinsamen Follower als auch Freunde von bis zu drei verschiedenen Accounts. Das heißt, Sie haben die Möglichkeit, die gemeinsame Schnittmenge von drei verschiedenen Twitterern herauszufiltern.

Nehmen wir mal an, ich bin ein Museum, das sich am Standort Wien befindet und sich inhaltlich mit der k.u.k. Monarchie beschäftigt und nun mit dem Twittern beginnen möchte. Im ersten Schritt versuche ich herauszufinden, ob es Museen gibt, die sich mit ähnlichen Inhalten beschäftigen. Dank der „Follow a Museum“-Liste kann ich mir schnell einen Überblick über die entsprechenden Museen verschaffen. In anderen Bereichen ist das zugegeben nicht so ganz einfach, da würde mehr Zeit für die Recherche draufgehen. Dank der Museumsliste finde ich aber z.B. in Wien drei Institutionen, die mich in diesem Zusammenhang interessieren, weil sie eben auch twittern: das Hofmobiliendepot Möbel Museum, das Sisi-Museum in Wien und Schloss Schönbrunn. Mit Hilfe von Twiangulate kann ich nun herausfinden, wem die drei gemeinsam folgen bzw. wer allen drei Einrichtungen folgt. Diese UserInnen könnten, da ich mich als Museum mit ähnlichen Dingen wie die anderen drei Einrichtungen beschäftige, natürlich auch für mich interessant sein.

Das Ergebnis: 46 UserInnen folgen allen drei Einrichtungen, weitere 53 folgen jeweils nur zwei Einrichtungen, d.h. ich hätte 99 potenzielle Follower für mein Museum gefunden. Interessant sind aber auch die gemeinsamen Freunde, also Twitterer, die für alle drei Einrichtungen so relevant sind, dass sie ihnen alle drei folgen. Die scheint es eher nicht zu geben, denn das Ergebnis fällt mager aus. Nur drei Twitteruser sind für alle drei Einrichtungen so interessant, dass sie ihnen folgen. Daraus lässt sich schließen, dass die drei Einrichtungen eher nicht sehr aktiv twittern, was seine Bestätigung durch die Tatsache erfährt, dass keines der Betriebe mehr als zehn Twitterern folgt.

Schaut man sich drei große Museen in den USA an, z.B. das Museum of Modern Art, das Guggenheim Museum und das J. Paul Getty Museum, dann sind dort zwar die Followerzahlen wesentlich höher (zwischen 33.000 und 93.000), aber die Zahl der Follower, die allen drei Museen folgt, liegt bei lediglich 122. Vermutlich könnten die Museen noch wesentlich mehr Follower gewinnen, wenn sie sich aktiv darum kümmern würden. Lediglich das J. Paul Getty Museum scheint sich hier zu engagieren, da es mehr als 22.000 Twitter-Usern folgt (bei 35.000 Friends), während die anderen beiden Häuser nicht über 2.000 Friends kommen.

Um einflussreiche Twitterer zu entdecken, bietet Twiangulate außerdem die Möglichkeit der Auflistung an, d.h. ich kann herausfinden, welche Follower jeweils ihrerseits die höchsten Followerzahlen haben. Bei Twitteraccounts mit weniger als 11.000 Followern bekomme ich aber auch das andere Ende des Rankings aufgelistet, also diejenigen mit den niedrigsten Followerzahlen.

Und noch etwas kann das Tool: Sie können sich die verschiedenen Listen auf Twitter visualisieren lassen und erhalten einen Überblick über den Vernetzungsgrad innerhalb dieser Liste. Das sieht dann beispielsweise so aus  (wenn Sie die Grafik anklicken, erhalten Sie ein größeres Format):

Sie sehen, dass hier der Vernetzungsgrad noch nicht besonders hoch ist und haben nun die Möglichkeit, das – zumindest für Ihren eigenen Account – zu ändern.

Fazit: Twiangulate ist kein Tool, um automatisiert möglichst schnell zu möglichst vielen Followern zu kommen, sondern unterstützt Sie dabei, sehr zielgerichtet diejenigen zu identifizieren, die sich für Sie und Ihre Inhalte interessieren könnten. Aber auch darüber entscheidet dann letzten Endes die Qualität Ihrer Tweets.

Post

Ein Tool hilft bei der Analyse der Facebook-Fans

10 comments

Viele Follower auf Twitter bzw. viele Fans auf Facebook zu haben, ist wahrscheinlich das Ziel der meisten Kulturbetriebe und KünstlerInnen. Welche Rückschlüsse lassen sich aber ziehen, wenn Ihnen auf Twitter 2.000 Follower folgen? Werden Sie die demnächst bei sich als zahlende Kunden begrüßen dürfen, ist das die Konkurrenz oder sind das die Follower-/Fansammler?

Um etwas mehr über Ihre Fans auf Facebook zu erfahren, gibt es jetzt ein ganz interessantes und wie ich finde hilfreiches Analysetool, auf das ich bei Jim Richardson im Museum Marketing Blog gestoßen bin. Das Analysetool (Update: das Tool existiert lieder nicht mehr) steht online zur Verfügung und Sie müssen lediglich den Namen der Fanseite eingeben, um zu erfahren, ob die Fans in ihrem Fanverhalten (=Zugehörigkeit zu anderen Fanseiten) dem Facebook-Durchschnitt entsprechen, wo sie sonst noch Fans sind und wo sie herkommen.

Außerdem haben Sie natülich die Möglichkeit, die Fans Ihrer Konkurrenten zu analysieren, um herauszufinden, inwieweit es hier Übereinstimmungen gibt. Vielleicht weisen Ihre Fans ja ein ganz anderes Verhalten auf?

Ich denke, mit diesen Informationen lässt sich einiges anfangen, etwa in den Bereichen Marketing und Sponsoring. So sind beispielsweise die Fans von Paulo Coelho auch große Starbucks-Fans. Und Nutella scheinen sie auch zu mögen. Finden Sie doch mal heraus, wen und was Ihre Facebook-Fans mögen. ;-)

Update: Pete Warden, der das Tool entwickelt hat, hat auf meine Anfrage reagiert und mir in einer Mail geschrieben:

„I’m afraid you’re right about the limitations of the analysis; it only works with fan pages that have more than a few hundred fans, because of the way I’m sampling users. I’m working on getting more comprehensive coverage, but until that’s in place I’m afraid the more niche pages won’t work that well.“

Das heißt, wer viele Fans hat, kann das Tool schon fehlerfrei nutzen. Bei kleineren Gruppen wird es noch etwas dauern…

Post

Tipp: Kontakte verwalten in GMail

1 comment

Es gibt Programme und Applikationen, die benutzt man, weil sie in einer Hinsicht so praktisch sind, dass man dafür auch kleine Nachteile in Kauf nimmt. Als ich früher noch meine Emails in Outlook schrieb, war es für mich ein großer Vorteil, dass das Mailprogramm und die Kontaktliste ineinander verschränkt waren. Nur überwogen die Nachteile irgendwann einmal und so landete ich auf der Suche nach Alternativen bei Google Mail bzw. GMail.

Als Mailprogramm ist Google Mail eine wirkliche Hilfe, beim Verwalten von Kontakten sieht es aber eher schlecht aus. Im Blog von Thomas Knapp bin ich jetzt auf ein interessantes Tool gestoßen. In einem Beitrag weist er auf Mailbrowser hin, ein Plugin für die Mailkontakte und darüber hinaus auch für Mailanhänge. Das von einem indischen Softwareunternehmen aus Bangalore entwickelte Tool ist äußerst praktisch und erleichtert den Umgang mit den eigenen Kontakten.

Über die Verwaltung der Attachments kann ich nicht viel sagen, diese Funktion habe ich bis jetzt noch nicht gebraucht, aber das folgende Video zeigt, dass Mailbrowser auch in dieser Hinsicht nützlich sein kann:

Das Tool steht übrigens auch für den Mac zur Verfügung und lässt sich im Firefox- und im IE-Browser installieren.

Post

YouTube-Videos kürzen

10 comments

Vielleicht ist Ihnen das auch schon mal passiert. Sie haben in einem YouTube-Video eine Passage entdeckt, die Sie gerne für eine Präsentation oder für Ihr Weblog verwenden würden. Bevor man zur entscheidenden Stelle kommt, dauert es aber ein paar Minuten und wie wir wissen, sind wir bei so etwas fürchterlich ungeduldig und wollen die entsprechende Sequenz immer sofort sehen.

Was also tun? Sie könnten darauf hinweisen, dass das Video ab Minute 2:35 interessant wird. Nicht besonders komfortabel, aber das würde gehen. Mit Hilfe von Splicd können Sie das Problem sehr viel eleganter lösen. Sie können nämlich bestimmte Teile aus dem Video „herausschneiden“ und Ihr eigenes Kurzvideo „produzieren.

Schauen wir uns das mal in der Praxis an. Ausgangspunkt ist ein Interview, das Christian Holst und ich am Tag vor der stART.09 gegeben haben. Hier sehen Sie das komplette Video:

In diesem Interview ist mir jetzt eine einzelne Frage und die Antwort darauf besonders wichtig und ich würde sie zum Beispiel gerne für einen Blogbeitrag verwenden. Ich habe eine Sequenz gewählt, die bei MInute 2:17 beginnt und bei 2:48 endet.

Im nächsten Schritt gehen wir auf die Website von Splicd, die so aussieht:

Eigentlich ist die Sache nun ganz einfach: Sie kopieren den Link des gewünschten Videos, in diesem Fall ist das die URL http://www.youtube.com/watch?v=Qj73CccIOdk in das vorgegebene Eingabefeld und tragen dann das Zeitfenster Ihrer Wahl ein. Startzeit ist in diesem Fall 2:17 und enden soll die Aufnahme bei 2:48. Die beiden Zeiten tragen wir ein und klicken dann den Button <continue> an.

Darauf öffnet sich ein neues Fenster, das so aussieht:

Das verkürzte Video, das Sie sofort abspielen können, erhält eine eigene URL, so dass Sie das Ergebnis auch gleich an andere weiterleiten können.

Einen Haken hat die ganze Sache. Sie können das gekürzte Video nicht direkt in Ihr Weblog einbinden, sondern müssen es erst auf Ihre Festplatte kopieren (z.B. mit Hilfe des Firefox Add-ons Fast Video Download) und es dann wieder auf YouTube uploaden, um es anschließend in Ihr Blog einbauen zu können. Probieren Sie es doch mal aus…

Post

URL-Expander: was verbirgt sich hinter den Kurz-URLs?

15 comments

Mit Tools beschäftige ich mich immer wieder mal. In diesem Beitrag geht es um URL-Expander, also Tools, die mir anzeigen, was sich hinter einer Kurz-URL verbirgt.

In einer Zeit, wo es ganz normal geworden ist, Links über die verschiedensten Kanäle weiterzugeben, hat man natürlich auch eine Lösung gefunden, wie man die teilweise langen Links kürzen kann. Anbieter wie TinyURL oder bit.ly sorgen dafür, dass zum Beispiel der Link zu diesem Artikel hier mit sehr viel weniger Zeichen übermittelt werden kann als das Original. Auf Twitter ist das notwendig, weil dort nur 280 Zeichen zur Verfügung stehen. In einer Mail wirkt ein zweizeiliger Link einfach nur störend und birgt außerdem das Risiko, dass er nicht komplett ankommt und damit unbrauchbar ist.

Eigentlich ist das also eine sehr praktische Sache, die viele mittlerweile ganz selbstverständlich nutzen. Wenn da nun nicht das Thema Sicherheit wäre, denn wenn wir irgendwo so einen Link sehen, dann wissen wir ja nicht, was für ein Link sich wirklich dahinter verbirgt? Wir verlassen uns auf Twitter, Facebook & Co blind darauf, dass sich dahinter keine Pishingseite oder sonst irgendein Übel versteckt. Blindes Vertrauen könnte man dazu auch sagen.

Dieses blinde Vertrauen wird zunehmend ausgenutzt. Immer häufiger verbirgt sich hinter einem solchen Kurzlink nicht das, was wir eigentlich erwarten würden. Das Problem ist nur: auf den ersten Blick kann ich nicht erkennen, welcher Originallink sich dahinter verbirgt. Dafür gibt es URL-Expander, die einem anzeigen, was sich hinter einem Kurzlink wirklich verbirgt.

Update (25.08.20):

Das hier im Beitrag vorgestellte Tool existiert leider nicht mehr. Ich glaube aber, dass es nach wie vor wichtig ist, zu wissen, was sich hinter einem verkürzten Link verbirgt. Die Gefahr von Missbrauch ist in den letzten Jahren eher größer als kleiner geworden.

Deshalb habe ich mich mal umgeschaut, ob es überhaupt noch solche Tools gibt, die einem anzeigen, was sich zum Beispiel hinter einem bit.ly-Link verbirgt. Diese drei Tools habe ich gefunden.

1. Redirect Tracker

Das Tool zeigt an, was sich hinter einer verkürzten URL verbirgt und informiert gleichzeitig darüber, mit welcher Art von Umleitung man es zu tun hat.

Bei einem meiner Beiträge hier auf dem Blog sieht das Ergebnis dann zum Beispiel so aus:

2. Urlex

Die Oberfläche dieses Tools gefällt mir nicht so ganz, aber es erfüllt seinen Zweck. Auf der Seite habe ich den Hinweis gefunden, dass man nur 100 Anfragen pro Tag stellen darf. Aber gut, wer prüft schon mehr als 100 Kurz-URLs pro Tag.

Auch hier wieder als Beispiel der bit.ly-Link eines meiner Blogbeiträge. Der Originallink ist nicht vollständig zu sehen. Man sieht ihn allerdings ganz unten auf der Seite, wenn man mit der Maus darüberfährt.

3. Longurl.info

Dieses Tool gibt es interessanterweise in einer englischen und einer russischen Version. Wie bei den anderen beiden Tools gibt man auch hier die Kurz-URL ein und sieht dann sofort, welcher Link sich dahinter verbirgt. Gleichzeitig kann man noch checken lassen, ob sich dahinter eine bösartige Software (z.B. Malware) versteckt.

Das Ergebnis sieht bei meiner Beispiel-URL dann so aus:

Probieren Sie die Tools doch einfach aus, um herauszufinden, welches Ihnen am ehesten zusagt. Meine Favoriten sind der Redirect Tracker und Longurl.info.

Titelbild von Pete Linforth auf Pixabay

Post

Online-Texte später offline lesen

2 comments

Wahrscheinlich geht es mir wie vielen anderen auch. Tagtäglich werde ich auf neue Tools und Applikationen aufmerksam gemacht, über Blogs, Twitter oder auch per Mail. Im Endeffekt kommt es aber höchst selten vor, dass sich dann eines bewährt und von mir wirklich genutzt wird.

Zu den wenigen Tools, die mich wirklich überzeugt haben, gehört das Firefox Add-on Read It Later. Das kleine Programm gibt mir die Möglichkeit, interessante Websites aufzulisten, die ich nicht gleich lesen will oder kann.

Eigentlich ist das eine gefährliche Sache, denn wer viel online liest und einen gut gefüllten Feed-Reader hat, kann sich leicht ausmalen, wie schnell die Liste lang und länger wird. So gesehen ist dieses Tool keine wirklich Hilfe, auch wenn man die Möglichkeit hat, die einzelnen Beiträge parallel auf Delicious abzuspeichern.

Nein, der Vorteil dieses Tools liegt woanders. Ich habe nämlich die Möglichkeit, die Seiten bzw. Beiträge, die mich interessieren, nicht nur zu markieren, sondern ich kann sie auch offline abspeichern. Und habe dadurch die Möglichkeit, mich mit Lesestoff für einen Flug oder eine Bahnfahrt einzudecken, ohne von einer Online-Verbindung abhängig zu sein.

Natürlich konnte ich einzelne Seiten schon immer auf meiner Festplatte abspeichern. Aber Read It Later erleichtert einem die Arbeit.

Einmal installiert muss ich nur jeweils das Häkchen rechts in der Adresszeile anklicken und habe die Seite damit markiert. Da ich das Tool nur für solche Zwecke verwende, werden die einzelnen Seiten bei mir immer gleich automatisch offline abgespeichert (via Optionen). Und dann kann die Reise beginnen und das ohne Angst, die Internetverbindung könnte schlecht sein.

Post

Ein kleines Tool unterstützt Sie beim Erstellen Ihres Projektstrukturplans

25 comments

Zur Planung eines Projektes gehört der Projektstrukturplan, da erzähle ich Ihnen keine Neuigkeit. Wie aber erstelle ich ihn? Bei ganz neuen Vorhaben arbeite ich ganz gerne mit Moderationskarten, da man die nach Lust und Laune verschieben bzw. austauschen kann, wenn man Änderungen vornehmen möchte.

Über eine ganz interessante Alternative berichtet Stefan Hagen auf seinem Projektmanagement Blog. Wer schon mal versucht hat, mit diversen Programmen Organigramme zu erstellen, weiß, wie mühsam das sein kann. Mit WBStool geht das ganz einfach. Das kleine Programm, das, wie Stefan Hagen schreibt, von Dietmar Schoder entwickelt worden ist, funktioniert hervorragend, ich habe gerade damit einen ersten Projektstrukturplan erstellt.

Das große Plus bei diesem Tool: es kann kostenlos von der Website runtergeladen werden. Daher geht ein großes Dankeschön an Dietmar Schoder, der das Programm entwickelt hat und es nun als Freeware zur Verfügung stellt. Ein Danke geht aber auch an Stefan Hagen für den Tipp.

Ein Manko hat das Programm: es steht nur für Windows-Rechner zur Verfügung.